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Game of Thrones

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"Game of Throne" S8 E3 "The Long Night"

Review "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 3 - So finster die Nacht

Review "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 3 - So finster die Nacht
39 Kommentare - Mo, 29.04.2019 von S. Spichala
Wer die letzten beiden Folgen von "Game of Thrones" Staffel 8 kennt, weiß, was mit Episode 3 "The Long Night" anstand. Hier unsere Review.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
Review "Game of Thrones" Staffel 8 Episode 3 - So finster die Nacht

Mit Game of Thrones Staffel 8 Episode 3 "The Long Night" sahen die Fans die wohl finsterste TV-Schlacht ever, wir können uns auch nicht erinnern, im Kino schon einmal so etwas gesehen zu haben. Visuell die Dunkelheit und via Feuer das Licht so einzusetzen bei einer Schlacht hat eine enorm gruselige und in den Bann ziehende Wirkung, das kann man nicht beschreiben, das muss man sehen! Schon allein dafür hat die Folge einen Emmy verdient für visuelle Effekte. Die Inszenierung mit einerseits Panorama-Horrorschlacht-Szenen und andererseits aber auch im kleinen Radius Mann (oder Frau) gegen Untote sorgt für Abwechslung, so dass diese tatsächlich rund 90 Minuten-Schlacht jede Sekunde davon fesselt. Auch unterstützt durch den tollen Score. Hut ab dafür!

Wir spoilern zwar manche Todesfälle in dieser Game of Thrones-Folge, verraten aber nicht bei allen, wie sie sterben, etwas Spannung soll ja noch erhalten bleiben. Für ein massenhaftes Sterben der tapferen Armeen in den totaleren Szenerien sorgt schon die Lawine der Untoten, die aus der finsteren Nacht über sie hereinbricht, während diese angstvoll ins Dunkel starren. Melisandre, die rote Frau (Carice van Houten), die plötzlich wie aus dem Nichts auftaucht, sorgt dann für etwas Licht, indem sie magisch die Schwerter der Dothraki entflammt!

Nun stelle man sich den Effekt vor, totale Finsternis, in der man nur die feurigen Schwerter in Formation vorstürmen sieht, das sorgt für einzigartige Bilder. Doch die Freude währt nicht lange, denn diese Masse an Weißen Wanderern überrennt einen Block nach dem nächsten. Drachenfeuer sorgt zwischendurch zwar für etwas Kahlschlag unter ihnen, doch in den Wolken wartet schon der Nachtkönig, natürlich ebenfalls auf seinem Drachen.

Spannende Einzelkämpfe bringen auch die ersten bedeutsamen Todesfälle mit sich, angefangen mit Edd (Ben Crompton). Und angesichts dieser Grusel-Armee und ihres tödlichen Effekts verfällt selbst The Hound (Rory McCann) in Panik, doch die mutige Arya (Maisie Williams) ist hier sein Motiv, sich zusammen zu reißen. Auch Angsthase Sam (John Bradley-West) steht immer mal wieder im Fokus, der sich dennoch ins Schlachtgetümmel begibt. Heroisch kämpfen natürlich auch Jaime (Nikolaj Coster-Waldau) und Brienne (Gwendoline Christie) Seite an Seite. Eine coole Horrorszene ist auch ein untoter Riese gegen die kleine, aber enorm mutige Lady Lyanna Mormont (Bella Ramsey), eine wahre David und Goliath-Situation.

Theon (Alfie Allen) wiederum steht schützend vor Bran (Isaac Hempstead-Wright) am magischen Baum, während sich alle anderen, die nicht kämpfen können, in der Krypta versammeln. Inklusive Sansa (Sophie Turner), die von Arya dorthin geschickt wird mit einer Waffe zur Verteidigung. Auch Tyrion (Peter Dinklage) ist in der Krypta, und es kommt zu einer Wiederannäherung zwischen den beiden. Er könnte in Zukunft noch ein guter Vermittler zwischen ihr und Daenerys (Emilia Clarke) sein. Oder wird zu einer dramatischen Loyalitätsentscheidung gezwungen. Wie ihr daraus herauslest, überleben die beiden, doch auch in der Krypta ist der Gruselfaktor nicht gering. Die Schlacht nur zu hören, die Schreie der Sterbenden, schließlich die gegen die Tür anstürmenden Verzweifelten, die herein wollen, mit den Untoten in ihrem Nacken - das lässt einen durchaus erschauern.

Und sie kommen nur knapp davon. Denn nachdem die Untoten trotz aller Gegenwehr und trotz der Drachenfeuer erst durch alle Blocks und dann auch über die Mauern kletternd in die Burg vorgedrungen sind, beginnen die gruselige Jagd und diverse Einzelkämpfe innerhalb der Mauern. Hier stehen vor allem Arya mit The Hound und Beric (David Michael Scott) im Fokus. Draußen wiederum verirren sich erst Jon (Kit Harington) und Danny in den vom Nachtkönig erzeugten Schneesturm-Wolken, dann erlebt man einen Drachenkampf (TV-Premiere!) zwischen dem des Nachtkönigs; Visarion, und dem, auf dem Jon sitzt, Rhaegal. Sie stürzen zu Boden und Jons Drache wird von den Untoten bestürmt.

