AnzeigeN
AnzeigeN

Captain Marvel 2 - The MarvelS

Kritik Details Trailer Galerie News
Da wird doch die Katze verrückt

Captain Marvel 2 - The MarvelS Kritik

Captain Marvel 2 - The MarvelS Kritik
154 Kommentare - 08.11.2023 von Moviejones
Wir haben uns "Captain Marvel 2 - The MarvelS" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Captain Marvel 2 - The MarvelS

Bewertung: 4 / 5

Marvel in der Krise. Projekte werden gecanncelled, verschoben oder komplett überarbeitet. Ein storybedingter roter Faden ist seit längerem kaum zu erkennen. Aus den einst erwarteten Hits sind inzwischen befürchtete finanzielle Flops geworden. Kann Captain Marvel mit ihrem neuen Film Captain Marvel 2 - The MarvelS das MCU in dieser schwierigen Lage retten? Wahrscheinlich nicht, lohnen tut sich ihr neues Space-Abenteuer aber trotzdem.

Captain Marvel 2 - The MarvelS Kritik

Carol Danvers hat sich ihre Identität von den Kree zurückgeholt und Rache an der obersten Intelligenz geübt. Unbeabsichtigter Weise lud Carol damit jedoch die Schuld auf ihre Schultern, das Universum de-stabilisiert zu haben. Als ihre Pflichten sie zu einer Wurmlochanomalie führen, die mit einem Kree-Revolutionär zu tun hat, führen ihre Kräfte sie zu einem ihrer Superfans, Kamala Khan aka Ms. Marvel und zu ihrer Nichte Captain Monica Rambeau. Gemeinsam muss dieses Trio lernen, als The Marvels zusammenzuarbeiten und das Universum zu retten.

Trailer zu Captain Marvel 2 - The MarvelS

Captain Marvel 2 - The MarvelS ist wohl der Film, der am deutlichsten zeigt, welch Alarmstimmung bei Marvel Studios derzeit vorherrschen muss. Und wir meinen nicht den Film an sich, sondern das große Drumherum. Zuletzt sah man vor allem durch die Trailer, welche mit Rückblenden von Iron Man, Captain America und Thanos und entsprechende Zitate aus dieser "guten alten Zeit" aufwarten, wie versucht wird, Stimmung für den neuen Film zu generieren. Das Problem: Diese Szenen und Zitate haben alle nichts mit dem fertigen Produkt zu tun, wodurch diese Marketingmasche noch ersichtlicher wird. Und welcher Moment, wie die Trailer ankündigen, alles verändern wird, ist uns nach dem Film auch noch nicht so wirklich klar.

Ein weiteres Indiz für die Panik bei Marvel ist der Zeitpunkt diese Kritik. Die Pressevorführung fand erst einen Tag vor dem Kinostart statt und Filmkritiken dürfen sogar erst am Tag des Kinostarts selbst veröffentlicht werden. Sogar erste Reaktionen in den sozialen Medien unterliegen einem Embargo bis zum Tag des Kinostarts. Man möchte offenbar nicht, dass auch nur irgendetwas Negatives den Start des Films beeinflusst und hofft wohl, dass mögliche negative Kritiken gar keine Beachtung mehr finden, indem sie erst herauskommen dürfen, wenn der Film schon läuft und die Kinotickets längst gekauft wurden.

Dass die Prognosen für Captain Marvel 2 - The MarvelS dabei nicht unbedingt gut sind, wird der Panik bei Marvel sicher keine Abhilfe verschaffen. Man spürt durch diese Maßnahmen deutlich das gesunkene Selbstbewusstsein des einst so erfolgreichen Studios. Und jetzt kommt der ganz große Twist in dieser Angelegenheit: Dies alles ist vollkommen unnötig, denn mit Captain Marvel 2 - The MarvelS hat man einen wirklich kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Film abgeliefert.

Er wird das MCU sicher nicht von Grund auf zu neuem Glanz verhelfen und leidet durchaus unter dem einen oder anderen Problem, grundsätzlich hatten wir aber eine wirklich gute Zeit im Kino und wurden einige Male sogar positiv überrascht. Tatsächlich gefällt uns die Fortsetzung wesentlich besser als Captain Marvel und auch Brie Larson liefert hier ihren bisher besten Auftritt im MCU ab.

Doch bevor wir zu euphorisch werden, blicken wir auf einige Probleme des Films. Denn auch Captain Marvel 2 - The MarvelS weist die typischen MCU-Krankheiten auf, z.B. wenn es um das tauschen der Plätze der drei Titelhelden durch Nutzung ihrer Kräfte geht. Dies verursacht einige wirklich unterhaltsame Szenen und wird auch in den Actioneinlagen gut genutzt. Jedoch wird nie so wirklich klar, nach welchen Regeln dies verläuft. Mal tauschen sie die Plätze, wenn sie ihre Kräfte nutzen, und ganz oft wiederum nicht, obwohl sie es eigentlich sollten. Der Film ist hier sehr inkonsequent. Genau wie bei den Kräfteverhältnissen. Ausgehend von ihren bisherigen Auftritten, gehört Captain Marvel zu den stärksten Wesen im Universum. Dennoch zieht sich ein Kampf gegen einige wenige einfache Fußsoldaten erstaunlich lange hin.

Der Film führt die neuen Helden Monica Rambeau und Ms. Marvel ein. Hier zeigt sich erneut das Problem des MCU und seinen Serien, denn wer WandaVision und Ms. Marvel nicht gesehen hat, könnte sich hier etwas verloren fühlen. Der Film stellt die Figuren zwar in Kürze nochmal vor, im Grunde will man aber, dass der Zuschauer die Serien gesehen hat. Vor allem bei Monica stellt dies ein Problem dar, da viele Zuschauer im Kino nicht direkt verstehen werden, was genau ihre Verbindung zu Captain Marvel ist und dadurch viel Emotionalität verloren geht. Und das ist schade, denn Teyonah Parris macht einen guten Job und auch ihre Chemie mit Larson ist wirklich gut.

Leider gehört auch, mal wieder, der Bösewicht des Films zu den Schwächen. Zawe Ashton hat als Dar-Benn leider nicht viel zu tun und fällt im Grunde nur mit dem immer gleichen Gesichtsausdruck auf. Sie bekommt zwar eine durchaus nachvollziehbare und eigentlich auch interessante Motivation mit auf den Weg, doch wird viel zu wenig daraus gemacht. Selbst für MCU-Verhältnisse ein ganz schwacher Bösewicht.

