Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!

Nicht alles glauben, was ihr seht

Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!

21 Kommentare - Sa, 30.01.2016 von R. Lukas - Klonen mit konservierter Dino-DNA? Nope, geht nicht. Explosionen im Weltall? Könnt ihr euch abschminken! Superkräfte durch radioaktive Strahlung? Also, mal ehrlich...

Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!
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Filme voller spektakulärer Action und wissenschaftlicher Wunder, davon kriegen wir einfach nie genug. Zu dumm nur, dass all die coole Action und all die faszinierende Wissenschaft meistens genauso fiktional sind wie die Charaktere und die Handlung. Mit den Fakten nimmt es die Traumfabrik Hollywood (und nicht nur die) nicht so genau, Hauptsache, es ergibt sich ein schön runder, spannender Film und wir haben Spaß beim Zuschauen. Alles andere ist nebensächlich.

So haben sich manche wissenschaftlichen Unwahrheiten längst bei uns festgesetzt, Dinge, die wir oft gar nicht mehr hinterfragen, sondern einfach akzeptieren oder ausblenden, weil man ihnen ohnehin überall begegnet. Sie gehören quasi schon zum guten Hollywood-Ton. Was aber nichts daran ändert, dass sie falsch sind. Hier entlarven wir ein paar gängige Wissenschafts-Märchen und Klischees, die uns in Filmen immer und immer wieder aufgetischt werden. So sehr, dass man versucht wäre, sie zu glauben, wenn es man nicht besser wüsste. Und wer in diesem Special geschmökert hat, weiß es definitiv besser!

Gerne könnt ihr selbst noch etwas beisteuern, wir wollten uns auf die wichtigsten Phänomene konzentrieren und haben bestimmt nicht alles abgedeckt. Auch falls sich irgendwo der Fehlerteufel eingeschlichen hat, sind wir für Hinweise dankbar. Haut in die Tasten und kommentiert, was das Zeug hält!

Chloroform haut einen auf der Stelle um

Den guten alten Chloroform-Trick kennen wir doch alle, er wird ja in unzähligen Filmen erfolgreich angewendet. Nichts garantiert schnelleres Einschlafen als ein Chloroform-getränktes Tuch, das dem ahnungslosen Opfer ins Gesicht gedrückt wird. Und schon schlummert es tief und fest und stundenlang. In Wirklichkeit aber funktioniert das nicht so einfach. Chloroform braucht mehrere Minuten, bis es wirkt und jemanden ins Land der Träume schickt. Wenn derjenige dort bleiben soll, muss er dem Zeug auch permanent ausgesetzt sein. Aber Opfer, die sich erst noch fünf Minuten lang wehren, bevor sie wegdämmern, kommen in Filmen eben nicht gut.

Bild 2:Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!

Man kann Laserstrahlen sehen

Egal, ob Iron Man mit Laserstrahlen um sich feuert, irgendein Weltraumheld oder sonst jemand - eine wissenschaftliche Tatsache missachten Filme generell, des Spektakels wegen. Dem Zuschauer soll visuell ja auch was geboten werden. Wer schon mal einen Laserpointer benutzt hat, weiß, dass man einen Laserstrahl nur dann sieht, wenn er auf ein Objekt trifft. Eine Wand zum Beispiel. Und selbst dann sieht man nicht den Strahl an sich, sondern nur seinen "Endpunkt". Es sei denn, ihm sind lauter winzige Partikel (Rauch, Staub, Nebel usw.) im Weg, die dafür sorgen, dass sich das gebündelte Licht streut. In dem Fall wäre er sichtbar, sonst nicht. Trotzdem, was wären Science-Fiction-Filme ohne all die schönen Laserkanonen?

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21 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 09.04.2017 | 18:51 Uhr09.04.2017 | Kontakt
Jonesi

@Elwood,

Plausibel... das ist halt die Frage. Ich kenne mich nicht genug aus, um ein ernsthaftes Statement abzugeben. Ich stelle ja nur die Frage (daher das Fragezeichen am Ende). Und Lucas ist ja nicht der einzige, der es im All krachen lässt.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Elwood
Moviejones-Fan
09.04.2017 | 18:02 Uhr09.04.2017 | Kontakt
Jonesi

@MrBond

Also plausibel. George Lucas, der Fuchs!

"Sind Sie von der Polizei?" - "Nein Ma’am, wir sind Musiker!"

