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Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt

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Der Abschluss der ersten Trilogie verliert sich in einer dünnen Handlung

Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt Kritik

Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt Kritik
0 Kommentare - 13.07.2013 von AldrichKillian
In dieser Userkritik verrät euch AldrichKillian, wie gut "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" ist.

Bewertung: 2 / 5

Es ist der dritte Teil der weltweit erfolgreichen „Fluch der Karibik“ - Filmreihe, die auf der Disney Freizeitparkattraktion basiert, und fängt da an, wo der zweite „Pirates of the Caribbean“ Teil endete. [b]!ACHTUNG, VIELE SPOILER ENTHALTEN, WER NICHTS VON DER HANDLUNG ERFAHREN MÖCHTE, SOLLTE NICHT WEITERLESEN![/b] Captain Jack Sparrow starb im Kampf gegen Davy Jones´ Rießenkraken und seine Freunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihn zurückzuholen. Aber nicht, weil sie ihn so gern haben, nein, die Freibeutertruppe um Hektor Barbossa braucht seine Trialismünze, die die Piratenwelt vor dem Untergang bewahren könnte, denn die East India Trading Company will die Herrschaft über die sieben Weltmeere erlangen. Johnny Depp ist in seiner Paraderolle als Captain Jack Sparrow wieder zu sehen und glänzt in seiner Darbietung, die allerdings allmählich etwas langweilig und lächerlich daherkommt. Auch sonst ist wieder der komplette Cast der Vorgängerfilme dabei, Keira Knightley als Elizabeth Swann, Orlando Bloom als Will Turner oder Bill Nighy als Davy Jones. Als neue Charaktere werden Sao Feng (Chow Yun-Fat) und einige Piratenfürste eingeführt. Ein Jahr nach dem gelungenen „Fluch der Karibik 2“ brachte man die verknüpfte Fortsetzung in die Kinos, die die erste Trilogie abschließen sollte. Man muss wirklich den zweiten Teil des Reihe gesehen haben, um die Charaktere und die Handlung des dritten Films zu verstehen, denn weitere Einführungen gibt es leider nicht, man wird sofort in die Story hineingeworfen. Das ist zwar noch zu verkraften, allerdings hat schon zu Beginn der Films große Schwächen, zB bei der traditionellen „Opening Scene“, welche nichts mit der eigentlichen Handlung direkt zu tun hat, mich aber dennoch stark enttäuscht hat, weil es wieder einmal in ein, wie für Disney Filme üblich, Lied verpackt wurde. Auch die Szenen in Singapur sind einfach zu lang geraten und versuchen zu stark, komödiantische Elemente einzubauen, die nicht wirklich originell, sondern äußerst primitiv sind. Es wird auch in keinem einzigen Wort erwähnt, warum es gerade dieser Karte bedarf, um das Ende der Welt zu finden, sondern sie muss einfach gefunden werden, hier vermisse ich, woher Barbossa weiß, dass er diese besondere Karte benötigt und woher er überhaupt weiß, dass sie sich in Singapur befindet. Es gibt sowieso zu viele Szenen im Film, in denen man sich fragt, warum sie denn überhaupt im Film sind, denn sie machen den, ohne hin viel zu langen Film, extrem langatmig, und für die Story sind sie absolut unbrauchbar, ich denke da beispielsweise an die Szene auf der Black Pearl, in der Jack Gibbs erzählt, wie sie einen Piratenkollegen genannt haben. Die Story des kompletten Filmes ist durchgehend sehr fade und man hat das Gefühl, dass nichts wirklich wichtiges passiert, alles wirkt extrem langweilig und langatmig, was den Film sehr anstrengend anzusehen macht. Diese Megaszenen, „Eyecatcher“, gibt es zwar teilweise, aber sie sind teilweise so sinnlos, dass man sich fragt, warum das jetzt sein musste, ich denke da zB an den Strudel am Ende, der zwar nett aussieht, wenn man danach aber sieht, wie zwei Schiffe 10 Minuten lang sich gegenüber im Kreis fahren, ohne dass endlich mal etwas wesentliches passiert, man sieht einfach nur Schwertkämpfe, die einfach nach etlichen solchen nur noch langweilig sind, sinkt das Zuschauerinteresse deutlich. Logik muss zwar in einem Fantasyfilm wie diesem nicht sein, aber manchmal ist