Jon ist also am Boden, doch bei dem Drachenkampf stürzte kurz zuvor bereits der Nachtkönig von seinem herunter. So schnell stirbt der in dieser Game of Thrones-Folge natürlich nicht, und so sieht sich Jon schließlich ihm gegenüber stehen...

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39 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
19.05.2019 21:06 Uhr | Editiert am 19.05.2019 - 21:10 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.390 | Reviews: 164 | Hüte: 370

Oh whoah oh
Arya
I just died in your arms tonight
It must have been my army of dead
I just died in your arms tonight

Oh whoah oh
Arya
I just died in your arms tonight
It must have been Valyrian steel

I really died this?
I really died this way!

laughing

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
13.05.2019 02:04 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.390 | Reviews: 164 | Hüte: 370

Prioritäten laughing

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
05.05.2019 17:09 Uhr | Editiert am 05.05.2019 - 17:15 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.390 | Reviews: 164 | Hüte: 370

Selbst Alt Shift X hat die Episode nicht gefallen^^

Unabhängig davon nennt er ein paar Aspekte, die mir bisher nicht aufgefallen sind.

Der Tod der Dothraki als düstere Spiegelung bzw. Umkehr ihrer Religion. Die Dothraki glauben, dass sie nach dem Tod als Sterne aufsteigen, nun sieht man, wie sämtliche Dorthraki-Lichter auf einen Schlag ausgelöscht und von der Nacht verschluckt werden.

In Episode 2 erzählte Tormund Giantsbane, wie er im Alter von zehn Jahren einen Riesen tötete. Nun tötet die kleine Lyanna Mormont ebenfalls einen Riesen, was sehr gut zu der Theorie passt, dass Tormund ihr Vater ist.

Aryas Dance of the Death in der Bibliothek. In ihrem bisherigen Leben ging es immer um Tod, nun tötet sie den Night King, der in Serie metaphorisch am meisten für den Tod steht. Aryas Auseinandersetzung mit dem Tod scheint nun vollkommen abgeschlossen zu sein, vielleicht gelingt es ihr nun, wieder mehr menschlich und mehr Arya Stark zu werden.

Dem Dolch aus valyrischem Stahl wird in der Serie eine Bedeutung beigesprochen, die über die Serienhandlung hinausgeht. In der Bibliothek von Oldtown findet sich ein Buch, welches den Dolch mit der altertümlichen Kultur der Targaryen/Valyrer in Verbindung bringt.

Gegen Ende geht Alt Shift X noch auf Maester Marwyn, einen Charakter aus den Büchern, ein, der davor warnt, Propehzeihungen wie denen um Jon, Daenerys und Azor Ahai allzu großen Glauben und Vertrauen zu schenken, weil sie sich oft als heimtückisch oder falsch herausstellen. Das unterstützt meine Ansicht zur Episode, dass sich die Prophezeihung nicht bzw. anders oder nur in Teilen bewahrheitet hat.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
02.05.2019 22:58 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.390 | Reviews: 164 | Hüte: 370

@GeneralGrievous und Strubi

@General, das ist dann wohl doch ein längerer Kommentar geworden laughing
Ich gebe dir mal einen Hut, obwohl ich so manches anders sehe.

Joa, bei einer vernünftig ausgearbeiteten Strategie hätten die Drachen die Situation vorher ausgekundschaftet und die Dothraki wären spätestens dann niemals losgeritten. Generell würde man gegen so eine zahlenmäßig überlegene Armee wohl niemals auf offenem Geände antreten, sondern sie hinter den sicheren Mauern erwarten. Auch hier merkt man, dass Weiss und Benioff ohne G.R.R. Martins Vorlage arbeiteten, seine Kriegsstrategien hatten sogar im Detail stets Hand und Fuß.

Ghost sieht man im Teaser für die vierte Episode, off-screen gestorben ist er also nicht. Das würde ich ebenfalls ziemlich beschissen finden.

Zwei wichtige Charaktertode gab es ja mit Jorah Mormont und Theon Greyjoy, und eigentlich auch mit dem Night King selbst, schließlich der gedachte Hauptantagonist. Ansonsten bleiben noch drei Episoden, daher war es klar, dass nicht alle Charaktere sterben werden. Zumal man in den kommenden Episoden noch genug Tode betrauern wird, das dürfte klar sein. Die Art und Weise, wie Jorahs Character Arc in Episode 2 zum Abschluss gebracht wurde (wird von Daenerys akzeptiert, akzeptiert seine Rolle als Krieger an ihrer Seite, Jon als Liebhaber und Tyrion als Hand, die er beide dafür zuvor hasste) und wie er dann für Daenerys und in ihrem Armen sterben konnte, hat mir ebenfalls gut gefallen.

Zu Sansa und Tyrion in der Krypta schrieb ich ja unten in der Antwort an Duck-Anch-Amun schon etwas. Ich dachte, sie würden Selbstmord begehen.

Wäre Rhaegal gestorben, hätte man das gezeigt und er wäre dann wohl auch als Eisdrache vom Night King wiederbelebt worden. Ich gehe davon, dass er schwer verwundet ist, vielleicht seine Flugfähigkeit verloren hat und dann eventuell zum Staffelfinale wieder fit wird.

