Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

Aladdin

Kritik Details Trailer Galerie News
Redundant und doch verkannt

Aladdin Kritik

Aladdin Kritik
7 Kommentare - 22.05.2019 von Moviejones
Wir haben uns "Aladdin" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Aladdin

Bewertung: 3.5 / 5

Im Zuge der Disney-Live-Verfilmungen macht auch Aladdin keine Ausnahme und so wird der Zeichentrickklassiker schwungvoll mit neuem Anstrich zurück auf die große Leinwand gebracht. Die Besetzung hatte einiges an Kritik einstecken müssen, speziell der blaue Will Smith sah sich Häme gegenüber nach den ersten Trailern, doch das Ergebnis ist weit weg von Peinlichkeit. Eine solide Märchenerzählung, bei der jedoch ein Regisseur wie Guy Ritchie deplatziert wirkt.

Aladdin Kritik

Straßenräuber Aladdin () läuft bei einem seiner täglichen Streifzüge durch Agrabah per Zufall einer jungen Frau über den Weg, die in Schwierigkeiten steckt. Beide freunden sich an und es stellt sich heraus, dass es sich um Prinzessin Jasmin () handelt, die ihrem trostlosen Dasein im Palast entflohen ist. Dort regiert der Sultan gütig über das Land, doch Großwesir Dschafar () spinnt Intrigen hinter dessen Rücken und will zudem eine wundersame Lampe in seinen Besitz bringen, die ihn unfassbar mächtig machen kann. Dumm nur, dass Aladdin flink und gerissen ist und sich damit dessen Traum, Prinzessin Jasmin zu erobern, in greifbare Nähe rückt...

Trailer zu Aladdin

Eine der berühmtesten Geschichten aus Tausendundeiner Nacht erhält einen frischen Anstrich. Und das Ergebnis dürfte besonders Familien und Kinder entzücken, denn das wunderschöne Märchen mit dem so typisch guten Ende wurde schwungvoll und mit kleineren Abweichungen neu verfilmt. Dabei hätte es diese Neuauflage von Aladdin nicht wirklich zwingend gebraucht, verzaubert das Original von 1992 noch immer und besticht mit einigen der tollsten Disney-Songs aller Zeiten.

Will Smith ist sich jedenfalls der Fußstapfen bewusst, in die er tritt, und die einst mit Robin Williams sehr groß gesetzt wurden. Der war zwar nur die Stimme des Dschinnis, aber das so perfekt, dass die Figur von vielen so liebgewonnen wurde, welche auch im Deutschen durch Williams Standardsprecher Peer Augustinski perfekt wirkte. Jaden Smith überzeugte seinen Vater, das Angebot anzunehmen und auch wenn die Trailer im ersten Moment auf viele etwas lächerlich wirkten, ist Smith einer der Showrunner in Aladdin. Sein Dschinni macht was her, ist witzig, charmant und stemmt natürlich auch viele der berühmten Songs - und dennoch reißen diese nicht so mit wie einst.

Warum darf man sich fragen und das liegt neben dem fehlenden Premiereneffekt auch an der hohen Künstlichkeit des Films, die man in vielen Szenen spürt, bei den Songs und auch immer mal wieder beim Blick in die Ferne. Ob Agrabah, die Höhle, der Teppichflug, manches in der Parade ... von Disney erwarten wir tatsächlich mehr hochklassige CGI, die realistischer anmutet. Auch wenn Märchen ruhig etwas künstlich daherkommen können, sollte ein Flug hoch in der Luft heutzutage echter wirken, und das hat Game of Thrones zuletzt schon im TV besser bewiesen.

An anderer Stelle ist kein Vorwurf zu machen und das betrifft vor allem die beiden Hauptdarsteller. Sowohl als auch glänzen in ihren Rollen und zeigen neben Smith eine wahre Spielfreude. Sehen wir davon ab, dass die schwungvolle Fluchtszene zu Beginn etwas unglücklich Massoud und dessen Stuntdoubles zusammenschneidet. Viele Szenen konzentrieren sich auf den Dschinni und dennoch schafft es Aladdin, auch Prinzessin Jasmin mehr Profil mit auf den Weg zu geben - eine dieser Anpassungen, die Disney seinen Realverfilmungen mitgibt, um sich etwas vom Trickfilmoriginal zu unterscheiden.

Nur hat diese wunderschöne Filmnahostwelt nichts mit der Realität zu tun, wo Frauen nicht einfach Kopf eines Staates werden können und auch Herrscher selten philanthrop sind. Alles natürlich ein Märchen, das von vermeintlich besseren Zeiten erzählt und zum Träumen anregen soll, aber wenn wie hier realistische Ideale Einzug halten - Frauen wollen auch gehört werden, glaube an dich, du erreichst dein Ziel, wenn du du selbst bleibst - man sich aber an die (zumeist) ernüchternde Realität erinnert, kippt das schöne Konstrukt.

