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Don’t Breathe

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Don’t mess with Stephen Lang

Don’t Breathe Kritik

Don’t Breathe Kritik
6 Kommentare - 29.08.2016 von Moviejones
Wir haben uns "Don’t Breathe" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Don’t Breathe

Bewertung: 4 / 5

Fede Alvarez, dem wir 2013 das Evil Dead-Remake zu verdanken hatten, steht als Regisseur und Produzent, neben Sam Raimi, hinter Don’t Breathe. Der Film startet Anfang September bei uns und stieß in den USA zuletzt mit mehr als 26 Mio. Dollar Suicide Squad vom Box Office-Thron. Die US-Kritiker waren voll des Lobes und auch wir dementsprechend neugierig, ob mal wieder ein Horrorthriller ohne Mithilfe von James Wan funktioniert.

Die drei Freunde Rocky (Jane Levy), Alex (Dylan Minnette) und Money (Daniel Zovatto) sehen nur einen Ausweg, der Tristesse von Detroit zu entfliehen: Genug Raubüberfälle begehen und dabei auf das Wissen von Alex setzen, dessen Vater im Bereich der Gebäude-Sicherung arbeitet. Bisher lief alles glatt und ein großes letztes Ding soll es bringen, auch wenn Alex erst Bedenken hat. Doch der Bruch scheint zu verlockend und einfach, denn wie schwer kann es sein, einen Blinden (Stephen Lang) um sein Geld zu bringen?! Dumm nur, dass die Drei nicht ahnen, mit wem sie sich da anlegen...

Trailer zu Don’t Breathe

Don't breathe Kritik

Alvarez und Raimi, zwei Namen, die eine brisante Kombination versprechen und so fühlt sich Don’t Breathe auch an. Aber seien wir ehrlich, es ist kein Film, der einen gestandenen Horrorfilmfan von Grund auf überrascht oder durchweg unvorbereitet erwischt. Dafür ist das Rezept Katz-und-Maus-Spiel zu alt und bekannt. Was zum Thrill dieses Films beiträgt, ist die verkehrte Welt, das Opfer, das so gar nicht leicht auszuknocken und ein überaus ernstzunehmender Gegner ist.

Wenn man von Überraschungen sprechen will, dann von der Tatsache, dass keiner der Beteiligten eine saubere Weste hat und trotz allem die einzelnen Beweggründe zumindest nachvollziehbar werden. Dabei presst einem Don’t Breathe die ganze Tristesse der armen Seite Amerikas in die Magengrube, was die Verzweiflung der Jugendlichen besonders greifbar macht, an Geld kommen zu müssen. Dem nächtlichen Elend entkommen, das will der blinde Hausbesitzer auch, der sich zwischen Selbstschutz, -justiz, Sadismus und Opferrolle gleitend bewegt, so dass man sich nie ganz sicher ist, ob man ihn nun bedauern oder verfluchen soll. Mit Stephen Lang, dem zackigen Colonel Miles Quaritch aus Avatar - Aufbruch nach Pandora, hätte auch keine bessere Besetzung des Army-Veteranen gefunden werden können. Der Mann strahlt Selbstsicherheit, Zuversicht und Dominanz aus und das spürt man als Zuschauer in den ganzen nervenaufreibenden Minuten.

Jane Levy, Dylan Minnette und Daniel Zovatto haben dabei einiges durchzumachen, die zwischen jugendlicher Arroganz, alltäglichen Bürden und dem großen Traum, ans schnelle Geld zu kommen, tänzeln. Hier werden Leute, die nicht wirklich sympathisch wirken, in eine Hölle aus Dunkelheit und Angst geworfen und man möchte ihnen wie im Filmtitel "Atme nicht!" zurufen. So mancher Film versagt, wenn es darum geht, Leute mit Ecken und Kanten, die man selbst ungern als Nachbar hätte,zu etablieren, um deren Wohl man sich hier so manches Mal sorgt. In Don’t Breathe erschafft Alvarez ein simples, aber effektives Versteckspiel, in dem die Sympathien jedoch nie ganz zwingend klar verteilt sind.

Don't breathe Bewertung

Ob Schreckmomente oder die richtige musikalisch-minimale Untermalung, einfache Zutaten, die neben guten Darstellern einen wirkungsvollen Horrorthriller erschaffen. Dieser ist smart genug, sich nicht als total innovativ zu verkaufen und schafft es abgesehen von vielleicht der einen oder anderen Zu-viel-Wendung über die ganze Filmlänge zu unterhalten. Ganz neu ist die Geschichte nicht, aber mit netten und dabei äußerst effizienten Anleihen bei anderen Filmen. Don’t Breathe fühlt sich an wie ein bisschen Panic Room, gemischt mit einer Mini-Prise Das Schweigen der Lämmer und Cujo. Die Spannung ist greifbar und Fans direkter Horrorthriller sollten sich Don’t Breathe nicht entgehen lassen, die auch mal ohne ein typisches Geisterhaus auskommen.