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 09.04.2017 | 17:39 Uhr09.04.2017 | Kontakt
Jonesi

@Elwood,

Ernsthaft? Auf den unwahrscheinlichen Fall, einen Todesstern explodieren zu sehen, ist der einzige Grund, dies unrealistisch zu finden, dass man theoretisch in der Explosion stecken zu müsste, um sie zu hören? Ich denke doch mal, es geht hier lediglich darum, ob es grundsätzlich (physikalisch) möglich wäre, und nicht, ob man eine Kamera bzw. ein Tonaufnahmegerät, blackboxartig, mit der Explosion "mitfliegen" zu lassen - nur um den Beweis zu erbringen, dass dies der Fall ist wink

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Elwood
Moviejones-Fan
09.04.2017 | 17:25 Uhr09.04.2017 | Kontakt
Jonesi

@MrBond

In diesem Fall (so er denn möglich ist) müsstest du innerhalb der Explosion sein, um sie zu hören. Ein zweifelhaftes Vergnügen...

"Sind Sie von der Polizei?" - "Nein Ma’am, wir sind Musiker!"

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 09.04.2017 | 17:03 Uhr09.04.2017 | Kontakt
Jonesi

@Explosionen im Weltall,

Ist das wirklich gesichert? Ich meine, klar, im luftleeren Raum breiten sich keine Schallwellen aus. Wie ist das aber, wenn aus verschiedenen chemischen Stoffen während der Explosion ein Gasgemisch generiert wird, das sich widerum schockwellenartig ausbreitet und im Stande ist, Schallwellen kurzzeitig zu transportieren? Vorrausgesetzt natürlich, es wird auch Sauerstoff freigesetzt, da Feuer (Explosion) ja Sauerstoff benötigt, um zu brennen...

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MarieTrin
Bournes Erbe
Geschlecht | 09.04.2017 | 12:20 Uhr09.04.2017 | Kontakt
Jonesi

Hinsichtlich des letzten Punktes "man kann Explosionen im Weltraum hören" fand ich Gravity auch richtig... "erfrischend". Da wurde ja gerade am Anfang bei der Katastrophe damit gespielt, dass man trotz dieser Zerstörung kein Geräusch hört. Der Soundtrack zum Film hat zwar an einigen Stellen dann in gewisser Weise für die Geräuschkulisse gesorgt, aber die physikalische Grundregel, dass man im Weltraum nichts hört, wurde beachtet.

Que la loi soit avec toi!

LindaFB
Splitter
09.04.2017 | 10:52 Uhr09.04.2017 | Kontakt
Jonesi

Auch ein möglicher Fluchtweg durch die Kloschüssel ins offene Meer (findet Nemo) ist idr falsch und hat leider vielen tausend Clownfischen ein Date mit der Kanalisation eingebracht. Danke pixar!

"Kennen sie mich noch? Hm? Hm?"

Mogwai
Moviejones-Fan
08.04.2017 | 14:10 Uhr08.04.2017 | Kontakt
Jonesi

Die Angst vor kriegstreiberischen Aliens... Der Mensch spiegelt sein Verhalten auf fremde Lebensformen und vermutet, dass sie genau so handeln würden, wie der Mensch handelt. Nämlich aggressiv, dumm und rücksichtlos.

Wenn Aliens eine Invasion vor hätten, dann wohl so, dass der Planet nicht zu schaden käme und auf eine Weise, die wir erst bemerken würden, wenn es zu spät ist. Das wären dann entweder speziell auf uns ausgelegte Viren oder Gifte. Vielleicht sogar beeinflusste Naturkatastrophen (z.B. ne Mega-Flut).

Wäre als Filmstoff wahrscheinlich nicht so aufregend. Vor allem würde man eh die Menscheit wieder gewinnen lassen, durch einen dummdödeligen Alien namens Klaatu, gespielt von Keanu Reeves, der sich von einer menschlichen Frau und einem nervigen A#lochkind, dass von Will Smith gezeugt wurde, weichklopfen lässt.

Ellessarr
Waldläufer
Geschlecht | 01.02.2016 | 18:05 Uhr01.02.2016 | Kontakt
Jonesi

Ich möchte dazu nochmal auf Feuerwaffen verweisen:

Der Typische Westernschuß: schnell aus der Hüfte - Äpfel vom Kopf schießen. Gelingt auch den besten nur bei mehreren Versuchen und viel Glück.

Die Annahme jede Waffe hätte unendlich Schuß.

Der Gangster Todesschuß laughing

Damals hat man sich auch noch fix mit einer Schrotflinte ein riesen Loch in die Wand geschossen.

Auch 10m unter der Wasser Oberfläche haben Kugeln eine tödliche Wirkung

Rursus
Moviejones-Fan
31.01.2016 | 19:08 Uhr31.01.2016 | Kontakt
Jonesi

@Lehtis @ferdyf

Gar nicht mal so unrealistisch! Immerhin sind Mammuts erst vor knapp 3000 bis 4000 Jahren ausgestorben - Es existierten also noch Mammuts als die Pyramiden gebaut wurden.

Vollständige DNA sollte also vorhanden sein.