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Cinderella

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Süßes Hochglanz-Bilderbuchmärchen

Cinderella Kritik

Cinderella Kritik
0 Kommentare - 24.02.2015 von Moviejones
Wir haben uns "Cinderella" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Cinderella

Bewertung: 3.5 / 5

Braucht man noch eine neue Cinderella- beziehungsweise Aschenputtel-Verfilmung, wenn sie sich nahe am Grimmschen Originalmärchen hält? Das fragt sich so mancher Märchenfan sicher vor dem Kinobesuch, wir haben uns das auch gefragt. Und können sagen, der Kinobesuch von Disneys Cinderella lohnt sich und Kenneth Branaghs (Thor) Neuauflage des klassischen Märchens lässt sich auch prima rechtfertigen.

Es war einmal ein sich liebendes Paar mit einer hübschen Tochter reinen Herzens namens Ella (Lily James). Der Vater (Ben Chaplin) war Handelsreisender und darum oft nicht daheim, doch jedes Mal brachte er seiner Tochter etwas mit, was sie sich wünschen durfte. Doch eines Tages wurde Ellas Mutter (Hayley Atwell) sehr krank, und bevor sie starb, musste Ella ihrer Mutter etwas versprechen: Immer gütig und tapfer zu sein. Nach einer langen Trauerzeit lernte Ellas Vater eine neue Frau (Cate Blanchett) kennen und heiratete sie.

Trailer zu Cinderella

Zu Beginn brachte sie mit ihren zwei Töchtern (Holliday Grainger, Sophie McShera) erfrischend neues Leben in das zuvor traurige Heim, doch nach und nach offenbarten Ellas Stiefmutter und ihre Töchter ihr wahres Wesen und ließen Ella leiden und sie bedienen, sobald ihr Vater wieder auf Reisen war. Als der Vater dann auch noch durch einen Unfall stirbt, wird alles noch schlimmer. Damit sie nicht fror, schlief Ella oft vor dem Ofen - wegen der Asche, die sie dadurch im Gesicht und auf ihrem Kleid hatte, nannten ihre Stiefmutter und Stiefschwestern sie fortan Cinderella. Kann der geheimnisvolle Fremde (Richard Madden), dem Ella im Wald begegnet, ihr Schicksal wenden?

Kenneth Branaghs Cinderella hält sich größtenteils an die weltberühmte Märchenvorlage vermischt mit dem Animationsfilm von Disney. Ella spricht zwar mit Tieren und behandelt sie liebevoll, doch Gottseidank treibt man es damit nicht zu weit. Denn es ist tatsächlich nur Ella selbst, die die Tiere versteht, nicht die Figuren um sie herum und auch nicht der Zuschauer. Dass man sie verstehen könnte, hätte man denn das Ohr dafür, wird geschickt durch die Art der Tiersprache angedeutet, unterstützt durch ihre Verhaltensweisen.

Lily James (Downton Abbey) ist eine hervorragende Wahl als unschuldige, liebreizende Cinderella, die jedem nur Gutes will. Cate Blanchett (Blue Jasmine) als gemeine Stiefmutter macht Spaß und auch die bösen Stiefschwestern Anastasia und Drisella werden von Holliday Grainger (Anna Karenina) und Sophie McShera (Downton Abbey) schön bösartig ausgespielt. Richard Madden (Game of Thrones) als Prinz ist wahrlich ein toller, attraktiver Prinz mit natürlichem Charme, der jedes Mädchenherz dahinschmelzen lässt. Die älteren Filmfans unter uns erinnert er an den Typus tschechischer Märchenprinz. Das ergibt zusammen ein wundervolles Liebespaar und dem sehr opulent inszenierten Märchen eine schöne Natürlichkeit, ohne die Cinderella sonst vielleicht zu künstlich wirken könnte.

Die Bilder von Cinderella sind traumhaft und wir sehen jetzt schon ein Revival der Glanzbilderzeit kommen. Das ist positiv gemeint, denn kleine Mädchen und Teenagergirls schmelzen durchaus bei glitzernden Kleidern und bunten Bildern dahin und Madden als Prinz ist tatsächlich überzeugend der inkarnierte Märchenprinz-Traum und gefällt auch einem älteren Publikum - nur eben für unsere Zeit. Der frische Anstrich moderner Technik zeigt, was aus der klassischen Geschichte noch herauszuholen ist und mit bekannten Darstellern besetzt gehört Cinderella in jedes Regal von Märchenfilmfans.

Für ein bisschen Humor im Märchentraum sorgt Helena Bonham Carter (Alice im Wunderland) als Fee, eine witzige Variante der Fee, die sich hier mit ihrem Job etwas schwer tut. Die Zaubereffekte sind größtenteils überzeugend, doch so manches Mal ist eine CGI-Macke noch zu erkennen. Das gilt auch für manch andere Szene wie reingeklebte Vögel und Schmetterlinge. Aber vor allem die Szene, in der sich die Kutsche zurückverwandelt, wirkt bis zur Explosion gut, danach krankt sie aber an doch zu starker Unlogik aufgrund des seltsam seichten Slomotion-"Fluges" von Cinderella aus dem Kürbis heraus. Wenn ihr die Szene seht, wisst ihr was wir meinen, falls nicht bis zum Kinostart da noch einmal nachgebessert wird.

Recht neu wirkt der Part um den intriganten Großherzog (Stellan Skarsgård) in Cinderella, das erscheint uns doch als deutlich neue Storyline, zumindest wenn uns unsere Erinnerung an vorherige Filme nicht täuscht. Doch selbst wenn man sich haargenau an die klassischen Vorlagen gehalten hätte, rechtfertigen die moderne märchenhafte Aufmachung und die Darsteller unserer Zeit problemlos diese Neuauflage. Denn während Into the Woods eher eine originelle, düstere neue Musical-Version für Erwachsene ist (hier unsere Filmkritik), trägt Cinderella den Geist uralter und doch immer wieder zu Herzen gehender Märchengeschichten in die nächste Generation weiter. Empfehlenswert nicht nur als Familienkinogang, denn Cinderella schafft es, Jung und Alt, egal ob mit oder ohne Kinder, erneut zu verzaubern.

Cinderella Bewertung
Bewertung des Films
710

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