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King Arthur - Legend of the Sword

Geboren zum König

King Arthur - Legend of the Sword Kritik

25 Kommentar(e) - 10.05.2017 von Moviejones
Filmkritik

King Arthur - Legend of the Sword Bewertung: 3.5/5

King Arthur - Legend of the Sword ist die Art von Film geworden, wie sie nur Guy Ritchie drehen kann. Den Stil muss man aber mögen. Optik, Musik, Darsteller und auch die Spannung stimmen und doch gelingt es ihm nicht, das gesamte Potential auszuschöpfen. Mit ein bisschen mehr Laufzeit hätte aus diesem bildgewaltigen und ansprechenden Film eine echte Perle werden können, so ist diese Neuauflage "nur" sehr unterhaltsam geworden. Wer Ritchies frühere Werke mag, kann hier also bedenkenlos ins Kino gehen. Wir hätten auf jeden Fall Lust, noch mehr über Arthur in Zukunft zu erfahren!

King Arthur - Legend of the Sword Kritik

Eigentlich ist Arthur (Charlie Hunnam) der rechtmäßige Erbe auf den Thron, doch von diesem ihm bestimmten Schicksal weiß er nichts. Denn nachdem sein Vater und seine Mutter vom Usurpator Vortigern (Jude Law) ermordet wurden, wächst Arthur in der Obhut von Freudenmädchen in der Gosse Londiniums auf. Auf sich allein gestellt, lernt Arthur, sich zu behaupten und sich den Respekt der Menschen um ihn herum zu verdienen. Doch noch immer sucht Vortigern nach ihm, gierend nach Macht und dem Schwert im Stein, welches nur vom wahren Thronerben herausgezogen werden kann...

Braucht es eine neue Verfilmung von König Artus und seiner Tafelrunde? Die letzte Adaption aus dem Jahr 2004 liegt mit King Arthur noch gar nicht so lange zurück und deswegen neigt man wohl dazu, die Frage mit nein zu beantworten. Doch so vorschnell wollen wir nicht urteilen und auch bei Warner Bros. dachte man sich, die Geschichte sei zeitlos und bräuchte nur einen neuen Anstrich. Für dieses Unterfangen holte man sich Guy Ritchie als Regisseur und somit war klar, dies wird kein gewöhnlicher Film über eine bekannte Geschichte. Von Anfang an weht ein anderer Wind, der ganz klar die Handschrift Ritchies besitzt. Solch eine energetische Verschmelzung von Bild und Ton hat es lange nicht gegeben und der Regisseur unterstreicht einmal mehr, warum er der Mann ist, wenn es darum geht, Blockbuster auch für deutlich kleinere Budgets umzusetzen.

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Gelungen ist die Wahl der Schauspieler, die Ritchie für King Arthur - Legend of the Sword zusammengetrommelt hat. Neben Michael McElhatton und Aiden Gillen, die den Film nicht nur optisch an Game of Thrones erinnern lassen, fühlt sich kein Darsteller deplatziert an. Besonders Charlie Hunnam schafft es, der Rolle als Arthur Gewicht zu verleihen und in jüngster Zeit überzeugte er immer wieder als guter Schauspieler. Er hat das nötige Charisma und die Leinwandpräsenz, so dass wir noch viel von ihm erwarten können. Wirklich überrascht hat uns aber die Leistung von Àstrid Bergès-Frisbey die eine starke Performance abliefert. Schade ist nur, dass Eric Bana mal wieder viel zu wenig Leinwandzeit abbekommt und auch Jude Law, der seine fiese Seite als Vortigern ausleben darf, kommt viel zu kurz, wodurch auch dessen Motivation ein wenig eindimensional bleibt.

Überhaupt hätten ein paar Minuten mehr Leinwandzeit King Arthur - Legend of the Sword ganz gutgetan. Mit 126 Minuten wurde die Geschichte zwar spannend umgesetzt, aber es gibt hier und da einfach Ecken und Kanten, die mit 10-15 Minuten nicht so gravierend wären. So braucht der Film zu Beginn ein wenig, um seinen Stil zu finden und springt ein wenig zu schnell zwischen einzelnen Szenen hin und her. Auch die fantastischen Elemente der Story werden immer nur kurz angeschnitten oder angedeutet, wo auch angemerkt werden muss, dass man sich ein wenig mit der Geschichte auskennen sollte. Zugunsten einer freien Adaption muss der Zuschauer auch auf viele bekannte Figuren verzichten. So kommt Merlin nur als Erwähnung vor, ist für den Film aber trotzdem von Bedeutung. Dass sich alles trotzdem recht rund anfühlt, liegt vor allem daran, dass Ritchie zwar pompöse Szenen zeigt, sich an diesen aber nicht ergötzt. Er platziert Schauwerte und lockert so die Handlung auf, außerdem ist die Musik, auf die wir treffen, einfach großartig gewählt. Somit bietet King Arthur - Legend of the Sword weit mehr Dialoge und weniger Spektakel, als man es in einem Film dieser Art erwarten könnte. Dabei bricht er sogar mit Hollywood-Konventionen und bläht den Film nicht mit einer unnötigen Love-Story auf.

