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Nicht alles glauben, was ihr seht

Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!

Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!
27 Kommentare - Sa, 15.06.2019 von R. Lukas
Klonen mit konservierter Dino-DNA? Nope, geht nicht. Explosionen im Weltall? Könnt ihr euch abschminken! Superkräfte durch radioaktive Strahlung? Also, mal ehrlich...
Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!

Filme voller spektakulärer Action und wissenschaftlicher Wunder, davon kriegen wir einfach nie genug. Zu dumm nur, dass all die coole Action und all die faszinierende Wissenschaft meistens genauso fiktional sind wie die Charaktere und die Handlung. Mit den Fakten nimmt es die Traumfabrik Hollywood (und nicht nur die) nicht so genau, Hauptsache, es ergibt sich ein schön runder, spannender Film und wir haben Spaß beim Zuschauen. Alles andere ist nebensächlich.

So haben sich manche wissenschaftlichen Unwahrheiten längst bei uns festgesetzt, Dinge, die wir oft gar nicht mehr hinterfragen, sondern einfach akzeptieren oder ausblenden, weil man ihnen ohnehin überall begegnet. Sie gehören quasi schon zum guten Hollywood-Ton. Was aber nichts daran ändert, dass sie falsch sind. Hier entlarven wir ein paar gängige Wissenschafts-Märchen und Klischees, die uns in Filmen immer und immer wieder aufgetischt werden. So sehr, dass man versucht wäre, sie zu glauben, wenn es man nicht besser wüsste. Und wer in diesem Special geschmökert hat, weiß es definitiv besser!

Gerne könnt ihr selbst noch etwas beisteuern, wir wollten uns auf die wichtigsten Phänomene konzentrieren und haben bestimmt nicht alles abgedeckt. Auch falls sich irgendwo der Fehlerteufel eingeschlichen hat, sind wir für Hinweise dankbar. Haut in die Tasten und kommentiert, was das Zeug hält!

Chloroform haut einen auf der Stelle um

Den guten alten Chloroform-Trick kennen wir doch alle, er wird ja in unzähligen Filmen erfolgreich angewendet. Nichts garantiert schnelleres Einschlafen als ein Chloroform-getränktes Tuch, das dem ahnungslosen Opfer ins Gesicht gedrückt wird. Und schon schlummert es tief und fest und stundenlang. In Wirklichkeit aber funktioniert das nicht so einfach. Chloroform braucht mehrere Minuten, bis es wirkt und jemanden ins Land der Träume schickt. Wenn derjenige dort bleiben soll, muss er dem Zeug auch permanent ausgesetzt sein. Aber Opfer, die sich erst noch fünf Minuten lang wehren, bevor sie wegdämmern, kommen in Filmen eben nicht gut.

Bild 2:Wissenschafts-Märchen: Was uns Filme immer wieder vorgaukeln!

Man kann Laserstrahlen sehen

Egal, ob Iron Man mit Laserstrahlen um sich feuert, irgendein Weltraumheld oder sonst jemand - eine wissenschaftliche Tatsache missachten Filme generell, des Spektakels wegen. Dem Zuschauer soll visuell ja auch was geboten werden. Wer schon mal einen Laserpointer benutzt hat, weiß, dass man einen Laserstrahl nur dann sieht, wenn er auf ein Objekt trifft. Eine Wand zum Beispiel. Und selbst dann sieht man nicht den Strahl an sich, sondern nur seinen "Endpunkt". Es sei denn, ihm sind lauter winzige Partikel (Rauch, Staub, Nebel usw.) im Weg, die dafür sorgen, dass sich das gebündelte Licht streut. In dem Fall wäre er sichtbar, sonst nicht. Trotzdem, was wären Science-Fiction-Filme ohne all die schönen Laserkanonen?

Quelle: Grunge
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Was denkst du?
27 Kommentare
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Pantalaimon77 : : Moviejones-Fan
16.06.2019 03:51 Uhr
0
Dabei seit: 08.02.10 | Posts: 99 | Reviews: 1 | Hüte: 2

Bei diesem Thema denke ich eher an physikalische Unmöglichkeiten, etwa wenn man in gefühlt jedem zweiten Hollywoodfilm sieht, wie jemand von der Klippe 50 Meter in die Tiefe springt, um danach unbeschadet im Wasser zu landen. Denn Wasser ist ja flüssig und darum weich, oder?

Lächerlich ist auch, wenn Menschen ohne Raumanzug im Weltraum innerhalb weniger Sekunden vereisen. Doch hin und wieder kommt es auch vor, dass eine Figur diesen Trip überlebt, sofern er der Kälte des Alls nur für wenige Sekunden ausgesetzt war. Das ist wesentlich realistischer, obwohl selten auf die physischen Schäden eingegangen wird, die dabei eintreten.