Ich gehe auch davon aus, dass Bran Arya in seinen Visionen gesehen hat, er gab ihr ja wie schon erwähnt in Staffel 7 genau unter dem Wehrholzbaum den Dolch. Übrigens könnte es auch sein, dass Jon Arya gesehen hat, sie mit seinem Schrei anspornte und/oder dadurch den Eisdrachen ablenken wollte. Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass es Brans große Tragik ist, dasss er diverse Tode vorausgesehen hat bzw. noch voraussehen wird, dies aber zugunsten des großen Ganzen (Sieg über den Night King und Cersei) nicht verändert oder sich bewusst ist, das er über Opfer gehen muss, wenn er den Werdegang in die richtigen Bahnen lenken möchte.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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MJ-Pat
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Strubi : : Hexenmeister
01.05.2019 23:47 Uhr | Editiert am 01.05.2019 - 23:49 Uhr
0
Dabei seit: 30.08.10 | Posts: 3.240 | Reviews: 2 | Hüte: 48

Ist zwar jetzt schon ein paar Tage her, aber ich will auch nochmal meine Meinung loswerden. GeneralGrievous Kommentar trifft meinen Eindruck zur Folge im Großen und Ganzen recht gut (dafür auch einen Hut). Es ist insgesamt sicher eine gute und unterhaltsame Folge, aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto größer wurde meine Enttäuschung. Ich will da jetzt gar nicht so ins Detail gehen, es wurde ja schon viel darüber diskutiert, aber so ein paar "große" Punkte will ich nochmal anführen:
Das geht los bei der Optik der Folge. Düster ist gut und passt natürlich zur Thematik. Nur wenn ich im Grunde gar nichts sehe und das bisschen, was ich sehe, auch noch recht hektisch geschnitten ist, dann fällt es mir schwer das zu feiern. Die Schlacht um Helms Klamm hat da mMn den Maßstab gesetzt, wie man sowas düster, bedrückend und trotzdem übersichtlich und episch inszeniert. Es gab zwar auch hier immer wieder mal tolle Einzelszenen (eigentlich immer dann, wenn Feuer etwas Licht ins Dunkel gebracht hat).
Generell hatte ich mehrfach den Eindruck, dass man da auch an die Grenzen des Budgets gestoßen ist: Was ich nicht zeige (weil es zu dunkel und stürmisch ist), kostet halt auch nicht viel. Da fand ich z..B. auch schade, dass der Einsatz der Drachen insgesamt recht verhalten ausfiel. Die hätten es einfach verdient gehabt, wenn es da einen größeren und epischeren Drachenkampf gegeben hätte.

Dann gab es viele unlogische Szenen bzw Szenen, die ohne nähere Erklärungen zumindest unlogisch erscheinen... Immer wieder hatte ich da den Eindruck, dass auf Logik geschissen wurde, um dafür eine besondere Szene zu erzeugen (Einsatz der Dothraki... oder warum ist Arya plötzlich allein mit umherschleichenden Zombies in der Bibliothek, obwohl diese eigentlich erst einige Sekunden vorher Winterfell gestürmt haben?... die "Superheldenkräfte" der Hauptcharaktere (eine ganz Dothraki-Armee wird innerhalb von ein paar Sekunden niedergemetzelt, aber jeder Hauptcharakter kann sich jeweils "Stunden" gegen hunderte von Zombies erfolgreich zur Wehr setzen)...).

Und dann natürlich der Umstand, dass die eine große Schlacht bzw. die große Thematik, auf die im Grunde von der ersten Szene der Serie an alles hindeutet, (scheinbar) innerhalb von einer Folge abgearbeitet wird (und das noch dazu mit einem solch recht simplen und unspektakulären, wenn auch einigermaßen überraschendem Ende)...

Wie GeneralGrievous schon schrieb, ist das insgesamt meckern auf hohem Niveau. Aber mir persönlich ging das jetzt plötzlich alles zu schnell... und teilweise auch nicht besonders gut geschrieben.

Ich bin gespannt, wie es jetzt zu Ende geht. Irgendwie hoffe ich ja, dass die Sache mit den Weißen Wanderern noch nicht ganz abgeschlossen ist. So richtig dran glauben, tue ich aber nicht mehr.

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MJ-SteffiSpichala : : Moviejones-Fan
01.05.2019 00:59 Uhr
0
Dabei seit: 07.01.14 | Posts: 319 | Reviews: 0 | Hüte: 15

@Luhp - bezüglich Weiße Wanderer: ja, die hat der Nachtkönig (erschaffen (warum sie auch alle mit ihm zusammen verreckt sind), aber wie lange gibts den schon und die weißen Wanderer und wie lange auch schon die Kinder des Waldes? Da müssen doch trotz Versteckerei paar mehr in all den Jahren rumgekommen sein? wink

