Andy Serkis: Was sein "Jungle Book" von Disneys unterscheidet!

"Planet der Affen"-Style eben

Andy Serkis: Was sein "Jungle Book" von Disneys unterscheidet!

14 Kommentare - Di, 25.07.2017 von R. Lukas - "Dschungelbuch" ist nicht gleich" Dschungelbuch". Andy Serkis setzt bei "Jungle Book - Origins" auf reale Umgebungen und Performance Capture.

Andy Serkis: Was sein "Jungle Book" von Disneys unterscheidet!

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Das Wettrennen der "Dschungelbücher" entschieden Disney und Regisseur Jon Favreau klar für sich, ihr The Jungle Book kratzte mit insgesamt eingespielten 966,5 Mio. $ sogar an der Milliardenmarke.

Warner Bros. reagierte prompt und verlegte Jungle Book - Origins (wohl nur der Arbeitstitel) erst um ein Jahr und dann noch mal ein weiteres auf Oktober 2018, um auf Distanz zum Disney-Hit zu gehen und Andy Serkis mehr Zeit zu geben, seine ambitionierte Vision umzusetzen. Dabei steht ihm Alfonso Cuarón mit Rat und Tat zur Seite, also jemand, der schon über etwas mehr Regie-Erfahrung verfügt. Serkis begrüßte diese Zwei-Jahres-Verschiebung auch. So dürfte sein Film wenigstens noch vor Favreaus The Jungle Book 2 fertig werden.

Wodurch er sich von der Konkurrenz abhebt, erklärt Serkis jetzt genauer. Ihre Version nutzt Performance Capture, was Disney nicht getan habe. Jungle Book - Origins wurde draußen in der Natur, an echten Drehorten in Südafrika gefilmt, und kommt nicht nur aus dem Computer. Eher wie ein Live-Action-Film, meint Serkis. Die Schauspieler spielen die Tiere, statt sie nur zu sprechen, darin liege in großer Unterschied. Einen Charakter wirklich zu verkörpern, voll und ganz von der Rolle Besitz zu ergreifen und sie von Anfang an mitzugestalten, das ist für Serkis schon was anderes. Und sein Film spielt wie das Buch in Indien zur Kolonialzeit, sei so gesehen also authentischer und näher an Rudyard Kiplings Welt. Außerdem soll Jungle Book - Origins weniger kinderfreundlich und düsterer als sein die bunte Disney-Verfilmung.

Bei der Besetzung nehmen sich beiden nicht viel. Mit Serkis als Balu, Christian Bale als Baghira, Benedict Cumberbatch als Shir Khan, Cate Blanchett als Kaa, Naomie Harris als Nisha, Tom Hollander als Tabaqui, Eddie Marsan als Vihaan und anderen ist auch Jungle Book - Origins hervorragend aufgestellt. Mogli wird von Rohan Chand (Bad Words) gespielt.

Quelle: Screen Rant

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bartacuda
Mitternächtlicher Haijäger
Geschlecht | 26.07.2017 | 11:04 Uhr26.07.2017 | Kontakt
Jonesi

@Duke

Vielen dank.

@Duck

Ich weiß nicht, ob man das unbedingt als kreativlos bezeichnen kann. Denn Kreativität zeichnet sich ja nicht nur durch das "was" wie zB. eine neue innovative Geschichte aus, sondern auch durch das "wie". Bleiben wir beim Dschunglebuch. Ich finde Disney hat mit seiner (nahezu) 1:1 Adaption des eigenen Zeichentrickfilms sehr wohl Kreativität gezeigt, obwohl sich in der Geschichte gar nichts verändert hat. Und eine solche Kreativität in der Inszenierung erhoffe ich mir auch bei Serkis, was mich zu den optimistischen Stimmen zählen lässt. Hinzu kommt, dass er definitiv eben nicht "Disneys - Dschungelbuch", sondern Kiplings Dschungelbuch erzählen möchte. ich bin mir sicher, wir werden trotz Namensgleichheit und gleicher "Vorlage" am Ende 2 deutlich unterschiedliche Filme haben. Zeitnahe "Doppelgänger" hat es in den letzten Jahren immer mal wieder gegeben. Aber als Positivbeispiel fällt mir zB Tombstone vs Wyatt Earp ein. Auch wenn ich persönlich Riesenfan von Tombstone bin, findet der Costner Earp seine ganz eigenen Ansätze/Schwerpunkte, die m.M.n. dazu beitragen, dass beide Filme sehr gut nebeneinander bestehen können.

@TiiN

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie sich Christian Bale auf allen Vieren im Motion Capture Anzug vor der Kamera bewegt.

Das Bild habe ich auch seit gestern im Kopf :-)

... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 26.07.2017 | 08:18 Uhr26.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Vielleicht geht es nicht um die Ergebnisse und ich bin ja ebenfalls der Meinung, dass Serkis etwas wunderbares schaffen kann. Aber ich bin doch erstaunt, dass es so viele optimistische Stimmen gibt. Immer wieder wird Hollywood doch Kreativlosigkeit und der fehlende Mut vorgeworfen. Tarzan, Robin Hood, King Arthur, Comicverfilmungen, Teil X einer Reihe, Spin-off - eigentlich kann man dies immer wieder lesen. Wenn dann zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Jahren wieder ein Dschungelbuch in den Kinos erscheint, dann ist dies für mich schon besagte Kreativlosigkeit und fehlender Mut. Vor allem da kurz danach Disney wieder mit einem Dschungelbuch-Film erscheinen wird^^
Wie gesagt, dem Normale ist es ziemlich egal, ob der Film sich nun näher an die Vorlage halten wird, vor allem da der Disney-Zeichentrickilm eben für viele seit seinem Erscheinen als "Vorlage" gilt. Ich erinnere nur mal an die Verfilmung von WB letztjährigem Tarzan oder dem diesjährigem King Arthur, die trotz neuen Ansätzen und anderer Herangehensweise bei den Zuschauern durchfielen. Ist nur meine Meinung, aber Serkis hätte ruhig noch etwas warten können damit, oder er hätte eben schneller sein sollen^^ So sieht es eben ziemlich unglücklich aus.

theduke
Moviejones-Fan
Geschlecht | 25.07.2017 | 23:02 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

@Bart Hut auch von meiner Seite.

