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Ouija 2 - Ursprung des Bösen

Manchmal kommen sie wieder

Ouija 2 - Ursprung des Bösen Kritik

1 Kommentar(e) - 20.10.2016 von Moviejones
Filmkritik

Ouija 2 - Ursprung des Bösen Bewertung: 3.5/5

Horrorfilme haben im vierten Quartal Hochkonjunktur und gerade zur Halloweenzeit sind sie stets der große Renner. Egal ob Sägespaß oder paranormale Aktivitäten, zur gruseligsten Zeit des Jahres kommt jeder Horrorjunkie auf seine Kosten. Während wir 2016 schon ein paar sehr gute Vertreter des Genres übers Jahr verteilt sahen, kann man natürlich annehmen, dass das Pulver schon verschossen ist und uns im Oktober nur noch die Resterampe erwartet. Mit Ouija 2 - Ursprung des Bösen sah es ganz so aus, als würde es so kommen - doch oha, unverhofft kommt oft.

Los Angeles Ende der 60er Jahre. Zusammen mit ihren beiden Töchtern hat Alice Zander (Elizabeth Reaser) ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt: Alice führt leichtgläubige Menschen an der Nase herum, indem sie ihnen übernatürliche Séancen vorgaukelt, während ihre beiden Töchter die Gegenstände effektiv zum Wackeln bringen und den Kontakt mit den Toten simulieren. Doch aus dem Spaß wird eines Tages bitterer Ernst, als Alice ein neues Ouija-Geisterbrett bekommt, welches echte magische Fähigkeiten besitzt. Zu spät erkennt sie, welche Gefahr von dem Brett ausgeht und mit welchen Mächten sie sich anlegt, als ihre jüngste Tochter Doris auch schon von den Geistern in Besitz genommen wird...

Ouija 2 - Ursprung des Bösen Filmkritik

Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel war im vergangenen Jahr bestenfalls als mittelmäßig zu bezeichnen und dementsprechend gering war die Erwartung an Ouija 2 - Ursprung des Bösen, das nun als Prequel die Vorschichte erzählt. Überraschenderweise ist die Fortsetzung besser als Teil 1 und das kommt äußerst selten vor. Und weil die Handlung sich etwa 50 Jahre vor dem ersten Film abspielt, kann man sich den Film ansehen, ohne auch nur den anderen Teil jemals gesehen zu haben. Zwar werden Kenner des Originals die eine oder andere Anspielung eher verstehen, aber einen großen Unterschied macht es nicht. Wer das Original kennt, sollte auf jeden Fall möglichst lang im Kinosessel verweilen.

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Getragen wird - und das ist für einen Horrorfilm keine Selbstverständlichkeit - der Film auch von seinen überzeugenden Darstellern. Während die Erwachsenen, allen voran Elizabeth Reaser, ihre Aufgabe sehr gut machen, sind es vor allem die Kinderdarsteller, die hier das Zünglein an der Waage sind. Regisseur Mike Flanagan achtete sehr darauf, dass es ein Gleichgewicht zwischen sinnvollen Charaktermomenten und effektiven Horrorsequenzen gibt, was Ouija 2 - Ursprung des Bösen von anderen Horrorfilmen positiv abhebt. Dies führt dazu, dass die Figuren nicht das übliche Schablonendasein führen, welches den meisten Horrorfilmen gemein ist.

Generell sind die Horrorelemente äußerst effektiv gesetzt, auch wenn der Film durch die PG-13-Freigabe etwas limitiert wird. Doch auch Ouija 2 ist nicht gänzlich ohne Fehler und gerade im großen Finale fällt das zuvor ausgebaute Konstrukt etwas in sich zusammen. Aus dem wirklich sehr guten Horrorfilm wird dann nur noch ein guter, der sich zu sehr am Standardrezept für Horrorfilme bedient und etwas den Mut der vorherigen Passagen vermissen lässt.

Ouija 2 - Ursprung des Bösen Bewertung

Für Ouija 2 - Ursprung des Bösen können wir eine ganz klare Empfehlung aussprechen, auch für jene die den Vorgänger nicht kennen oder gemocht haben. Zwar bedient sich Ouija 2 auch nur an vielen Stellen bei Genrestandards, setzt seine Schreckmomente aber so gut um, dass es ein tolles Erlebnis wird. Zudem driftet der Film gegen Ende sehr in die gewohnten Muster ab, aber bis dahin hat sich der Eintritt auf jeden Fall gelohnt. Es dürfte wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir mit diesem Ouija-Brett in Kontakt gekommen sind und nach diesem Ausflug freuen wir uns direkt darauf.



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Ouija 2 - Ursprung des Bösen Bewertung
Bewertung des Films
710
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sid
Gojira
20.10.2016 | 23:31 Uhr20.10.2016 | Kontakt
Jonesi

Ok, dann werde ich es zumindest im Heimkino nochmal probieren. Den ersten Teil fand ich teilweise (ich glaube, eher die erste Hälfte) ganz gut, aber insgesamt war ich enttäuscht.
Die US-Kritiker scheinen den zweiten Teil aber auch zu mögen, ebenso wie die meisten "Previewer".
So ein Brett ist ja eigentlich auch eine nette Horrorfilm-Vorgabe.