@all - zum Thema Heldentode: Naja, seien wir ehrlich, wir haben doch auch erwartet, dass irgednwer der großen Helden stirbt bei so einer mega Schlacht, oder? Da ist es schon eher überraschend, wenn es mal eben NICHT der Fall ist. Macht The Walking Dead in den letzten Staffeln ähnlich, mal die Erwartung erfüllen, mal nicht. Jon und Danny will ich im Finale noch sehen. Jaime will ich noch mal mit Cersei sehen, nachdem er vom Mordauftrag durch Bronn erfahren hat. Brienne so kurz nach dem Ritterschlag zu killen, das hätte ich auch nicht gut gefunden, dass sie sich da gegenseitig beschützen können, fand ich besser. Sansa wird noch für den Powerlady-Machtkampf gebraucht Tyrion als rechte Hand auch. Es sind noch drei lange Folgen offen! Varys, da möchte ich auch noch ein Highlight sehen mit ihm. Arya, sie hatte ihren Mega-Moment, könnte glatt sein, sie fällt "überraschend" als Nächste, obwohl ich sie wie sicher alle gern im Finale sähe. Ghost: ich hoffe, er taucht noch auf. Wer weiß, was Bran mit ihm auf seiner Reise angestellt hat...

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GeneralGrievous : : Moviejones-Fan
30.04.2019 22:40 Uhr | Editiert am 30.04.2019 - 22:41 Uhr
2
Dabei seit: 18.02.14 | Posts: 1.448 | Reviews: 0 | Hüte: 45

So, nun gebe ich auch mal meinen Senf dazu - ich musste das Gesehene erst einmal im Schlaf verdauen. Ich werde versuchen, mich kurz zu fassen, kann es aber nicht wirklich versprechen. laughing

Über die Inszenierung als solche kann man natürlich eigentlich keine negativen Worte verlieren. Wir sind uns wohl alle einig, dass diese Episode mit seiner epischen Schlacht TV-Geschichte geschrieben hat und damit auch für zukünftige Serien- und sogar Kinoschlachten die Messlatte ungemein hoch gelegt hat. Die Spannung war für mich größtenteils unerträglich, denn ich rechnete jederzeit damit, dass eine wichtige Person das Zeitliche segnen muss - was dann so aber in der Form (leider?) nicht eingetreten ist.

Inhaltlich/Logisch gab es für mich leider einige, zum Teil größere Fauxpasse, die ich so nicht unkommentiert lassen möchte. An dieser Stelle vorab ein Zitat von luhp am Ende der siebten Staffel:

Kurzer Ausblick auf Staffel 8: Die Episoden der finalen Staffel werden allem Anschein nach ebenfalls über Laufzeiten von 70-90 Minuten verfügen. Wenn Weiss und Benioff diese so umsetzen wie "Beyond the Wall", kotze ich im Strahl.

Nun darf ein jeder selbst bewerten, inwieweit dies auf die The Long Night zugetroffen ist. Um es hier noch einmal klarzustellen, auf der Oberfläche ist diese Folge meisterhaft, aber tief innen drin durchaus sehr holprig inszeniert, zumindest meiner Meinung nach. Der Anfang der Folge besticht durch lange Kamerafahrten, wenige hektische Schnitte (ich komme später darauf zurück) und eine wirklich spannende, gar beklemmende Atmosphäre, die wohl oft zitierte "Ruhe vor dem Sturm". In dieser Szene fühlte ich mich tatsächlich an die Schlacht um Helms Klamm in The Two Towers erinnert (so wie es ja auch angekündigt war) und konnte es vor Spannung kaum aushalten. Alleine für diese ersten stillen, aufregenden, packenden und gespenstischen Minuten ein riesengroßes Kompliment an Miguel Sapochnik, in den ich ja aufgrund von Battle of the Basterds und insbesondere Hardhome sehr hohe Hoffnungen gesetzt habe. Obgleich optisch brilliant inszeniert, konnte er diese Erwartungen bei mir leider letztendlich nicht vollständig erfüllen.

Das plötzliche Auftauchen von Melisandre hat natürlich auch mich überrascht und ich habe dies auch nicht weiter infrage gestellt, denn obgleich ihr Auftauchen durchaus Sinn macht (Stichwort: "The Lord of Light schickt sie für ihren letzten Auftrag" ), war er doch extrem unlogisch. Aber leider strotzt diese Folge nur von zu vielen "Deus ex machina"-Momenten. Das In-Flammen-Setzen der Schwerter der dothrakischen Horde war natürlich ein absolut optisches Sahnehäubchen und hat mir Gänsehaut verursacht. Leider folgte danach ziemlich schnell Ernüchterung und Kopfschütteln, als die Dothraki in den Angriff geschickt werden - äääähm, geht es eigentlich noch? Ich opfere meine komplette Kavallerie gegen einen zahlenmäßig weit überlegenen Feind so leichtfertig? Nicht nur Jon dürfte gewusst haben, dass dies der sichere Tod ist. Ich kann mir den Sinn dieser Aktion militärisch einfach nicht zusammenreimen. Nach all den Geschehnissen um Daeny und die Dothraki halte ich dieses sofortige Auslöschen einer fast ganzen Zivilisation für ausgesprochen falsch! Dass Jorah Mormont natürlich (noch) überlebt, hat mich nicht wirklich überrascht und darüber konnte ich auch ohne Probleme weg sehen, aber, liebe Macher: Ihr habt nicht ernsthaft Ghost so dermaßen sinnlos offscreen verrecken lassen?!? Falls das zutrifft, und es sieht ja ganz danach aus, bin ich echt sehr, sehr enttäuscht. Aber klar, Jon hat(te) ja jetzt Rhaegal, da kann es ihm ja egal sein, dass Ghost nicht mehr an seiner Seite weilt. Neee sorry, das kaufe ich den Machern einfach nicht ab. Ghost und Jon verbindet eine langjährige, sehr innige Beziehung, die in den Büchern ja sogar noch um ein Vielfaches enger ist. Dass Jon dann seinen Dire Wulf so leichtfertig ins offene Messer laufen lässt, kann ich einfach nicht nachvollziehen und hinterlässt mich ratlos und sogar ein bisschen wütend.

