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Remember Me

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Solides Drama mit einem guten Robert Pattinson

Remember Me Kritik

Remember Me Kritik
4 Kommentare - 25.03.2011 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "Remember Me" ist.

Bewertung: 3.5 / 5

Also gut, jetzt gibt’s die Kritik zu Remember me dann doch noch. Ich hab´s angekündigt, jetzt kommt sie. Für alle die sich mit dem Film noch nicht auseinandergesetzt haben: Remember me ist ein Drama aus dem Jahr 2010 mit Robert Pattinson und Emilie de Ravin in den Hauptrollen. Regie führte Allen Coulter, der im Vorfeld bereits für X-Files, MilleniuM, Sex and the City, The Sopranos und diverse andere Serien gearbeitet hatte. Auf geht’s.   [b][u]Inhalt:[/u][/b]   Tyler Hawkins (Robert Pattinson) ist ein Rebell. Er rebelliert im Grunde vor allem gegen seinen Vater Charles (Pierce Brosnan), der ihm und seiner Schwester Caroline (Ruby Jerins) seit dem Selbstmord von Tylers Bruder kaum noch Aufmerksamkeit schenkt. Als erfolgreicher Anwalt arbeitet Charles den ganzen Tag und kümmert sich kaum um seine Kinder. Tyler selbst will die Aufmerksamkeit nicht, aber er setzt sich bei seinem Vater für seine künstlerisch hochbegabte Schwester ein und versucht diesen dazu zu bringen mehr Interesse für sie zu zeigen. Nachdem Tyler in eine Schlägerei verwickelt wurde, bei der er mit einem Polizisten (Chris Cooper) aneinander geriet und verhaftet wurde, trifft er wenig später auf dessen Tochter (Emilie de Ravin). Die zunächst als Racheaktion geplante Beziehung der beiden entwickelt sich anders als von Tyler geplant und die beiden verlieben sich…   [b][u]Kritik:[/u][/b]   Der Film ist ein Drama mit immer wieder leichten komödiantischen Anleihen. Als insgesamt jedoch eher stilles Charakterdrama angelegt muss Remember me vor allem auf Ebene der Figuren funktionieren. Hier macht der Film glücklicherweise erstaunlich wenig falsch.   [b]Figuren:[/b]   [i]Robert[/i] [i]Pattinson[/i] spielt [i]Tyler[/i] [i]Hawkins[/i], den jungen Rebellen im Zentrum des Films. Pattinson macht seine Sache hier erstaunlich gut. Über die Dauer des Films spielt er sich von seinem Teenie-Vampir-Immage frei und zeigt immer wieder, dass er mehr kann. Besser noch als bereits in [u]Harry Potter and the Goblet of Fire[/u] kann Pattinson hier beweisen, dass er doch noch mehr drauf hat, als leidend gucken und dümmlich vor sich hin starren. Man nimmt ihm den Rebellen zu jedem Zeitpunkt ab und die Figur funktioniert auch in Hinsicht auf die Fürsorge für die Schwester. Zugleich wird der Konflikt mit Vater Charles perfekt vermittelt, die Szenen in denen Brosnan und Pattinson aneinander geraten, gehören Schauspielerisch zu den Highlights des Films und machen Lust auf mehr. Was auch sehr positiv zu sehen ist ist die Tatsache, dass Pattinson auch lächeln oder sympathisch sein kann. Wo er in den Twilight-Filmen absolut limitiert spielt, spielt er hier sehr viel Facettenreicher und vielseitiger. Seine Darstellung ist zwar bei weitem noch nicht perfekt, aber das große Talent, dass er bereits bei Harry Potter andeutete, scheint nun endlich wieder einmal durch.   [i]Emilie[/i] [i]de[/i] [i]Ravin[/i] als [i]Ally Craig[/i] ist die weibliche Hauptrolle des Filmes. Sie spielt das Mädchen an Pattinsons Seite so weit ganz überzeugend. Besondere Akzente setzt sie zwar nicht, sie fällt eher neben Pattinson ein gutes Stück ab, aber für die Handlung des Filmes genügt die Darstellung vollkommen. Wirklich gut ist ihre Darstellung vor allem in den Szenen mit Filmvater Chris Cooper, wenn die beiden in Streit über ihren Lebenswandel geraten. In diesen Sequenzen fragt man sich dann auch, warum ihre Darstellung nicht die gesamte Laufzeit über so gut ist, denn das Talent ist zweifelsohne vorhanden.   [i]Pierce[/i] [i]Brosnan[/i] spielt Tylers Vater [i]Charles Hawkins[/i]. Brosnan macht wie eigentlich fast immer seine Sache wirklich gut und kann als verschlossener Vater voll überzeugen. Der vom Tod seines zweiten Sohns gezeichnete Mann hat sich in einen Workaholic verwandelt, der kaum Interesse am Leben seiner anderen Kinder zeigt. Hier liegt einer der Kernkonflikte des Filmes, da sich Tyler ohne das gestörte Verhältnis zu Vater Charles nicht zu dem Punkt entwickelt hätte, an dem er im Film ist. Als Beschützer seiner Schwester und Ersatzvaterfigur muss Tyler sein Leben gänzlich anders führen, als er es vermutlich andernfalls getan hätte. [i]Chris[/i] [i]Cooper[/i] verkörpert Ally Vater [i]Neil Craig[/i]. Der herrische Polizist, der seit dem Verlust seiner Frau durch einen Raubüberfall verbittert ist und sehr auf seine Tochter aufpasst, wird von Cooper perfekt verkörpert. Insgesamt ist es schade, dass man Cooper selten in anderen Rollen als Nebenrollen sieht. Die schauspielerische Leistung ist wie meist großartig und fällt zu keinem Zeitpunkt negativ auf. Coopers Konflikt mit Tyler ist der Handlungskatalysator des Filmes und macht die Beziehung zwischen Tyler und Ally so problematisch. Im Grunde nur der liebende Vater kann die Figur nie genau abschätzen, wann es genug ist und dadurch reagiert sie oft über. Dieser innere Konflikt wird von Cooper gut dargestellt, auch wenn man sich Stellenweise des Eindruck nicht erwehren kann, dass man hier eine Art Kopie von Frank Fitts aus [u]American Beauty[/u] sieht.   Der Rest des Ensembles spielt seine Rollen ebenfalls gut und kann für die Story überzeugen. Besonders [i]Ruby Jerins[/i] als Tylers Schwester [i]Caroline Hawkins[/i] und [i]Tate Ellington[/i] als Tylers bester Freund [i]Aidan Hall[/i] bleiben positiv im Gedächtnis in ihren Rollen. _____   Remember me funktioniert auf der Handlungsebene sehr gut. Die Figuren sind nachvollziehbar gezeichnet und sind wie gesagt gut gespielt. Aber die Figuren könnten nicht funktionieren, wenn der Rahmen nicht stimmt. Hier macht der Film als Drama eigentlich alles richtig. Er legt Konflikte zugrunde die gelöst werden wollen. Das alles spielt vor dem Hintergrund von zwei zerrütteten Familien, die beide mit Verlusten zu kämpfen haben. Diese Verluste sorgen zugleich für eine Verbindung zwischen den Familien und verursachen einen inneren Parallelismus im Film.   Das Problem von Pattinsons Figur, eigentlich nur aus Rache mit Ally zusammengekommen zu sein und sich dann doch in sie zu verlieben ist einem Zuschauer, der schon mal ein Drama gesehen hat, zwar bereits zu Beginn der Beziehung der beiden klar, doch durch das schöne Zusammenspiel zwischen Pattinson und de Ravin funktioniert auch diese recht platte Story zumindest. Dramen haben für sich genommen natürlich immer den Nachteil, dass man als aufmerksamer Zuschauer meist bereits zu Beginn weiß, wie das ganze ausgehen wird. Auch hier gibt es dem Genre geschuldet viele Elemente, die dem Zuschauer vielleicht vorab klar sind oder die man erahnen kann. Trotzdem kann der Film besonders in den wirklich ruhigen Momenten sowie den Streitszenen zwischen Kindern und Vätern überzeugen.   Auch das Ende des Filmes funktioniert erstaunlich gut und lässt das Publikum mit offenem Mund zurück. Es ist überraschend und lässt sich Aufgrund der Filmhandlung nicht wirklich erschließen.   Problematisch am Film ist es vor allem, dass er selten weit über die Genrekonventionen hinausgeht. Bis auf das überraschende Ende kann man selten Momente ausmachen, die etwas besonderes Darstellen. Das ist alles gut, das funktioniert auch und die Figuren sind toll gespielt, aber man hat immer das Gefühl das Ganze aus etlichen Serien und Filmen genauso bereits zu kennen. Auch Filmisch setzt der Film keine besonderen Akzente. Solide geschossen und ohne nennenswerte Schwächen gefilmt gibt es hier keinen Grund zu meckern, aber Grund zum Frohlocken gibt es ebenso wenig.   [b][u]Fazit:[/u][/b]   Remember me ist vielleicht als Drama kein absoluter Überflieger in Sachen Innovation, bietet jedoch immer wieder sehr gute Momente und eine berührende Handlung. Die Darsteller machen ihre Sache alle sehr gut, allen voran ein Robert Pattinson, der hier auf einem weit höheren Niveau spielt als in seiner Vampir-Schmonzettenreihe Twilight. Endlich vom Kuschelvampir emanzipiert ist Pattinson freilich noch nicht, aber dieses Drama ist der erste wirklich gute Schritt in die richtige Richtung. Mit dem überraschenden Ende bietet der Film dann doch noch etwas Neues und Gutes, dass die Genrekonventionen zumindest ein wenig aufsprengt.   Ich gebe dem Film   [b][u]7/10 Punkten,[/u][/b]   da er zwar als Drama nichts Besonderes darstellt, jedoch mit großartigen Darstellern und einem überraschenden Ende auftrumpfen kann, durch die er sich doch für Dramafreunde lohnen dürfte. Zudem sollten auch Leute einen Blick wagen, die bislang wenig von Pattinson hielten, denn hier beweist er in jedem Fall weit mehr Talent als i

