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Ratchet & Clank

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Kein Film nur für Fans

Ratchet & Clank Kritik

Ratchet & Clank Kritik
1 Kommentar - 25.04.2016 von Moviejones
Wir haben uns "Ratchet & Clank" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Ratchet & Clank

Bewertung: 3 / 5

Es war ein kühler November 2002, als das dynamische Duo Ratchet & Clank zum ersten Mal das Licht der Welt auf der Playstation 2 erblickte. Den Siegeszug, den Insomniac Games damit startete, konnte damals noch keiner absehen. Zwar war es der Reihe nicht vergönnt, den Bekanntheitsgrad anderer Topmarken zu erreichen, doch fast jeder Teil schaffte es weltweit auf mehrere Millionen Verkäufe. Vor allem auf der Playstation 2 stellte Ratchet & Clank zusammen mit Jak & Daxter sowie Sly Cooper das Nonplusultra der 3D-Jump & Runs dar. Nun soll das Duo endlich auch im Kino erfolgreich sein und dazu wird der erste Teil einer storytechnischen Frischzellenkur unterzogen.

Die Solana-Galaxie, ein friedfertiger Ort, wäre da nicht diese schreckliche Blarg-Bedrohung! Deren Vorsitzender Drek hat eine gefährliche Waffe konzipiert, den Deplanisator. Am anderen Ende der Galaxie träumt der junge Lombax Ratchet sehnsüchtig davon, große Taten zu vollbringen, so wie seine Idole die Galactic Rangers und deren Anführer Captain Qwark. Doch wie soll ein kleiner schwacher Lombax zu großen Taten fähig sein? Als Ratchet durch Zufall auf den Roboter Clank trifft, ist dies nicht nur der Beginn eine großen Freundschaft, sondern Clank besitzt auch Informationen über Dreks diabolische Pläne und nun können beide zeigen, dass man nicht groß und kräftig sein muss, um ein Held zu sein...

Trailer zu Ratchet & Clank

Ratchet & Clank Kritik

Schau an, es geht doch! Jahrelang jagte eine Videospieleverfilmung die nächste und die Ergebnisse waren in den meisten Fällen unterirdisch. Die wenigen guten Exemplare kann man noch immer an einer Hand abzählen und dann kommt Ratchet & Clank daher und zeigt, wie ein Videospiel geschickt fürs Kino aufbereitet werden kann, dabei den Charme seiner Herkunft behält und sich dennoch wie ein Film anfühlt, der nicht nur für Gamer-Nerds gedacht ist, sondern für die ganze Familie. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass die Ratchet & Clank-Spiele seit jeher mit ihren komischen Zwischensequenzen und unterhaltsamen Geschichten ein bestimmtes Filmgefühl vermittelt haben. Dies nun in Form eines reinrassigen CGI-Animationsfilms umzusetzen, ist einfach die logische Konsequenz und optisch bleibt der Geist der Reihe erhalten.

Fans der Spiele werden viele Aha-Momente erleben, die den Kinospaß noch aufwerten, beliebte Elemente sind nämlich auch im Film zu finden. So dürfen Kisten, Gadgetron, abgedrehte Waffen, der Omni-Schlüssel und natürlich die R.I.D.A. nicht fehlen. Selbst eine kleine Anspielung auf Sly Cooper und Ottsel Daxter haben sich die Macher nicht nehmen lassen, auch wenn nur Fans jener Spielereihen und mit dem nötigen Hintergrundwissen aus Playstation 2-Zeiten diese Gags richtig wertschätzen können.

Doch so schön es ist, eine Videospieleverfilmung zu erleben, die es schafft, im Kino auf eigenen Beinen zu stehen, so sehr schmerzt es, dass wiederum viele offensichtliche Fehler begangen wurden. So basiert Ratchet & Clank nur zu Teilen auf dem ersten Videospiel aus dem Jahr 2002. Die Grundidee der Geschichte wurde beibehalten, doch in Form eines Reboots um Elemente der nachfolgenden Spiele zu einer neuen Geschichte komprimiert. So tauchen auf einmal Galactic Rangers und Dr. Nefarious in humanoider Form auf und damit bedauerlicherweise ohne essenziellen Sidekick Lawrence.