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Mar-El : : Moviejones-Fan
15.06.2019 22:22 Uhr
0
Dabei seit: 10.08.12 | Posts: 308 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Radioaktive Objekte leuchten:

Stimmt, Polonium (ein seltenes stark radioaktives Element) zb. bringt die Luft in seiner Umgebubg zum läuchten, wunderschön anzusehen, ein tolles blaues Licht! ist nur leider nicht sehr gesund ;)

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mor : : Moviejones-Fan
15.06.2019 15:43 Uhr | Editiert am 15.06.2019 - 15:47 Uhr
0
Dabei seit: 29.05.19 | Posts: 37 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Raven13: Das trifft aber hauptsächlich auf normalsterbliche zu ,mich würde interessieren ,wie es in der Realität wäre ,wenn zwei Superwesen mit höherer Knochen,Muskel-und Hautdichte kämpfen .

Mogwai: Einen gute Ansatz hatte da Signs ,auch wenn der dafür andere Logikfehler hatte (Wasser).

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JackSined : : Moviejones-Fan
15.06.2019 13:45 Uhr
0
Dabei seit: 20.12.12 | Posts: 136 | Reviews: 2 | Hüte: 7

Das mit dem Chloroform ist so nicht ganz richtig. Ich habe Biotechnologie studiert und auch in mehreren Laboren gearbeitet. Trichlormethan oder eben Chloroform wirkt wirklich sehr schnell.

Ich stand einmal zu nah neben einem Kollegen, der eine Behälter öffnete. Das waren vielleicht zwei Atemzüge, da wurde mir schon fast schwarz vor den Augen. Ich bin dann nach hinten weggekippt und konnte mich gerade noch so an einem Waschbecken festhalten.

Warum von Trichlormethan dennoch Abstand genommen werden sollte, ist die schädliche Wirkung auf Herz, Lunge und Leber.

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Elwood : : Moviejones-Fan
15.06.2019 12:47 Uhr
0
Dabei seit: 10.03.17 | Posts: 673 | Reviews: 5 | Hüte: 78

Was mich schon seit meiner Kindheit staunen lässt: Quietschende Reifen auf Sandstraßen.

"Sind Sie von der Polizei?" - "Nein Ma’am, wir sind Musiker!"

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
15.06.2019 09:45 Uhr | Editiert am 15.06.2019 - 13:09 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.194 | Reviews: 29 | Hüte: 123

Schöne Übersicht. In der Tat wird in Filmen sehr viel Unmögliches möglich gemacht. Aber ohne diese Übertreibungen wären die meisten Filme langweilig.

Ich hätte da auch noch ein paar Punkte:

Faust- und brutale Nahkämpfe

In diversen Actionfilmen liefern sich die Charaktere häufig lange Faustkämpfe. Der eine schlägt dem anderen voll mit der harten Faust ins Gesicht, der fällt zu Boden, steht sofort wieder auf, tritt seinem Gegner mit dem Fuß un den Bauch, woraufhin sich der getroffene kurz krümmt, dann gehts wieder weiter . Auch das ist natürlich absoluter Humbug. Selbst der stärkste, größte und bulligste Mensch (z. B.) Dwayne Johnson wäre durch einen harten Fasutschlag auf den Kopf oder ins Gesicht ohne Boxhandschuhe sofort KO, evtl. mit Hirnblutungen oder einem Schädelbruch oder einer starken Fraktur, einem Nasenbeinbruch oder durch einen Treffen an den Augen gar blind. Was ein harter Tritt in die Magen- oder Brustgegend anrichten kann, muss ich wohl niemandem mehr erläutern. Letztlich hängt in der Realität immer alles davon ab: Wer zuerst richtig zuschlägt, der hat meistens sofort gewonnen.

Überwachung / Spionage

Auch in diesem Bereich gibt es unzählige Schummelein in diversen Filmen. Da werden Leute in Echtzeit per Satellit überall verfolgt, jederzeit und überall in hoher Auflösung. Da werden Gesichter aller menschen von allen Überwachungskameras einer Stadt oder gar eines Landes in Echtzeit mit dem Bild des Gesuchten abgeglichen. Dabei spielt die Menge der Daten genausowenig eine Rolle wie der Schärfegrad der Bilder und Videos. "Können Sie das Bild schärfer machen?" "Ich versuche es, Sir." Da wird herangezoomt, das Bild wird plötzlich per Tastendruck richtig scharf und man kann sogar die Augenfarbe erkennen. Irre, wie aus wenig Bildinformationen plötzlich ein 4K-Bild wird.

Natürlich muss auch darauf geachtet werden, von wann der jeweilige Film ist. In der heutigen Zeit ist vieles möglich, was vor zwanzig Jahren noch unmöglich schien. Hacking von Smartphones und der Kameras / Mikrofone ist möglich, wenn Hintertüren zum System gegeben sind. Ebenso Echtzeitüberwachung durch Drohnen.

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MrBond : : Imperialer Agent
09.04.2017 18:51 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.863 | Reviews: 19 | Hüte: 405

@Elwood,

Plausibel... das ist halt die Frage. Ich kenne mich nicht genug aus, um ein ernsthaftes Statement abzugeben. Ich stelle ja nur die Frage (daher das Fragezeichen am Ende). Und Lucas ist ja nicht der einzige, der es im All krachen lässt.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Elwood : : Moviejones-Fan
09.04.2017 18:02 Uhr
0
Dabei seit: 10.03.17 | Posts: 673 | Reviews: 5 | Hüte: 78

@MrBond

Also plausibel. George Lucas, der Fuchs!