Der danach folgende Verlauf der Schlacht ist an sich eigentlich schnell erzählt. Zahlenmäßig weit überlegene Zombies überrennen Winterfell buchstäblich und der in Folge 2 geschmiedete Plan ging gründlich in die Hose (zumindest bis zu einer der letzten Szenen, zugegeben). Im Rahmen der gesamten Schlacht werfe ich Benioff/Weiß, wie bereits in der angesprochenen Folge Beyond the Wall der siebten Staffel, erneut Feigheit bzw. "Fanservice" vor. Unsere Hauptdarsteller sind übermenschliche Superhelden, die selbst alleine gegen eine ganze Horde Zombies überleben, die sich natürlich schön artig einzeln auf ihn stürzen, anstatt ihne einfach im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode zu trampeln (Jon). Auch mit nur einer Hand und dann sogar der schwachen ist es ein Leichtes, gegen die Zombies zu bestehen (Jamie). Ein wenig Training durch Brienne reicht aus, um einen tölpelhaften Knappen zu einem meisterhaften Krieger zu machen, der ebenfalls ohne Probleme hunderte Zombies killt, ohne auch nur einen Kratzer abzubekommen (Podrick). Gerade in dieser Konstellation hätte es, alleine der Glaubwürdigkeit wegen, einen wichtigen Charaktertod geben müssen! Wieso inszeniert man in Folge 2 einen solch erhabenen Moment zwischen Brienne und Jamie (Ritterschlag), um diesen dann nicht entsprechend weiterzuführen, dass einer von den beiden sich für den anderen opfert? Das wäre das perfekte Ende für einen der beiden geworden! Aber, Beheading von Ned Stark oder die Red Wedding sind mittlerweile Geschichte und die (Serien-)Macher trauen sich hier einfach nichts mehr, und das finde ich persönlich extrem schade! Ob Martin seinen Mut in den noch ungeschriebenen Büchern ebenfalls verliert, werden wir ja noch sehen.

Damit man aber den Zuschauern vermittelt "Ja, bei uns sterben auch Charaktere", müssen leider Nebencharaktere wie Beric, Ed oder die kleine Mormont dran glauben, mögen sie in Frieden ruhen. Oder will man nur ablenken, dass man - abgesehen von Jorah Mormont und Theon - anderen Hauptcharakteren Superkräfte verliehen hat? Der Tod von Jorah Mormont war definitiv richtig, seine Geschichte war abgeschlossen und ich denke, er hätte sich nichts mehr gewünscht, als in den Armen von Daeny zu sterben, in dem Wissen, dass er sie gerettet hat. Trotzdem war sein Deus ex machina-Moment für Daeny leider auch absolut vorhersehbar, auch wenn mir in dieser Szene nicht ganz klar war, woher er eigentlich gerade kam, aber irgendwann habe ich das Grübeln über Sinn und Unsinn im Verlauf dieser Schlacht ganz aufgegeben. Auch Theons Tod (oder sollte ich sagen Legolas? ^^) hat mich wenigstens überzeugt, am Ende für einen (ehemaligen?) Stark sein Leben zu lassen und damit Buße zu tun für all die falschen, aber sicherlich nicht immer gewollten Entscheidungen, insbesondere in der zweiten Staffel. Das Ableben von Melisandre, nun ja, damit konnte ich eigentlich leben.

Die Szenen in der Krypta waren im Nachhinein leider auch belangloser als ich dachte, da auch hier ohne Konsequenzen im Sinne von "Wir bestrafen die Charaktere für ihre eigene Dummheit, aber da Tyrion, Sansa, Melisandei, Varys und wahrscheinlich sogar Gilly den Fans zu wichtig sind, wollen wir es uns lieber nicht mit den Fans verscherzen und lassen sie natürlich überleben, ist doch klar!". Leider sehr viel verschenktes Potenzial an dieser Stelle, denn auch ich hatte kurzzeitig sehr viel Angst um Tyrion und Varys (mit Sansa konnte ich noch nie viel anfangen ^^), aber das löste sich ja schnell in Luft auf. Schade, dass wir keinen Ned Stark a la "Den kopflosen Nick" gesehen haben, oder? ^^

