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Ghost in the Shell

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Eine internationale Story

Nix Whitewashing: "Ghost in the Shell"-Produzent verteidigt Casting (Update)

Nix Whitewashing: "Ghost in the Shell"-Produzent verteidigt Casting (Update)
8 Kommentare - Mo, 11.07.2016 von R. Lukas
Produzent Steven Paul versucht, die Kontroverse um den "Ghost in the Shell"-Realfilm mit Scarlett Johansson zu entschärfen, der bewusst international sein soll.

Update: Ist Scarlett Johanssons Major (absichtlich nicht wie im Manga Motoko Kusanagi genannt) in Ghost in the Shell etwa doch japanisch, zumindest zur Hälfte? Das jedenfalls deutet die japanische Schauspielerin Kaori Momoi (Die Geisha) an, indem sie verriet, dass sie ihre Mutter spielt. Könnte natürlich sein, dass der Major nur adoptiert ist oder man eine andere Erklärung dafür hat, warum Johansson nicht asiatisch aussieht - Cyborg und so. Aber warten wir mal ab.

++++

"Whitewashing!", schrien viele Manga-Fans auf, als Scarlett Johansson für die eigentlich japanische Hauptrolle in Ghost in the Shell gecastet wurde. Die (schnell dementierten) Gerüchte, man werde ihr per CGI ein asiatisches Aussehen verpassen, machten es auch nicht besser. Nun wehrt sich einer der Produzenten des Films, Steven Paul, der mit Lone Wolf and Cub noch eine andere Manga-Adaption plant, gegen die Whitewashing-Vorwürfe.

Für ihn ist Ghost in the Shell keine rein japanische Geschichte, sondern eine sehr internationale. Sie konzentriere sich nicht nur auf Japan, sondern auf eine ganze Welt. Deshalb denkt Paul, dass die internationale Herangehensweise an den neuen Realfilm die richtige ist. In der Welt von Ghost in the Shell gebe es ja alle möglichen Leute und Nationalitäten, was sich auch in der Besetzung widerspiegelt. Alle werden mit dem Endergebnis ziemlich zufrieden sein, glaubt Paul, der sich nicht vorstellen kann, dass jemand enttäuscht sein wird. Man habe dem Manga große Ehre erwiesen und sei sehr respektvoll und vorsichtig damit umgegangen.

Um Verwirrung zu vermeiden, wird Johanssons Cyborg-Heldin auch nur "The Major" genannt, nicht Motoko Kusanagi. Mit ihr startet Ghost in the Shell am 30. Juli 2017 in den Kinos.

Quelle: BuzzFeed
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8 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
06.07.2016 16:12 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.650 | Reviews: 162 | Hüte: 522

@Solgort
im Bereich von Comic/ Manga oder Animeverfilmungen sollte schon angestrebt werden, dass die Besetzung dem ähnlich sieht was man schon als Bildmaterial zu sehen bekam [...] da wird es auch nicht so schnell passieren dass ein yagami Light als blonder Typ mit bemerkenswert europaeisch aushsehenden Augen beschrieben wird

Wenn du nur wüsstest laughing
Um der Whitewashing-Kritik zu entgehen, wird das Death Note Remake nun komplett amerikanisiert. Alle japanischen Namen von Menschen oder Orten werden durch englische ausgetauscht, so heißt Light Yagami nun z.B. Light Turner. Gespielt wird er von Nat Wolff.

Mir soll das egal sein, Death Note kann theoretisch überall auf der Welt spielen. Die wichtigste Frage ist sowieso, inwiefern ein Film der Serie gerecht werden kann. Nat Wolff sieht für meinen Geschmak aber etwas zu kindlich aus, um Light darzustellen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Solgort : : Moviejones-Fan
06.07.2016 10:32 Uhr
0
Dabei seit: 24.06.15 | Posts: 273 | Reviews: 0 | Hüte: 21

Kann da Jericho nur zustimmen - im Bereich von Comic/ Manga oder Animeverfilmungen sollte schon angestrebt werden, dass die Besetzung dem ähnlich sieht was man schon als Bildmaterial zu sehen bekam - bei Büchern wäre das anders, da wird es auch nicht so schnell passieren dass ein yagami Light als blonder Typ mit bemerkenswert europaeisch aushsehenden Augen beschrieben wird. ..

