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Es war Cary Joji Fukunagas Pitch

Schräge Idee: "Keine Zeit zu sterben" nur in James Bonds Kopf

Schräge Idee: "Keine Zeit zu sterben" nur in James Bonds Kopf
1 Kommentar - Di, 21.04.2020 von R. Lukas
In einem alternativen Universum hätten wir "Keine Zeit zu sterben" inzwischen schon gesehen. Und in einem anderen alternativen Universum hätten wir eine völlig andere Version des Films gesehen...
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
Schräge Idee: "Keine Zeit zu sterben" nur in James Bonds Kopf

Bis zum 12. November müssen wir nun noch warten, um Daniel Craigs letzten James Bond-Film sehen zu können. Als alle noch dachten, Keine Zeit zu sterben würde Anfang April ins Kino kommen, ließ sich Regisseur Cary Joji Fukunaga von Filmemacherin Miranda July (Kajillionaire) interviewen und erzählte, wie sehr der Dreh geschlaucht hat. Ein ganzes Jahr lang war es für ihn fast ein Nonstop-Job: Während der Dreharbeiten habe es sich angefühlt, als hätte er aufgehört, sich wie ein Tier zu bewegen, und angefangen, langsam zu irgendeiner Art von leblosem Objekt zu werden, so Fukunaga. Er habe gespürt, wie sich sein Körper verformt habe. Zum Glück ist er mittlerweile wieder in den Normalzustand zurückgekehrt.

Zu Beginn hatte Fukunaga ein ziemlich verrückte Idee, und er schwört "bei Gott", dass es sein voller Ernst war: die Idee, dass Keine Zeit zu sterben komplett im Meteoritenkrater-Versteck von Ernst Stavro Blofeld (Christoph Waltz) aus Spectre spielen könnte. Im letzten Film gebe es ja diese Szene, in der eine Nadel in James Bonds Kopf gebohrt werde, wodurch er alles vergessen solle, erklärt Fukunaga. Dann entkomme er wie durch ein Wunder mithilfe einer Armbanduhr-Bombe, jage zusammen mit Madeleine Swann (Léa Seydoux) den ganzen Laden in die Luft und rette den Tag. Da habe er sich gefragt, was wohl wäre, wenn alles bis zum Ende des zweiten Akts von Keine Zeit zu sterben in Bonds Kopf stattfinden würde. Somit wäre das Spectre-Ende nur ein Traum gewesen, und Bond befände sich in Keine Zeit zu sterben immer noch in Blofelds Gewalt, ohne es zu wissen. Aber diese Idee war den Produzenten wahrscheinlich zu abgedreht, um sie ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

Auch auf Phoebe Waller-Bridges Beitrag zum Drehbuch ging Fukunaga ein. July fragte ihn, ob sie extra hinzugezogen wurde, um Keine Zeit zu sterben feministischer zu machen, was jedoch nicht der Fall gewesen sein soll: Zunächst einmal sei Barbara Broccoli, eine der Hauptproduzentinnen, entweder der erfolgreichste oder der zweiterfolgreichste weibliche Produzent. Feminismus sei etwas, das sie schon seit Jahrzehnten langsam hochgedreht habe. Die Idee, einen neuen weiblichen 00-Agenten einzuführen (wohl Lashana Lynchs Nomi), sei von Broccoli gekommen, und erst durch seine Zusammenarbeit mit ihr habe er erfahren, dass sie ein Spin-off mit Jinx, Halle Berrys Charakter aus Stirb an einem anderen Tag, habe machen wollen, sagte Fukunaga.

Die weiblichen Charaktere in Keine Zeit zu sterben - wer sie seien und wofür sie stehen - seien definitiv etwas gewesen, das Broccoli bereits im Sinn gehabt habe. Und Waller-Bridge, die unabhängig von ihrem Geschlecht eine brillante Autorin sei, aber sehr spaßige und ausgefeiltere weibliche Charaktere schreibe als momentan jeder andere, habe viele Ideen dazu eingebracht, wie man die schon vorhandenen Charaktere noch viel interessanter gestalten könnte.

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1 Kommentar
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Avengers5555 : : Moviejones-Fan
22.04.2020 22:03 Uhr
0
Dabei seit: 28.04.19 | Posts: 71 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Freue mich auf den letzten Bond Film mit Craig, werde ihn auch im Kino sehen.

Was ich leider befürchte : Ich möchte keinen Bond mehr sehen, der Amtsmüde ist, körperlich ein Wrack, seelisch genauso, die Vorgesetzten wollen ihn nicht mehr. Anfangs soll er ja auch noch im Ruhestand sein.

Egal ob Connery, Moore, Dalton, Brosnan, es gab Reibereien mit M, aber im Grossen und Ganzen war er der beste Spion, die 007 der Star unter den 00 Spionen.

Mit einem gewissen Humor schaffte er das Unmögliche.

Dieses er ist ein Wrack, gebrochen, am Ende, finde ich extrem langweilig. In Casino Royal war er dieser taffe Spion, eine Spur zu humorlos, aber kompromisslos, hart, zielorientiert.

Seitdem immer die gleiche Leier.

Dalton z. B. von Rache getrieben, wegen Felix Leiter, fand ich richtig gut. Auch wie er die anderen austrickste, genial. Ähnlich wie Connery in sag niemals nie, mit Humor und Tricks.

Auch lahmarschig finde ich, daß Bond immer wieder gefangengenommen wird, und dann frei kommt.

Als Bösewicht würde ich einem Gegner wie Bond immer zuerst kampfunfähig machen, ihm die Achillessehne durchschneiden und die Hände brechen. Oder ihm erstmal beide Augen ausstechen. Erst danach ihm meine Pläne verraten... wink

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