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Tom-Hanks-Western soll streamen

Netflix sichert sich "Neues aus der Welt", bindet David Fincher

Netflix sichert sich "Neues aus der Welt", bindet David Fincher
5 Kommentare - Sa, 14.11.2020 von R. Lukas
David Fincher nistet sich für die nächsten vier Jahre bei Netflix ein, nach "Mank" kommt also noch mehr. "Neues aus der Welt" behält zwar seinen US-Kinostart, aber international übernimmt Netflix.
Netflix sichert sich "Neues aus der Welt", bindet David Fincher

Bei David Fincher lässt sich immer schwer vorhersagen, was er wohl als nächstes macht. Jetzt lässt es sich aber etwas besser eingrenzen, insofern als wir wissen, wo er es macht. Denn Fincher sagt, dass er einen exklusiven Vier-Jahres-Vertrag bei Netflix unterschrieben hat, was bedeutet, dass all die Projekte, die er in absehbarer Zeit in Angriff nimmt, dort beheimatet sein werden.

Fincher hatte ohnehin schon einen guten Draht zu dem Streamingdienst, als Executive Producer (und teilweise auch Regisseur) der Netflix-Serien House of Cards, Mindhunter und Love, Death & Robots. Als Mindhunter dann auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wurde, gab man ihm die Chance, eines seiner Traumprojekte umzusetzen, den Schwarz-Weiß-Film Mank, der am 4. Dezember erscheint. Ja, er habe einen Exklusivitäts-Deal mit Netflix für weitere vier Jahre, sagte Fincher dem französischen Magazin Premiere. Er sei dazu da, "Content" zu liefern, was auch immer das bedeute. Wahrscheinlich solle er Netflix in seinem kleinen Einflussbereich Zuschauer bringen.

Der Deal soll bereits vor Mank geschlossen worden und im neunstelligen Bereich angesiedelt sein. Er habe ihn auch deshalb unterzeichnet, weil er gern arbeiten würde, wie Picasso gemalt habe - er wolle verschiedene Sachen ausprobieren, Formate aufbrechen oder den Betriebsmodus ändern, ergänzt Fincher. Ihm gefalle die Vorstellung, ein "Œuvre" zu haben. Und ja, er gebe zu, dass es sich komisch anfühle, nach vierzig Jahren in diesem Beruf nur zehn Filme auf seinem Konto zu haben. Eigentlich elf, aber zehn, von denen er sagen könne, dass sie seine seien. Objektiv gesehen sei das eine ziemlich erschreckende Beobachtung.

Und Netflix ist noch ein anderer dicker Fisch ins Netz gegangen: Da die Kinos in Deutschland und anderen europäischen Ländern ja wieder dicht sind (mindestens bis Ende November), soll der internationale Release der Romanverfilmung Neues aus der Welt, für die sich Tom Hanks wieder mit Captain Phillips-Regisseur Paul Greengrass zusammengetan hat, nun über die Streaming-Plattform abgewickelt werden. Dieser Deal wird laut Deadline gerade unter Dach und Fach gebracht. Während Universal Pictures in den USA weiter beabsichtigt, Neues aus der Welt ab dem 25. Dezember auf der großen Leinwand zu zeigen, um den Film dann nur 17 Tage später auch als Premium-VoD verfügbar zu machen, ist der deutsche Kinostart am 7. Januar 2021 also sehr fraglich.

Fünf Jahre nach Ende des Bürgerkriegs zieht Captain Jefferson Kyle Kidd (Hanks), ein Witwer und Veteran dreier Kriege, als Tatsachen-Geschichtenerzähler von Stadt zu Stadt. Er überbringt Neuigkeiten von Präsidenten und Königinnen, von glorreichen Fehden, von verheerenden Katastrophen und von packenden Abenteuern aus den entlegensten Gegenden der Welt. In der Prärie von Texas begegnet er Johanna (Helena Zengel, Systemsprenger), einer Zehnjährigen, die vor sechs Jahren von den Kiowa-Indianern aufgenommen und als eine der ihren großgezogen wurde. Johanna, feindselig gegenüber einer Welt, die sie nie kennengelernt hat, wird gegen ihren Willen zu ihrer leiblichen Tante und ihrem leiblichen Onkel zurückgeschickt. Kidd willigt ein, sie dort abzuliefern, wohin sie von Gesetzes wegen gehört. Während sie Hunderte von Meilen durch die unerbittliche Wildnis reisen und nach einem Ort suchen, den sie beide Zuhause nennen können, treffen die zwei auf gewaltige Herausforderungen durch Mensch und Natur.


Quelle: Deadline
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5 Kommentare
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Hicks : : Moviejones-Fan
12.11.2020 18:38 Uhr
0
Dabei seit: 22.02.18 | Posts: 41 | Reviews: 0 | Hüte: 8

Hauptsache er erscheint später auch auf Blu-Ray.

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TiiN : : Pirat
12.11.2020 18:13 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 6.039 | Reviews: 131 | Hüte: 330

Mit dem Fincher-Vertrag hat Netflix einen großen Deal gemacht. 4 Jahre, das könnten inkl. Mank also noch gut 1-3 Spielfilme werden, je nach Arbeitspensum.

David Fincher ist ein Filmemacher, wo jeder Film sehenswert ist. Selbst das von ihm ungeliebte Alien³ finde ich nicht schlecht.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.11.2020 15:49 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.713 | Reviews: 122 | Hüte: 414

Ich begrüße beide News, denn ich mag zwar Western aber da ich da in meinem kompletten kreis mit alleine dastehe, wäre ich dafür nicht ins Kino gegangen, und ich denke ich werde damit nicht alleine dastehen. so aber wird der Film nicht als Flop deklariert, was er nach den trailern zu urteilen ja auch nicht verident hätte.

Bzgl Fincher: Hoffentlich steigert das die Chancen auf eine Fortführung von Mindhunters, hier würde ich mich über einen ordentlichen Abschluss sehr freuen. Auch wenn er sagt, dass er möglichst andere sachen machen will...

Dünyayi Kurtaran Adam
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Venom : : Moviejones-Fan
12.11.2020 15:25 Uhr
0
Dabei seit: 24.05.17 | Posts: 71 | Reviews: 0 | Hüte: 0

"Anderes ist bereits zusammen gefallen, man veröffentlicht es jetzt nur noch nicht. Aber nächstes Jahr werden die Einschläge und Arbeitslosen sichtbar."

War doch von Anfang klar. Bin dann mal gespannt, wie die Schlauköpfe von Politikern sich da rausreden werden.

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MisfitsFilms : : Marki Mork
12.11.2020 14:40 Uhr
0
Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 3.143 | Reviews: 0 | Hüte: 97

So it begins...wie manche von uns bereits seit langen spekulieren.

Ich hoffe, dass natürlich niemand am Ende wieder Amazon oder Netflix für alles die Schuld gibt. Denn mit den Aufkäufen werden spätere Produktionen und Arbeitsplätze gesichert. Etwas, was durch Corona und die Kino Schließungen alles bedrohlich wackelt.

Anderes ist bereits zusammen gefallen, man veröffentlicht es jetzt nur noch nicht. Aber nächstes Jahr werden die Einschläge und Arbeitslosen sichtbar.

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