In dem Zusammenhang fand ich zB die Besetzung von Dreathnote im japanischen Realfilm völlig unpassend. ...

Wenn man will dass Johannsons Charakter storytechnisch japanisch bleibt, muss sie halt Kind von einer japanerin mit einem Ausländer sein oder was in der Art.

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jerichocane : : Advocatus Diaboli
05.07.2016 21:44 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.340 | Reviews: 22 | Hüte: 286

@MD02Geist

Du sagst ja selber, das die Charakter kaukasich aussehen, wieso soll es dann falsch sein, diese
durch solche zu besetzen, das hat nichts mit pervers zu tun. Ich finde sogar, dadurch
widersprichst du dir doch selber, denn wieso soll ein Charakter im Original Manga kaukasisch
aussehen dürfen und in dessen Live Action Variante soll der Charakter plötzlich asiatisch
aussehen?
Ich fände Rinko Kikuchi eine totale Fehlbesetzung, auch wenn sie in Ihren übrigen Filme echt toll
war und ich mich auf eine deutsche oder englische Veröffentlichung von Ihrem neuen Film Terra
Formers freuen würde. Aber als Motoko? Nee, dann eher als Kei in Akira wink

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MacFilm : : Moviejones-Fan
05.07.2016 20:10 Uhr | Editiert am 05.07.2016 - 20:11 Uhr
0
Dabei seit: 27.03.14 | Posts: 174 | Reviews: 0 | Hüte: 3

@MD02GEIST

In den Anime und Mangas sehen sie nicht asiatisch aus und das hat rein visuelle Gründe. Ein asiatisches Gesicht(mit kleinen Augen) sieht auf Papier einfach nicht so hübsch aus. Deine Theorie könnte zwar auch stimmen aber sie ist höchstens ein Nebeneffekt.

Und zu den Whitewashing kann ich nur sagen das mich das oftmals wirklich ankotzt(Gods of egypt) aber in Ghost in the Shell nicht wirklich. Da hat der Produzent recht, auch wenn er es nur sagt um nicht schlecht dazustehen.

Außerdem haben auch nicht so alte und "erfahrene" Filmemacher eine Chance verdient, den die bringen in der Regel noch viel mehr Herzblut in ihren ersten großen Projekten rein.

Also ich freu mich auch den Film, allerdings mehr noch auf Alita(um den bange ich aber auch mehr)

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
05.07.2016 19:35 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.409 | Reviews: 26 | Hüte: 197

@ jericho
meine Gründe für meine Aussage sind folgende. Die Regisseure Gans, Del Toro, Tarantino und Edwards haben durch ihre Werke klar bewiesen, dass sie Fans von Titeln sind.

Paul hingegen ist hier absolut nichts sagend. Sollte er Fan sein, dann akzeptiere ich dies, aber bislang ist nicht in dieser Hinsicht aufgetreten. Wäre er bekannt, dass er bspw. ein Riesenfan von GITS oder LW&C wäre, dann hätte er NIEMALS diese nun extremst oberflächliche Aussage getroffen.

Den Charakter Kusanagis einfach so mit Füßen zu treten, dass finde ich ist dem Original gegenüber absolut pervers. Auch wenn der Film im Look und der Atmosphäre Shirows Manga oder Oshiis legendäre 1995 entstandende Anime-Adaptation sehr nahe kommt, alleine das ist doch schon wieder ein Grund diesen FIlm zu meiden.

Ich werde nicht müde es immer wieder zu betonen, aber Rinko Kikuchi als Motoko Kusanagi wäre die bessere und vor allem die richtige Wahl in meinen Augen. Sicher das Thema japanisches Aussehen hatten wir schon öfters, aber ich bin auch sehr beeinflusst von Kikuchi, weil ich sie einfach hinreisend finde.

Sicher objektiv gesprochen wird Johanssen bestimmt ihren Part schon machen, aber es wäre in meinen Augen besser gewesen.

