Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt gefährden.
Iron Man 2 ist einer dieser Filme, die in einem MCU-Ranking immer wieder auf den hinteren Plätzen genannt werden. Klar, bei über 35 Filmen muss es auch Nennungen am "Tabellenende" geben, Geschmäcker sind zudem verschieden. Aber eines der größten Probleme von Iron Man 2 ist eigentlich sein Vorgänger, welcher zu den besten Superhelden-Filmen überhaupt gehört. Und da kann Iron Man 2 leider nicht mithalten - diese Schuhe sind definitiv zu groß.
Der Film hat dabei das typische Problem, welches zahlreiche Fortsetzungen besitzen. Größer, schneller höher - man muss dem Zuschauer nach Iron Man 1 bei der Laune halten und ihm was bieten. Gleichzeitig war Teil 1 für sich sehr losgelöst, die Idee eines Shared Universe existierte, doch wäre der Film gescheitert, man hätte sich bis auf einen Teaser in Form einer After Credit-Szene niemals in die Tiefen eines MCUs begeben. Bei Teil 2 ist dies anders - der Film ist eine Fortsetzung UND gleichzeitig die Erweiterung dieses Universums. Erstmals muss das große Crossover-Spektakel aufgebaut werden und so hat der Film neben dem Vergleich mit seinem Vorgänger nur ein weiteres Problem: er hat zuviel Geschichte für zu wenig Filmzeit.
Iron Man 2 setzt die Geschichte fort, indem Tony Stark in seinem Anzug weiterhin die Welt verbessert. Gleichzeitig zieht dies Konkurrenten und Neider (überragend: Sam Rockwell als Justin Hammer) an, die ebenfalls ein Stück vom Kuchen haben wollen. Auch deshalb muss Tony sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzen - ein Gegenspieler aus der Familiengeschichte der Starks, die schwierige Beziehung zu seinem Vater und eine Krankheit wären bereits genug Material für einen eigenen Film. Und dann haben wir die Avengers: Shield spielt eine größere Rolle, mit Scarlet Johansson als Black Widow bekommen wir eine wichtige Figur für die Zukunft präsentiert. Und dann haben wir da noch Andeutungen aus Teil 1, indem Tonys Freund James Rhodes mit War Machine ebenfalls zum Superhelden (ergibt logisch gesehen wenig Sinn) wird. Dies verpackt in 124 Minuten tut dem Film nicht gut, vor allem da es zu seltsamen Momenten führt. Ein Beispiel: Coulson taucht im Film auf um Tony zu begleiten, nur um wenige Minuten später Tony zu verlassen, da er ja in die Wüste muss. Die Figur nimmt Laufzeit weg, nur um den nächsten MCU-Film anzuteastern - das hätte auch locker in einem Nebensatz und der Credit-Szene verpackt werden können.
Trotz dieser Probleme wird der Film seiner negativen Kritik nicht immer gerecht, immerhin ergibt dies storytechnisch schon alles Sinn. Mehr noch, gerade mit der Konfrontation mit der Vergangenheit besitzt der Film eine tolle zentrale Handlung. Ja, die Demon in a Bottle-Vorlage wird nicht gut abgearbeitet und womöglich spüren wir hier erstmals den Einfluss von Disney - als Thema hätte man dies über mehrere Filme ziehen können, letztendlich macht man doch das Beste daraus, indem man so die zentrale Handlung betreffend der Vergangenheit miteinander verknüpft und so einige der besten Szenen des Films erhält, welche die peinlichen Party-Szenen locker vergessen machen.
Und hier sind wir bei einer der Stärken von Iron Man 2 - rein von den errinerungswürdigen Szenen würde ich sagen, bleibt der Film eindeutig stärker im Kopf als Teil 1. Iron Mans Auftritt zu Beginn des Films, die emotionalen Szenen mit seinem Vater, die Szenen vor Gericht, Tony und Rhodey gegen Vanko - mehr als einmal haben wir Momente, welche die Figur definieren und bis heute ausmachen.
