Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

A Royal Night - Ein königliches Vergnügen

Kritik Details Trailer Galerie News
Prädikat: besonders wertvoll

A Royal Night - Ein königliches Vergnügen Kritik

A Royal Night - Ein königliches Vergnügen Kritik
0 Kommentare - 28.09.2015 von FBW
Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).
A Royal Night - Ein königliches Vergnügen

Bewertung: 4 / 5

Die Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945. V.E. Day. Ausgelassene Menschen feiern auf den Straßen Londons die Befreiung von der Bedrohung durch den Faschismus und das Ende des Krieges. Die britischen Prinzessinnen Elizabeth und Margaret, damals 19 und 15Jahre alt, stoßen im Hotel Ritz auf den Sieg der Alliierten an. So zumindest die offizielle Version. Aber vielleicht war alles ganz anders. Was wäre, wenn die Teenager dem steifen Empfang und den Smalltalks mit Vertretern des Adels entflohen und Party machten...?

A Royal Night - Ein königliches Vergnügen orientiert sich mit ihrem Gedankenspiel an dem Klassiker Ein Herz und eine Krone. Wie damals die junge Audrey Hepburn bezaubert Sarah Gadon als bereits pflichtbewusste Thronfolgerin. Ihr Wunsch, die Vergnügungen ihres Alters zu erleben, hat sie tief in ihrem Herzen vergraben. Dafür brennt diese Flamme lodernd im Herz der naiven Prinzessin Margaret - grandios gespielt von Bel Fowley. Sie bedrängt ihre große Schwester, die Eltern zu überzeugen, dass sie die Nacht außerhalb des Buckingham-Palasts verbringen dürfen. In wenigen Szenen geben Emily Watson als strenge, die jahrhundertealte Etikette achtende Königin und Rupert Everett als genervter Vater ihren Figuren Profil.

Trailer zu A Royal Night - Ein königliches Vergnügen

Mit dieser Grundfigurenkonstellation knüpft der Film an die Charaktere der Royals an, die später in das pflichtbewusste Leben für die Krone von Elizabeth und die distanzierte Abschirmung der Windsors mündeten, als auch an die Eskapaden und Affären von Prinzessin Margaret. Diese Charakterzüge bestimmen auch die Erlebnisse der Nacht. Nach der Ankunft im Ritz büchst Margaret vor den langweiligen Gesprächen aus und stürzt sich Hals über Kopf in die ausgelassene Menschenmenge. Elizabeth heftet sich an ihre Fersen und ist stets einen Tick zu spät, um sie einzuholen.

Die weltfremde Neugier der Prinzessinnen, die das erste Mal in ihrem Leben mit Alltagssorgen konfrontiert werden, wird zu einem der Motoren, die die Handlung vorantreiben. Auch die Klassenunterschiede, die sich in Kleidung, Haltung und der Sprache zeigen, werden mehrmals liebevoll thematisiert, die Kamera betont die Distanz. Auch der Gegensatz zwischen der Pracht in den königlichen Gemächern und den Wohnverhältnissen in vom Krieg zerstörten Häusern klingt an.
So entsteht eine genaue, opulent und detailverliebt ausgestattete Momentaufnahme dieses Tages, in dem Volk und Königshaus gemeinsam feierten und dessen Stimmung vom Glück über das Ende des Krieges geprägt ist.

Er bildet den Background für eine beschwingte Kömödie, deren Tempo der Swing Glenn Millers vorgibt. Dazu kommt ein kräftiger romantischer Touch, der die Royals für ein paar Minuten zu Menschen aus Fleisch und Blut macht. Sie macht das spätere Verhalten einer Monarchin verständlich, die sich niemals ganz aus den Fesseln ihrer Erziehung lösen konnte. Und die ihre Ururgroßmutter Viktoria, die sie im Film noch als streng rügt, im September 2015 in der Dauer ihrer Regentschaft übertreffen wird.

Prädikat: besonders wertvoll

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

A Royal Night - Ein königliches Vergnügen Bewertung
Bewertung des Films
810
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

Alles außer gewöhnlich Kritik (Redaktion)

Prädikat: besonders wertvoll

Poster Bild
Kritik vom 01.12.2019 von FBW - 0 Kommentare
Alles außer gewöhnlich von Eric Toledano und Olivier Nakache erzählt auf inspirierend-mitreißende Art von zwei hochengagierten Betreuern, die sich um autistische junge Menschen kümmern - und dabei mehr als einmal an ihre eigenen Grenzen stoßen.Als Betreuer für autistische Jugendliche versuche...
Kritik lesen »

Auerhaus Kritik (Redaktion)

Prädikat: besonders wertvoll

Poster Bild
Kritik vom 01.12.2019 von FBW - 0 Kommentare
Neele Leana Vollmars Verfilmung des gleichnamigen Jugendbucherfolgs erzählt die Geschichte von vier jungen Menschen, die kurz vor dem Abi gemeinsam eine WG gründen. Und zum ersten Mal spüren, was es heißt, als Erwachsene Entscheidungen zu treffen - mit allen Konsequenzen. Friede...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?