King Arthur - Legend of the Sword ist ein guter Film geworden, dem aber ein wenig mehr Laufzeit, Hintergrundinformationen und Härte guttun würden. Zu Schwertern gehört eben eine gewisse Dosis des roten Lebenssaftes, aber das war Warner wohl etwas zu riskant. So bleibt es unterm Strich ein Film, bei dem man als Fantasyfan den Kinobesuch sicher nicht bereuen wird, aber wo der Sprung zu einem echten Kracher knapp verfehlt wird.



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King Arthur - Legend of the Sword Bewertung
Bewertung des Films
710
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sid
Fischfutter
20.05.2017 | 18:31 Uhr20.05.2017 | Kontakt
Jonesi

@luhp
Mir! Ich finde, man erkennt ihn gut. Aber ich wusste von dem Cameo bzw. hatte sogar schon ein Photo gesehen, darum konnte ich besser darauf achten.

Ansonsten sehe ich es wie die meisten hier, nämlich dass der Film ein besseres Ergebnis verdient gehabt hätte. Gestört haben mich zum Teil die schnellen Schnitte (wovon ich aber auch wirklich kein Freund bin), und ich hätte zu gern Merlin dargestellt gesehen, aber das würde natürlich nicht passen. Die eine oder andere Ungereimheit hab ich dem Film gar nicht mehr angekreidet, weil ich sie entweder schon aus den Trailern kannte oder darüber diskutiert wurde, was meine Bewertung wahrscheinlich anhebt.
Ich finde, Charlie Hunnam spielt nicht nur gut, sondern ist auch ein sympathischer Arthur (wichtig), der Film hält gut die Balance zwischen Legende und frischem Wind und macht vor allem wirklich Spaß. Was natürlich auch am toll gewählten Soundtrack liegt. Hätte ich nach dem ersten Trailer nie im Leben gedacht, dass ich die musikalische Untermalung noch loben werde.
Sehr schade, dass es wohl nicht zu weiteren Teilen reicht, die hier absolut Sinn machen würden.
7-8/10 Hüte

GeneralGrievous
Moviejones-Fan
Geschlecht | 17.05.2017 | 23:35 Uhr17.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Komme gerade aus dem Kino und bin durchaus zufrieden mit dem Film. Eben ein typischer Guy Ritchie Film mit all seinen Ecken und Kanten. smile

Gestört hat mich eigentlich nur das Finale, da es etwas zu CGI-lastig war für meinen Geschmack. Ein R-Rating hätte dem Film ebenfalls gut getan, denn ich finde dadurch büßte der Film ein wenig an Authentizität ein. Des Weiteren wirkte Jude Law irgendwie fehl am Platz. Und wie es bereits angesprochen wurde, hätte dem Streifen sicherlich eine längere Laufzeit gut getan.

Bevor hier aber Missverständnisse aufkommen: Ich habe mich toll unterhalten gefühlt, die Schauspielerriege war bis auf den Antagonisten echt gut besetzt. So ein Film steht oder fällt natürlich mit seinem Hauptdarsteller, Hunman hat seine Sache aber wirklich extrem gut gemacht, muss ich sagen!

Der Film hat es definitiv nicht verdient, dass er an den Kinokassen so dermaßen baden geht! Denn Ritchie zeigt hier durchaus Mut und bricht zum Teil mit typischen Konventionen aus Hollywood. Seine eingesetzten, unverkennbaren Stilmittel ziehen sich durch den ganzen Film und die Musikauswahl ist wirklich erfrischend anders.

Schade, dass es mit dieser Reihe (wohl) nicht weiter gehen wird. Abgesehen vom schlechten Marketing mag dies wohl auch daran liegen, dass der geneigte Kinogänger mittlerweile lieber auf seelenlose Massenware a la Fast & Furios oder Transformers abfährt. Den Kinogeschmack (nicht nur) der Amerikaner verstehe ich eh schon lange nicht mehr.

luhp92
BOTman Begins
Geschlecht | 16.05.2017 | 23:53 Uhr16.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Na, wem von euch ist dieser Cameo-Auftritt einer englischen Ikone aufgefallen?
Mir persönlich ja erst im Abspann^^

Ein Tipp: Charlie Hunman sieht ihm im Film sehr ähnlich!

http://digitalspyuk.cdnds.net/17/17/768x513/gallery-1493395173-king-arthur.jpg

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

CainAbel
Moviejones-Fan
15.05.2017 | 08:11 Uhr15.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Hallo zusammen,

kann auch nur jedem empfehlen, der die Arbeit von G.Ritchie bisher mochte, sich auch King Arthur anzuschauen. Ist ein toller Film geworden, in dem Ritschie auch wieder seine typischen Stilmittel einbaut.

Klare Empfehlung!