Doch kommen wir jetzt zu einigen positiven Aspekten, denn davon gab es tatsächlich einige. Recht früh im Film hat uns eine kleine, aber sehr wichtige Szene sogar begeistert. Denn seien wir doch mal ehrlich: Vieles in solchen Filmen ergibt keinen Sinn. Das Problem ist, dass die meisten Filme dies nicht ansprechen und auch Ignoranz dem Zuschauer gegenüber demonstrieren. Hier aber wird mit einem nur kurzen Satz deutlich gesagt: Ja, wir wissen, dass dies eigentlich keinen Sinn ergibt, aber hey, das ist ein unterhaltsamer Superheldenfilm, also lehnt euch zurück und habt einfach Spaß. Und mehr braucht es manchmal nicht, um einiges an Ungereimtheiten zu verzeihen. Von diesem Moment an waren wir drin und haben die Show einfach genossen. Dieser kurze Moment hatte schon fast Deadpool-Niveau. Und später sollte es sogar noch so einen geben. In vielen Filmen wünscht man sich so eine Szene, hier gab es sie.

Die Action haben wir schon positiv erwähnt. Gerade mit dem ständigen hin- und herwechseln der Figuren erhält man ein neues Element, was für reichlich Unterhaltung und Abwechslung sorgt. Der Film bietet jedoch auch ruhige Momente und gerade in der ersten Hälfte des Films auch einige schöne Weltraumszenen. Generell ist dies vor allem ein Space-Abenteuer mit gefühlt mehr Weltraumszenen als in der letzten Star Wars-Trilogie.

Ebenfalls positiv erwähnen wollen wir, dass der Film sich nicht in den Effekten verliert, sondern den Fokus stets auf die Figuren legt, besonders auf die titelgebenden The Marvels. Auch wenn sie immer noch im Mittelpunkt steht, so kommt Captain Marvel selbst fast etwas zu kurz. Man schafft es hier aber endlich, ihrer Figur mehr Charakter und Tiefe zu verleihen. Was macht Superman von 1978 bis heute so gut? Er thematisiert die Menschlichkeit eines fast schon göttlichen Wesens und vor allem mit dem Tod seines Erden-Vaters zeigt er diesem Helden die Grenzen seiner Macht auf. Captain Marvel 2 - The MarvelS geht nicht so weit und ist auch weit davon entfernt, in derselben Liga zu spielen, aber er zeigt Ansätze genau dessen. Captain Marvel muss sich hier vor allem mit den Konsequenzen ihre vergangenen Taten auseinandersetzen und wird emotional verletzlich gezeigt. Man merkt, dass Brie Larson deutlich Spaß hatte, sie geht in ihrer Rolle voll auf, mehr noch als in ihren bisherigen Auftritten.

Allen die Show stiehlt aber Iman Vellani als Ms. Marvel. Es dauert nicht lange und man hat sie ins Herz geschlossen. Dabei ist es schwer zu sagen, ob sie die Begeisterung ihrer Figur, endlich an der Seite ihres großen Idols zu sein, nur spielt oder ob das die echte Begeisterung von Vellani selbst ist, die schon lange vor ihrem Casting ein großer Fan war und für die spätestens mit diesem Film ein Traum in Erfüllung geht. Ihre Begeisterung ist in jedem Fall ansteckend. Auch sorgt sie für einige richtig gute Lacher.

Was ebenfalls stimmt ist die Chemie zwischen den drei Titelhelden. Es ist geradezu spürbar, wie gut sie sich verstehen. Lächeln sie sich an, wirkt dieses Lächeln nicht gespielt. Es ist diese Chemie, welche den ganzen Film trägt und Captain Marvel 2 - The MarvelS zu etwas wirklich besonderem macht. Dieses Trio macht Laune!

Für Irritation könnte Samuel L. Jackson als Nick Fury sorgen. Nicht, dass er schlecht spielt. Er ist cool, stets der Boss im Raum und derjenige, der alle zusammenhält. Also der Fury, wie wir ihn aus den ersten Phasen her kennen. Etwas Älter vielleicht. Doch irgendwie will das nicht mit den Ereignissen aus Marvels Secret Invasion zusammenpassen, die weder erwähnt werden, noch irgendeine Rolle spielen. Noch verwirrender wird es, wenn die Skrull ins Spiel kommen. Spätestens hier passt nichts mehr zusammen.

Kurz zu der Tatsache, dass wir es hier mit drei weiblichen Superhelden zu tun haben: Der Film ist nicht woke und es wirkt auch nicht erzwungen. Tatsächlich macht die Zusammenstellung dieser drei Heldinnen inhaltlich einfach Sinn und es funktioniert richtig gut.

Es gibt noch eine Figur, welche nahezu jede Szene stiehlt, in der sie drin ist: Goose, die Katze, bzw. Flerken. Sie bekommt in Captain Marvel 2 - The MarvelS eine etwas größere Rolle und ist mehr als nur ein einfaches Haustier. Vor allem zu Beginn ist sie gar der Teampartner von Captain Marvel und begleitet sie auf Missionen. Und auch später wird Goose noch sehr wichtig. Katzenliebhaber werden ihre Freude haben.

Einen ganz großen Pluspunkt erhält der Film für seine Laufzeit, die ist mit 105 Minuten nämlich verdammt kurz für einen modernen Blockbuster. Doch wir begrüßen dies sehr. Warum muss mittlerweile jeder Film um die 150 Minuten gehen? Captain Marvel 2 - The MarvelS zeigt die Vorteile einer eher kurzen Laufzeit. Der Film hält sich nicht lange mit einer Einleitung auf und lässt die Handlung sehr schnell Fahrt aufnehmen. Auch gibt es kaum Längen, das Tempo ist konstant hoch. Gerne mehr davon.

Es lohnt sich übrigens, nach dem Film noch kurz zu warten, es gibt eine spannende Mid-Credit-Szene. Nach dem Abspann lief zumindest bei uns jedoch nichts mehr.

Fazit

Der große Befreiungsschlag ist Captain Marvel 2 - The MarvelS sicher nicht geworden. Auch hier treten wieder einige der üblichen MCU-Probleme auf. Dennoch ist der Film, auch aufgrund seiner kurzen Laufzeit, ein kurzweiliges und unterhaltsames Vergnügen. Die Action war sehenswert und auch der Humor funktioniert. Doch vor allem dank eines toll zusammenspielendes Helden-Trios, bei denen die Chemie einfach stimmt, macht der Film richtig viel Spaß. Captain Marvel 2 - The MarvelS ist ein unterhaltsames Space-Abenteuer geworden, bei dem auch Katzenliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Absolute Empfehlung!

