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Running Man

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Wieder voll trashig?

Näher an King: Edgar Wright wagt sich an "Running Man"-Adaption

Näher an King: Edgar Wright wagt sich an "Running Man"-Adaption
9 Kommentare - Mo, 22.02.2021 von N. Sälzle
Edgar Wright wagt es: Nachdem der Film von 1987 Kultstatus erreichte, soll "Running Man" ein weiteres Mal adaptiert werden. Ob sich ein weiterer Klassiker anbahnt?

Eigentlich würde man meinen, dass ein Kultfilm wie Running Man keiner Neuauflage bedarf - so trashig er vor allem aus heutiger Sicht wirken mag, wer wie einige der MJ-Redaktion damit aufwuchs, kann ihn nur lieben! Dass der Stephen King-Roman seit 1987 kein weiteres Mal mehr adaptiert wurde, trotz einer nur losen Adaption der Vorlage, zeigt ja bereits, welchen Stellenwert die Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger hat.

Andererseits und in die richtigen Hände gelegt, bietet sich die Welt von Running Man geradezu dazu an, mit den heutigen Möglichkeiten wiederbelebt zu werden. Der Roman, den King unter dem Pseudonym Richard Bachman schrieb, wird auch als Vorlage für den Reboot dienen. Verantwortlich für diesen zeichnet sich kein Geringerer als Edgar Wright, der sich unter anderem mit Filmen wie Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt und der Cornetto-Trilogie bewiesen hat. Kann da noch etwas schief gehen? Wir wollen natürlich hoffen, dass es das nicht tut. 

Das Drehbuch schreibt Wright jedenfalls zusammen mit Michael Bacall, und gerade weil Running Man aus dem Jahre 1987 nur lose auf dem King-Roman basierte, können die beiden etwas völlig Neues erschaffen, das den Kultfilm von einst unberührt lässt und eines Tages vielleicht selbst einen Kultstatus erwirbt. Tatsächlich soll Wrights Version näher an der Vorlage bleiben, so wird berichtet.

Mit Simon Kinberg und Audrey Chon hat man jedenfalls auch schon Produzenten gefunden. Sie treten mit ihrem Unternehmen Genre Films auf und tun sich mit Produzentin Nira Park von Complete Fiction zusammen, mit der Wright schon lange zusammenarbeitet.

Quelle: Variety
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9 Kommentare
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Nothing-is-Written : : Moviejones-Fan
24.02.2021 01:59 Uhr | Editiert am 24.02.2021 - 02:03 Uhr
1
Dabei seit: 04.01.21 | Posts: 177 | Reviews: 2 | Hüte: 28

Ich mag Wrights Fingerspitzengefühl in Bezug auf komödiantische Verdichtungen, wie Zeitraffer, geschickte Bildarrangements und den für ihn typischen Wortwitz. Ich kann allerdings durchaus nachempfinden, wenn man seine Figuren als anstrengend und den Referenzreichtum als Spielerei empfindet.

Persönlich habe ich das Problem, dass ich glaube, dass Wrights größte Schwäche in der zwingenden Inszenierung möglichst bombastischer aber sinnentleerter Showdowns liegt. Wenn alles gesagt ist und seine Drehbücher auf die ohnehin vorhersehbare Konfrontation zusteuern, verliert er sich in einem hohlen Schematismus des Actiongenres, der den eigentlich intelligenten Konzepten in ihrer minutenlangen Ausstaffierung im Wege stehen.

Das beobachte ich leider bei vielen Projekten der Zunft von Actionkomödien.

21 Jump Street, Get Out, The Cabin in the Woods oder auch Tucker and Dale vs. Evil fallen mir da ganz spontan ein. Die skizzierten Irrungen bis zum Showdown sind aufgrund der Metakommentierung von Genrekonventionen oftmals gelungen, teilweise sogar außergewöhnlich. Warum verlässt man dann dieses Feld, um genau das zu reproduzieren, was man ursprünglich mühsam zu dekonstruieren versuchte? Das leuchtet mir nie so ganz ein und wirkt für mich oftmals wie eine billige Ausrede für einen zündenden Abschluss.

Ich verstehe schon, dass man den Genres und ihren Motiven letztlich doch Referenzen gewähren möchte und Kinogeschichte dadurch als etwas Spielerisches interpretiert wird. Trotzdem empfinde ich das oft als blutleer und fantasielos.