vieles einfach nur unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar, zB warum beim Endkampf die anderen Schiffe der Armada nicht angreifen, sondern solange abwarten, bis Davy Jones stirbt, und trotz deutlicher Überzahl nicht angreift. Auch der komplette Plot um Tia Dalma ist extrem nervig und viele Fragen um sie bleiben leider ungeklärt. Die Liebesgeschichte zwischen Will und Elizabeth ist einfach nur noch in die Länge gezogen, und außerdem vorrausschaubarer als die dünne Handlung. Die komplette Handlung des Filmes ist überhaupt nicht spannend und fühlt sich irgendwie so an, als hätten die Drehbuchautoren Ted Elliott und Terry Rossio keine Ideen gehabt und einfach nur aus Zeitdruck diese verhaltene Story geschrieben. Unwichtige Aspekte werden künstlich in die Länge gezogen, ein paar Witze, Schwertkämpfe, die man irgendwann einfach nicht mehr sehen kann und unglaubwürdige Seegötter sind einfach zu schwach für so einen teuren Film. Wenn man bedenkt, dass der Film über 250mio gekostet haben soll, fragt man sich oft, wo das Geld, neben der hohen Gage an Johnny Depp, hingeflossen ist. Die Sets sehen nämlich auch nicht sonderlich aufwendig aus, sondern teilweise wie in einem B-Movie. Ich weiß nicht, ob man den dritten „Herr der Ringe“ Film irgendwie als Vorbild hatte, um ein möglichst episches Finale einer Trilogie zu erschaffen, was allerdings in keinster Weise gelungen ist. Ich finde sowieso, es gibt ein paar Parallelen zur „Rückkehr des Königs“, zB. große Monster, Zauberei (in Form von Tia Dalma) und die epische Finalschlacht, mehrere Enden, die Filmlänge, allerdings ist es nicht ansatzweise so gut, wie der dritte „Herr der Ringe“-Film. Die Special Effects sind teilweise so schlecht, und vor allem im Endkampf zu oft eingesetzt, was für einen Film im Jahre 2007 einfach nicht mehr in Ordnung ist. Selbst der erste Teil aus dem Jahr 2003 hatte meiner Meinung nach bessere Effekte. Hier gilt leider wieder höher, schneller, weiter, was allerdings gerade das Gegenteil bewirkt. Aber ich bin immer noch nicht mit dem Negativen fertig, denn jetzt muss ich noch Captain Jack Sparrow kritisieren, welcher in diesem Film immer mehr zur Lachfigur und sich immer weiter vom eigentlichen Charakter des Originalfilms entfernt. Was hat man sich dabei gedacht, als man „Miniatur Jacks“, die auf seinen Schultern hin und herlaufen gedacht, oder den anderen „Jacks“ an Bord der Dutchman, die den Film immer mehr ins Lächerliche ziehen? Allerdings gibt es auch positives, was den Film betrifft, und zwar das ordentliche Kostümdesign, welches wieder einmal gelungen und zu der Zeit passend ist. Auch die Schiffe wurden für den Dreh original nachgebaut, was sich auch gelohnt hat. Der Soundtrack von Hans Zimmer ist wie immer perfekt, eine gute Mischung aus den bekannten Themen und einige neue Elemente, die den Film einen qualitativen Schwung verpassen. Das einzige, was sonst noch am Film gelungen ist, ist dass die Trilogie und ihre Figuren zu einem Ende geführt wurden und die meisten Handlungen (endlich) zu einem Ende bringt. Ich bin ein großer Fan der restlichen Filme, aber der dritte Teil sticht meiner Meinung nach extrem aus der sonst guten Reihe heraus und enttäuscht maßlos. Der Film wurde mit einer schlechten Handlung und einiger sinnlosen Ideen schnell veröffentlicht, um einen finanziellen Erfolg zu landen, was damals auch gelang. Aber jetzt kann man einfach nur sagen, dass es der mit Abstand schlechteste „Pirates of the Caribbean“ Film bisher ist, und die Macher lieber eine andere Storyline verfolgen hätten sollen, denn dieser Film ist eindeutig zu viel des Guten. Vielleicht denke ich auch nur als Fan der ersten Stunde so, und der "Durchschnittskinogänger" denkt anders darüber, als ich aber nach dem ersten Teil Fan wurde, hätte ich nie gedacht, dass so etwas noch kommen würde. Wirklich Schade. Gut gemeinte 4/10 Punkte

Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt Bewertung
Bewertung des Films
410
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