Wiederschauwert: 70%

Captain Marvel 2 - The MarvelS Bewertung
Bewertung des Films
810

Weitere spannende Kritiken

Bottoms Kritik (Redaktion)

Kurzweiliger High-School-Spaß

Poster Bild
Kritik vom 27.11.2023 von Moviejones - 0 Kommentare
In den USA lief Bottoms bereits im Spätsommer in den Kinos und konnte dort immerhin sein Budget von 11 Mio. $ wieder einspielen. Hierzulande ist der Film vergangene Woche bei Prime Video gelandet und hat es leider nicht in die Kinos geschafft. Wird der neue Film von Regisseurin Emma Seligman se...
Kritik lesen »

Napoleon Kritik (Redaktion)

Großes Kino für die große Leinwand

Poster Bild
Kritik vom 24.11.2023 von Moviejones - 7 Kommentare
Kaum ein Regisseur war in den letzten 25 Jahren für so viele historische Blockbuster verantwortlich wie Ridley Scott. Für sein neuestes Werk Napoleon kommt es zu Reunion mit Joaquin Phoenix, mit dem er schon bei Gladiator erfolgreich zusammenarbeitete. Ob ihr neuestes Werk ähnlich Ein...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
154 Kommentare
1 2 3 4 5 6 7
...
11
Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
14.11.2023 16:53 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.632 | Reviews: 249 | Hüte: 604

Silencio

Gar kein Fan von Kelsey Grammers betreffender Interpretation der Figur oder dem betreffenden Film :-D

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
14.11.2023 08:20 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.632 | Reviews: 249 | Hüte: 604

PaulLeger

Auch hier, an der Aussage Lees bzgl. Der rassistischen Konnotation habe ich nie gezweifelt, das ist tatsächlich ein Fakt. Die Assoziation mit Luther und Malcolm X hingegen ist und bleibt Lesart/Interpretation.

Und worauf ich hinaus wollte, was vielleicht nicht ganz deutlich wurde:

Dein Argument mit den Civil Right Movements ist tatsächlich sehr stark, und kann völlig für sich selbst stehen. Da braucht es eben keines weiteren Elements, was auf den ersten Blick unterstützend wirken mag, aber in Wahrheit eine Art Trojaner ist. Denn alleine, dass man den 1960er Magneto (ein sehr eindimensionaler Schnurrbartzwirbelschurke mit Weltherrschermotiven, der nicht einmal davor zurück schreckt seine Kinder zu instrumentalisieren und sie bei erstbester Gelegenheit im Stich lässt, immer wieder) mit Malcolm X vergleicht, tut der ganzen Sache keinen Gefallen und verschiebt den Fokus in Richtung gute Schwarze, schlechte Schwarze. Ähnlich der Argumentation von Batmobile, die tatsächlich einige valide Punkte hat.

Hinzu kommt, dass Stan Lee als Interviewter nach Jahrzehnten in einigen Interviews enorme Erinnerungslücken hat (der Mann war auch schon über 80, tw. Sogar über 90 und es war letztlich nur eine von vielen Auftragsarbeiten zu dem Zeitpunkt), so dass er tatsächlich eine Art unreliable Narrator ist, ja das ist auch Interpretation, aber schau dir diverse Interviews und Aussagen an, zB the lost Interview im Rolling Stone. Es macht auch immer Sinn, Aussagen mit Taten zu vergleichen, und da liefert Lee eben nicht so deutlich und stark wie es Claremont Jahrzehnte später tat, wo dann der Vergleich durchaus gerechtfertigt gewesen wäre, der Mann dies aber auch aus richtigen Motiven heraus verneint.

Hier noch abschliessend zwei Quelle, die dir die Komplexität der Gemengelage und dass nicht jeder auf den ersten Blick passende Vergleich der Argumentation dienlich ist aufzeigen könnten:

https://www.cinemablend.com/news/2561742/how-the-civil-rights-movement-inspired-the-x-men-comics

https://vocal.media/geeks/actually-stan-lee-didnt-base-marvels-prof-x-and-magneto-on-malcolm-x-and-martin-luther-king-jr

Wie gesagt, anscheinend verstehst du wirklich nicht, dass unsere Argumentation dasselbe Ziel hat, ich deine Hingabe diesbezüglich auch gut finde, und es mir hier nur um eine zielführende Diskussion geht, dieses ganz Hin und her hätten wir uns also durchaus sparen können.

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
PaulLeger : : Moviejones-Fan
13.11.2023 22:57 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.180 | Reviews: 17 | Hüte: 245

@ MobyDick

Da du meine wiederholten Versuche, diese Diskussion zu beenden, ignoriert hast, lass ich das jetzt auch nicht stehen. ;)

then it occurred to me that instead of them just being heroes that everybody admired, what if I made other people fear and suspect and actually hate them because they were different? I loved that idea; it not only made them different, but it was a good metaphor for what was happening with the civil rights movement in the country at that time.

An dieser Aussage ist überhaupt nichts interpretierbar. Er sagt wortwörtlich, dass die X-Men eine gute Metapher auf das waren, was mit der Bürgerrechtsbewegung zu der Zeit in ihrem Land passierte. Noch klarer kann man das kaum formulieren. Von daher ist deine Einstufung dieses Zitats als "interpretierbare Aussage" nichts als völlig willkürliche Mentalgymnastik.

Avatar
Batmobile : : Moviejones-Fan
13.11.2023 22:04 Uhr
0
Dabei seit: 27.06.22 | Posts: 51 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Ich verabschiede mich auch aus der Diskussion.

Paul dürfte nicht gecheckt haben, dass Moby auf seiner Seite steht, da schwingt bei ihm diese Unfehlbarkeit mit, die ich irgendwo in dieser Diskussion den Woken zuschreibe.

Egal, vielleicht schalt ich mich beim nächsten Filmchen wieder ein, wo mir Dinge ins Auge stechen, die so nicht sein sollten. Vielleicht auch nicht, mal sehen. Wünsche noch eine gute restliche Diskussion.

