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Suspiria

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Userkritik von Asgrimm86

Suspiria Kritik

Suspiria Kritik
1 Kommentar - 21.11.2018 von Asgrimm86
In dieser Userkritik verrät euch Asgrimm86, wie gut "Suspiria" ist.
Suspiria

Bewertung: 4.5 / 5

WHOA, was für ein (Hexen)Hammer an Film. Das Gesehene muss man erstmal sacken lassen. Da grübelt man darüber nach ob man sich mit einem 152 Minuten Remake zu einem Kulthorrorfilm der, 70er der gerade mal 95-99 Minuten Laufzeit in Anspruch nimmt, nicht zu viel angetan hat und ZACK, es dauerte keine 20 Minuten und man ist sowas von im Film drin. Die Kulisse Berlins zur Hochzeit der DDR, die Mauer, der RAF-Terrorismus, die Verarbeitung der Nachkriegszeit, erstmal einfach nur WOW.

Zwischen alldem die kleine beschauliche Tanzakademie in der unheimliche Dinge vor sich gehen, die im Prinzip gleich am Anfang durch Patricia dargelegt werden. Und dennoch ist alles so viel Mehr um es mal eben so in einen Kommentar zu packen. Dafür wird eine zweite und dritte Sichtung nötig sein.

Trailer zu Suspiria

Der Film wird ganz klar polarisieren... die Gorehounds warten erstmal vergeblich bis sich der ganze Film in einer einzigen blutigen Orgie entlädt die selbst das Finale des Evil Dead Remakes in den Schatten stellt. Aber auch die bereits angesprochene "Tanzszene" habe ich in dieser Form noch nicht gesehen, Innovativ und schockierend, unendlich und unerträglich lange.

Die Tanzszenen im allgemeinen, was für ein Ausdruck an Stärke. Wie ein Ritual, abstoßend und doch faszinierend.

Männer im Film? Fehlanzeige, und doch kam mir den gannzen Film über nicht ein einziges mal der Gedanke, dass es sich hier um zeitmäßiges Genderkino handelt. Dr Klemperer wird ebenfalls von Tilda Swinton gespielt. Apropos Tilda Swinton: Schauspiel par excellencè. Keine Ahnung ob Sie Raucherin ist... jetzt ist sie es, oder auch nicht. smile

Es ist inzwischen 24 Stunden her, dass ich den Film gesehen habe. Direkt danach konnte ich das Gesehene noch nicht in Worte fassen. Ich muss auch gestehen, dass ich bei der ersten Sichtung noch nicht alle Zusammenhänge verstanden habe.

Dakota Johnson bricht frei aus dem ganzen 50 Shades-quatsch und beweist was sie als Schauspielerin zustande bringen kann. Mia Goth hat ihre Rolle zwar etwas zu sehr vorgegeben, aber auch ihr merkt man ihre Kunst an. Desweiteren einige schauspielerische Überraschungen. Wunderbar, dass Jessica Harper (Die Original Suzy Bannon) einen Weg in den Film gefunden hat.

Am Ende das Sinnbild für Zerstörung und gleichzeitig Wiedergeburt in Form einer Vagina und dazu 1000 Interpretationsmöglichkeiten für das was "danach" geschieht. Das hier darf dann durchaus mal als Kunst bezeichnet werden.

Mein erster Eindruck sind klar 4,5 Sterne, den halben Punkt Abzug für eine gewisse Länge im 2. Drittel und am Ende des Films. Es kann aber durchaus sein, dass ich das nach weiteren Sichtungen nach unten oder oben korrigieren muss. Bis jetzt bin ich der Meinung, dass ein Meilentsein des Horrorkinos geschaffen wurde, der sich in jeder Szene vor dem Original verbeugt, aber mehr als mutig genug ist eigene Wege zu gehen. Es gibt das schöne Sprichwort "naja, der erfindet das Red jetzt nicht neu" - bei diesem Film habe ich den Eindruck das Luca Guadagnino genau DAS getan hat.

Oh. ich neige zu Übertreibungen und bin kein Kritikenschreiber, ich reiche es trotzdem als solche ein. Mut zur Hässlichkeit sage ich immer. :-*

Ich bin gespannt auf andere Meinungen.

Suspiria Bewertung
Bewertung des Films
910

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1 Kommentar
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Asgrimm86 : : Moviejones-Fan
11.08.2019 21:39 Uhr
0
Dabei seit: 23.03.16 | Posts: 316 | Reviews: 1 | Hüte: 22

Endlich die Sichtung im Heimkino. Tatsächlich bleibe ich bei den 4,5/5 Hüten. Trotz der Länge fesselt einen dieser Film von der Ersten bis zur Letzten Minute.

Ein Streifen der das "Handwerk Horrorfilm" vollkommen ausnutzt und ein Remake ist, dass eigentlich gar keins sein will, sich dann aber auf subtile Art und Weise doch wieder beim Original bedient.

Dazu eine Tilda Swinton in Höchstform und eine ganze Reihe begabter junger Darstellerinnen die es schaffen aus ihrem Image auszubrechen (Dakota Johnson, Mia Goth, Chloe Grace-Moretz).

Vor der nächsten Sichtung muss allerdings erstmal wieder ein bisschen Zeit vergehen. Freue mich aber schon drauf.

Hoffentlich bekommt der Film ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, würde mich über weitere Auftritte, Hintergründe und Erörterungen über Mater Lacrimarum, Suspiriorum und Tenebrarum freuen.

Irre explodieren nicht, wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal, wie irre sie sind!

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