Natürlich werden sich viele Fragen, warum in so vielen japanischen Titeln deren Charaktere eher westlich aussehen, aber japanische Namen tragen. Dazu habe ich folgende Vermutung. Bedingt durch die Besetzung Japans durch die USA, musste man einen Weg finden die sich entwickelnde Popkultur zu vermarkten, gleichzeitig japanisch zu bleiben und dennoch sich bedingt durch die sozialen Veränderungen (sprich man ist nun ein Teil einer mannigfaltigen; kulturellen Welt) anzupassen und zu lernen.

Daraus entstand dann, dass in vielen Manga und Anime viele Charaktere ein kaukasisches Aussehen haben, weil eben wir die Kaukasier den größen Einfluss auf die Japaner hatten.
Ferner wenn wir noch genauer hinsehen, dann sehen wir, dass dieses Design (also kaukasisch) sich überwiegend auf Titel bezieht, die wir in Science-Fiction und Fantasy einordnen können, sprich also Titel die nur bedingt oder zu einem Teil nur etwas mit der Realität zu tun haben. Dadurch kann der/die LeserIn bzw. ZuschauerIn ja in eine fremde Welt eintauchen, bzw. von der Realität Abstand nehmen.

Titel wie AKIRA als auch die KERBEROS SAGA sind Aussnahme-Erscheinungen. Japanisches Aussehen finden wir vor allem in Titeln, die entweder in der Vergangenheit oder der Gegenwart angesiedelt sind.

Dies ist halt in Japan so. Schauen wir nur mal China, einem Nachbarland. Dort wird dies vollkommen anders behandelt. Doch weil China China ist und in der sehr, sehr, sehr tiefen Vergangenheit auf Japan Einfluss nahm und Japan bedingt durch seine Insellage und Inselsituation sich mithilfe chinesischer als auch koreanischer Einflüsse eigenständig entwickeln konnte, haben wir diese Situation vorliegen.

Von allen asiatischen Völkern bilden die Japaner das einzige Volk, dass eine derartige Form der Anpassung und Inkooperation vorweisen kann. China bspw. hat ja gnadenlos seine Vergangenheit abgestreift und lebt diese kaum noch. Auch wenn dies anders behauptet wird, China hat sich bedingt durch den westlichen Einfluss und eigene Fehler (sprich die Abschottung zu extrem betrieben) zu einem Staat entwickelt der mehr und mehr den Europa und oder den USA ähnelt.

Japan hatte sich zwar auch abgeschottet, aber es streng kontrollierte Enklaven wo Westler leben und arbeiten durften. Bedingt durch diese eher "sanfte" Prozedur konnte Japan besser erkennen wie der Westen handelt und denkt. Doch als dann die USA 1853 Japan quasi unter Androhung von Gewalt zwangen sich komplett der Welt zu öffnen, wurde leider dadurch auch das imperialistische Gedankengut der Weltbeherrschung nach Japan importiert.

Und wir alle wissen was dieses Gedankengut erzeugte, oder? Aber all dies ist dir und wahrscheinlich zu 99,9 % jedem Leser von MJ bekannt.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
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jerichocane : : Advocatus Diaboli
05.07.2016 19:00 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.340 | Reviews: 22 | Hüte: 286

Also ich kenne die Manga, und wie der Großteil der Charakter die Shirow zeichnet sieht auch Motoko kein bischen aisatisch aus und optisch passt Johanson schon, sie passt nicht perfekt aber Ähnlichkeiten bestehen, und wer jetzt behauptet sie sähe im Comic japanisch aus, dem lege ich mal ans Herz Otomos Werke zu lesen, denn seine Charakter sehen wirklich japanisch aus.

@MD02GEIST

Nichts für ungut aber worauf baust du deine Aussage, dass Tarantino, Del Toro etc. solche Filme
machen dürfen aber nicht Paul? Vorallem ist er nur der Produzent, Regisseur ist Rupert Sanders,
der Regisseur von Snow White and the Huntsman, das ist erschreckend.

