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Breaking In

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Breaking In Kritik

Breaking In Kritik
5 Kommentare - 22.07.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Breaking In" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Breaking In

Bewertung: 1.5 / 5

Breaking In basiert auf einer grundsätzlich cleveren Idee, doch bei der Umsetzung wurde das Projekt mal so richtig gegen die Wand gefahren. Wenn 80 Minuten sich wie eine Ewigkeit anfühlen, dann ist irgendwas schiefgelaufen. Wie so oft klingt die Idee besser als das Ergebnis und auch wenn die Darsteller versuchen, einen wirklich guten Job zu machen und die Optik stimmt, kann dies nicht über ein schludriges Drehbuch hinwegtäuschen, welches bereits Probleme hat, triviale Situationen einigermaßen logisch zu erklären.

Breaking In Kritik

Eigentlich will Shaun Russell (Gabrielle Union) nur den Nachlass ihres verstorbenen und schwerreichen Vaters regeln und fährt deswegen mit ihren beiden Kindern zu dessen Landsitz, um alles Nötige zu klären. Doch das Haus ihres Vaters entpuppt sich als hochgesicherte Festung - und irgendetwas stimmt nicht. Zu spät fällt Shaun auf, dass sie nicht allein im Haus sind und vier Einbrecher ein großes Ding planen. Während sie auf einmal ausgesperrt vorm Haus steht, befinden sich die Kinder in der Gewalt der Gangster. Doch nichts kann eine Mutter aufhalten, wenn es um den Schutz ihrer Kinder geht! Nur ... wie kommt sie ins Haus?

Trailer zu Breaking In

Die Grundidee von Breaking In klingt wirklich ganz interessant und das alles verpackt in einem nicht überlangen Thriller. Einem spannenden Kinoabend kann da eigentlich nichts im Weg stehen, außer vielleicht... Und dieses Vielleicht ist das große Problem, denn anstatt die spannende Idee konsequent umzusetzen, übt man sich lieber in Stereotypen, Genderwahnsinn und unnötigen Storywendungen, nur um irgendwie die Laufzeit zu füllen. Doch alles von Anfang an, denn Hauptdarstellerin Gabrielle Union zeigt durchaus, dass sie zu einer ganzen Menge in der Lage ist und einfach nur Filme mit einem besseren Drehbuch benötigt. Ihre Leistung, auf der ein großer Teil des Films beruht, ist in Ordnung und auch optisch macht Breaking In eine Menge her.

Hier zeigt sich auch die Handschrift von Regisseur James McTeigue. Die Umsetzung ist durchaus solide und erst einmal sehenswert, nur seit dem großartigen V wie Vendetta widmet sich McTeigue zu sehr Filmen, bei denen das Drehbuch nicht durchdacht ist, wo der letzte Feinschliff noch Wochen, wenn nicht Monate entfernt war. So krankt dann auch Breaking In an allen Ecken und Enden, weil Themen in den Film einfließen, die für die Handlung keine Relevanz haben. So wird immer wieder thematisiert, dass Shauns toter Vater sein Geld mit dubiosen Machenschaften erlangt hat, wohl auch deswegen baute er sich diese Festung. Doch relevant für die Handlung wird dieser immer wieder angesprochene Punkt nicht wirklich.

Hinzu kommt, dass man sich bei Breaking In nur schwer des Gedankens erwehren kann, dass es sich hier um einen dieser neumodischen Filme handelt, die mit Gewalt ein bestimmtes Rollenbild ins Publikum prügeln wollen. Die starke Frau, die sich gegen böse männliche Einbrecher zur Wehr setzt. Dieser sehr plakativen und wahrlich tendenziösen Sichtweise wollen wir hier nicht folgen. Andere Elemente in diesem Film unterstreichen dies aber leider, weil das Drehbuch entweder dumm oder plump geschrieben wurde. Warum fährt Shaun mit ihren Kindern zu diesem Haus, wenn daheim ihr Mann auch auf diese hätte aufpassen können? Natürlich bedarf es eines Aufhängers, damit sie über sich hinauswachsen kann, aber die Logik bleibt auf der Strecke, vor allem da weder sie noch die Kinder diese Reise unternehmen wollen. Hier zeigen sich absolute Storyschwächen, denn mit einem Kniff hin zu einer glaubwürdig alleinerziehenden Mutter hätte dieses Problem umgangen werden können.