"Sind Sie von der Polizei?" - "Nein Ma’am, wir sind Musiker!"

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MrBond : : Imperialer Agent
09.04.2017 17:39 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.863 | Reviews: 19 | Hüte: 405

@Elwood,

Ernsthaft? Auf den unwahrscheinlichen Fall, einen Todesstern explodieren zu sehen, ist der einzige Grund, dies unrealistisch zu finden, dass man theoretisch in der Explosion stecken zu müsste, um sie zu hören? Ich denke doch mal, es geht hier lediglich darum, ob es grundsätzlich (physikalisch) möglich wäre, und nicht, ob man eine Kamera bzw. ein Tonaufnahmegerät, blackboxartig, mit der Explosion "mitfliegen" zu lassen - nur um den Beweis zu erbringen, dass dies der Fall ist wink

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Elwood : : Moviejones-Fan
09.04.2017 17:25 Uhr
0
Dabei seit: 10.03.17 | Posts: 673 | Reviews: 5 | Hüte: 78

@MrBond

In diesem Fall (so er denn möglich ist) müsstest du innerhalb der Explosion sein, um sie zu hören. Ein zweifelhaftes Vergnügen...

"Sind Sie von der Polizei?" - "Nein Ma’am, wir sind Musiker!"

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MrBond : : Imperialer Agent
09.04.2017 17:03 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.863 | Reviews: 19 | Hüte: 405

@Explosionen im Weltall,

Ist das wirklich gesichert? Ich meine, klar, im luftleeren Raum breiten sich keine Schallwellen aus. Wie ist das aber, wenn aus verschiedenen chemischen Stoffen während der Explosion ein Gasgemisch generiert wird, das sich widerum schockwellenartig ausbreitet und im Stande ist, Schallwellen kurzzeitig zu transportieren? Vorrausgesetzt natürlich, es wird auch Sauerstoff freigesetzt, da Feuer (Explosion) ja Sauerstoff benötigt, um zu brennen...

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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MarieTrin : : Space-Heldin
09.04.2017 12:20 Uhr
0
Dabei seit: 11.09.11 | Posts: 1.721 | Reviews: 27 | Hüte: 38

Hinsichtlich des letzten Punktes "man kann Explosionen im Weltraum hören" fand ich Gravity auch richtig... "erfrischend". Da wurde ja gerade am Anfang bei der Katastrophe damit gespielt, dass man trotz dieser Zerstörung kein Geräusch hört. Der Soundtrack zum Film hat zwar an einigen Stellen dann in gewisser Weise für die Geräuschkulisse gesorgt, aber die physikalische Grundregel, dass man im Weltraum nichts hört, wurde beachtet.

Que la loi soit avec toi!

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LindaFB : : Splitter
09.04.2017 10:52 Uhr
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Dabei seit: 03.10.16 | Posts: 428 | Reviews: 0 | Hüte: 6

Auch ein möglicher Fluchtweg durch die Kloschüssel ins offene Meer (findet Nemo) ist idr falsch und hat leider vielen tausend Clownfischen ein Date mit der Kanalisation eingebracht. Danke pixar!

"Kennen sie mich noch? Hm? Hm?"

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Mogwai : : Moviejones-Fan
08.04.2017 14:10 Uhr
0
Dabei seit: 24.01.17 | Posts: 85 | Reviews: 2 | Hüte: 6

Die Angst vor kriegstreiberischen Aliens... Der Mensch spiegelt sein Verhalten auf fremde Lebensformen und vermutet, dass sie genau so handeln würden, wie der Mensch handelt. Nämlich aggressiv, dumm und rücksichtlos.

Wenn Aliens eine Invasion vor hätten, dann wohl so, dass der Planet nicht zu schaden käme und auf eine Weise, die wir erst bemerken würden, wenn es zu spät ist. Das wären dann entweder speziell auf uns ausgelegte Viren oder Gifte. Vielleicht sogar beeinflusste Naturkatastrophen (z.B. ne Mega-Flut).

Wäre als Filmstoff wahrscheinlich nicht so aufregend. Vor allem würde man eh die Menscheit wieder gewinnen lassen, durch einen dummdödeligen Alien namens Klaatu, gespielt von Keanu Reeves, der sich von einer menschlichen Frau und einem nervigen A#lochkind, dass von Will Smith gezeugt wurde, weichklopfen lässt.

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Ellessarr : : Waldläufer
01.02.2016 18:05 Uhr
0
Dabei seit: 11.01.10 | Posts: 34 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Ich möchte dazu nochmal auf Feuerwaffen verweisen:

Der Typische Westernschuß: schnell aus der Hüfte - Äpfel vom Kopf schießen. Gelingt auch den besten nur bei mehreren Versuchen und viel Glück.

Die Annahme jede Waffe hätte unendlich Schuß.

Der Gangster Todesschuß laughing

Damals hat man sich auch noch fix mit einer Schrotflinte ein riesen Loch in die Wand geschossen.

Auch 10m unter der Wasser Oberfläche haben Kugeln eine tödliche Wirkung

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