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
13.11.2023 21:53 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.632 | Reviews: 249 | Hüte: 604

PaulLeger

Da werden wir nicht zusammen kommen, entweder weil wir aneinander vorbei reden oder hier mindestens einer von uns auf stur schaltet. Ich kann nur für mich sprechen, dass ich in meinen Ausführungen keinen Widerspruch sehe und wirklich ausführlich und ausgedehnt versucht habe, die Punkte zusammen zu bringen, genauso wie ich tatsächliche Zitate mit interpretierbaren Aussagen zu trennen versucht habe. Auch habe ich abschliessend darum gebeten, wenn du ein belegbares Zitat hast, die Quelle gerne zu teilen.

Die Lesart der rassistischen Konnotation habe ich niemals verneint. Insofern mir jetzt mit Claremonts God Loves Man Kills (übrigens aus 1982) zu kommen, der mal rein gar nichts mit Stan Lee zu tun hat, bringt deinen Punkt wirklich auch nicht weiter.

Ich würde mal sagen, wir beenden das jetzt und lassen sich die Wogen glätten bevor es noch unter die Gürtellinie geht...

Peace

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
PaulLeger : : Moviejones-Fan
13.11.2023 21:06 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.180 | Reviews: 17 | Hüte: 245

@ MobyDick

Ich werde den Teufel tun und dir das Geschwurbel von Batmobil erklären.

Der Satz war auch nicht als Aufforderung gedacht...

aber du hast es als Fakt anhand des Links verpackt.

Zum hundertsten Mal: Meine Aussage war, dass die Mutanten eine Metapher auf die Bürgerrechtsbewegung waren und die habe ich mit einem direkten Zitat des Schöpfers der X-Men belegt. Deine Korinthenkackerei um eine von mir in einem Nebensatz angehängte und an dem Fakt überhaupt nichts ändernde Lesart interessiert mich immer noch kein Jota und wird es auch nicht, selbst wenn du noch eine Million Mal damit ankommst.

3. Lesart

4. belegbare Fakten.

"Das nicht zu meiner Argumentation passende Zitat des X-Men-Schöpfers ist kein Fakt, sondern eine Lesart. Das Zitat des X-Men-Autors, das mir in den Kram passt, ist dagegen Fakt." Donald Trump, probably.

Eigentlich hat dieser Abstieg auf Trump-Diskussionsniveau gar keine ernstgemeinte Antwort verdient, aber wenn ausgesuchte Story-Details jetzt den großen Unterschied zwischen Lesart und Fakt darstellen sollen, kann ich dir die nicht ganz unbekannte Geschichte "God Loves, Man Kills" ans Herz legen, die mit dem Lynchen (!) zweier schwarzer (!) Mutanten durch eine von einem fanatischen Prediger (!) angeführte Hate Group namens Purifiers (!), deren Symbol starke Ähnlichkeiten zum Keltenkreuz (!) aufweist, beginnt. So viele Zufälle aber auch, das waren bestimmt keine von Claremont beabsichtigten Anspielungen...

Habe ich nie mit dir über die Progressivität von Marvel Anfang der 1960er diskutiert oder dies in Frage gestellt

Das ist eben das Problem. Ein gutgemeinter Ratschlag, mit dem du verfahren kannst wie du willst, aber wenn dir etwas daran liegt, Mitmenschen nicht unnötig auf die Nüsse zu gehen, wäre er evtl. mal eine Überlegung wert:

Versuch einfach mal bevor du dich in Diskussionen einmischst zunächst deren Kern zu erfassen, statt dir komplett losgelöst vom Kontext irgendwelche völlig belanglosen Nebensächlichkeiten herauszupicken, deren pedantisches Breittreten zur eigentlichen Diskussion absolut nichts beiträgt. Muss man sich denn zwingend einmischen, wenn man - wie du ja gerade selbst geschrieben hast - zum Kern der Diskussion gar nichts beizutragen hat?

Mal nebenbei bemerkt, du hast hier vor einigen Seiten als direkte Antwort an selbigen User einen langen Beitrag verfasst, der mindestens eine falsche Behauptung enthielt, die mir sofort ins Auge gestochen ist. Weil diese aber für den Kern eurer Diskussion nebensächlich war, hab ich darauf verzichtet, aus dieser Nuance eine Nebendiskussion aufzumachen, die das eigentliche Thema komplett an den Rand gedrängt hätte. So schwer ist das also gar nicht.

Avatar
Dude : : Moviejones-Fan
13.11.2023 18:51 Uhr
0
Dabei seit: 17.07.17 | Posts: 180 | Reviews: 0 | Hüte: 5

War zu erwarten. Zum Glück bin ich schon lange durch, mit diesem Weichspülprogramm, wo man die Figuren, nicht wirklich ernst nimmt. Meine Comichelden so zu erleben frown

So hat Disney erfolgreich alle eingekauften Marken zerstört. Es ging lange gut aber jetzt könnte es zu ende gehen. Nicht das WB es besser macht ausser bei Batman. Ich freue mich zur Zeit nur auf DP3.

Avatar
Batmobile : : Moviejones-Fan
13.11.2023 15:09 Uhr
0
Dabei seit: 27.06.22 | Posts: 51 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Es mangelt dir offensichtlich nicht an Kenntnisse über die X Men, du lässt kaum was aus.

Eine Allegorie über schwarz/weiß bzw. Bürgerbewegung ist für mich nicht erkennbar.
Seit einigen Jahren wird dies hauptsächlich von meinen "Gutmenschen" erwähnt und verbreitet.

Wie ich schrieb, erscheint es einfach unlogisch.
Würde es dieses schwarz/weiß geben, so hätten wir einerseits die Menschen und ihre Helfer die X Men.
Auf der anderen Seite finden wir die Anti X Men um Magneto.
Unsere X Men sowie die Anti X Men würden also sinnbildlich für die unterdrückten schwarzen stehen.
Da die Mutanten allgemein also die Schwarzen repräsentieren haben wir mit den Anti X Men wie von Stan Lee selbst beschrieben, die Brüder des Bösen.
Die X Men bekämpfen also ihre eigene Rasse, daher meine Erwähnung mit schwarz gegen schwarz.

Gute schwarze gegen böse schwarze.

Die X Men geben sich mit ihren "Herren" halbwegs zufrieden und sind sehr darauf bedacht die anderen schwarzen (Anti X Men) zur Strecke zu bringen.
Unsere X Men erheben sich seltsamerweise nie gegen ihre "Herren" die Menschen, sie arrangieren sich ziemlich gut mit ihnen.
Die X Men bekämpfen in diesem Szenario also eigentlich die "Bürgerrechtler" um Magneto, da nur die ein wirkliches Problem mit den Menschen haben, die wir hier als weiße hernehmen.