ChrisGenieNolan
DetectiveComics
Geschlecht | 12.05.2017 | 23:09 Uhr12.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Schade um den film, wenn er untergeht. Dann werden wir wohl: The Fall of Arthur nicht mit erleben, von Tolking geschrieben. frown

sid
Fischfutter
11.05.2017 | 23:43 Uhr11.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 11.05.2017 23:45 Uhr editiert.

Freut mich, dass der Film hier bei den ersten Besuchern recht gut ankommt...Evtl. muss ich ihn doch schon dieses Wochenende sehen (was ja eh viel besser ist, weil dann bereits Alien ansteht).

@Duck
Weil ich darüber berichtet habe, dass ein Artus-Film ansteht, hat mein näheres Umfeld ein gutes Buch dazu ausgeliehen, das ziemlich wissenschaftlich sein soll und zwar von Norma Lorre Goodrich: Die Ritter von Camelot. König Artus, der Gral und die Entschlüsselung einer Legende. Büchergilde Gutenberg.

Lese zwar gerade ein Artus-Buch, allerdings ist dies so komplett anders als das was ich auf der Leinwand sah.
Das glaub ich gern. Ich werde das oben genannte Buch erst nach dem Kinobesuch lesen wink.

Zu Fluch der Karibik: Normal gewinnt schon der Held #1, aber nicht, wenn sich welche schon in Kindertagen mögen. Und in Teil 2 eiert sie mehr rum. Aber insgesamt finde ich die Liebesgeschichte auch sehr gelungen.

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 11.05.2017 | 22:32 Uhr11.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 11.05.2017 22:36 Uhr editiert.

Komm gerade aus dem Kino und werd morgen vielleicht etwas genauer darüber berichten. Ich bin aber sehr positiv überrascht und fand ihn echt spitze. Geile Mucke, geile Szenen und dies trotz bekannter Handlungsauszüge und Setting. Klare Empfehlung für Sherlock Holmes-Fans, Fantasy-Fans der anderen Art und Fans von speziellen Filmen. Schade, dass dieser Film wohl untergehen wird.
P.S. ne Fortsetzung wird nicht wirklich angeteast allerdings auch nicht ausgeschlossen.

P.P.S
Irgendjemand der sich mit dem Artus-Stoff auskennt? Jemand der vielleicht mehr dazu erzählen kann? Oder ist jemand hier im Forum so nett und kann mir iteratur zum Stoff empfehlen. Lese zwar gerade ein Artus-Buch, allerdings ist dies so komplett anders als das was ich auf der Leinwand sah.

@Snake und Sully
Die Liebesstory aus den piraten empfinde ich ebenfalls als positives Beispiel. Vor allem da ja eigenlich typisch Hollywood der Held (=Sparrow) das Mädchen hätte bekommen müssen. Negative Beispiele sind für mich Thor 1 oder Hobbit - Smaugs Einöde.

MarieTrin
Bournes Erbe
Geschlecht | 11.05.2017 | 19:43 Uhr11.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 11.05.2017 19:46 Uhr editiert.

Ich kann den positiven Stimmen zur zustimmen, ich fand ihn vor allem erfrischend. Einfach, weil die Charaktere menschlich (!) wirkten und es "Grauzonen" gab, gerade am Anfang gab es nicht nur die typische Schwarz-Weiß-Malerei. Der Humor war auch kein aufgesetzter, sondern hat unheimlich gut in den Kontext gepasst und manchmal war es einfach Situationskomik wie man es eben z.B. aus Sherlock Holmes kennt. Der Stil von Guy Ritchie ist da unverkennbar. Außerdem wurde einem nicht die schnörkelose geradlinige Arthus-Saga präsentiert, sondern Höhen und Tiefen, man kann tatsächlich von einer Charakterentwicklung des Protagonisten sprechen. Zudem wich auch die Erzählstruktur von anderen Filmen ab, einige Szenen wurden rückblendend teilweise in sehr lustiger Form erzählt. Für mich bisher eine der positiven Überraschungen in diesem Jahr :-)

Ganz vergessen: und ein Film mit markanter Filmmusik mit dem Ansatz eines ... Trommelwirbel... eigenen Theme! Das ist bei mir schon mal gleichbedeutend mit einem großen Pluspunkt.

Que la loi soit avec toi!

TheUnivitedGast
Moviejones-Fan
Geschlecht | 11.05.2017 | 16:53 Uhr11.05.2017 | Kontakt
Jonesi

Stimmt auf BoxOffice steht 175 Mio...

Also nach soviel sah der Film nicht aus :-)

Aber gut fand ich den Film trotzdem, wenn man auf Mittelalter Setting steht sollte man das Supporten ..

FlyingKerbecs
Pirat
Geschlecht | 11.05.2017 | 15:44 Uhr11.05.2017 | Kontakt
Jonesi

@TheUninvitedGast

Ja, die 102 Millionen hab ich auch vorher gelesen, aber das war anscheinend nur das geschätzte Budget oder so. Aber es wurde nun offiziell bestätigt und es wird auch bei BoxOfficeMojo angezeigt, dass das Budget nun 175 Millionen Dollar beträgt.