Der Drachenkampf war natürlich wieder ein richtiger Leckerbissen, wenngleich leider sehr hektisch geschnitten. In Verbindung mit der Dunkelheit daher leider sehr anstrengend, diesem Kampf zu folgen, wie auch insgesamt bei der Folge das Schlachtgeschehen. Hier halte ich die Kritik an der "zu dunklen Folge" durchaus gerechtfertigt, auch wenn dies auf der anderen Seite für Authentizität spricht und vermutlich von Miguel Sapochnik auch so gewollt war. Ich bin mir nicht sicher, ob Rhaegal nun tatsächlich gestorben oder nur schwer verwundet ist, aber es macht einen wirklich betroffen, zusehen zu müssen, wie solch imposanten und anmutigen, fliegenden Geschöpfe ins Gras beißen müssen. Ob es Drogon am Ende dieser Staffel auch noch treffen wird? Ich bin gespannt! Kurzzeitig sah es ja auch hier danach aus, aber der Junge hat sich tapfer durchgebissen. ^^

Die, ich nenne sie mal, "kleine Horroreinlage" in der Bibliothek mit Arya war wirklich sehr spannend inszeniert, wenngleich auch unlogisch. Hut ab in diesem Fall für die wirklich unerträgliche Spannung, das hat in dieser Form The Walking Dead nicht mal zu seinen besten Zeiten hinbekommen! Dass dann Arya auch diejenige sein wird, die den Night King zu Fall bringt, hat mich dann in diesem Moment wirklich aus den Socken gehauen.

Zum Thema Night King: Damit hat nun glaube ich niemand gerechnet, dass bereits in Folge 3 dieser Staffel nun alles vorbei sein soll. Ich weiß nicht, ob sich Benioff/Weiss damit einen Gefallen getan haben. Sicherlich der große Knall in dieser Staffel, aber zu welchem Preis? Erinnerte mich spontan an Snoke in Episode VIII, um ehrlich zu sein. laughing Ich hoffe wirklich, dass wir dennoch mehr über ihn und vor allem seine Beweggründe, insbesondere jedoch seine Beziehung zu Bran bzw. zum Three Eyed Raven, erfahren. Wenn man sieht, mit welchem Hass und angewiderten Blick er Brans Vorgänger getötet hat, scheint da auf jeden Fall mehr dahinter zu stecken. Ich glaube immer noch, dass irgendeine mysteriöse Verbindung zwischen den Beiden steckt, in welcher Form auch immer. Auch der Blick des Night King in Richtung Bran, bevor er diesen töten wollte, spricht da sicherlich Bände. Bran muss einfach mehr Power haben, als Visionen von Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft zu haben. Ich warte in den verbleibenden drei Folgen auf eine Art "Bran-/Three Eyed Raven-Moment", in der offenbart wird, dass er mehr kann, als mit einem extrem creepy Blick im Rollstuhl zu sitzen. ^^ Wieso aber nun Bran untätig blieb, als der Night King zum Hieb ausholte, ist doch offensichtlich, oder irre ich mich? Bran wird sicherlich "gesehen" haben, dass Arya den Night King abmurksen wird, also woher noch Panik bekommen? So schließt sich aber auch auf jeden Fall die Story um den Dolch, wie es hier bereits andere treffend bemerkt haben. Wieso aber Bran seine Visionen (oder sind es doch nur Fragmente?) den anderen vorenthalten hat, erschließt sich mir nicht wirklich. Er hätte doch Tausende Leben retten können. Oder wäre das zu einfach? Gerade deshalb finde ich diese Figur so dermaßen interessant und möchte unbedingt noch mehr über ihn und seine Feindschaft zum Night King wissen. Aber das wird nun vermutlich erstmal beiseite gestellt, denn müsste sich der Blick nicht nun nach Süden richten? Wenn man aber ehrlich ist, ist Daenys Armee nun ein Trümmerhaufen. Zwei Drachen tot, kümmerliche Reste von Dothraki und Unsullied, misstrauische Verbündete im Norden, Graufreuds weit weg. Zudem ist müsste sie ihren Anspruch auf den Iron Throne eigentlich an Jon abgeben, ich bin daher sehr gespannt, wie dies nun weiter erzählt wird. Der "große Krieg", der nun vorüber ist (und zwar viel schneller, als erwartet) ist vorüber, aber Cercei steht mit ihrer Lannister Armee bei 100 %, hat 20.000 Soldaten der Golden Company und eine Armada von Euron. Und, bevor ich ihn vergesse, natürlich The Mountain. laughing Aber sie wird keine Chance haben, denn machen wir uns nichts vor, ohne Elefanten hat sie ja mal rein gar nichts zu melden. ^^ Ob es nun ein cleverer Schachzug seitens der Macher war, Cercei in Staffel 8 so lange außen vor zu lassen, wird sich nun in den verbleibenden drei Folgen zeigen. Aber nach so einer epischen Schlacht um Winterfell kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Gefolgsleute von Deany und Jon (bzw. der traurige Rest davon) noch Bock auf eine neue Schlacht um Kingslanding haben. Da muss mich das Drehbuch schon überzeugen. Andererseits könnte ein (obgleich angeschlagener) Drogon vielleicht auch reichen, Kingslanding einzunehmen, wir werden sehen. Dass Drogon über Kingslanding fliegen wird, hat Bran ja nun schon vor einiger Zeit gesehen. Die Frage wird nur sein, in welchem Kontext?