Bei Get Out hätte man beispielsweise das Satirische Moment dadurch retten können, indem der Protagonist am Ende festgenommen wird, weil er seine Partnerin mitsamt ihrer Eltern umgebracht hat. Schwups hätte man im Handumdrehen eine weitere sozialkritische Facette zur strukturellen Ungerechtigkeit gegenüber People of Color in den USA. Notwehr? Gibt es nicht. Der Sachverhalt ist ja erdrückend eindeutig und der Typ redet sich nur mit einer abstrusen Story um weiße Körperräuber um Kopf und Kragen...

@Serum

Bei dem von dir genannten Ant-Man ist Wright wegen kreativer Differenzen mit Kevin Feige als Regisseur abgesprungen und hat nur in Teilen am Drehbuch mitgewirkt. Streng genommen magst du damit 1,irgendwas an Filmen von ihm.

"I have been watching my life. It’s right there. I keep scratching at it, trying to get into it. I can’t." "MAD MEN" S02E12: THE MOUNTAIN KING

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Serum : : Moviejones-Fan
24.02.2021 00:37 Uhr
0
Dabei seit: 25.01.15 | Posts: 267 | Reviews: 0 | Hüte: 8

@MistfitsFilms
Ich kann Edgar Wright auch nichts abgewinnen, bis auf Baby Driver und Ant-Man hat mir keiner seiner anderen Filme gefallen, vor allem weil die meisten Filme mit Simon Pegg waren, welchen ich wegen seinem merkwürdigen Humor überhaupt nicht ab kann.



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MisfitsFilms : : Marki Mork
23.02.2021 11:16 Uhr
0
Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 3.317 | Reviews: 0 | Hüte: 99

@Raven13

Das freut mich, das Du an meiner Seite stehst smile

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jerichocane : : Advocatus Diaboli
22.02.2021 20:09 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.170 | Reviews: 22 | Hüte: 280

Ich fände eine (Neu-)Verfilmung von Menschenjagd (Running Man) klasse. Wer beides kennt, weiß das der Film außer die Grundidee und Chracter so gut wie nichts mit dem Buch zutun hat.

Ob dies jetzt Wright dreht oder jemand anderer ist mir eigentlich egal, aber wenn es eine werkstreue Verfilmung wird wäre die Chance zumKlassiker schon echt groß

Ich bin gespannt

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
22.02.2021 18:39 Uhr | Editiert am 22.02.2021 - 18:39 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.504 | Reviews: 32 | Hüte: 339

@ MisfitsFilms

"Ich stehe ja sehr alleine auf weiter Flur in Deutschland, wenn ich sage, dass ich Wright zwar für einen guten, aber enorm überschätzten Filmemacher halte."

Ganz alleine stehst du da nicht. wink

Ich finde ein paar seiner Filme ganz nett, aber nichts davon herausragend oder sehr gut.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
22.02.2021 18:05 Uhr | Editiert am 22.02.2021 - 18:07 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.867 | Reviews: 154 | Hüte: 493

Ich mag Edgar Wright und man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben (bzw. hier verdammen), aber bei einem reinen Actionkomödien-Regisseur wie ihm gehe ich erstmal nicht davon aus, dass die Adaption dem Roman näher kommt als der Arnie-Film^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MisfitsFilms : : Marki Mork
22.02.2021 12:23 Uhr
0
Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 3.317 | Reviews: 0 | Hüte: 99

Ich stehe ja sehr alleine auf weiter Flur in Deutschland, wenn ich sage, dass ich Wright zwar für einen guten, aber enorm überschätzten Filmemacher halte.

Aber bei Running Man kann man nicht viel falsch machen. Eigentlich ^^

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Watchman : : Moviejones-Fan
22.02.2021 11:23 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 261 | Reviews: 0 | Hüte: 26

Ich halte Wright für einen sehr fähig Regisseur und gucke seine Filme äußerst gerne. Bin da sehr gespannt was kommt. Ich mag die Arnie Version, aber eine nähere Buch Adaption würde ich schon gerne mal sehen.

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UnlimitedPower96 : : Moviejones-Fan
22.02.2021 10:34 Uhr
0
Dabei seit: 02.01.20 | Posts: 68 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Ja, ja und nochmals ja! Menschenjagd ist eines meiner Lieblings-King-Romane und ich muss gestehen, dass ich trotz Kultfaktor mit der Schwarzengger-Verfilmung überhaupt nichts anfangen kann. Ich würde mich sehr über eine etwas getreuere Verfilmung freuen.

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