Die Idee, die Story ein wenig anders zu erzählen, ist dabei nicht verkehrt (das Spiel zum Film zum Spiel erscheint übrigens Ende April), doch wurde dieser Reboot ein wenig zu weichgespült. Zwar wurde Ratchet & Clank im Laufe der Zeit immer bunter, eine gewisse Bedrohlichkeit, vor allem im ersten Teil, war aber immer gegeben. Jetzt wird die Geschichte jedoch so simplifiziert, dass es nicht verwunderlich ist, dass die Laufzeit kaum über die 90 Minuten hinausgeht und die Story für Spieleunkundige damit nur für Jüngeren geeignet ist. Zuschauer über 14 könnten hingegen schnell gelangweilt sein, vor allem da visuell zwar der Stil der Spiele eingefangen wurde, aber die Animationsqualität nicht auf der Höhe der Zeit ist. Das schmale Budget merkt man Ratchet & Clank stark an, was den Film per se nicht hässlich macht, aber es fehlt einfach an Details und Effekten, die in einen modernen CGI-Film gehören.

Gegen Ende wird die Tür wie üblich weit für eine Fortsetzung aufgestoßen, ein Ende, welches vor allem die Spielerschaft freuen dürfte. Die müssen aber hingegen in einen gewaltigen sauren Apfel beißen: Einerseits ist die Synchronisation des Films sehr gelungen und im Original trumpfen sogar richtige Stars auf, doch ist andererseits unerklärlich, warum für den Film neue Synchronstimmen gewählt wurden. Ja, es wurde gute Arbeit geleistet, aber musste es sein, dass unser so heißgeliebter Lombax, Clank und auch Qwark auf einmal so anders klingen? Es fehlen einfach die Stimmen, die wir 14 Jahre liebengelernt haben. Sollte es jemals einen Jak & Daxter-Kinofilm geben,  warnen wir gleich davor, Daxter neu zu besetzen...

Ratchet & Clank Bewertung

Rein unter dem Standpunkt seiner Herkunft betrachtet, handelt es sich bei Ratchet & Clank durchaus um die beste und authentischste Videospieleverfilmung, die es jemals gab. Doch als reiner Film lässt Ratchet & Clank leider noch viele Wünsche offen. Die Story ist zu sehr auf ein junges Publikum ausgerichtet und unterfordert damit gerade die älteren Fans, denn auch Animationsfilme sollten inzwischen eine höhere Komplexität und Tiefgang bieten als ein simples Gut-Böse-Schema. Da auch die Animationsqualität nur solide und nicht auf Höhe der Zeit ist, spricht weniger für einen Kinobesuch und mehr für einen launigen Nachmittag vorm Blu-ray-Player. Und diese Aussage zu treffen, schmerzt als großer Ratchet & Clank-Fan der ersten Stunde besonders.

Ratchet & Clank Bewertung
Bewertung des Films
610
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1 Kommentar
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LastGunman : : Moviejones-Fan
01.05.2016 02:34 Uhr | Editiert am 01.05.2016 - 02:35 Uhr
0
Dabei seit: 05.09.15 | Posts: 327 | Reviews: 1 | Hüte: 4

Ein interessantes Review von jemandem, der zuvor das dazugehörige (neue) Spiel gespielt hat: http://nakedgameplay.com/ynnews/news/view/the-ratchet-amp-clank-movie-is-a-90-minute-cutscene-looking-for-a-game

Da werden die Probleme sehr deutlich genannt:

"In the game Ratchet goes through an extended obstacle course (which also serves as a tutorial). By the time he’s jumped every jump and defeated every opponent it feels like he’s supremely qualified for the position. When Captain Qwark, the Galactic Rangers’ most popular (and most pompous) member turns him away, it feels completely unfair.

In the movie there is no obstacle course. We see Ratchet arrive at the tryouts. Then we see him turned away. It’s still cruel, but it’s nowhere near as potent and telling a moment.

It’s a problem that repeats itself throughout the film. An obstacle is put in the heroes’ way, and instead of spending a half-hour working through a level with bits of exposition along the way, the movie skips right to the resolution. A pivotal encounter in an enemy stronghold is reduced to a self-aware montage. A moment that was a major boss fight in the game is barely a blip in the movie."

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