Zusammenfassend haben Benioff/Weiss und zum Teil auch Miguel Sapochnik nach The Long Night - wie bereits nach Beyond the Wall in der vergangenen Staffel - einiges wieder gut zu machen. Dafür gab es für mich persönlich (!) einfach zu viele unlogische und inhaltlich fragwürdige Entscheidungen, die im Rahmen dieser Episode getroffen wurden. Insbesondere der mittlerweile leider inflationäre Einsatz von Deus ex machina - Momenten stößt mir dabei bitter auf, sodass man nicht mehr wirklich mitfiebern kann, sprich: "Irgendwer wird Hauptcharakter XY eh in letzter Sekunde retten". Folge 1 und vor allem Folge 2 dieser Staffel haben mir wirklich sehr gut gefallen und ließen mich für Folge 3 das Schlimmste befürchten, nur um dann auf den bitteren Boden der Tatsachen zu fallen. Selten war ich nach einer GoT-Episode so enttäuscht und ratlos zugleich. Vielleicht übersehe ich aber auch gewisse Aspekte oder ich hatte einfach zu hohe Erwartungen, ich weiß es wirklich nicht. Normalerweise verteidige ich diese Serie gegen überzogene Kritik, doch in diesem Fall muss ich leider selbst so mit der Keule ausholen und das fühlt sich wirklich überhaupt gar nicht gut an. :-( Um es hier nochmals klar zu stellen: The Long Night war wohl die epischste GoT-Folge, die ich je gesehen habe, hat aber auf der anderen Seite auf GoT-"Traditionen" geschissen und mir einmal mehr gezeigt, was aus dieser Serie geworden ist, nachdem die Bücher überholt worden sind. Trotzdessen bin ich mir bewusst, dass ich auf extrem hohen Niveau kritisiere und ich möchte nochmals betonen, dass das wirklich nur meine persönliche Meinung ist und ich jeden verstehe, der meine Kritik für überzogen hält. Vielleicht sieht meine GoT-Welt nach Episode 4 schon wieder anders aus. :-) Doch im Moment überwiegt einfach noch die Enttäuschung. Ich muss das gestern Abend Gesehene nun erstmal noch ein paar Tage sacken lassen.

Cheers!

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.04.2019 18:08 Uhr
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Hier mal zwei Videospiel-Momente, an die ich während der Episode denken musste:

  1. Arya in der Bibliothek erinnerte mich an den Abschnitt in "Harry Potter und die Kammer des Schreckens", in dem man als Harry nachts durch die Bibliothek schleichen muss, ohne dabei von den Vertrauensschülern erwischt zu werden. Als Kind strapazierte das meine Nerven, weil ich das gefühlt nie hinbekam^^

  2. Theon und seine Männer als Schutz für Bran erinnerten mich an eine Mission in der Untoten-Kampagne von "Warcraft III", während der man für 30 Minuten einen Untoten-Beschwörer vor dem Angriff durch die Menschen schützen musste. Nach mehreren Versuchen scheiterte ich nur eine Handvoll Sekunden vor Ablauf der 30 Minuten, danach war ich so frustriert, das ich die Kampagne nicht mehr weiterspielte laughing

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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.04.2019 17:28 Uhr
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@Nietsewitch

Ja, seitdem die White Walker einen Anführer (den Night King) haben und spätestens, seitdem der Night King zu einem Geschöpf der Kinder des Waldes gemacht wurde, hat die Serie bezüglich der White Walker nichts mehr mit den Büchern zu tun.

Ich betrachte die Serie seit dem Verlassen der Buchpfade mehr und mehr als Alternativgeschichte, die ich so hinnehme, wie sie ist, und all das Positive mitnehme, was ich kriegen kann. Als Alternativgeschichte funktioniert die Serie für mich trotz ihrer Schwächen jedenfalls sehr gut.

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Nietsewitch : : Moviejones-Fan
30.04.2019 14:02 Uhr
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@ Luph

Ja, das habe ich auch schon mitbekommen, das Ende würde gerade auch bei der literarischen Vorlage so keinen Sinn machen.

Die HBO-Serie ist sicherlich anderes aufgebaut, deswegen kann man dieses alles so machen, es sind aber viele Plotteile übrig die in eine andere Richtung deuten, man hätte auch da Änderungen vornehmen müssen/können, um dieses Ende schlüssig zu machen. Sei es drum, die Atmosphäre der letzten Episode war wirklich fantastisch, das Ende macht die Fans der Bücher aber mit Sicherheit nicht glücklich auf der einen Seite, auf der anderen Seite freu ich mich jetzt aber auch wieder auf die Bücher.

Zeit Erwachsen zu werden, und dem Irrsinn den Platz einzuräumen, den er sowieso schon hat.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.04.2019 13:06 Uhr
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@Steffi Spichala
Es gab Massen an Weißen Wanderern, aber diese wurden ja nicht von den Kinder des Waldes sondern vom Nachtkönig selbst erschaffen. Oder verstehe ich gerade nicht, worauf du hinauswillst?

