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Sieger der "Streaming Wars"?

Trotz Preiserhöhung: Netflix gewinnt Kunden hinzu

Trotz Preiserhöhung: Netflix gewinnt Kunden hinzu
7 Kommentare - Di, 23.04.2024 von MJ-PaulLeger
In seinem Bericht zum ersten Quartal 2024 legte der Streaminganbieter Netflix beeindruckende Wachstumszahlen vor.

Netflix hat zuletzt einige Maßnahmen getroffen, die bei vielen Kunden nicht gut angekommen sind. So untersagt der Streaming-Riese seit letztem Jahr das Account-Sharing außerhalb der Familie und bittet jeden Haushalt einzeln zur Kasse. Nachdem in den USA die Preise bereits im vergangenen Oktober erhöht worden sind, wurde dieser Schritt kürzlich auch hierzulande vollzogen, so dass Neukunden für das Standard-Abo 13,99 statt zuvor 12,99 Euro und für den Premium-Tarif, der als einziger 4K-HDR-Qualität und Dolby Atmos-Ton bietet, sogar 19,99 statt 17,99 Euro pro Monat bezahlen müssen. Die Erfahrung zeigt, dass sich auch Bestandskunden darauf gefasst machen können, die erhöhten Preise demnächst ebenfalls berappen zu müssen.

Man sollte meinen, dass solche kundenfeindlichen Maßnahmen dazu führen, dass Nutzer vermehrt ihr Netflix-Abo kündigen, doch dem ist nicht so. Im Gegenteil scheint Netflix sogar alles richtig zu machen, denn wie der neueste Bericht für das erste Quartal 2024 zeigt, hat der Streamingdienst weltweit 9,3 Mio. Nutzer hinzugewonnen und damit die Prognose von 3,9 Mio. Neukunden deutlich übertroffen. Die Gesamtzahl der Netflix-Abonnenten beträgt nun 269,6 Mio. Schon im letzten Quartal 2023 konnte Netflix die stolze Zahl von 13,1 Mio. Neukunden präsentieren, so dass eine negative Wirkung der zuvor beschriebenen Maßnahmen ausblieb. Vielmehr scheinen tatsächlich genug Nutzer, die zuvor ein Konto geteilt haben, nun dafür zu bezahlen.

Auch die finanziellen Daten können sich sehen lassen, denn der Umsatz ist gegenüber dem ersten Quartal 2023 um 15 Prozent gestiegen. Interessant ist die Ankündigung, dass Netflix ab 2025 in seinen Quartalsberichten keine Abonnentenzahlen mehr bekannt geben will. Dies deutet darauf hin, dass der Streaming-Marktführer in Bezug auf das Nutzerwachstum das Ende der Fahnenstange erreicht sieht.

Netflix hat hierfür vorgesorgt, indem man sich eine zusätzliche Einnahmequelle in Form von Werbung geschaffen hat. So wies der noch junge und vergleichsweise günstige (4,99 Euro pro Monat) Tarif mit Werbung im Januar 2024 bereits 23 Mio. aktive Nutzer auf. Unter den Neukunden macht das werbefinanzierte Abo sogar 30 Prozent aus.

Gerade in den USA, wo immer mehr Haushalte ihren Kabel-TV-Anschluss kündigen, scheint Netflix das klassische Fernsehen ersetzt zu haben und aus den sogenannten "Streaming Wars" als Sieger hervorgegangen zu sein.

Wie ist eure Meinung? Habt ihr vor euer Netflix-Abo zu kündigen? Ist der günstige Tarif mit Werbung eine Option für euch? Schreibt eure Meinung in den Kommentaren.

Quelle: Variety
Erfahre mehr: #Netflix, #Streaming, #Streamer
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7 Kommentare
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Lordoss : : Moviejones-Fan
24.04.2024 07:54 Uhr
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Dabei seit: 12.07.23 | Posts: 84 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Netflix bin ich seit letztem Jahr raus wegen dem Sharing-Gedöns (wobei ich gelesen habe, wenn Netflix über einen Stick läuft, dann soll es trotzdem gehen). Prime bin ich Anfang des Jahres raus, wegen der Werbung. Bestellungen können kostenlos zu einem Paketshop oder ich sammel bis 39,- EUR meine Bestellung, Unlimited (Musik) ist seit Jahren Schrott, seitdem man nicht mehr gezielt Musik abspielen kann. Disney+ ist das Einzige was am Ende übrig geblieben ist, noch wegen Sharing (vielleicht klappt ja der Trick wie bei Netflix), aber wenn es nicht mehr gehen sollte, dann bleibt es wahrscheinlich auch wegen der Kinder, aber finde dort das Angebot insgesamt am Besten. Den Rest kann man, wie die meisten schon schreiben, per 1 Monatsangebot nachholen. Prime kriege ich mittlerweile auch ständig Werbung für 1 Monat kostenlos testen.

