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Greenland

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Wann zieht das Leben an uns vorbei?

Greenland Kritik

Greenland Kritik
0 Kommentare - 25.10.2020 von uzuchino
In dieser Userkritik verrät euch uzuchino, wie gut "Greenland" ist.
Greenland

Bewertung: 3 / 5

Eigentlich ist Greenland ein friedlicher Ort, doch in diesem Film geht es dramatisch und katastrophal zu.

Gerard Butler ist das Zugpferd dieses Streifens. Wer diesen Schauspieler öfter mal sieht, der weis das er Action kann und ihm auch Dramen nicht fremd sind. Je öfter er einem vor der Linse rum läuft, desto mehr weis man, dass dieser Mann bereits an seinen Grenzen angekommen ist. Mehr braucht er in diesem Film nicht, dennoch schade, keine neuen Facetten von ihm sehen zu können.
Morena Baccarin, vielen wahrscheinlich eher bekannt als Dr. Lee Thompkins aus Gotham oder Vanessa Carlysle, die Geliebte von Wade Wilson aka Deadpool, bietet einen dramatischen Auftritt, den man zu großen Teilen bereits von ihr kennt, jedoch nicht so emotional, was sie wieder etwas mehr hervorhebt.
Roger Dale Floyd bietet als Jungdarsteller eine grandiose Leistung, die selbst von älteren Darstellern oft nicht erreicht wird und komplettiert das Gefühl, eine echte Familie zu beobachten.
Abegrundet wird das Ganze von sehr guten Nebenrollen und Nebendarstellern, deren darbietung das Ganze erst zu einem runden Erlebniss macht.

Trailer zu Greenland

Der Film ist ein 50:50 Angelegenheit. 50% Katastrophenfilm und 50% Drama.
Dramatisch geht es den ganzen Film über zu. Verdeutlicht wird dies bereits von dem bedrückenden Anfang. Diese Dramatik wird auch gekonnt die ganze Laufzeit, mit kleineren Unterbrechungen, über beibehalten und dient als Kern der Geschichte, immer mit der Katastrophe im Hintergrund.
Die Katastrophe, die des öfteren zu Krisensituationen führt, schafft es aber nur bedingt einen abzuholen und zu fesseln. Dies liegt zum Großteil an dem Erzählstil, der eher in Abschnitten, kleinen Häppchen serviert wird, was den Anschein von mal längeren, mal kürzeren Episoden erweckt. Dies führt dazu, dass der Zuschauer immer dann wenn er gerade abtauchen möchte, wieder herausgerissen wird und sich auf jede Situation neu einstellen muss.
Doch die einzelnen Abschnitte haben auch ihre Stärken. Da wären zum einen unvorhergesehene Entwicklungen und zum anderen der Fokus auf das Zwischenmenschliche, statt purer Zerstörung. Das Zwischenmenschliche regt zum denken an. Doch zu schnell findet oft der Wechsel zur nächsten Szene statt, zu kurz ist der Fokus auf der emotionalen Ebene.
Jedoch schafft es der Regisseur auch Story-Inhalte subtil und ohne sie groß oder überhaupt anzusprechen, zu vermitteln. So konnte man schon am Anfang des Films Eindrücke Wahrnehmen, die später bestätigt wurden. Gut gemacht ist auch die Fortführug der Geschichte und Ereignisse, ohne das unsere Protagonisten sie tatsächlich erleben. Man stelle es sich vor, als würde man Radio hören.

Die Spezialeffekte sehen überwiegend hervorragend aus. Nur selten bricht das hohe Niveau aus und zeigt einem sehr künstliche Bilder.
Doch dies wird wieder gut gemacht durch schöne Luft- und hervorragend eingefangene Kameramomente.
Was visuell bedingt überzeugt, wird auditiv in den Keller getreten. Selbst das beste Bild ist nicht viel Wert, wenn die musikalische Untermalung nicht stimmt. Hatte man zum Eingang des Films noch den leisen Verdacht, dass der Soundtrack die Dramatik des Filmes unterstreichen würde, wurde man hier nach und nach eines Besseren belehrt. Zu beliebig ist der Ton, der nicht über Fernseh-Niveau hinwegkommt. Zu einfach um dramatisch zu sein, eine nahende Katastrophe zu prophezeihen.

Die Ausgangslage der Story ist so beliebig und auswechselbar und würde in jedem anderen Katastrophenfilm passen. Wo des öfteren überraschende Wendungen auftauchen, fehlt es an grundlegenden, frischen Ideen. Somit reiht sich Greenland in die Riege der Genre üblichen Verdächtigen ein ohne etwas, durch das er herausstechen könnte.
Eine andere Basis der Dinge täte dem Genre mal gut und würde zeigen, das noch kreative Köpfe in Hollywood vorhanden sind. Auch alltbekannte Rezepte werden auf dauer nicht besser und schwere zu verdauen.

Fazit:
Gut inszeniertes Drama, das einer Katastrophe entgegensteuert, welcher mitunter der nötige Biss fehlt, wodurch das wahre Potential nur an der Oberfläche angekratzt wird.

Greenland Bewertung
Bewertung des Films
610
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