Mal etwas Offtopic

Alle sagen immer man soll sich nicht aufregen wenn weiße/europäische Charakter, plötzlich von einem dunkelhäutigen Charakter gespeilt wird (solche Diskussionen hatten wir bei Elba als James Bond, Stephen Kings der schwarze Turm uvm.) aber wenn man man plötzlich aus einem asiatischen, afrikanischen oder sonstigen Charakter einen Weißen macht, da ist dann das heuschlerische Gemecker groß. Versteht mich nicht falsch, ich bin auch eher für eine getreue Umsetzung von Vorlagen, und gegen white-, black oder yellowwashing, jedoch passt bei GitS, im Gegensatz zu Akira, optisch eine europäisch aussehende Darstellerin sogar besser in die Rolle.

Aber das ist nur meine bescheidene Meinung

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MD02GEIST : : Godzilla Fan #1
05.07.2016 15:35 Uhr | Editiert am 05.07.2016 - 15:50 Uhr
0
Dabei seit: 01.01.13 | Posts: 2.409 | Reviews: 26 | Hüte: 197

@ ferdy

warum du meinen Namen nicht genannst wundert mich - aber ich melde mich. Motoko Kusanagi wird natürlich mit ihrem Rang angeredet, aber nicht konstant. Es gibt "Major" als auch "Major Kusanagi" oder "Motoko Kusanagi".

Ich mache es kurz. "International", also Motoko ist Japanerin, das jüngste Mitglied Togusa ist Japaner, Chief Aramaki, Ishikawa und Saitou ebenfalls Japaner. Batou, Boma, keine Angabe, aber Batou ist wohl kaukasischer Abstammung.

Ansonsten Mr. Paul. Mein mittlerer Finger hat gerade eine aufrechte Position. Es ist mir egal. Ich vertraue dir nicht, nicht mal ansatzweise. Wenn jemand wie Edwards, Del Toro, Gans oder Tarantino sich einen japanischen Titel vornehmen und ihn adaptieren - dann wird auch was daraus, aber nicht bei jemanden wo nicht mal ansatzweise Passion, geschweige denn Verständnis für das Quellenmaterial da ist. Oder einen Namen vorweisen darf, den man als Fan der Materie kennen sollte.

Gerne sehe ich die ersten, bewegten Bilder an, aber das wars auch. Genau wie Akira und vielen anderen Franchises die als gezeichntes Produkt ihren Anfang nahmen. Hier haben wir ein ganz anderes Ursprungsmedium und das mit Schauspielern zu verwirklichen ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit.

Für mich stellen Crying Freeman und Space Battleship Yamato, die einzig würdigen Live-Action-Adaptationen da, die es gibt. Sicher ich kenne nicht jeden Live-Action-Film der auf einen Manga basiert, oder jeden Manga, der einen Live-Action inspirierte, aber so ist es nunmal.

Darum existieren ja Anime, die gezeichneten Adaptationen, weil hier ebenfalls das Ursprungsmedium benutzt wird, nur halt in einer anderen Bewegungsform. Live-Action hingegen ist ganz, ganz anderes Konzept der Realisierung. Bei Zeichnungen können wir gewisse Grenzen überschreiten, bei Live-Action nur mithilfe von weiteren Bildern in Form einer Kombination.

Auch wenn Kitano im Cast ist, die Chancen, dass ich diesen Film tatsächlich im Kino sehen werde sind sehr gering. Und somit Mr. Paul - halten Sie den Mund!

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
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ferdyf : : Alienator
05.07.2016 13:02 Uhr
0
Dabei seit: 04.02.13 | Posts: 2.470 | Reviews: 6 | Hüte: 88

Also ich bin mal böse und fasse zusammen:

Man spricht sie nicht mit Motoko Kusanagi an, sondern mit The Major, damit die Fans oder Zuschauer nicht wieder meckern weshalb da eine "Weiße" ist. Kennst jemand den Manga/Anime und würde mir sagen wie sie dort genannt wird?

Ich persönlich habe nichts gegen Johansson, aber ich kenne den Manga oder Anime ja auch nicht. Ich akzeptiere es mitlerweile, wenn "whitewashing" betrieben wird. Was soll man machen?

Sobald es einen Aufschrei gibt werden zwei bis drei Schauspieler verpflichten, die das "whitewashing" schnell wiederlegen.

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