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The Cabin in the Woods

Großartige, leicht überhypte Horrorsatire

The Cabin in the Woods Kritik

0 Kommentar(e) - 16.10.2016 von luhp92
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von luhp92.
Filmkritik

The Cabin in the Woods Bewertung: 4/5

Die von der Moviejones-Redaktion gewählte Bezeichnung "Die Matrix des Horror-Genres" halte ich trotz meiner Begeisterung dann doch für zu hochgegriffen. Vor allem nach der Behauptung von Goddard und Whedon, mit Cabin in the Woods den Tod des Horrorfilms herbeiführen zu wollen, damit er danach wiederbelebt werden kann. Nun, vier Jahre später merkt man davon jedenfalls nichts. Und dann erinnert euch zurück, welchen Einfluss Matrix auf das (Science Fiction) Kino auch noch Jahre später hatte. Oder denkt an den Einfluss von Scream, der hier ja oft als Vergleich herangezogen wird.

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Stand jetzt ist Cabin in the Woods mehr ein Nerd-Nischenfilm und Geheimtipp, während sich Scream und Matrix stattdessen zu Kultklassikern entwickelten, die selbst jeder Filmlaie zumindest vom Namen her kennt. Das macht Cabin in the Woods natürlich keineswegs zu einem schlechten Film, aber es ist wie gesagt ein Geheimtipp, den man seinen Freunden im Forum oder im privaten Umfeld empfiehlt. Wie dies in 10-20 Jahren aussieht, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Je mehr ich (seit gestern Abend) über die einzelnen Handlungselemente und ihre Aussagekraft nachdenke, desto mehr Gefallen finde ich an dieser Horrorsatire. Wie Goddard und Whedon hier den Zuschauer auffordern, nicht immer den gleichen Horrorscheiß zu fressen, wie sie den vergeblichen Kampf junger idealistischer Filmemacher gegen die unaufhaltsame 08/15-Produktionsmaschinerie und den selbstgegebenen Voyeurismus des Horrorgenres darstellen, ist schlichtweg großartig und habe ich so auch noch in keinem Horrorfilm gesehen. Aus heutiger Sicht kommt sogar noch hinzu, dass Cabin in the Woods gleichzeitig als Parodie auf den aktuellen Jugend-Dystopie-Wahn à la Panem, Maze Runner, etc funktioniert.

Was man dagegen zurecht kritisieren könnte, ist die Tatsache, dass die Charaktere in ihrer Zeichnung nicht über die gängigen Klischees hinauskommen und daher kein richtiges Eigenleben besitzen. Auch der Handlungsverlauf ist zunächst altbekannt. Das ist natürlich beabsichtigt, führt aber schließlich dazu, dass einige Zuschauer den Film in der ersten Stunde als langweilig empfinden, wie es die meisten negativen Kritiken zum Ausdruck bringen. Auf mich selbst trifft dies zwar nicht zu, für die Charaktere empfand ich - vielleicht mit Ausnahme des Kiffers - trotzdem keine sonderlich große Sympathie. Im Gegensatz dazu sind mir die Charaktere in Tucker & Dale vs Evil, der ja bewusst mit den üblichen Klischees bricht, sehr ans Herz gewachsen.

Deswegen tendiere ich hier zu 4/5 und nicht zu 4,5/5 Hüten.



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The Cabin in the Woods Bewertung
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810
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