Verstehe hier bei manchen Usern nicht, warum ein Film ohne Mowgli gewünscht wird. Oft lese ich News wo gerade User Kritik üben, wenn ein Studio sich nicht an die Romanvorlage halten, aber hier wünscht man sich genau das Gegenteil? Muß ich nicht verstehen. Das Dschungelbuch hat den Grundstoff eines Babys das von Wölfen aufgezogen wird, und im Vordergrund die engl. Kolonialherrschaft in Indien behandelt. Disney (so sehr ich den Trick.- und Realfilm liebe) hat das Thema verniedlicht und für Kinder umgeändert. Bitte liebe User, wenn ihr schon nicht das Buch kennt, so guckt euch doch mal den alten Klassiker von 1942 an.

Warner Bros könnte hier aber genau das gleiche wieder passieren, wie bei ihren DC Filmen, und zwar das sie gepennt hatten. WB hatte doch Zeitgleich mit Disney damals ihr DB angekündigt und ich finde sie hatten den Mut nicht um es zu versuchen, denn kaum ein Kind kennt das Buch, weil meißt nur die Disney Variante bekannt ist. Hoffe Warner verbockt das nicht genauso wie sein Tarzan.

Wer denkt im Internet kann man Punkte erlangen um der Größte zu sein, der ist im realem Leben oft der Kleinste.
TiiN
Pirat
Geschlecht | 25.07.2017 | 21:54 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Es kommt nicht darauf an, ob Serkis Verfilmung die von Disney schlägt und mehr einspielt. Tatsächlich scheint mir Andy Serkis einen durch künsterlischen und erzählierischen Anspruch bei seinem Projekt zu haben und das ist enorm wichtig und viel mehr Wert, als ein überragendes Einspielergebnis.

Solang der Film einen kleinen finanziellen Gewinn erwirtschaftet und man erzählerisch und atmosphärisch etwas neues vermitteln konnte, ist das absolut gerechtfertigt. Ich freue mich drauf.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie sich Christian Bale auf allen Vieren im Motion Capture Anzug vor der Kamera bewegt. laughing

bartacuda
Mitternächtlicher Haijäger
Geschlecht | 25.07.2017 | 15:54 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

@Elwood

Stell dir vor, wie effizient wir sein könnten, wenn wir uns absprechen :-)

Danke für den Hut!

... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
Rafterman
Moviejones-Fan
25.07.2017 | 15:17 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2017 15:20 Uhr editiert.

Die Dschungelbuch Disneyversion war ja nicht schlecht, aber wie bei die Schöne und das Biest wird die Realverfilmung sicher besser ohne Disney. Disney ist was Märchen angeht nicht grade für ihren Anspruch bekannt. Vor allem hat Disney auch 3 Jahre später die Geschichte neu verfilmt.

Ich sage immer die Wahrheit, sogar wenn ich lüge!

Elwood
Moviejones-Fan
25.07.2017 | 15:06 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2017 15:18 Uhr editiert.

Naja, das Disney-Dschungelbuch hat in beiden Versionen, außer der Charaktere und der Grundproblematik, wenig mit dem Mowgliteil der Buchvorlage gemein. Es ist durchaus möglich, hier einen Kontrapunkt zu setzen und ich hoffe, dass es so geschehen wird. Ich bin gespannt, was Serkis auf die Leinwand bringen wird.

@bartacuda

Ich hasse es, zweiter zu sein! Lasse meinen Post aber einfach mal so stehen. Doppelt hält besser. . . Und für den Ersten gibts nen Hut!

"Sind Sie von der Polizei?" - "Nein Ma’am, wir sind Musiker!"

bartacuda
Mitternächtlicher Haijäger
Geschlecht | 25.07.2017 | 14:55 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi
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@Tim

Auch wenn es noch andere Geschichten gibt, sind die 3 Bücher über Mowgli schon Kern der Dschungelbücher. Von daher wird man um die Mowgli-Geschichte wohl nicht herum kommen. Im Gegensatz zu Disney würde ich mir wünschen, dass Serkis dichter an der Vorlage bleibt.

Disney hat hat sich ja mehr oder weniger aus Teilen der Geschichten eine neue "konstruiert".

Ich bin gespannt, was draus wird

... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
MobyDick
Moviejones-Fan
25.07.2017 | 13:24 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Hmm, hatte mir eigentlich auch mehr erhofft als nur die gleiche Geschichte in düster und mit Motion Capture. So klingt das für mich dazu verdammt, als teures mißlungenes Experiment in die Geschichte einzugehen...

Dünyayi Kurtaran Adam
luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 25.07.2017 | 12:23 Uhr25.07.2017 | Kontakt
Jonesi

Jetzt mal ganz unabhängig vom Film, auf den ich mich weitherin freue, finde ich es gerade viel bemerkenswerter, dass mich MJ mit dem Artikel in deutscher Sprachgeschichte lehrt.

Es heißt tatsächlich "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" und das nicht ohne Grund!

http://www.zeit.de/2012/44/Stimmts-Redensart-Rechtsprinzip

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"


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