Ich möchte hier keinen Roman schreiben, doch es ist schon ersichtlich damit diese doch sehr neue Allegorie weder Hand noch Fuß hat, sie funktioniert einfach nicht, warum einige trotzdem darauf beharren ist mir schleierhaft.

Stan Lee hat vor einigen Jahren Äußerungen getätigt, die jetzt so interpretiert werden als ginge es um die Bürgerrechtsbewegung, doch das ist falsch.

Du hast interessanterweise auch Fu Manchu erwähnt, würde es Lee um die Bürgerrechtsbewegung gehen, dann würde es Fu Manchu oder einen Wyatt Wingfoot wohl kaum geben.

Selbst der Black Panther wäre mit dem Volk aus Wakanda doch ziemlich rassistisch, die mögen keine Fremde, teilen kein Wissen und Technik... zumindest war es viele Jahre so.

Einige interpretieren leider viel zu viel in diese Comics, betrachtet man das dann etwas genauer, zerbröselt der Keks.

Disney fährt leider nur noch die Woke-Schiene, die haben diese ganzen Rechte und fahren alles an die Wand.
Sowas tut weh.

Ein kleiner Lichtblick wird demnächst Echo, hoffentlich bekommen die das hin.
Dp3 wird ein Selbstläufer, der nächste Cap wird ebenfalls absaufen.

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
13.11.2023 12:57 Uhr
3
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.632 | Reviews: 249 | Hüte: 604

Was lange währt, hehehe. Ich weiß auch nicht, wieso ausgerechnet dieser Film dafür herhalten muss, aber was solls-

Also dann. Das Folgende ist nur meine Meinung und alles keine Fakten, also Interpretation, Lesart, was auch immer, alles nur nicht die absolute einzig richtige Ansicht:

Tatsächlich ist deine Lesart durchaus interessant, dabei verquickst du realhistorische Tatsachen mit unverständlichem Kauderwelsh, was aber durchaus legitim ist, wenn man Leute an seinen Gedanken teil haben lassen will. Deine Aussgane bzgl "Gutmenschen" hingegen stossen bei mir auf komplettes Unverständnis, da es mindestens zwei Gruppierungen zu geben scheint - völlig unabhängig voneinander - die du so beschimpfst. Und damit fangen die Probleme zwar nicht erst an, aber werden inhärent, denn einerseits wirst du persönlich, andererseits versuchst du abstrakt zu bleiben. Und das lustigste für mich persönlich ist, dass du andere Leute als Schwurbler bezeichnest. Also für mich ein richtiges Sammelsurium an Angriffsfläche :-D

Fangen wir jedoch mit den brauchbaren Argumenten an und arbeiten und dann sorgsam weiter:

1. Tatsache ist, dass die Superheldencomics in den Anfängen der 1960er Jahre immer noch recht einseitige Comics waren, wobei Marvel den Weg zu gehen begann, seine Haupt-Figuren ambivalenter anzulegen. Stan Lee, der ein recht umtriebiger Auftragsautor war, erfand ständig irgendwelche Figuren mit dagamed Goods eigenschaften, da er ziemlich früh erkannt hatte, dass solche Stories auch das Publikum besser ansprachen. Er war nicht sonderlich politisch motiviert, aber bediente natürlich den Zeitgeist. So ist es natürlich auch legitim, dass der Ost-West-Konflikt einen großen Aspekt seiner global bedrohlichen Geschichten hatte. Latveria ist ein osteuropäischer Staat (Heimat von Dr Doom, für die die es interessiert) und auch Magneto bekam einen osteuropäischen Hintergrund. Besonders auffällig ist das bei Black Widow, die als sowjetische Agentin und Bösewichtin eingeführt wurde (erst viel später wurde sie rehabilitiert, und da bin ich mir nicht mal sicher, ob es von Stan Lee kam...). Hinzu kommt, dass gewisse Stereotype rassistischer Natur natürlich auch weiterhin genutzt wurden, so gab es vor allem asiatische Bösewichter, die ganz klar gewisse Klischees bedienten wie zB der Mandarin oder Dr Fu-Man-Chu.

2. Die X-Men selbst sind eine Geschichte über eine neue menschliche Spezies, die von der Menscheit nicht als Ihresgleichen angesehen werden und angefeindet werden. Da jetzt eine Allegorie auf Schwarz vs Weiss zu sehen ist nicht gerade schwierig. Und es ist genauso einfach als Autor offen zu sagen, dass sie diese Idee durchaus gut finden. Das heisst nicht, dass er die X-Men von Anfang an so erdacht haben muss. Die X-Men bzw. die Mutanten bekommen ihre Kräfte mit der Pubertät. Daher da jetzt eine allgemeine Allegorie auf das Erwachsenwerden und das schwierige Klarkommen mit dem Erwachsenwerden und der Welt der Erwachsenen ist da genauso probat. Genauso kann man auch sexuelle Orientierung als Thema annehmen. Oder halt Behinderung jeglicher Art. Es ist nicht gerade progressiv, die Geschichte zu erzählen, dass ein andersartiger sagen wir mal mit Fackeln und Heugabeln durchs Dorf gejagt wird. Oder anders ausgedrückt, es ist immer modern. Man muss es nur richtig verpacken.

3. Ich weiß jetzt nicht, was du mit schwarz gegen schwarz meinst, aber wenn man da analytisch rangeht, dann ist der komplette Ansatz der X-Men extrem problembehaftet: Wir haben einen genialen telepathischen Wissenschaftler, der Kinder mit Fähigkeiten zu Soldaten ausbildet und sie in den Kampf schickt. Wie man das dreht und wendet, wenn man ganz ehrlich ist, kann man dies nirgends wirklich glorifizieren. Es sollte darum gehen, dass der Mann den Kindern helfen soll, mit ihren Fähigkeiten klar zu kommen, aber weder ist er in der Lage Cyclops seine Eyebeams kontrollieren zu lassen, noch versucht er es zu einem späteren Moment wirklich, wenn andere Figuren zu ihm stossen. Es hat schon seinen Grund gehabt, warum die X-Men kurz davor waren eingestellt zu werden, denn außer der Prämisse und ein paar netten Ideen , die genausogut eben mit viel Goodwill eben jede Allegorie zulassen würden, war da zu dem zeitpunkt bei den X-Men eben nicht viel vorhanden.