Don’t Breathe Bewertung
Bewertung des Films
810
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6 Kommentare
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Sully : : Elvis Balboa
11.12.2017 22:31 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.634 | Reviews: 30 | Hüte: 355

Einer der gut gemachten Filme seines Genres, wobei ich "Horror" hier gänzlich aussen vor sehe. "Psycho-Thriller" ist wohl die passendere Bezeichnung. Von der ersten bis zur letzten Minute (des ohnehin kurzen Films) funktioniert der Spannungsbogen ohne Längen. Die Darsteller machen ihre Sache gut und besonders Stephen Lang überzeugt hier in einer Mischung aus gnadenlosem Jäger und Opfer.

Obwohl so Einiges vorhersehbar ist, gibt es doch die eine oder andere interessante Wendung.

Insgesamt ein guter 1x Anguckfilm

3,5 von 5 Hüten

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

MJ-Pat
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sid : : Fischfutter
12.09.2016 21:24 Uhr | Editiert am 12.09.2016 - 21:50 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.177 | Reviews: 14 | Hüte: 27

Am Freitag Sichtung. Kinosaal trotz Hitze gut gefüllt.
Der Film ist gut gespielt, spannend, sehr gute musikalische „Untermalung“, eigentlich prima.
Zwei kleinere „Probleme“ hatte ich trotzdem: Erstens konnte ich mir häufiger ein gewisses Grinsen nicht verkneifen, so nass, wie es den Jugendlichen reingeht, denn ich war lange Zeit wirklich auf keiner Seite bzw. beiden. Edit: Stichwort Video, das läuft und andererseits kleine Schwester. Manchmal ist es besser, denke ich, wenn man klar auf einer Seite stehen kann und mehr mitfiebert. So hab ich mich zeitweise ziemlich entspannt zurückgelehnt und interessiert betrachtet, wer überlebt. Auch im Kino wussten viele nicht, ob sie kichern oder entsetzt sein sollen, was den Effekt bei mir noch verstärkt hat.
Und zweitens und noch viel schlimmer: Ich hab auch The Raid im Kino gesehen, wo es mich im Kinosessel gebeutelt hat. Lobend erwähnt werden muss aber, dass da, wo andere Filme längst ausblenden, Dont Breathe noch ein-zwei Schippen drauflegt.
Alle Darsteller sind glaubwürdig und besonders überzeugend ist natürlich Stephen Lang.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hüte.

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Moviejones : : Das Original
30.08.2016 01:35 Uhr
0
Dabei seit: 15.10.08 | Posts: 1.661 | Reviews: 756 | Hüte: 73

Absolut richtig, guter Hinweis. Wir haben uns trotzdem an die anderen Filme mit erinnert gefühlt wink

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Critjas27 : : Mr. Justice
30.08.2016 00:56 Uhr
0
Dabei seit: 04.06.10 | Posts: 643 | Reviews: 0 | Hüte: 8

@Moviejones

Eigentlich klaut Don’t Breathe, die Grundidee von Warte, bis es dunkel ist (Wait Until Dark) ein Thriller aus dem Jahre 1967, in dem Audrey Hepburn die Hauptrolle spielt.

Kurzbeschreibung:

Die drei Gangster Roat, Carlino und Mike suchen eine mit Heroin gefüllte Puppe. Dabei geraten sie an die blinde Susy Hendrix, die zufällig in den Besitz der Puppe kam. Die Verbrecher terrorisieren die Blinde und versuchen, sie mit Brutalität einzuschüchtern. Doch sie kann ihre Blindheit bald als Vorteil nutzen.

Ich habe nie behauptet der Beste zu sein. Ich habe nur gesagt ,es gibt kein Besseren als mich.

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ferdyf : : Alienator
29.08.2016 22:49 Uhr
0
Dabei seit: 04.02.13 | Posts: 2.129 | Reviews: 5 | Hüte: 76

Klingt sehr cool, so in etwa habe ich den Film eingeschätzt

MJ-Pat
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sid : : Fischfutter
29.08.2016 19:15 Uhr
0
Dabei seit: 01.10.12 | Posts: 1.177 | Reviews: 14 | Hüte: 27

Toll, das ging schnell laughing.
Und über die Hüte freue ich mich auch, mehr als den letzten Absatz traue ich mich aber nicht zu lesen wink. Horrorthriller ist eigentlich sogar noch besser als nur Horror.
Könnte ein schöner Herbst für Horror(thriller)filme an sich werden. Blair Witch (2016) hat bisher auch sehr gute Kritiken und diese Woche kommt "Morgan".

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