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Underworld 5 - Blood Wars

Ganz schön blutarm

Underworld 5 - Blood Wars Kritik

12 Kommentar(e) - 29.11.2016 von Moviejones
Filmkritik

Underworld 5 - Blood Wars Bewertung: 1.5/5

Underworld 5 - Blood Wars Fazit

Man hätte es bei Underworld 4 - Awakening belassen sollen, denn auch wenn der große Wurf bereits dort vermisst wurde, so war es immerhin ein launiger Actionfilm. Underworld 5 - Blood Wars versucht nun, das letzte bisschen Leben aus einem toten Franchise herauszuquetschen, gleich einem Vampir, der noch einmal kräftig an seinem Opfer zutscht, obwohl der Leichnam schon länger an Blutarmut verreckt ist. Mit dieser Attitüde ist der Film völlig falsch in der Vorweihnachtszeit platziert und für diese Art der Unterhaltung wäre eigentlich der Januar oder Februar reserviert - die beliebte Resterampe für Filme, die man sonst im Jahr nicht erträgt, aber aus Ermangelung an Alternativen dann doch schaut.

Underworld 5 - Blood Wars Kritik

Vampirin Selene (Kate Beckinsale) wird wieder einmal gejagt! War das jemals anders? Auch mit der Fehde zwischen Vampiren und Lykanern ist es nicht gut bestellt, hat das frostig-blutige-Verhältnis doch tatsächlich einen neuen Tiefpunkt erreicht. Zu allem Überfluss hat es Oberlykaner Marius (Tobias Menzies) auch noch auf Selenes reines Blut abgesehen. Selene steht zwischen den Fronten und kann sich dabei nur auf David (Theo James) und dessen Vater Thomas (Charles Dance) verlassen.

Die Underworld-Reihe hat viel mit der Resident Evil-Saga gemein. Beide Filmreihen begannen kurz nach der Jahrtausendwende und stellten eine starke Frau in den Mittelpunkt. Die eine kämpft bissig gegen Zombies, die andere ist noch bissiger und hat Werwölfe und böse Vampire zum Feindbild erkoren. Doch qualitativ bot die Underworld-Reihe immer etwas mehr und gerade der erste Teil lebte davon, festgetretene Pfade zu verlassen und bot darüber hinaus auch eine spannende Handlung. Fast 15 Jahre später erleben nun beide Filmreihen noch einmal ein Revival und Underworld 5 - Blood Wars ist der Vorbote, nur kein guter.

Underworld 5 - Blood Wars ist das Paradebeispiel dafür, wenn einer Filmreihe der Saft ausgeht und eifrige Produzenten doch noch ein wenig Geld aus einer Marke herausquetschen wollen. So wird schnell das Budget im Vergleich mit den Vorgängern gekürzt, man holt sich eine unerfahrene Regisseurin, die willig und billig ihr Handwerk macht und versucht so, noch ein paar Zuschauer von einst anzulocken. Zwar liegt der letzte Teil mit vier Jahren noch nicht so lange zurück, ebenfalls etwas, was der Film mit Resident Evil gemein hat, dennoch soll es Zuschauer geben, die nicht wissen, worum es geht und so wird erst einmal die große Rahmenhandlung der letzten vier Teile nacherzählt. Das spart noch einmal Budget, denn so kann man die besten Szenen erneut wiederholen und den Zuschauer ablenken, bevor dieser schnallt, dass Underworld 5 - Blood Wars nicht wirklich was bietet. So wundert es auch nicht, dass das offene Ende des letzten Teils mehr schlecht als recht genutzt wird.

Wie dürftig die Handlung ist, zeigt sich auch bereits an der Laufzeit von Underworld 5 - Blood Wars, die trotz vieler Flashbacks und Szenen aus den bisherigen Filmen gerade einmal 91 Minuten erreicht. Damit liegt Teil 5 auf Augenhöhe mit dem Vorgänger, der aber im Gegenzug nicht so sehr von dem, was mal war, zehrte. Doch ewig kann auch dieser Film nicht von Nostalgie leben und ständig Action zu zeigen, klappt auch nicht. Somit wird viel Füllmaterial genutzt, welches sich in Gestalt vieler dümmlicher Dialoge zeigt.

Wenn die Action stimmt, mag man dies ertragen und leider ist das hier nur selten der Fall. Da hilft es auch nicht, alte Tugenden aufleben zu lassen. Ein Markenzeichen der Underworld-Reihe war es schon immer, die doch recht simplen Handlungen mit anerkannten Darstellern aufzuwerten, um den Filmen so eine Art Ritterschlag zu verpassen. Auch Underworld 5 - Blood Wars bildet hier selbstverständlich keine Ausnahme und kann mit Tobias Menzies, aber vor allem Charles Dance Punkte sammeln. Doch auch gerade Dance immer wieder Filmen das gewisse Etwas verleiht, können beide Darsteller ihre Unterforderung nicht verheimlichen.

Underworld 5 - Blood Wars hätte nun wirklich nicht sein müssen oder einfach mehr Liebe verdient, denn die Welt der Vampire und Lykaner bot immer so viel Spielraum und wird leider immer wieder von unfähigen Verantwortlichen kaputtgemacht.



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Underworld 5 - Blood Wars Bewertung
Bewertung des Films
310
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12 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
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ZSSnake
Expendable
Geschlecht | 04.12.2016 | 20:36 Uhr04.12.2016 | Kontakt
Jonesi

Ich war heute im Kino, hier mal ne Kurzreview:

Es ist definitiv ein Film für Fans der Reihe. Mag man die Filme bisher, wird man mit dem hier genauso seinen Spaß haben - mag man die Reihe nicht, wird er einen auch nicht bekehren.

