Piranha 3D

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Blut, Babes und Schnappmäuler

Piranha 3D Kritik

Piranha 3D Kritik
0 Kommentare - 19.10.2010 von Moviejones
Wir haben uns "Piranha 3D" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.

Bewertung: 5 / 5

Mit Mirrors hat uns Alexandre Aja 2008 ein nachhaltiges Filmerlebnis beschwert und Amy Smart werden wir zwar weiterhin als süße Blondine aus Rat Race und Road Trip in Erinnerung haben, aber nie werden wir die schreckliche Szene mit ihrem Spiegelbild vergessen. Aja also, der Piranhas ins Kino zurückbringen und damit dem alten Tierhorrorgenre neues Leben einhauchen will. Um es kurz zu machen, er schafft es. Wir sind einiges gewöhnt und keine Sissis, was Horrorfilme angeht - aber mit Piranha 3D wurden wir tatsächlich positiv überrascht und saßen wie all die anderen Redakteure geschockt und ob der Heftigkeit grinsend in unserem Kinosessel.

Die Story ist kurz erzählt. Aufgrund eines Erdbebens werden in einem amerikanischen Örtchen, wo Studenten gerade "Spring Break" mit lauter Musik, viel Alkohol und noch mehr nackter Haut feiern, urzeitliche Piranhas freigelassen. Diese machen nun an Jagd auf die jungen Leute und alles, was zwei Arme und zwei Beine hat. Die örtliche Polizistin Julie Forester (Elisabeth Shue) ist am Anfang genauso ahnunglos, warum immer mehr angeknabberte Tote gefunden werden, doch mit Hilfe von Mr. Goodman (Christopher Lloyd), einem Fischkenner, kommt sie schnell auf die urzeitlichen Beißerchen. Doch es wäre eigentlich zu einfach, müsste sich Julie nur um die Party People kümmern, denn auch ihr Teeniesohn Jake (Steven R. McQueen, der Enkel von Steve McQueen) macht unerwartet Probleme, weil er seinen Job als Babysitter seiner beiden kleinen Geschwister auf die leichte Schulter nimmt und es dadurch zu einem dramatischen Moment kommt.

Trailer zu Piranha 3D

Piranha 3D ist eins: Kompromisslos und durch und durch ein Männerfilm. In wenigen Worten Sonne, Boobies, fiese Fische und ein äußerst heftiger Gorefaktor. Alexandre Aja lässt so konsequent hübsche Girls mit oder ohne Silikon und leicht bekleidet durchs Bild springen, dass jeder von uns tief in seinem Inneren verflucht, nicht an einem US-amerikanischen College gewesen zu sein. Einfach großartig die Unterwasserszene der beiden Nixen zu "Lakme - Flower Duet", die elegant durchs Wasser gleiten und jedem Mann das Staunen ins Gesicht treiben werden und jeder Frau über 25 und über 60kg den Neid. Es verwundert allein durch all die nackten Tatsachen fast nicht, dass der Film von der FSK "Keine Jugendfreigabe" erhalten hat, was aber natürlich auch daran liegt, dass er alles ist, nur kein Spaziergang.

Wir werden an dieser Stelle den Teufel tun und verraten, was euch an blutigen Szenen erwartet, aber wir sagen nur Schiffsschraube, Eli Roth als Wet T-Shirt-Host, Jerry O'Connell und Penis (ohne Worte). Schon die Eröffnungsszene lässt erahnen, was auf einen zukommt und Richard Dreyfuss' Cameoauftritt als einsamer Angler, der in Anlehnung an Der Weiße Hai "Show Me The Way To Go Home" summt, war einfach nur cool. Man kann sagen, dass es sich bei Ajas Film um Starship Troopers mit Piranhas handelt, der Film nimmt sich weder ernst, noch achtet er auf kindgerechte Darstellung, er ist einfach nur hart, brutal und blutig, doch genauso muss es sein! Dabei kommt der Gorefaktor nicht in dem eher menschenverachtenden Saw-/Hostel-Stil daher, sondern ist deutlich überspitzt und wirkt fast wie eine Karikatur.

Generell überrascht auch der positive Effekt der 3D-Nachbearbeitung. Viele Eindrücke sind besser als von anderen Filmen gewöhnt, zum Beispiel von Die Legende von Aang, und fallen besonders bei einigen Unterwasserszenen vorteilhaft auf. Auch die im Trailer noch recht künstlich erscheinenden Piranhas wirken im fertigen Film ganz passabel und keiner von uns will diesen Tierchen bei Mondschein im Baggersee begegnen. Wenn das Publikum nach Piranha 3D also über den nächsten Badeurlaub nachdenken muss, hat Aja wohl seinen Job gut gemacht.

Wir können nach unserem Kinoerlebnis wirklich nicht einen Punkt finden, der es wert wäre, mit einem Minus gekennzeichnet zu werden. Die Besetzung war super (Elisabeth Shue, Christopher Lloyd, Ving Rhames etc.), es gibt äußerst viel zu lachen (und das muss man auch, sonst verkraftet man manche Szenen gar nicht) und Aja hat sich wirklich nicht lumpen lassen, was den Brutalofaktor angeht. Wir können an dieser Stelle nur sagen, wer wirklich auf spaßige Momente und heftige Tode steht, die einen noch eine Weile mit offenem Mund zurücklassen, der sollte unbedingt ins Kino gehen. Alle, die etwas sensibler veranlagt sind und mit ihrer Freundin rein wollen, die sonst eher auf romantische Komödien steht...tut - es - nicht! Wir würden behaupten, nicht wenige Zuschauer werden nach Piranha 3D geschockt aus dem Kinosaal gehen, weil es Aja geschafft hat, einen Film zu drehen, der den Stempel "Keine Jugendfreigabe" wirklich verdient. Auch sollte jeder Mann, der eine Freundin hat, die abends gern EMMA liest und nackte Brüste nur schwerlich akzeptieren kann, sich überlegen, ob er sich spätere Diskussionen über Silikon und Tussis, die sich für Männer vor Kameras nackig machen, nicht einfach ersparen will. Piranha 3D kann man nicht ernst nehmen, aber genau das macht soviel Spaß am Film und das wird nicht jede(r) verstehen. Nicht zuletzt überzeugt der Soundtrack mit Public Enemy, Shwayze und anderen und auch die Hommage an Der Weiße Hai oder B-Movies wie Barracuda machen den Film sehenswert.

Wir hatten selten so viel Spaß im Kino bei einem Film, der durch seine Machart so nachhaltig wirkt und vergeben gerade wegen seiner kompromisslosen Ausrichtung 10 von 10 Punkten. Das macht ihn nicht besser als Inception oder Toy Story 3, aber selten schert sich ein Regisseur so wenig um Kritikermeinungen und wenn schon keinen Oscar, dann doch wenigstens die volle Punktzahl von uns!

Piranha 3D Bewertung
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1010
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