5. Ab den 1970ern gab es quasi eine Art Softreboot der X-Men (übrigens der Komplettheit halber eben noch nicht von Claremont sondern Len Wein und Dave Cockrum), wo eine extrem diverse Truppe die alte Truppe ablösen sollte. Hier waren ein Indigener, eine Afrikanerin, ein schwarzer Deutscher, ein Kanadier und eben ein Russe die Hauptfiguren. Kurz danach übernahm Claremont die Reihe und im Verlauf seiner dann folgenden 16 Jahre als Chefautor adressierte er sehr deutlich die Themen, die heute eben ganz klar mit den X-Men in Verbindung gebracht werden. Er etablierte die Dualität von Prof X und Magneto als Brüder im Geiste mit einer deutlicheren Grauzeichnung beider Figuren. Die ursprüngliche Archetypisierung war nichts weiter als eben das, genauso oft überall etabliert, wie zB Reed Richards und Dr Doom. Wie gesagt, es ging aber nicht nur um Schwarz-Weiss, Christ-Jude, Mann-Frau (dazu gleich mehr) etc., Claremont war das, was man wohl gemeinhin woke nennen würde und er war sich auch der Fehlkonzeption von Prof X im ursprünglichsten Sinne durchaus bewusst. So erschuf er als Gegenentwurf zu den X-Men von 1963 die New Mutants und liess hier den Kindern komplett ihre Bühne mit dem Stellen sich seiner Ängste und den allgemeinen Erwachsenenproblemen (siehe beispielswiese die Demon Bear Saga) ohne sie im "Krieg zu verheizen". Und er begann Prof X einfach komplett aus den Comics raus zu schreiben und ihn durch Magneto ersetzen zu wollen. Und wenn es eine sehr deutliche Reminiszenz an Schwarz-Weiß, die "Rassenungleichheitsbetrachtung", Sklaverei etc gibt, dann wohl ganz klar die Genosha-Saga, welche erst drei Jahre nachdem Prof X weg war erzählt wurde.

6. A Propos Mann Frau Thematik: bei Claremont waren die Frauen immer die stärkeren Figuren, sei es Jean Grey, sei es Storm. Der einzige, der da mithalten konnte war Cyclops, aber der heiratete irgendwann und ging seiner Wege, als Storm ihn um die Anführerschaft der X-Men besiegte zu seinem eigenen Besten, damit er sich seiner Familie widmen könne.

Natürlich konnte das der männliche Redakteurskreis nicht auf sich so sitzen lassen, und sie stampften eine neue X-Serie aus dem Boden (weil die X-Men mittlerweile so erfolgreich waren, dass alle Nase lang Spin-Offs gedruckt werden konnten), für welche Cyclops einfach mal Frau und Kind im Stich lässt und das Ganze dann so gedreht wird, dass er komplett im Recht wäre, weil sich seine Frau später zu einer Dämonin entwickelt (Kurzfassung, daher leichte Unschärfen drin). Ich habe nie verstanden, warum dieser Aspekt immer so kleingehalten wurde, und warum die Figur Madelyn Pryor so stigmatisiert wurde, außer halt der alltägliche misogyne Tag im Verlag Marvel in den 1980ern und 1990ern, was besonders bitter ist, da die Autroin von X-factor mit Louise Simonson eben auch eine Frau war.

Progressiv ist etwas anderes als eine Autorin dazu zu zwingen, eine Frau als Bösewicht zu etablieren, nur um den Wurm von Mann als Helden dastehen zu lassen. Zumindest in meinem Buch.

7. Zurück zu der allgemeinen Diskussion hier und warum ich so Kleinigkeiten wie ob Luther King Jr. und Malcolm X für etwas Pate stehen oder nicht: Ich bin mit den Comics aufgewachsen, der Grund warum ich bei MJ bin ist der Film Zukunft ist Vergangenheit und ich kenne mich mit der Materie ziemlich nerdig aus, zumindest alles bis "Onslaught". Wenn es also einen kleinkarierten Fuzzie gibt, der hier zu irgendwelchen Aussagen, die nicht stimmen was beiträgt, dann moi :-p

Da ist es mir egal, wer woke ist, wer schwurbelt, wenn man etwas aus dieser Zeit mitgenommen haben sollte, Toleranz ist, und dies dann auch irgendwie in seine Sozialisierung einfliessen lässt, dann möchte man auch, dass es den Fakten entsprechend als Fakt wieder gegeben wird und nicht irgendwelche Aussagen getätigt werden und dann einfach weiter darauf rumgepocht wird.

Sei es diese ganzen seltsamen Ausgeburten, die Batmobile da verzapft, oder eben diese einfach nicht vollumfängliche Verlinkung seitens PaulLeger als Fakt anzugeben. Wie schon nun sehr oft gesagt, mir ging es nur um eine Richtigstellung und keine so ausgeartete Blablascheisse wie es gerade hier so eskaliert. Aber Fake News kann jeder.

Und noch einmal, auch wenn ich für mich die Deutungshoheit in Anspruch nehme, heisst das nicht, dass ich die einzige Wahrheit gepachtet habe, wer mir richtige Quellen liefert, die bin auch bereit zu akzeptieren.

Kommentar 500, ich kommeeeeeeeeeee

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
13.11.2023 09:32 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.632 | Reviews: 249 | Hüte: 604

Batmobile und PaulLeger

Kennt ihr die Geschichte von den drei Deppen, die alle keinen Bock auf die Scheisse haben, und sich trotzdem gegenseitig am Nasenring durch die Manege ziehen laughing

Mir macht das zumindest gerade schon Spass, daher...

Batmobile

So einfach lasse ich dich mit solchen Aussagen nicht davonkommen, da folgt noch was, bin aber gerade beruflich einespannt. huaahaha :p

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
Batmobile : : Moviejones-Fan
13.11.2023 08:04 Uhr | Editiert am 13.11.2023 - 09:35 Uhr
0
Dabei seit: 27.06.22 | Posts: 51 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Die Diskussion sollte eigentlich beendet sein, da sich der geneigte Leser jedoch dieses Geschwurbel der beiden durchliest und dem vielleicht glauben schenkt, gehe ich etwas genauer auf ihre Aussagen zu den X Men ein.

