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Bambi

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Bambi Kritik

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Bambi Kritik
0 Kommentare - 26.12.2020 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Bambi" ist.

Bewertung: 4 / 5

Der kleine Bambi (Donnie Dunagan) wächst in mitten der Natur unter den wohlbehüteten Augen seiner Mutter auf. Zusammen mit seinen Freunden Klopfer (Peter Behn), Blume (Stan Alexander) und Feline (Cammie King) durchstreift und erfroscht er die Wälder seiner Heimat.

Es ist schon erstaunlich wie sehr sich das Medium Film in den letzten 80 Jahren gewandelt hat. Im besonderen ja doch der Animationsfilm. Durch die bahnbrechenden Animationen von Toy Story und dem finanziellen Misserfolg mit Küss den Frosch, hat sich Walt Disney Pictures anscheinend endgültig vom klassichen Zeichentrick entfernt. Zu altbacken und zu wenige visuelle Reizpunkte scheinen Filme, die noch in der Tradition von Bambi entstanden sind, für heutge Zuschauer zu haben.

Nach etlichen Jahren bin also auch ich dazu gekommen Bambi zu sichtigen. Einen Film, der wie so viele Disney-Filme als Klassiker eingestuft wurde. Und in den meisten Fällen stimmt das auch. Wesentlich anspruchsvoller, und tiefgründiger sind doch diese von der breiten Masse belächelten Filme.

Und Bambi steht eben auch in dieser Tradidtion. Denn Bambi ist wie so typisch für Disney-Filme aus dieser Zeit kein Film, der durch seinen Plot vorangetrieben wird. Wie denn auch? So ließe sich die gesamte Handlung des Films auf nicht mal einer DIN A4-Seite zusammenfassen. Viel mehr ist es ein Film, der durch visuelle Reize zu punkten, und durch deren metaphorische Deutung lebt. Es ist klassisches Ballett. Wild, gewagt und brachial.

Ja, auch ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus, wenn ich sehe wie wunderschön die gezeichneten Bilder des Waldes mich ergreifen, wie lebensecht und herzlich Disneys Figurenzeichnung ist. Natürlich passiert das alles mit einer gewissen Distanz, und einem Disneytypischen, konservativen Blick auf den Begriff Familie.

Aber dennoch ist der Film so symbolträchtig, wenn es um die Rollen der einzlenen Geschöpfe geht. Hier wird der Irrsinn zur Realität, wenn der Mensch zum jagen in die Wälder kommt. Seinen EIngriff in die Natur, und damit eben auch einen Ausblick in Richtung Klimawandel bietet Bambi, gewollt, oder ungewollt in phantastisch umschriebenen Bildern des Irrsinns. Spätestens als das Gewehr ertönt wird klar, daß Panik ausbricht. Man könnte es jetzt so sehen, daß der Film uns eben nur zeigen will wie sehr Bambi unter dem Verlust seiner Mutter leidet. Aber man könnte sich auch ob der metaphorischen Bedeutung einzelner Akteuere in der Handlung unterhalten. Denn Tatsache ist, daß immer dann, wenn ein Disney-Film uns das wahre Böse präsentiert, daß Licht schwarz wird. Damit hat Disney den Symbolismus massentauglich gemacht, und das sogar so sehr, daß wir an einzelnen Stellen in jedem Film genau das erwarten. Zoomania hat vor einigen Jahren versucht mit diesen Klischees aufzuräumen, ist aber vermutlich daran gescheitert.

Und wenn dann der Herr des Waldes auftritt, sehnt sich Bambi wieder nach einem Erretter. Einem Über-Wesen, der ihn führt, aber dennoch so akzeptiert, wie er ist. Wer behauptet, daß in Bambi keine Monarchen auftreten, der irrt. Denn wie so häufig blickt Disney mit naiven Kinderaugen, auf den anmutigen, reichen und schönen Herren, der von Grund auf gut ist. Das diese Ansicht glücklicherweise nicht mehr zeitgemäß ist, brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen.

Bambi ist wohl der Wegbereiter für Filme à la Der König der Löwen, oder Cap und Capper. Ein Film der in einer Tradtion von höchstem künstlerischem und symbolischen Verständnis, aber auch einem zeitgemäßen, naiven Konservatismus steht. Denn während der Film einerseits Metaphorik perfektioniert, und einen erstaunlich früh gedachten Blickwinkel auf das Thema Umweltverschmutzung bietet, so ist er auf der anderen Seite eben auch in seinen Rollenbildern teilweise extrem fragwürdig.

Bambi Bewertung
Bewertung des Films
810
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