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The Infiltrator

Cranston in Bestform

The Infiltrator Kritik

0 Kommentar(e) - 12.09.2016 von Moviejones
Filmkritik

The Infiltrator Bewertung: 3.5/5

Bryan Cranston mal nicht auf der "bösen" Seite, sondern als Gegner professioneller Drogenbarone. So inszeniert ihn Brad Furman in dem auf wahren Begebenheiten basierenden Film The Infiltrator. Nach Trumbo erneut eine passende Rolle für den grandiosen Darsteller, doch kann auch der Film auf ganzer Strecke überzeugen?

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The Infiltrator bringt uns die wahre Geschichte um Robert Mazur näher, einen Agenten der US-Drogenvollzugsbehörde, der in den 1980ern mehrere Jahre Undercover als Geschäftsmann Bob Musella agierte, um internationale Drogenhändler bis hin zum berüchtigten Pablo Escobar zu Fall zu bringen. Bei seiner gefährlichen Mission unterstützen ihn sein gerissener Kollege Emir Ebreu (John Leguizamo) und Kollegin Kathy Ertz (Diane Kruger), die seine liebende Ehefrau spielt...

The Infiltrator Kritik

Bryan Cranston ist natürlich nicht der Einzige, der The Infiltrator auf ein hohes Niveau hebt. Ihm unter die Arme greift John Leguizamo als dynamischer und anpackender Emir Abreu, den man wirklich als einen der grandiosesten Nebendarsteller unserer Zeit bezeichnen darf. Er lebt seine Rollen und demgegenüber wirkt die stets recht unnahbar wirkende Diane Kruger etwas schwach. Nicht zuletzt des eleganten Benjamin Bratts wegen, der als rechte Hand von Pablo Escobar das Ensemble abrundet und seine Rolle wunderbar verkörpert.

Das Casting ist exzellent, viele Details des Films auch, doch nähern wir uns dem Manko und das ist das Szenario. Wie in allen guten Mafiafilmen, sei es Departed - Unter Feinden von Martin ScorseseDonnie Brasco und wie sie alle heißen - liegen die Klischees auf der Hand, und das ist mitnichten negativ gemeint. Das Klima in dieser Parallelwelt wird auf bedrohliche Art und Weise erfasst und die Kapitalisierung des Drogenverkehrs auf erschreckende Art verdeutlicht. Auf der anderen Seite das bedrohte private Glück von Robert Mazur und seiner Familie. Jedoch fehlt es The Infiltrator an einer gewissen Originalität, denn viele Elemente, die sich anbieten, werden nicht in Gänze genutzt, mitunter ist es schwer zu folgen, was gerade den Einstand etwas holperig macht und schlussendlich das Ende zu deutlich absehbar.

The Infiltrator nutzt die gängigen genretypischen Elemente, doch im Gegensatz zu wirklichen Klassikern schafft er es nicht, den Zuschauer zu überraschen beziehungsweise ihn auf dem falschen Fuß zu erwischen. Sicherlich kein Leichtes, etwas Unvorhergesehenes zu bieten, wenn es um eine reale Geschichte geht und der Ausgang bekannt ist, aber es ist machbar und hier leider etwas zu simpel gestaltet. Die teils auch häufigen Sprünge in der Erzählung verwirren mitunter zu sehr, so dass das Eintauchen in die Geschichte etwas schwer fallen kann.

The Infiltrator Bewertung

Insgesamt wirkt The Infiltrator etwas zu oberflächlich und teils mit schnellen Schnitten unterbrochen, so dass die Spannung sich nicht immer durchgängig zu halten vermag. All das stimmt abseits der wirklich guten Ansätze des Films und des fast durchweg tollen Castings etwas traurig, denn die Absicht, einen wirklich tollen Film zu bieten, spürt man.



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710
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