Coole Vampir vs Werwolf Action, ein paar interessante neue Ideen, Blut, Geballer und solide Regie. Dazu die bekannt düster dreinblickende, coole Charakterriege, die um ein zwei Figuren erweitert wird - fertig ist der nächste Underworld. 3D war gewohnt unnötig. Als Fan der Reihe zu empfehlen, würde 7/10 geben.

Als Film für sich.strunzdoof, nix revolutionäres, im Grunde eben Underworld Runde 5 und nix anderes. Wer den allerdings schaut und die Reihe bisher nicht mochte ist eh selbst schuld. Trotzdem, für die Kritiker unter uns: ne 4/10 für grundsolide Action und ansonsten den gleichen Scheiß wie immer wink :-P

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
WiNgZzz
Moviejones-Fan
Geschlecht | 30.11.2016 | 11:02 Uhr30.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2016 11:05 Uhr editiert.

Was mir wirklich selten bis garnicht passiert: Weil das Thema ansich jetzt nicht uninteressant für mich ist, habe ich Teil eins glaube ich 3x angefangen und bin jeweils nicht über die Hälfte (?) hinausgekommen und habe aus welchen Gründen auch immer abgeschaltet. Keine Ahnung was es ist, aber irgendwie gibt mir die Reihe garnichts!

Ach komm...

MobyDick
Moviejones-Fan
30.11.2016 | 09:55 Uhr30.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Überrascht uns das jetzt wirklich? Und erwarten wir von Resident Evil im Januar mehr?

Ich sehe das wie Beowe, in dem Moment, wo Michael aus den Filmen verschwunden ist, wurde die Reihe Mist. Die ersten beiden Filme waren noch ganz ok, aber der vierte war einfach nur eine Wurst. Der dritte als Vorgeschichteist ganz nett, aber ist ja im prinzip nur ein Spin-Off.

So wenig ich Len Wiseman etwas zutraue, ich denke, wenn man das Franchise qualitativ retten will (was ich ein bißchen bezweifle), dann sollten Wiseman und die Story um Michael wiederkehren...

Dünyayi Kurtaran Adam
Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 29.11.2016 | 23:58 Uhr29.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Autsch...naja Teil 4 war für mich bereits eine Zumutung und hatte eine Handlung, die ich stand jetzt nicht mal mehr zusammenfassen könnte. Da war schon fast klar, dass die Reihe ausgesorgt hat. Die Trailer zu Teil 5 nun ließen bereits schlimmer erahnen (Selenes Superblut...wtf hab ich was verpasst?) und wirkte bereits wie ne Kopie der bekannten Action.

ClayMorrow
Moviejones-Fan
29.11.2016 | 22:05 Uhr29.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Michael war für mich eh der nervigste Charakter. Gäbe es ihn nicht, würde auch diese überflüssige Lovestory nicht existieren.

Beowe
Moviejones-Fan
Geschlecht | 29.11.2016 | 22:00 Uhr29.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Der Größte Fehler der begannen wurde, ist das man sich zu sehr auf Selene fixiert hatte und so den Interesannteren Handlungsstrang um Michael aus dem Augeverloren haben, was leider sehr im 4 Teil aufgefallen ist. Ich hoffe ja das man nicht die Billige lösung gewählt hat und nun sagt das Michael zwischen Teil 4 und 5 getötet wurde.

Lemmy
Moviejones-Fan
29.11.2016 | 21:18 Uhr29.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Einfach reingehen, und sich ne eigene Meinung bilden.

Thor17
Donnergott
Geschlecht | 29.11.2016 | 20:21 Uhr29.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Ok ich hab es aber schon irgendwie so befürchtet. Ich habe eigentlich immer gerne die Filme der Reihe geschaut und mich größtenteils gut unterhalten klar hatten sie auch einige Schwächen aber so richtig enttäuscht hat mich keiner.

Ich weiß jetzt echt nicht mehr ob ich mir den ansehen werde sehr sehr schade

sublim77
Moviejones-Fan
Geschlecht | 29.11.2016 | 19:37 Uhr29.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Na das klingt ja mal so richtig niederschmetternd. Aber um ehrlich zu sein, habe ich nichts anderes erwartet. Als die Reihe damals begann, war ich total begeistert. Zusammen mit Blade wurde Underworld zu meinen absoluten Vampirlieblingen. Aber so wie Blade 3 einfach nur überflüssig war, fand ich Underworld 4 nur noch langweilig. Beide Filme waren alleine gesehen nicht unbedingt schlecht und hätten alleine gesehen auch ihre Daseinsberechtigung haben können. Aber es war eben nichts Neues mehr. Es wurden austauschbare Geschichten erzählt und gegen austauschbare Gegner gekämpft. So wie ich die Kritik von MJ lese, hat man nun mit Underworld 5 genau das Selbe wieder gemacht. Auch wenn ich gehofft hatte, dass man der Reihe nun die Fortsetzung beschert, die sie Verdient hätte, ist es letztlich keine Überraschung, dass man wieder den gleichen Weg eingeschlagen hat, wie zuvor schon so oft. Schade, aber absolut vorhersehbar.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MrNoname
BOT Gott
Geschlecht | 29.11.2016 | 19:22 Uhr29.11.2016 | Kontakt
Jonesi

Danke, das wars dann für mich. MIt dem dritten Teil musste ich mich erst anfreunden, der 4. war dann wieder nett anzusehen. Nach dieser Kritik spare ich aber das Geld und geh auf 1, 2, 3 Weihnachtsböcke ;)


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