Die X Men sind durchaus dafür gedacht, dass sich alle möglichen "Minderheiten" die sich ausgegrenzt fühlen, mit ihnen identifizieren können. Es gibt jedoch keinen Bezug zu einer Bürgerrechtsbewegung, es ging auch nie um die Unterdrückung von schwarzen, der vorrangige Kampf galt damals gegen den Kommunismus und nur bedingt gegen Rassismus. In Zeiten des Kalten Krieges war er Feindbild Nr.1, die Comics wurden eben hauptsächlich von weißen gelesen.

Betrachten wir den Kampf gegen den Rassismus bei den X Men, wirft er mehr Fragen auf als er Antworten liefert.
Gehen wir jetzt von dem Geschwurbel der Gutmenschen aus, fällt uns zuerst auf, dass die Mutanten nicht geeint gegen die Menschen vorgehen, die X Men sitzen in prachtvollen Häusern, besitzen viel Reichtum und kämpfen gegen die Abtrünnigen ihrer Art. Sie sind die helfende Hand der Menschen.
Unter Magneto haben wir die Mutanten die die Menschheit auslöschen möchte.
Der Hauptkampf besteht jetzt eigentlich unter den diversen Mutanten.
Die guten sind die Helfer der Menschen, die Bösen sind die Abweichler..
Folgen wir der Logik der Gutmenschen, so sind die Mutanten um Magneto die bösen schwarzen.
Es kämpfen also gute schwarze gegen böse schwarze..
Man muss nicht lange überlegen, dass sowas absoluter Blödsinn ist, die Spezialisten hier wollen es jedoch so verkaufen, denken die Sache wie sonst auch, leider nicht zu Ende.

Also die Menschen sind die Sklavenhalter, die X Men die damaligen Hausn*** (Entschuldigung für den Ausdruck) und die Truppe um Magneto sind die Freiheitskämpfer. X Men sind also böse, Magneto gut. So nen Plottwist erfinden die ja nichtmal bei Disney.. tongue-out

Fakt ist, dass seit einigen Jahren von den Gutmenschen versucht wird alles mögliche umzudeuten, man kapert Dinge und untermauert es mit seiner Ideologie eben bis es halbwegs glaubhaft erscheint.
Leider sind auch die Rechteinhaber geneigt uns jetzt alte Helden in ihrer für sie zeitgemäßen Erscheinung zu präsentieren, dass kann man dann gern kaufen oder auch nicht, bei den Verkaufszahlen sieht man jedoch, dass es eher nicht gekauft wird...

So, erwähnt mich jetzt einfach nicht mehr, die Diskussion sollte beendet sein, hört nur einfach auf euer Geschwurbel hier laufend als non plus ultra zu vermarkten.

Avatar
SheldonOberon : : Moviejones-Fan
13.11.2023 01:46 Uhr | Editiert am 13.11.2023 - 02:00 Uhr
0
Dabei seit: 11.02.23 | Posts: 55 | Reviews: 0 | Hüte: 2

@Raven13
"Für die nächsten 5 Jahre wird es mit dem MCU weitergehen. Wichtig ist nur, dass man aufhört, die Budgets zu hoch anzusetzen. Man sollte einfach wieder mit Budgets von 100 bis 180 Mio. Dollar arbeiten, die Actionszenen und damit den Anteil an CGI zurückfahren und lieber wenige großartige als viele langweilige Actionszenen einbauen. Mehr Fokus auf Charaktere, Story und echte Drehorte."

Auch wenn es kein Superheldenfilm ist, eigentlich genau das Patentrezept von Jumanji - Willkommen im Dschungel und Next Level.

Das Budget lag beim sogar erfolgreicheren ersten Teil bei 90 Millionern, beim Zweiten dann bei 125 Millionen. Beide waren bis vor kurzem noch zusammen in den Top 100 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Was machte man richtig? Man setzt voll auf die Leistung des Castes und nutzte echte Drehorte statt alles nur im Studio zu verwursten und das sieht man dem Film auch an.

Die CGI ist natürlich nicht so erste Sahne wie bei einem Superheldenfilm (ist ja auch nicht das Steckenpferd dieses Genres), aber wenn dafür ein paar Millionen mehr drauf gehen ist es ja OK. Warum man aber sogar in eher unbeliebtere Titel wie Ant-Man gleich 200 Millionen stopft ist dann halt an sich schon fragwürdig. Vielleicht mal mehr Cast und weniger bunte Quantenwelt hätte evtl. auch dem Titel gutgetan.

Ein Punkt der übrigens auch bei Marvel Filmen aktuell oft zu kurz kommt. Man will viel Action, damit die Geschichten der Figuren zu erzählen mag man sich gar nicht mehr so lang aufhalten, obwohl gerade Titel wie Spiderman zeigen wie es richtig geht. Ich bin bei weitem kein Fan von Spiderman, aber der letzte Real Film wie auch die animierten Vertreter holten sogar mich im positiven ab, einfach weil sie bessere/gute Geschichten erzählen (auch wenn ich keine Ahnung hatte wer Dr. Strange ist, was es beim Real Vertreter etwas komplizierter machte).

Allen voran die animierte Reihe die so böserweise einen farbigen Protagonisten hat und obendrauf eine Charakter der zumindest mit Transmenschen sympathisiert. Da schadet dieses ach so böse, Woke dann auch nicht, wie auch die Zahlen zeigen. Es geht auch hier nicht darum ob es drin ist, sondern ob es passt und sich in die Handlung einfügt. Auf dieses Geschwurbel eines Users will ich da gar nicht eingehen. Es ist schon bezeichnent, wenn man offenbar kein anderes Thema hat.

So, aber mal zum Film selbst. Die Beschreibung klingt ja ganz nett, aber für mich wird der Titel wohl eine Streaming Sichtung. Ich fand den ersten Teil einfach nicht ansprechend. Die Story war mir zu dünn und holte mich nicht ab, ich fand Captain Marvel sogar besonders schwach, da glaube ich nicht, dass ein Teil 2 zu Höhenflügen aufschwingt und meine Wertung so hochzieht, dass ich hier vollpreisig auch nur ein Steelbook kaufen würde. Viel mehr kann ichda leider auch schon nicht zu sagen, da Teil 1 ziemlich vor sich hin plätscherte, ich hoffe doch, wie der Artikel es beschreibt, dass der Neue besser mit seiner zeit umzugehen weiß.