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Natas : : Moviejones-Fan
23.04.2024 22:03 Uhr | Editiert am 23.04.2024 - 22:25 Uhr
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Dabei seit: 06.05.19 | Posts: 38 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Gibt ganz oft Angebote. Ich habe zur Zeit Waipu.tv Perfect Plus + Netflix Premium für 14,75€ Monatlich. 1 Jahr gültig.

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Optimus13 : : Sith-Lord
23.04.2024 18:35 Uhr
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Dabei seit: 09.08.16 | Posts: 1.852 | Reviews: 2 | Hüte: 112

Dauerabonnent bin ich von keinem Streamingdienst mehr, außer von Prime (dort aber auch weniger wegen Prime Video). Netflix habe ich mir letztens für einen Monat geholt, um die ersten 3 Staffeln von Yellowstone zu schauen, auch Disney+ wird nur noch selten reaktiviert.

Finde die Politik der Anbieter nicht so toll, einerseits immer mehr die Preise zu erhöhen und andererseits gefühlt immer schlechteren Content zu liefern.

Chaos isn’t a pit. Chaos is a ladder.

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
23.04.2024 17:11 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 9.089 | Reviews: 173 | Hüte: 610

Man muss ja nicht das klassische Account-Sharing betreiben. Man kann auch einfach Freunde oder Verwandte besuchen und gemeinsam einen Film schauen. Macht sowieso mehr Spaß. smile

Was die Streamingdienste angeht habe ich nirgendwo ein Dauerabo sondern handle nach Bedarf.


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Rotwang : : Moviejones-Fan
23.04.2024 13:31 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 912 | Reviews: 0 | Hüte: 26

Gibts außer Bequemlichkeit keine Gründe es nicht zu kündigen und bei Bedarf neu abzuschließen, trifft auf alle Anbieter zu, wer außer prime (hier nicht das Streaming) hat denn schon ein Angebot, das sich lohnt 12 Monate laufen zu lassen.

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Lehtis : : Bowser
23.04.2024 12:25 Uhr | Editiert am 23.04.2024 - 12:40 Uhr
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Dabei seit: 24.08.11 | Posts: 1.800 | Reviews: 6 | Hüte: 73

"So untersagt der Streaming-Riese seit letztem Jahr das Account-Sharing außerhalb der Familie"

Außerhalb des Haushalts müsste es richtig heißen. Weil wir haben es davor innerhalb der Familie geshart und das geht ja nicht mehr, weil verschiedenen Haushalte.

Wir haben unser Dauerabo seit Netflixstart gekündigt, als wir es nicht mehr teilen konnten. Das war ziemlich vor einem Jahr. Ich hab seit dem nur 1 Monat (letzte Monat) gezahlt und alles nachgeguckt. Das reicht mir so. Einmal im Jahr 1 Monat. Damit macht Netflix durch mich jetzt deutlich weniger Geld.

Ein Dauerabo lohnt sich nur wenn man es teilt, wenn man es eh alleine nutzen muss, dann fällt Kündigen und neu buchen viel leichter, weil man sich nicht absprechen muss. Vor allem nachdem die Anzahl der Streamingdienste immer größer wird. Das man sich hier also die Dauerabonnenten vergrault könnte langfristig Netflix sehr weh tun.

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Btw kann es sein das die Statistik auch sehr geschönt ist? Man gibt also die Anzahl der Neu-Kunden für 1 Quartal an oder wie? Wie lange die alle abonniert haben, steht nicht. Da man durch das blockieren der Family Share Option mehr Kunden hat ist ja logisch. Viele haben sich ein neues Konto gemacht und 1 Monat gebucht. Die Frage ist ob Netflix auch langfristig mehr Geld macht. Weil wenn alle nur mehr 1 Monat im Jahr buchen, kommt da nicht mehr soviel zusammen.

Ich glaube Netflix hat sich mit der Aktion viele Dauerabonennten genommen und dafür viele Kunden bekommen die nur ab und zu 1 Monat buchen. Ob das besser ist bezweifle ich erhlich gesagt. Die Dauerabonnenten sind die Wertvollen Abonneten weil die für ein Regelmäßiges Einkommen sorgen.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
23.04.2024 11:13 Uhr | Editiert am 23.04.2024 - 11:15 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 7.294 | Reviews: 110 | Hüte: 654

Dann bin ich einer der der Leute, die gegen den Strom schwimmen. Ich habe mein Netflix-Abo letzte Woche gekündigt. Ich schaue dort zu wenig, als dass sich die 12,99 € (bald 13,99 €) monatlich für mich noch lohnen. Und wenn ich dort dann Filme schaue, bin ich meistens enttäuscht oder ernüchtert von der Qualität dieser. Hin und wieder ist auch ein guter Film dabei, aber nichts, wofür sich die monatliche Gebühr lohnt.

Und Serien schaue ich dort aktuell keine, und wenn es mit The Witcher Staffel 4 und Stranger Things Staffel 5 weitergeht, werde ich wohl mal für einen Monat erneut abonnieren und dann direkt wieder kündigen.

Es wird wohl so laufen, dass ich jedes Jahr oder alle zwei Jahre mal im Dezember für einen Monat Netflix abonniere.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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