Anzeige
Anzeige
Anzeige

Drecksau

Kritik Details Trailer Galerie News
Drecksau Kritik

Drecksau Kritik

Drecksau Kritik
2 Kommentare - 02.01.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Drecksau" ist.

Bewertung: 4 / 5

Der schottische Polizeibeamte Bruce Robertson (James McAvoy) nimmt es nicht so ganz genau mit dem Gesetz: Er konsumiert Drogen, erpresst Geständnisse, intrigiert gegen Kollegen und ist korrupt. Als in der Adventszeit eine asiatische Studentin ermordert wird, steht gleichzeitig eine Beförderung zum Detective Inspektor im Raum, welche Robertson unbedingt erhalten will. Der Fall macht dem Freimaurer, der eigentlich nach Hamburg reisen will, um mit seinem Vereinskameraden Clifford Blades (Eddie Marsan) ein Geschäft abzuschließen, schwer zu schaffen und nach und nach sieht sich Bruce nicht nur mit dem Fall, sondern auch seinem eigenen Leben konfrontiert.

Filme wie Drecksau haben in der Regel ein großes Problem: Sie unterwerfen sich einem systemischen Konsveratismus. So geht zwar Drecksau besonders in der ersten Hälfte dem puren Anarchiesmus nach. Bruce Robertson ist all das, was zumindest viele Filmemacher als "den Traum" verstehen: Er konsumiert Drogen, ist Machtbessesen, kann jede Frau haben, wenn er will, und es ist ihm völlig egal, was man von ihm hält. So taten es vor allem Filme wie War Dogs, Der Grinch oder The Wolf of Wallstreet. Doch während gerade letzterer sich traut seinen Protagonisten von Anfang bis Ende als puren Rebellen zu stilisieren, so will Bruce Robterson doch im Kern eigentlich nur eines: Und zwar dazu gehören.

Trailer zu Drecksau

Als sich Bruces Vergangenheit Stück für Stück aufdröselt, erkennt der Zuschauer in seinem Antlitz vor allem einen Mann, der völlig traumatisiert und verstört aus Ereignissen seiner Vergangenheit zurückgelassen wurde. So manipuliert uns der Film, doch mit dieser Drecksau zu leiden.

Und das Konzept geht auf, und selbst, wenn ich den Pseudowagemut eines solchen Filmes immer wieder nur ankreiden kann, so ist Drecksau vor allem ein Verneigung vor seinem Hauptdarsteller. Denn wie James McAvoy von Szene zu Szene in Stimmung zu Stimmung verfällt ist fabelhaft, einzigartig und gebührt höchstem Respekt. Dieser Mann ist einfach einer der phantastischsten Schauspieler seiner Generation und bekommt in diesem Film die Möglichkeit das auch ordentlich unter Beweis zu stellen. Über dies zeigen sich auch immer wieder Traumsequenzen eines Dr. Verne Rossi (Jim Broadbent), die den Zuschauer irgendwie verwirren, um dann natürlich anschließend aufgedröselt zu werden. Ich persönlich sehe zwar keinen Nutzen in dieser Rolle, wollte das aber an der Stelle mal erwähnt haben.

Doch während die meisten Filme dieser Art eine Art Resozialisierungsprogramm für seine Anti-Helden sind, so geht zumindest Drecksau gegen Ende einen halbwegs mutigen Weg. Denn hier wird gezeigt das manche Fehler nicht wieder gutzumachen, und bestimmte Anti-Systemlinge nicht wieder integrert werden können.

Was Drecksau vor allem so besonders macht, ist sein Hauptdarsteller. James McAvoy kann voll aufrdrehen und liefert vielleicht neben Split, oder Atomic Blonde seine bis dato beste Performance ab. So anarchisch dieser Film zu Beginn auch anmuten mag, so gibt er sich doch am Ende wieder den Konventionen (wenn auch mit einem Twist) hin. Das ist zumindest mutiger, als viele seiner Genre-Kollegen und macht Drecksau auf jeden Fall sehenswert.

Drecksau Bewertung
Bewertung des Films
810
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray

Weitere spannende Kritiken

Resident Evil - The Final Chapter Kritik

Resident Evil - The Final Chapter - Kritik

Poster Bild
Kritik vom 16.01.2021 von ProfessorX - 0 Kommentare
Nur noch wenige Menschen leben auf dem Planeten Erde. Im Zuge dessen muss Alice (Milla Jovovich) zurück nach Racoon City. An den Ort, wo alles begann und das T-Virus zum ersten mal ausbrauch. Indessen bereitet sich die Umbrella Corporation unter der Führung von Albert Wesker (Shawn Roberts...
Kritik lesen »

Resident Evil - Retribution Kritik

Resident Evil - Retribution - Kritik

Poster Bild
Kritik vom 15.01.2021 von ProfessorX - 0 Kommentare
Alice (Milla Jovovich) erwacht in einer geheimen Operationsbasis der Umbrella Coportation. Als sie im Begriff ist den Komplex zu erforschen wird sie von der Spionin Ada Wong entdeckt (Li Bingbing), welche sie zu retten versucht. Weiterhin versucht auch ihr alter Freund Luther West (Boris Kadjoe) sie...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
2 Kommentare
Avatar
ProfessorX : : Moviejones-Fan
02.01.2021 18:42 Uhr
0
Dabei seit: 17.05.14 | Posts: 540 | Reviews: 34 | Hüte: 14

@luhp92

Witzigerweise habe ich den erst heute im Laden gesehen. Ist auf jeden Fall einer dieser Filme, die ich noch nacholen muss. Aber ja, ich fand auch ziemlich gut in den Film rein, was vor allem daran liegt, daß der Film ja durchaus zumeist wirklich frei Schnauze austeilt. Fand ich zumindest gut.

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
02.01.2021 17:07 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.679 | Reviews: 151 | Hüte: 487

Zu dem fand ich wesentlich mehr Zugang als zum "Vorgänger" desselben Romanautors "Trainspotting".

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Forum Neues Thema
Anzeige