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Bestseller-Thriller mit Amy Adams

Tatsächlich: "The Woman in the Window" auf dem Weg zu Netflix

Tatsächlich: "The Woman in the Window" auf dem Weg zu Netflix
0 Kommentare - Fr, 08.01.2021 von R. Lukas
"The Woman in the Window" hat einen spitzenmäßigen Cast, in Joe Wright einen fähigen Regisseur und eine erfolgreiche Romanvorlage. Und doch läuft der weit verschobene (Ex-Disney-)Film nicht im Kino.
Tatsächlich: "The Woman in the Window" auf dem Weg zu Netflix

Wo ist The Woman in the Window abgeblieben, die Verfilmung des Thriller-Bestsellers "The Woman in the Window - Was hat sich wirklich gesehen?" von A.J. Finn? Eine sehr berechtigte Frage, sollte der Film (der letzte von Fox 2000) doch ursprünglich schon im Oktober 2019 rauskommen.

Dann kaufte Disney 20th Century Fox, und The Woman in the Window war einer der Fox-Titel, die infolgedessen in der Luft hingen - bevor der Kinostart auf Mai 2020 verschoben wurde, nachdem desaströse Testscreenings zu der Erkenntnis geführt hatten, dass Nachdrehs nötig wären. Dazu kam es auch, aber wie so viele andere Filme wurde auch dieser aufgrund der Pandemie wieder zurückgezogen. Schließlich hieß es im August letzten Jahres, Netflix sei im Gespräch, Disney den Film abzunehmen. Und tatsächlich, dort soll The Woman in the Window in der ersten Hälfte dieses Jahres streamen, womit die eingangs aufgeworfene Frage beantwortet wäre.

Im Film spielt Amy Adams die agoraphobische Kinderpsychologin Dr. Anna Fox, die allein in einem der alten New Yorker Sandsteinhäuser lebt, dieses wegen ihrer Phobie nie verlässt und sich mit einer Nachbarin von gegenüber anfreundet - nur um erleben zu müssen, wie ihr eigenes Leben auf den Kopf gestellt wird, als die Frau verschwindet und sie Fremdeinwirkung vermutet... Das eindrucksvolle Ensemble umfasst auch Julianne Moore, Jennifer Jason Leigh, Gary Oldman, Anthony Mackie, Brian Tyree Henry, Wyatt Russell (Operation - Overlord), Fred Hechinger (Neues aus der Welt) und Tracy Letts (Im August in Osage County).

Letztgenannter schrieb obendrein das Drehbuch, was offenbar kein Vergnügen war. Aber sein Skript war es, das Regisseur Joe Wright köderte: Er habe das Buch nicht gekannt, bevor er das Drehbuch gelesen habe, erzählt Wright. Und er sei begeistert und gespannt gewesen und habe wissen wollen, was als nächstes passieren würde. Die Arbeit von Letts bezeichnet er als "ziemlich originalgetreue Adaption" der Vorlage. Über die Nachdrehs sagt Wright, es habe einige Aspekte der Handlung gegeben, die die Leute ein bisschen verwirrend fanden - vielleicht zu unverständlich, würde er sagen. Also habe man noch mal Hand anlegen und bestimmte Aspekte klarer herausarbeiten müssen, aber man habe auch darauf geachtet, nichts zu sehr zu vereinfachen und zu deutlich zu machen. Es liege Spaß darin, nicht zu wissen, was vor sich gehe, gleichzeitig müssen man den Zuschauern allerdings auch etwas geben, an dem sie sich festhalten können, sie durch das Labyrinth der Mysterien und der Angst führen.

Jetzt ist Wright einfach sehr gespannt darauf, zu sehen, wie die Leute auf den Film reagieren. Er könne den Release kaum erwarten, meint er (verständlich, nach der langen Zeit). Und was sollen wir aus The Woman in the Window mitnehmen? Einen Sinn dafür, dass unsere Ängste uns einsperren können, hofft Wright. Dies sei eine Geschichte über eine Frau, der es gelinge, ihre eigenen Ängste zu überwinden und hinter sich zu lassen.


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