Remember Me Bewertung
Bewertung des Films
710
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4 Kommentare
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
26.03.2011 13:07 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.526 | Reviews: 171 | Hüte: 576
Editierung ist nicht mehr möglich..schon zu lang on die Kritik, also reiche ich so nach:
in seiner Rolle als Edward. wink
"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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BlackSwan : : Moviejones-Fan
26.03.2011 09:06 Uhr
0
Dabei seit: 05.02.11 | Posts: 0 | Reviews: 22 | Hüte: 57
Deine letzten Zeilen wind irgendwie weg - sollte wohl "als in Twilight" heißen - falls du also noch editieren kannst. sonst schön geschrieben - da ich den Film noch nicht gesehen habe, kann ich nicht beurteilen, ob du ihn, wie ein anderer User meint, überbewertest... daher ganz unbedarftes Gefallen an der Kritik! Ich bin auch sehr gespannt auf  Wasser für die Elefanten und hoffe dort für Pattinson, dass er mit diesesm Film noch einen Schritt von Twilight weg kommt...
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.03.2011 11:45 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.526 | Reviews: 171 | Hüte: 576
Tja, so gehen die Meinungen auseinander, kannst du mal sehen. Für mich war´s ne ziemliche Überraschung, dass der Film so gut war. Ich dachte, dass er echt mies wird, hatte meine Hoffnungen in Pattinson auch schon Begraben, aber der Film hat sie dann doch wieder ausgebuddelt. Ich hoffe Wasser für die Elefanten wird eine ähnlich gute Leistung. Dass der Film an sich eher Mittelmaß ist hab ich ja erwähnt, gibt aber halt so´n paar Punkte die ihn über Durchschnitt ziehen..
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McLovin : : Freddys rechte Hand
25.03.2011 10:29 Uhr
0
Dabei seit: 13.01.10 | Posts: 739 | Reviews: 32 | Hüte: 1
Sehr, sehr gute Kritik, nur meiner Meinung nach war das ein 08/15 Film mit sehr schlechten Darstellern
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