Wenn wir aber schon märchen- und klischeehaft unterwegs sind, sollte auch der Gegenspieler eine wahre Bösewicht-Visage erhalten. Hier wurde mit leider zu wenig gewollt, der zwar sein Bestes gibt, um Dschafars Rolle zu füllen, aber eben nicht an den verbitterten, verhärmten Unhold aus dem Original heranreicht. Und wo wir schon bei Fehlbesetzungen sind: Wo bleibt der typische Lausbubencharme eines Guy Ritchie? Er kann seinen Stil in dieser Adaption nicht ausleben und so hätte diesen Job jeder versierte Regisseur machen können. Er wirkt verschwendet, wie schon Tim Burton bei Dumbo Anfang des Jahres.

Es ist dennoch schade, dass das Embargo für die Veröffentlichung von Filmkritiken so eng gesetzt wurde, denn bei dieser Strategie schwingt oft mit, dass der jeweilige Verleih wenig Vertrauen in sein Produkt hat. Und da tun auch die Schwärmereien und Lobeshymnen keinen Abbruch, die auf dem Presseevent in Berlin und andernorts zu hören waren. Alles in allem ist Aladdin aber besser geworden als erwartet, auch wenn es diesen Film nicht braucht. Es ist und bleibt ein typischer Disney-Film, der auf zwei Stunden gestreckt erzählt, dass schon irgendwie alles gut ausgehen wird, wenn man an sich glaubt und sich treu bleibt. Wir sind zwar mit Dschafar nicht warm geworden, aber Aladdin selbst mit seinem frechen Straßenjungen-Charme hat uns gut gefallen, auch Jasmin ist sehr sympathisch besetzt. Im Grunde ist es genau dieselbe Story, die wir alle schon kennen, und bis auf Jasmines letzten ergreifenden Song sind vor allem die beliebten Dschinni-Songs nur ok - visuell cool, aber mehr auch nicht. Andererseits wird man mit Smith als CGI-Dschinni warm und das ist das größte Kompliment nach den Trailern und Robin Williams.

Aladdin Bewertung
Bewertung des Films
710
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

Queen & Slim Kritik (Redaktion)

Mörder und Helden

Poster Bild
Kritik vom 11.12.2019 von Moviejones - 0 Kommentare
Das Kinodebüt Queen & Slim der zweifachen Grammy-Gewinnerin Melina Matsoukas besticht durch zwei herausragende Hauptdarsteller. Daniel Kaluuya (Get Out) und Jodie Turner-Smith (Nightflyers) werden in einen Albtraum geschleudert, brüllend aktuell, und nehmen den Zuschauer mit ...
Kritik lesen »

Jumanji - The Next Level Kritik (Redaktion)

Bleibt sich treu

Poster Bild
Kritik vom 10.12.2019 von Moviejones - 11 Kommentare
Auch wenn Jumanji - The Next Level nicht von dem Überraschungsfaktor profitieren kann, der Jumanji - Willkommen im Dschungel vor zwei Jahren zu einer witzigen Ausnahmeerscheinung machte, so ist das Ergebnis dennoch auf dem gleichen Erlebnisniveau. Die Story folgt ähnlichen Bahnen, der Zusc...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
7 Kommentare
Avatar
Jool : : Odins Sohn
24.05.2019 10:27 Uhr
0
Dabei seit: 20.02.13 | Posts: 933 | Reviews: 0 | Hüte: 70

@MisfitsFilm: Da meine Kinder noch nicht einmal den Zeichentrickfilm mögen (diese Brut ^^),

Hahaha, das kann ich sehr gut nachvollziehen laughing ich schnapp mir immer die Kinder von Freunden und geh mit ihnen in die ganzen Kinderfilme (natürlich nur für sie, nicht weil ich die Filme auch sehen möchte tongue-out). Auf die ganzen Animationsfilme fahren sie natürlich total ab, aber alle alten Zeichentrickfilme inklusive deren Realverfilmungen interessieren sie überhaupt nicht... schrecklich diese Generation^^ Tja, werd ich eben ohne meine Alibi-Kinder gehen müssen, und mit meiner Frau den Altersschnitt etwas anheben..

@Duck: Und fand es für einen Familienfilm zu creepy wenn ein alter Knacker ne junge hübsche Dame anbaggert?

Den jungen Dschafar find ich auch dämlich. Allerdings könnte das nach der ganzen #metoo Problematik eventuell wirklich ein Grund gewesen sein..

Zur Kritik: Ist in etwa das was ich mir erwartet habe und reicht mir eigentlich auch. Gegen Smith hab ich von Anfang an nichts gehabt, konnte ich mir immer gut als eigenständige Interpretation, die sich von Williams abhebt, vorstellen.

Obwohl ich sonst meistens gegen ("unnötige") Remakes bin, bei den ganzen Zeichentrickklassikern stört es mich absolut nicht. Klar ist das leicht verdientes Geld für Disney und spricht nicht unbedingt für Kreativität, aber mich holen sie damit ab. Ich will ja sogar, dass es so weit wie möglich ein 1:1 Remake vom Zeichentrick ist, bis hin zu allen Liedern^^

Einzig König der Löwen zündet bei mir bislang nicht so richtig.. da wirken die Tiere zu realistisch, was auf Kosten der Mimik geht. Zumindest was man bisher im Trailer gesehen hat..