Dann ist die Darstellung der Männer und Frauen zumindest fragwürdig. Woher Shaun den Ideenreichtum hat und das Talent, wird im Film nicht thematisiert. Scheinbar schafft Mutterschaft eine Tatenkraft, auf dem nicht nur das Marketing massiv rumreitet, sondern auch aus der Shaun nahezu übermenschliche Kräfte entwickelt. Nur sie ist in der Lage ihre Familie zu beschützen, weil (O-Ton im Film) "sie nichts besonderes ist, sondern eine Mutter". Kitsch lass nach! Ihr durchaus stämmiger Mann, ein Schrank von einer Person, ist dazu weniger geeignet, aber wir wollen nicht spoilern. Ob man das so alles sehen will oder doch lieber nicht, sei jedem selbst überlassen. Futter liefert Breaking In auf jeden Fall genug mit einigen unfreiwillig komischen Momenten des Fremdschämens.

Und nicht selten sagt dabei die Logik gute Nacht, wird auf Zeitabläufe gepfiffen und so lange an der Story rumkonstruiert, bis es einigermaßen passt und die Laufzeit zustande kommt. Die ist nur etwas mehr als 80 Minuten lang und fühlt sich ab der Mitte wie ein überlanges zähes Epos an, nur ohne Epik. Hier liegt der Hund begraben, der sich wohl selbst verbuddelt hat, um das Elend nicht mehr mitansehen zu müssen. Kitsch trifft auf Propaganda trifft auf Klischee trifft auf mieses Drehbuch in Breaking In. Das war und wird nix mehr.

Breaking In Bewertung
Bewertung des Films
310
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5 Kommentare
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luhp92 : : BOTman Begins
14.08.2018 22:27 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.279 | Reviews: 138 | Hüte: 330

@Sully

Das stimmt natürlich.
Dennoch wird hier irgendwie alles in einen Topf geworfen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Sully : : Elvis Balboa
14.08.2018 11:11 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.775 | Reviews: 30 | Hüte: 367

@Luhp92

Adrenalinschübe können natürlich zur Freisetzung "übermenschlicher" Kräfte führen...ideenreicher, intelligenter und geschickter, machen sie aber nicht. Genau diese Fähigkeiten werden aber in der Kritik angesprochen und bemängelt. Damit lässt sich also nichts schönreden.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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luhp92 : : BOTman Begins
05.08.2018 16:10 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.279 | Reviews: 138 | Hüte: 330

Nun, es ist ja zumindest belegt, dass Menschen in Extrem- und Notsituationen dank Adrenalinausschüttung über sich hinauswachsen und kurzfristig "Superkräfte" entwickeln können. Prinzipiell könnte man den Film also über diesen Weg erklären.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Tarkin : : Moviejones-Fan
05.08.2018 11:59 Uhr
0
Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 775 | Reviews: 0 | Hüte: 9

Ui, der stand eig. auf meiner Liste.

Du schleppst mich in dieses Junkyhaus und jetzt muss ich auch noch diesen Scheissclown umlegen

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Zombiehunter : : Moviejones-Fan
05.08.2018 10:08 Uhr | Editiert am 05.08.2018 - 10:09 Uhr
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Dabei seit: 21.10.12 | Posts: 1.117 | Reviews: 0 | Hüte: 26

Jaaa. Ich dachte mir schon, dass so eine Kritik kommen wird. Idee klingt wirklich nicht übel, obwohl es schon Ähnlichkeiten aufweist mit Hostage, 24 Stunden Angst, ein bisschen Panic Room...ganz ehrlich? Mir fallen noch einige Filme ein, die vom Plot her so ähnlich klingen. Gab es schon zur Genüge

Ich denke mal, dies ist ein Film um an einem Sonntagspätabend das Wochenende ausklingen zu lassen...zu Hause

Nur ein toter Mensch ist ein guter Zombie! :)
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