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Wenn Träume fliegen lernen

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Die Entstehungsgeschichte von Peter Pan

Wenn Träume fliegen lernen Kritik

Wenn Träume fliegen lernen Kritik
0 Kommentare - 17.11.2010 von Nothlia
In dieser Userkritik verrät euch Nothlia, wie gut "Wenn Träume fliegen lernen" ist.

Bewertung: 4 / 5

Von den zahlreichen Verfilmungen des Peter-Pan-Stoffes sind v.a. Disneys Zeichentrickfilm und "Hook" aus den frühen 1990ern im Gedächtnis geblieben. Beides direkte Umsetzungen des Stücks. "Wenn Träume fliegen lernen", der etwas sperrige deutsche Titel von "Finding Neverland", widmet sich der Entstehungsgeschichte Peter Pans, ist demnach ein - mehr oder weniger - biografischer Film über den Peter-Pan-Erfinder James Barrie. Inhalt: London, frühes 20. Jahrhundert: James Barrie (Johnny Depp) ist Bühnenautor mit sinkendem Erfolg und Schreibblockaden. Selbst der ihm zugeneigte Theaterbesitzer Frohman (Dustin Hoffman) ist immer weniger von Barries Stücken überzeugt. Eines Tages trifft er zufällig im Park auf Peter Davies (Freddie Highmore) und dessen fantasiereiche Brüder. Der Ideenreichtum der Jungs beim Spielen fasziniert Barrie und er knüpft Kontakt zu deren Mutter Sylvia (Kate Winslet). Immer mehr Zeit verbringt er mit den Kindern, seine eigene Fantasie setzt sich frei, findet sich im Spiel wieder und schließlich auch in einem neuen Theaterstück. Doch nicht alles ist gut: Sylvia ist krank, Sylvias Mutter (Julie Christie) verbietet Barrie den Umgang mit ihrer Tochter und ihren Enkeln und um Barries Ehe ist es auch nicht zum Besten bestellt ... Eigene Meinung: Der hochkarätig besetzte Film überzeugt in weiten Strecken durch intensives Spiel und glaubwürdiger Mischung aus Drama und einer fantastischen Sicht der Welt. Der Storyverlauf ist weitgehend vorgegeben, trotz der gesteigerten Dramaturgie in den Konflikten bleibt der Film klischeefrei und verweigert sich konsequent den aufgesetzten Kitsch. Die wichtigste Zutat sind die Figuren und mit ihnen die Schauspieler. Johnny Depp mimt mehr als überzeugend den fantasiegewinnenden Barrie, Kate Winslet verkörpert passend dazu die aufgeschlossene alleinerziehende Mutter. Freddie Highmore als Peter ist fast schon ein wenig das schauspielerische Highlight. Selten hat ein Kinderdarsteller die Entwicklung seiner Figur dem Publikum so nahe bringen können. Etwas steril wirkt Radha Mitchell, die Barries Ehefrau spielt. Die Figur selbst bleibt distanziert. Handwerklich bietet der Film gute Arbeit, an der Inszenierung, Kamera, Schnitt und Musik ist nichts auszusetzen. Da Dialogszenen und dramagerechte Inszenierungen hauptsächlich gefragt sind, unterbleiben dynamische Kameraaufnahmen und Nahaufnahme und Halbtotale überwiegen. Die Kostüme wirken glaubhaft, allerdings kenne ich mich mit englischer Mode zu der Zeit nicht aus. Ein spannender Film ist "Finding Neverland" im Grunde nicht, das soll er auch nicht sein. Es  ist ein dramaturgischer Film, ein Schauspielerfilm, aus dem der Zuschauer etwas mitnehmen soll. Nämlich die Aussage Peter Pans: Bewahre das Kind in dir, sehe die Welt mit der Fantasie, die ihr gebührt. Das gelingt ihm durchaus, wenngleich er nicht zu jeder Minute sein angestrebtes Level halten kann. Fazit: Schaupielerisch hervorragend, gedankenreich und nachdenklich. Wie wir den Peter Pan in uns entdecken. 8/10 Punkte.

Wenn Träume fliegen lernen Bewertung
Bewertung des Films
810

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