Dass es irgendwo im Norden oder Jenseits der ehemaligen Mauer noch Kinder des Waldes gibt, kann natürlich sein, ich halte es aber wie gesagt für unwahrscheinlich. Wir werden sehen^^ Die Kinder bevorzugen Gegenden, in denen sie in Frieden leben können, ihren Glauben an die alten Götter und ihre Magie wirken kann (Wehrholzbäume), dementsprechend haben sie sich in den (fernen) Norden zurückgezogen, weil die Andalen den Glauben an die Sieben verbreiteten und die Wehrholzbäume fällten. Also ja, mit den Starks und erst recht mit Bran dürften die Kinder gut auskommen, das sind auch noch Nachfahren der Ersten Menschen und glauben ja ebenfalls an die alten Götter.

Guter Einwand mit der Brandmarkung, die Reise hätte es nicht gebraucht und könnte daher einen anderen Zweck gehabt haben. (Oder die Drehbuchautoren haben sich mal wieder einen Fehler erlaubt^^) Auch zur Obsidianklinge, das war mir so bisher gar nicht (mehr) bewusst, nun ergibt das wesentlich mehr Sinn, danke dafür! Ob das Wissen des Nachtkönigs auf Bran übergegangen ist, ein interessanter Gedanke. Mal schauen, ob das der Nachtkönig durch solche Ereignisse in irgendeiner indirekten Weise noch wichtig wird bzw. bleibt.

@Steffi und Manisch
Tolle Gedanken zum Thema Schicksal und Geschichtswiederholung, diese heben die Episode qualitativ noch mehr an als für mich inhaltlich ohnehin schon!

@Duck-Anch-Amun
Ok, das wäre tatsächlich wahrer Horror geworden^^
Ich dachte übrigens, Sansa und Tyrion würden ob der aussichtslosen Lage hinter diesem Grabstein Selbstmord begehen, Sansa hatte ja das Messer gezückt und Tyrion schaute sie akzeptierend an.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
30.04.2019 11:53 Uhr
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@luhp
Erhofft ist vielleicht nicht das passende Wort, aber irgendwie erwartet. Ich denke der Horrorfaktor wäre für Arya oder Sansa deutlich packender gewesen, wenn aus der Krypta Charaktere wie Rickon oder Catlyn auferstanden wären. Natürlich denkt man auch sofort an Ned, aber ohne Kopf wär dies schon schwer^^ Ich muss zugeben, ich habe keinen Plan wo die Leichen dieser Figuren überhaupt zu finden sind, aber es wäre schon ziemlich Horror gewesen für die Starks ihrer Mutter oder Bruder gegenüber zu stehen.

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Manisch : : Moviejones-Fan
30.04.2019 11:07 Uhr
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SPOILER

@MJ-SteffiSpichala

vor allem könnte man auch sagen, wenn bran nicht auf den turm geklättert wäre und die beiden beim vögeln gesehen, dann hätte es den mordanschlag auf ihn nicht gegeben und der dolch wäre nicht in umlauf. ebenso wie man sagen muss, wenn jamie damals nicht so ein schlechter mensch gewesen wäre...

von daher, je mehr ich drüber nachdenke, desto gelungener finde ich die letzte Folge. es schließt sich einfach ein wahnsinnig großer kreis, wo man zwischendurch nicht wusste "was soll das jetzt alles?". aber genau das sollte es - die grundlage für diesen einen moment schaffen.

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MJ-SteffiSpichala : : Moviejones-Fan
30.04.2019 10:56 Uhr
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@Manisch - ja jede Menge Paybacks - mit dem Dolch bzw. valyrischem Stahl begann es, auch für den Nachtkönig, durch ihn starb auch Littlefinger und nun auch der Nachtkönig - Melisandre hatte Arya prophezeit, sie werde braune, grüne und blaue (!) Augen schließen und zum Herrn des Todes sagen: Heute nicht. Wer gab Arya den Dolch und wo? Bran am Baum beim ersten Wiedersehen! Die lange Nacht gabs auch früher schon, Wiederholung der Geschichte - mit Zerstörung dessen, was damals fälschlich als "Waffe" gegen die Ersten Menschen erschaffen wurde, dann aber nicht mehr kontrolliert werden konnte von den Kindern des Waldes. Und nun von den Menschen wieder aus der Welt geschaffen wurde...

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Manisch : : Moviejones-Fan
30.04.2019 10:13 Uhr
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Was den Tod des Nachtkönigs angeht, finde ich das mit der Klinge schon ganz interessant. Es ist doch der Dolch, mit dem gaaaanz am Anfang in Staffel 1 der Anschlag auf Bran versucht wurde, und dessen Besitzer über die Jahre immer wieder gewechselt ist.

Thema in GoT scheint ganz klar "Schicksal" zu sein. Prophezeihungen und Vorhersagen, die wahr werden. Leute, die eine ewig lange Reise hinter sich haben, nur um am Ende zu einem ganz bestimmten Ziel geführt zu werden. Das sagte Bran zu Theon, Melisandre zu Beric und eigentlich auch zu Arya und über sich selbst. Und dafür ist der Dolch sinnbildlich.

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

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