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Dogma

Kritik Details Trailer Galerie News
Lieber nochmal "Das Leben des Brian" gucken

Dogma Kritik

Dogma Kritik
4 Kommentare - 25.01.2018 von luhp92
In dieser Userkritik verrät euch luhp92, wie gut "Dogma" ist.

Bewertung: 2 / 5

"Proof of God is that I have a career."
- Kevin Smith -

Die Hintergrundgeschichte zu "Dogma" finde ich interessanter als den eigentlichen Film, als junger Mann setzte sich Smith in den 90er Jahren ausführlich und kritisch mit dem Katholizismus auseinander, "Dogma" schrieb er basierend auf diesen Erfahrungen. Beispielsweise las er die Apokryphen, also die religiösen Schriften, die nicht in den biblischen Kanon aufgenommen wurden, und suchte zudem Rat bei einem Priester. Dieser gab ihm eine Metapher mit auf den Weg, welche Smith wohl so beeindruckte, dass er sie in "Dogma" in einem Dialog einbaute.

Der Glaube sei wie das Füllen eines Glases mit einer Flüssigkeit. Je älter man werde, desto größer werde auch das Glas, reiche zu Beginn (als Kind) also noch wenig Flüssigkeit (Glaube, Wissen) aus, müsse man im Alter mehr investieren, um das Glas zufriedenstellend zu füllen.

Nun zum Film: An "Dogma" stört mich vor Allem, dass böse und/oder intelligente Satire rar gesät ist und sich Smith zu oft nur auf albernes Rumgeblödel beschränkt. Die flache Handlung über zwei gefallene Engel, einen rachsüchtigen Dämonen, den 13. Apostel und die letzte Erbin Christi gibt nicht genügend Stoff für 120 Minuten her, zieht sich dementsprechend an manchen Stellen und fällt in der zweiten Hälfte obendrein etwas wirr aus, weil Smith hier und da den Faden verliert.

In das Drehbuch haben sich so manche Widersprüche eingeschlichen, die daran zweifeln lassen, dass Smith wirklich wusste, was er mit "Dogma" eigentlich aussagen möchte. Zum Einen möchte er die Menschenverachtung der christlich-gottgegebenen Dogmen entlarven, was ihm in den Exekutionsszenen der Tödsünder durch den Todesengel Matt Damon auch hervorragend gelingt, zum Anderen möchte er die Biederkeit des katholischen Glaubensbildes ad absurdum führen, indem er Gott und seine Helfer (u.A. Alan Rickman, Chris Rock, Salma Hayek, Jay und Silent Bob) als cool und lustig darstellt. Beides passt nicht wirklich zusammen. Darüberhinaus ist Gott in Wahrheit eine Frau, wird von der Himmelbevölkerung meistens aber trotzdem mit männlichen Pronomen umschrieben.

In manchen Reviews zu "Dogma" liest man von einer Glaubenssatire/-parodie auf dem Niveau von "Das Leben des Brian", das muss ich persönlich ganz klar verneinen! Einzelne Szenen haben Monty-Python-Niveau (neben den schwarzhumorigen Exekutionsszenen auch Alanis Morissette als verspielte und verschmitzte Göttin), insgesamt ist "Das Leben des Brian" dem Smith-Werk allerdings haushoch überlegen. Ohne den tollen Cast würde ich bei "Dogma" wohl einschlafen. 4-5/10 Punkten.

Dogma Bewertung
Bewertung des Films
410
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4 Kommentare
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luhp92 : : BOTman Begins
26.01.2018 14:02 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.890 | Reviews: 127 | Hüte: 310

Ja, das hätte man tatsächlich tun können, ich habe mich aber für die "politisch korrekte" Version entschieden.

Seine neueren Werke kommen noch. Ich habe vorne angefangen und habe die Liste nun erstellt, um den Abschluss des View Askewniverse zu markieren.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
26.01.2018 13:44 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.566 | Reviews: 24 | Hüte: 134

... war nicht ernst gemeint, aber hätte im Zusammenhang ganz gut gepasst, wenn man da noch einen leicht ironischen Geschlechterspin mit reingebracht hätte wink

Was ich wahrscheinlich gemacht hätte, und dafür dann wahrscheinlich wieder einiger Kritik ausgesetzt gewesen wäre, insofern alles in Butter

Dein Smith-Ranking ist ganz interessant, aber da sind ja kaum aktuelle Werke drin (wie dieses komische Sektendrama oder Tusk)

Dünyayi Kurtaran Adam
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luhp92 : : BOTman Begins
26.01.2018 13:29 Uhr | Editiert am 26.01.2018 - 13:33 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 9.890 | Reviews: 127 | Hüte: 310

@MobyDick

Danke smile
Ich habe jetzt mal eine Liste zu Kevin Smith erstellt:

https://www.moviejones.de/toplisten/665/kevin-smith-top-liste-p1.html


Zu deinem Kritikpunkt:
Meinst, ich hätte du besser "Gott" anstatt "Göttin" schreiben sollen oder worauf möchtest du hinaus?

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
26.01.2018 11:28 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.566 | Reviews: 24 | Hüte: 134

Gutes Review, spiegelt in etwa meine Wahrnehmung wieder, wobei cih sogar auf 6 Punkte gehen würde. Einziger Kritikpunkt:

Darüberhinaus ist Gott in Wahrheit eine Frau, wird von der Himmelbevölkerung meistens aber trotzdem mit männlichen Pronomen umschrieben.

Dies induziert: Alanis Morissette als verspielte und verschmitzte Göttin ...

wohl eher: . als verspielten und verschmitzten Gott

Dünyayi Kurtaran Adam
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