Storyboarding bis zum Abwinken

Robert Eggers klotzt ran: "The Northman" sein epischster Film

Robert Eggers klotzt ran: "The Northman" sein epischster Film
0 Kommentare - Mo, 20.04.2020 von R. Lukas
"The Northman" ist so groß, dass Robert Eggers seinen üblichen Arbeitsprozess abändern muss. Konnte er bei "The Witch" und "Der Leuchtturm" noch alles selbst machen, braucht er diesmal Helfer.

Robert Eggers war eine Woche davon entfernt, mit den Dreharbeiten für seinen nächsten Film zu beginnen, als die Produktion auf Eis gelegt wurde. Dieser nächste Film ist das Wikinger-Epos The Northman, angesiedelt in Island an der Wende zum 10. Jahrhundert, besetzt mit Alexander Skarsgård, Bill Skarsgård, Nicole Kidman, Anya Taylor-Joy, Willem Dafoe und Claes Bang (Dracula). Es dreht sich um einen nordischen Prinzen, der sich auf einen brutalen Rachefeldzug begibt, nachdem sein Vater ermordet wurde.

Die meisten der Darsteller seien da gewesen, erzählt Eggers. Man habe Masken- und Kostümtests gemacht, und dann habe man aufhören müssen. Aber nicht alles steht still: Eine sehr kleine Crew sei weiter bei der Arbeit, es werden Rüstungen für die Charaktere und Prothetik hergestellt. Er selbst erledige seine Arbeit mit dem Kameramann (Jarin Blaschke) und dem Storyboard Artist, erklärt Eggers. Es gebe bestimmte Dinge, die passieren müssen. So sehe der Location Manager ständig nach den Drehorten, von denen einige nun halbfertige Sets seien.

Eggers hat die letzten fünf Monate damit zugebracht, sich auf die The Northman-Produktion vorzubereiten, wie er sagt. The Witch und Der Leuchtturm, seine ersten beiden Filme, waren mindestens eine Nummer kleiner, dort konnte er seine kreative Vision noch ganz allein abstecken. Hier nicht: The Northman habe so gewaltige Ausmaße und es gebe so viel mehr Schauplätze, dass er nicht alles selbst machen oder nicht jedes Requisit selbst kennen können, erzählt Eggers. Das sei eine Herausforderung gewesen. Man entwerfe all diese Welten, baue die Dörfer, fertige Tausende von Kostümen und Requisiten an, bringe den Pferden die Dinge bei, die sie können müssen, und plane die Einstellungen.

Ohne Storyboards geht da gar nichts: Normalerweise storyboarde er nur die Szenen, die visuelle Effekte, Tiere oder Stunts enthalten, so Eggers - Dinge also, bei denen alle Abteilungen an einem Strang ziehen müssen, damit sie funktionieren. Aber in The Northman gebe es kaum eine Szene, die nicht auf einem Boot stattfinde oder eine Menge Statisten aufweise. Deshalb storyboarde man einen Großteil des Films, was viel Zeit brauche.

Quelle: IndieWire
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