Avatar
Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
24.05.2019 07:57 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 7.493 | Reviews: 40 | Hüte: 454

Klingt ja deutlich besser als erwartet und die Häme kann ich in den Kommentaren nicht verstehen. Vieles was man in der Kritik zu lesen bekommt, kann man wohl einfach Copy-Paste in jede Realverfilmung hineinpacken.
auch wenn es diesen Film nicht braucht kann man wohl so stehen lassen. Über Sinn und Zweck dieser Verfilmungen wurde genug geredet und wenigstens die Disney-Fans sowie das Zielpublikum sind damit schon sehr zufrieden.

ist Smith einer der Showrunner in Aladdin. Sein Dschinni macht was her, ist witzig, charmant und stemmt natürlich auch viele der berühmten Songs.
Sowohl Mena Massoud als auch Naomi Scott glänzen in ihren Rollen und zeigen neben Smith eine wahre Spielfreude.
Hah!
Bin gespannt was die Hater nun zu meckern haben.

Zu den Schwächen:
Das mit Dschafar war abzusehen, selten dämliche Entscheidung die ich nicht verstehen kann. Vielleicht wollte man sich zu sehr vom Original entfernen? Und fand es für einen Familienfilm zu creepy wenn ein alter Knacker ne junge hübsche Dame anbaggert?

Die Spezial-Effekte scheinen dann mehr als enttäuschend zu sein. Und hier frage ich mich dann, weshalb Disney tatsächlich in einem Jahr (!) Dumbo, Aladdin und Lion King gleichzeitig ins Kino bringen musste. Deprimierend, wenn man bedenkt welch großartiges CGI Lion King haben wird oder wie toll Avengers-Endgame aussah.
So scheint es dann, dass man tatsächlich aufgrund der ersten Hasswelle kein Vertrauen mehr in das Produkt hatte und nicht mehr Geld da rein stecken wollte. Vor allem da das Marketing doch momentan ziemlich wenig präsent ist.

Zu Guy Ritchie: Die Verfolgungsjagd in den Trailern hatte Ritchie-Charme. Ansonsten sah dies von Anfang nicht nach ihm aus. Wenn dies bei Dumbo schon der Fall war, könnte man auch reine Auftragsarbeiter einstellen, da braucht es keine bekannte Namen.

Letztendlich genau das was ich mir erwartet habe und ich denke, der Film wird seinen Weg im Box-Office machen, wenn das Publikum endlich akzeptiert, dass Robin Williams leider nicht zurückkehren konnte.

Avatar
MisfitsFilms : : Santa
23.05.2019 09:48 Uhr
0
Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 2.034 | Reviews: 0 | Hüte: 67

Mit 3 Hüten hatte ich schon gerechnet. Schön geschriebene Kritik.

Ich bin großer Fan des Zeichentrickfilms, von Williams sowieso aus einigen Gründen. Da meine Kinder noch nicht einmal den Zeichentrickfilm mögen (diese Brut ^^), kann ich mir den Kinoeintritt mit ihnen auch sparen.

Aber irgendwann wird er auf Amazon gesichtet sobald er im Prime Angebot ist

Avatar
ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
23.05.2019 08:02 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 14.299 | Reviews: 3 | Hüte: 292

Ich denke sowas in der Art werden wir in Zukunft noch öfter lesen, vor allem bei den Trailern zum König der Löwen kommt mir dieser Gedanke immer wieder

@ Shred: also wenn alles lieblos gemacht wird, wie KdLw dann ja. Bisher hab mir die realverfilmung von Disney kein bisschen zugesagt. Entweder sind die langweil ?! Die Schöne und das beast/Dschungelbuch oder Reiz mich von der Trailer her nicht, wie KdL, Dumbo v Aladdin. Na ja... zum Glück hat Disney disney+ erstellen smile

Avatar
Shred : : Moviejones-Fan
23.05.2019 07:22 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.13 | Posts: 1.192 | Reviews: 6 | Hüte: 69

Also quasi eine Kritik wie sie zu fast jeder Realverfilmung eines Disney Klassikers passt. Nett, aber unnötig. Ich denke sowas in der Art werden wir in Zukunft noch öfter lesen, vor allem bei den Trailern zum König der Löwen kommt mir dieser Gedanke immer wieder

Avatar
ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
22.05.2019 21:54 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 14.299 | Reviews: 3 | Hüte: 292

Wo bleibt der typische Lausbubencharme eines Guy Ritchie? Er kann seinen Stil in dieser Adaption nicht ausleben und so hätte diesen Job jeder versierte Regisseur machen können. Er wirkt verschwendet, wie schon Tim Burton bei Dumbo Anfang des Jahres.

Hah!

Avatar
Manisch : : Moviejones-Fan
22.05.2019 20:53 Uhr
0
Dabei seit: 19.10.18 | Posts: 563 | Reviews: 8 | Hüte: 22

Gibt es in dem Film eigentlich Elefanten?

Leute, nutzt mehr Ecosia statt Google!

Forum Neues Thema