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Rambo - Last Blood

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Der letzte Einsatz

Rambo - Last Blood Kritik

Rambo - Last Blood Kritik
0 Kommentare - 30.09.2019 von WangChi
In dieser Userkritik verrät euch WangChi, wie gut "Rambo - Last Blood" ist.
Rambo - Last Blood

Bewertung: 3.5 / 5

Als vor knapp 11 Jahren „John Rambo“ in die Kinos kam, hieß es offiziell, es wird der letzte Film der Reihe. Herauskam ein knallharter Actionfilm der den Charakter in den wohlverdienten Ruhestand entließ. Wie wir nun alle wissen, war es doch nicht das Ende von Rambo. Die Frage ist: Hat sich die Rückkehr gelohnt?

John Rambo lebt mittlerweile friedlich auf der Farm seines Vaters, zusammen mit Maria, die früher für seine Familie gearbeitet hatte und deren Enkelin Gabriele. Eines Tages hat Gabriele in Mexiko ihren Vater gefunden und begibt sich auf die Reise zu ihm. Dort fällt sie einem Menschenhändlerring in die Hände. Als sie nicht wiederkommt, startet Rambo eine letzte Rettungsmission.

Trailer zu Rambo - Last Blood

Was schnell bei dem vorliegenden Film auffällt, ist die überraschende Ruhe, die der Film lange Zeit beibehält. Trotz der ein oder anderen deftigen (und in dem Ausmaß sicherlich auch unnötigen) Szene, ist „Last Blood“ im direkten Vergleich zum Vorgänger relativ zahm geworden. Was allerdings nicht schlimm ist. Der Film nimmt sich Zeit für seinen Hauptcharakter, gibt Einblick in sein „normales“ Leben, zeigt, dass er noch immer den Krieg mit sich herumträgt. Mit Gabriele zusammen, kann er locker werden, auch mal lachen und ist nicht die Kampfmaschine, die er früher hauptsächlich war. Dann kommt wie aus dem Nichts die Katastrophe über ihn hereingebrochen und Rambo versucht noch einmal seine ganze Kraft zu sammeln. Für mich ist die Art und Weise der Erzählung bis dahin richtig gut geworden. Trotz der actionlosen Zeit bietet der Film ein gutes Tempo bis er sich kurzzeitig zu einem Thriller entwickelt und danach in Brutalitäten ausartet.

Die Actionszenen, sind gut geworden, dominieren die Geschichte aber nicht. Sie wurden vor allem auf den letzten Teil des Films gelegt und gemessen an Stallones Alter passt es ganz gut, dass man es lange Zeit relativ sachte angehen lässt. Es wäre ein Leichtes gewesen, Rambo ganz Mexiko in Schutt und Asche legen zu lassen. Schlecht gelöst finde ich, wie mit seinem Kriegstrauma umgegangen wurde. Am Anfang hatte man noch gemerkt wie sehr es an ihm zerrt & plötzlich ist da nichts mehr. Ich kenne mich nicht aus, aber ob man so einfach umschalten kann, bezweifle ich dann doch. Vielleicht bin ich auch nicht feinfühlig genug um die Hinweise auf das Trauma im Rest des Films mitzukriegen.

Ein großer Minuspunkt sind die restlichen Charaktere. Maria & Gabriele bleiben ziemlich blass. Die Reporterin Carmen ist nur als Stichwortgeberin gut um Rambo in die richtige Richtung zu lenken & die Martinez-Brüder als Antagonisten kann man trotz der Gewalt kaum ernst nehmen. Bei ihnen fehlt jegliches Profil & es geht nicht über ein „ich will jetzt ganz doll böse sein“ hinaus. Also eigentlich so, wie man es aus vielen B-Actionfilmen kennt , wobei es natürlich zur eher belanglosen Grundstory passt.

Nichtsdestotrotz handelt es sich in meinen Augen um einen soliden Actionfilm, der durchaus versucht nicht nur auf plumpe Action zu setzen, sondern erst einmal die Geschichte entwickeln möchte & sich Zeit für seinen Charakter nimmt.

Hier könnte ich die Kritik auch beenden. Jedoch ist es nicht so einfach für mich. Denn die Frage ist: Musste wirklich ein legendärer Filmcharakter für diese nichtssagende 0815-Geschichte reanimiert werden? Zugegeben, abgesehen von Teil 1 hat kein Rambo-Film durch eine komplexe Geschichte geglänzt. Allerdings kamen Teil 2 & 3 zu anderen Zeiten raus & Teil 4 hatte ein versöhnliches Ende. Also weshalb konnte man nicht einfach einen neuen Charakter nehmen & fertig? Warum musste John Rambo mal wieder ein Unglück ertragen, nach all dem Leid in der Vergangenheit? In meinen Augen wirkt es so, als wenn Stallone hofft, mit „Rambo“ wieder in die Erfolgsspur zu kommen, da es mit neuen Geschichten bzw. Charakteren nicht mehr so klappt. Diese Story ist, wie befürchtet, vollkommen ungeeignet um Rambo zurück auf die Leinwand zu bringen. Nach den ersten Minuten hätte ich tatsächlich ein Drama über die Rückkehr von Rambo ins normale Leben interessanter gefunden.

Letztlich ist es für mich schwer eine abschließende Bewertung zu geben. Der Film an sich ist gut. Er ist solide gemacht, die Action ist schön anzusehen, aber nicht überbordend & Sylvester Stallone hat für mich noch immer eine Präsenz auf der Leinwand mit der er mich packt & weswegen seine Filme nochmal eine Stufe höher kommen.

Andererseits finde ich es schade dass der Name „Rambo“ hier reingezogen wurde. Ich denke, man hätte dem Charakter seine wohlverdiente Ruhe lassen sollen. Es spielt letztlich für die Geschichte überhaupt keine Rolle ob es sich um ihn dreht oder um eine gänzlich andere Person. Es wäre das Gleiche rausgekommen, man hätte eventuell nur weniger Aufmerksamkeit erhalten.

Daher ist die Punktebewertung nicht unbedingt auf die Goldwaage zu legen. Sie ist die Mitte zwischen einem unterhaltsamen Actionfilm & einem unnützen „Rambo“-Aufguss mit dem Bonus eines Stallones.

Rambo - Last Blood Bewertung
Bewertung des Films
710
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