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District 9

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Politsche Botschaft verpackt in SciFi Film

District 9 Kritik

District 9 Kritik
0 Kommentare - 19.05.2010 von ScorchONeill
In dieser Userkritik verrät euch ScorchONeill, wie gut "District 9" ist.

Bewertung: 4 / 5

"District 9" ist ein Projekt, das einmal als Kurzfilm, oder Kurzdokumentation, angefangen hatte und durch den Erschaffer, dieses Projektes, Neill Blomkamp, zu einem richtigen Kinofilm angewachsen ist. Warum das ein guter Vorgang, beziehungsweiße Entscheidung, war, ist in dem folgenden Text zu lesen.

Neill Bloomkamp übernimmt in District 9 die Regie und hat ebenfalls das Drehbuch verfasst. Sharlto Copley spielt die Hauptrolle, einen Angestellten, namens Wikus van de Merwe, der bei der Firma MNU, arbeitet, die versucht die Außerirdischen zu überwachen. Wichtig ist auch, dass Peter Jackson einen Teil der Produktion auf sich genommen hat.

Die Geschichte basiert auf der Kurzdokumentation mit dem Titel „Alive in Joburg“ des Regisseurs Neill Blomkamp, wobei Sharlto Copley ebenfalls mitgespielt hat. Die Story hat einen recht gelungenen Aufbau, wobei diese wunderbar zwischen futuristischen Actions Sequenzen und dokumenatrischen Dialogen hin und her wechselt, was den Film von üblichen SciFi Filmen abspaltet.

Zudem transportiert die Story in District 9 eine eindeutige Botschaft die nicht weit hergeholt ist und auch heute noch des Öfteren zur Bildung von Kontroversen zwischen Regierungen und aber auch normalen Menschen führt. Die zentrale Botschaft in diesem SciFi Film bezieht sich primär auf die Ausländerfeindlichkeit, die Bewohner einer Stadt unweigerlich entwickeln, wegen mancher Umstände, die sich dadurch ergeben. Sekundär gesehen spielt das Land Südafrika und Johannesburg, die Drehstadt, eine zentrale Rolle. Der Film bearbeitet das Thema Apartheid, kurz und einfach Rassentrennung, dass in Südafrika sehr groß geschrieben wird. Südafrika ist ein sehr einwandergeprägtes Land, dessen Bewohner in der Vergangenheit sehr oft für Konflikte gesorgt haben. Die weißen Einwanderer, die sich sehr schnell als nicht Ausländer in das Land etablierten, platzierten Schilde, dass den eigentlichen Inländern, den Afrikanern, erstens daran hindern soll Orte zu begehen, die nur für weiße Menschen gedacht und gebaut sind und zweitens soll diese harte Rassentrennung den Afrikanern zeigen, dass sie weniger wert sind als normale, weiße Menschen. Eigentlich in Europa, oder generell in der heutigen Zeit, unvorstellbar.
Aber diese Apartheid gab es nicht nur in Südafrika, dieses Problem, ein Mensch sei weniger Wert, als ein Anderer, weil er eine andere Hautfarbe hat oder anders ist, besteht schon seit der Menschen denken kann und auch heute noch, wenn auch nicht mehr in diesem Ausmaß.

In "District 9" wird dieses Problem der Menschheit mit etwas Neuem vereint. Im Film werden Aliens, die mit einem Raumschiff auf der Erde gelandet sind, unweigerlich grausam behandelt, weil sie anderes sind. Zugegeben, ja sie sind anders. Und das ist genau der Punkt, der eventuell als Kritikpunkt an der Story dienlich sein kann. Im Film wird die Apartheid durch die Einführung einer anderen Rasse, den Aliens, opulent erzwungen. Mal ehrlich. Würdet ihr nicht derartig agieren und die Aliens wegsperren. Eine zentrale Frage, die nur ein sich jeder beantworten kann. Viele würden sich den Alien als feindlich erweisen. So ist der Mensch, einerseits will er seine Existenz schützen und andererseits hat jeder Mensch eine andere Einstellung im Bezug auf die Nächstenliebe.

„District 9“ ist grundsätzlich aufgebaut wie eine Dokumentation über das Geschehen in Johannesburg. Große Teile, größtenteils in der ersten Hälfte des Filmes, wurden mit der Handkamera aufgenommen, wodurch der Film einen Dokumentarstil bekommt der sehr gut zur Story passt und dieser dadurch mehr Seriosität verleiht.

Der Film fängt wie folgt an: Zu Beginn des Films werden mehrere Menschen interviewed und geben Informationen über den Hintergrund von District 9. Über Johannesburg ist ein Raumschiff zum Stillstand gekommen und schwebt über der Stadt, es scheint Notgelandet zu sein. Die Menschen versuchen Kontakt aufzunehmen und dringen in das Raumschiff ein. Dort finden sie zahlreiche friedliche Aliens, die die Menschen auf die Erde bringen. Für die Aliens werden Zeltlager aufgebaut, in denen sie vorerst Platz finden. Doch aus dem Vorerst wurde dauerhaft und die Zeltlager werden von den Aliens zu Slums umgebaut. Die außerirdischen dürfen nur in diesem Bereich bleiben, der für sie errichtet wurden. Eines Tages sollen diese aber in ein anderes Lager, District 10, gebracht werden. Deswegen wird Wikus van de Merwe ausgewählt um mit einer kleinen Gruppe die Aliens umzusiedeln..

Blomkamps SciFi Film ist visuell sehr gut umgesetzt und wurde zu recht mit einer Oscar Nominierung für die besten visuellen Effekte ausgezeichnet. Die Aliens sind perfekt dargestellt und auch das Raumschiff ist visuell ebenfalls sehr beeindruckend. Das Design der außerirdischen Einwanderer gefällt mir persönlich sehr gut und stellt in Punkto Aussehen auch einmal etwas Neues dar.

Fazit:
Neill Blomkamp verpackt eine politische und gegenwertige präsente Botschaft mit einer filmischen Raffinesse in einem obskur anmutenden SciFi Film, der die menschliche Grausamkeit sehr gut darstellt. Dieser SciFi Film Kombiniert etwas Gegenwertiges mit etwas Futuristischen, das, richtig dosiert, District 9 zu einem bizarren aber ergreifend realistischen Flüchtlingsfilm gemacht hat, der mit Sicherheit einer der besten SciFi Filme der letzten Jahre ist und die 4 Oscar Nominierungen redlich verdient hat. Deswegen 8/10 Sterne.

District 9 Bewertung
Bewertung des Films
810

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