Wofür ich persönlich wäre, wäre einfach mal diese Multiversen nicht so weit aufzublasen. Man hat immer wieder Momente wo einen ein Baustein fehlt weil man den Film oder die Serie gesehen haben sollte um den Plot oder jene Anspielung zu verstehen. Bei Überschneidungen wie den Avengers finde ich das ja noch OK, aber die Filmreihen an sich sollten das weitest möglich vermeiden. Ich schaue gerade selbst einige MCU Titel nach und dann wird mit einmal von irgendwelchen Missionen sonstwo geredet etc. und dann geht es wieder los. Welchen Titel hat man gerade nicht beachtet der gar nicht aus der Reihe stammt in dem aber das offenbar auftaucht, sodass man dafür wiederum die Reihe gebraucht hätte. Die Leute gehen eben nicht in jeden MCU sondern in die, die ihnen gefallen. Das fand ich früher noch ganz schön, auch wenn die Möglichkeiten durch gemeinsame Universen, Zeitlinien oder gar Multiversen unendlich sind, jeder Held hatte seine Geschichte und war nicht Gast in 5 anderen Reihen von denen 3 wieder bei ihm Gast waren usw. Mich persönlich schreckte es sogar ab mal meine verpassten Marvel Titel nachzuholen, eben weil es sich wie ein riesiger verworrener Klumpen anfühlt in dem die Sichtung eines Held wieder zur Sichtung des nächsten führt.

So, aber das um diese Zeit nur von mir dazu als meine bescheidene Meinung, die man nicht teilen muss.

„Ein Spiel für jeden der drauf sinnt, wie er seiner Welt entrinnt.“

Jumanji

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
13.11.2023 01:17 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.632 | Reviews: 249 | Hüte: 604

PaulLeger

Spoileralarm: folgender Punkt 2 ist unseres Pudels Kern, alles andere schmückendes Beiwerk, damit diese Diskussion bis Kommentar 500 ausufert tongue-out

Du versuchst mir die Worte im Munde umzudrehen, und drängst mich in eine Rolle, die ich mir so nicht überstülpen lassen möchte:

1. Ich werde den Teufel tun und dir das Geschwurbel von Batmobil erklären. Das kann ich nicht, will ich nicht und letztlich ist das gar nicht meine Aufgabe

2. Es mag eine Lesart von dir gewesen sein, die du auch irgendwo aufgeschnappt hast (Link hast du ja freundlicherweise mitgeschickt), aber du hast es als Fakt anhand des Links verpackt. Das mag jetzt kleinkariert sein, aber Lesart ist Interpretation, ein Fakt ist unumstößlich. Die Lesart die beiden mit King und X zu vergleichen ist erlaubt. Es als Fakt hinzustellen ist eben nicht ganz korrekt. Das ist unser einziger Knackpunkt, um es auf den Punkt zu bringen. Da gibt es kein wir beide haben recht oder unrecht oder sonst was.

Aber egal, weil es so schön ist schlumpf ich einfach weiter smile

3. Es ist eben auch in deinem Link so, dass Lee eben es so erzählt, wie du sagst, ohne Namen zu nennen, wobei es auch nie ganz klar wird, ob er sich nachträglich mit diesen Federn schmückt oder es von Anfang an so geplant war. Also Wie du sagtest Lesart

4. Claremont hingegen wurde nie müde seine beiden Namen immer wieder zu nennen und seine Geschichte such tatsächlich in diese Bahnen zu lenken, indem er ab Uncanny X-Men 150 Magneto eben diese Hintergrundgeschichte gibt, ihn fortfolgend Holocaustüberlende-Meetings besuchen lässt und mit Kitty Pryde auch eben einen extrem positiven jüdischen Gegenentwurdmf ins Rennen schickt. Also belegbare Fakten.

5. Habe ich nie mit dir über die Progressivität von Marvel Anfang der 1960er diskutiert oder dies in Frage gestellt - wir beide kennen den Begriff Silver Age, wekcher zwar von DC initiiert wurde aber erst durch den neuen Marvel Stil ( gebrochene Helden) wirkliche Popularität einfuhr. In diese Schiene fällt ein in der Öffentlichkeit als Held nicht anerkannter Junge, der von einer Spinne gebissen wird, genauso wie ein Wissenschaftler, der zum Getriebenen wird, weil er sein grünes Wutmonster nicht in den Griff bekommt, oder eben eine Gruppe von Kindersoldaten mit besonderen Fähigkeiten, die in der Öffentlichkeit gefürchtet und gehasst werden. Ja Lee hatte ganz sicher Talent, auch sich selbst besser zu vermarkten als er tatsächlich war. Übrigens nur eine Lesart, kein Fakt...

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
PaulLeger : : Moviejones-Fan
12.11.2023 22:45 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.180 | Reviews: 17 | Hüte: 245

@ MobyDick

Was genau an (...) Unterscheidet sich großartig von (...)?

Die Frage solltest du dir selbst stellen, schließlich bist du es, der mir hier eine Diskussion um dämliche Nebensächlichkeiten aufzwingt, auf die ich keine Lust habe.

Trotzdem hatte er mit seiner anderen Aussage, dass andere Themen gemeint sind, eben nicht ganz unrecht.

Er hat damit nicht nur Unrecht, er widerlegt seinen Blödsinn damit selbst und merkt es noch nicht einmal. Er widerspricht meiner These, dass Marvel schon in den 60ern progressiv war, indem er behauptet, dass die Mutanten auch für andere unterdrückte Gruppen stehen können. Wo das jetzt weniger progressiv ist als die Rassismus-Allegorie müsstest du mir mal erklären...

dass du einfach etwas falsches behauptet hast,

Halten wir also fest: Meine Lesart ist falsch, weil Claremont behauptet hat, dass er die beiden nicht nach MLK und Malcolm X modelliert hat.

Auf der anderen Seite haben wir eine eindeutige Aussage von Stan Lee, dass die X-Men eine Metapher auf die Bürgerrechtsbewegung sind. Demzufolge müssten laut deiner Logik sämtliche anderen Lesarten falsch sein, also auch deine, dass die X-Men für andere unterdrückte Gruppen stehen.

Wenn du in deiner Argumentation konsistent sein willst, liegen wir also entweder beide falsch oder beide richtig, suchs dir aus.

Avatar
SpiderFan : : Moviejones-Fan
12.11.2023 22:33 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.22 | Posts: 939 | Reviews: 0 | Hüte: 13

Get em, @Raven13.

“You have fought long enough, Galadriel. Put up your sword.”

1 2 3 4 5 6 7
...
11
Forum Neues Thema
AnzeigeN