Bei der Bewertung tue ich mich schwer und schwanke zwischen 3,5 und 4 Hüten. Definitiv ist der Film besser als sein Ruf, doch in den kommenden Jahren erschienen Filme, die besser waren als Iron Man 2, wenn auch nicht so gut wie Teil 1. Deshalb 7,5 Punkte als Gesamtbewertung.
Meine Bewertung
Nach dem Grandiosen Auftakt, mit dem ersten Iron Man, ist Teil Zwei doch ein ziemlicher Rückschritt. Vor allem mit dem Blickwinkel und dem Wissen um das, was mittlerweile aus dem MCU geworden ist, ist es doppelt enttäuschend, wie wenig, bis gar nicht, dieser Film das MCU voran gebracht hat.
Sicher, Black Widow darf ihre ersten, noch etwas ungelenken, Schritte in das machen, was wir mittlerweile als MCU kennen, aber wirklich Charakter hatte man ihr noch kaum verpasst. Und War-Maschine, aka Colonel Rhodes, erstmals von Don Cheadle gespielt - mit dem ich mich bis heute nicht anfreunden konnte - wird ebenfalls entgültig Teil des MCU. Viel mehr, was später wichtig werden würde, habe ich ansonsten nicht entdecken können. Weder die zuvor erwähnten "Zehn Ringe" noch die angekündigte "Avengers Initiative" spielen hier eine Rolle.
Whiplash ist ein weiterer schwacher Antagonist. Und auch der "Anti-Stark" Hammer kann nicht überzeugen. Zu sehr wird er als inkompetente Witzfigur verheizt, als das er irgend ein Gefühl von Gefahr vermitteln könnte.
Unterm Strich, und vor allem aus Sicht des MCU ein unnötiger und wenig interessanter Nachklapp zum ersten Teil ohne große Relevanz. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich mir hier erst einmal eine weitere Origin-Story eines weiteren Marvel Helden, wie dem danach folgenden Captain America, gewünscht.
Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. Und am Ende ist alles für die Katz.
Meine Meinung steht fest » Hier ist meine "Iron Man 2" Kritik
Meine Bewertung
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
Ich habe mir den Film am 09. Januar 2022 mal wieder angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Immer noch einer der besten MCU-Beiträge
Meine Bewertung
Ich habe mir den Film am 27. Dezember 2021 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
An einigen Stellen ist mir der zweite Teil ein wenig zu überdreht, der Humor sitzt hier nicht mehr ganz so passend wie beim starken ersten Teil. Mickey Rourke hat mir sehr gut gefallen, er hätte aber durchaus noch etwas mehr Screentime vertragen können. Vor allem der Abgang war mir zu abrupt.
Meine Bewertung
Ich bin bei Cineast - Iron Man 2 macht jede Menge Spaß. Als Freund der alten Comics und Comicserien hat mir gefallen, dass Iron Man einen Koffer für seinen Kampfanzug verwendet hat. Zudem hat Black Widows hier nach Marvels The Avengers ihren besten Auftritt.
Ich habe mir den Film am 01. April 2021 mal wieder angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Ein guter Film? Ach wo...aber dafür ein einziges Fest! Was Favreau hier runterballert ist einfach unglaublich unterhaltsam. Autorennen, Expo, Strom-Peitschen, Drohnensoldaten, Kriegsmaschine, Koffer-SuitUp, Martial Arts, Jedi-Action... Autorenstreik? Scheißegal...ich hab’ die Idee und die Idee und die Id-... Hier gibt’s Humor, Action, Gadgets und Wahnwitz im Sekundentakt. Als Film Schrott (naja...), aber als Comicverfilmung (für Nicht-Kenner) pure Unterhaltung.
Hier wird von den Setpieces bis zum Soundtrack ständig etwas Neues und unerwartetes geboten, dass man sich fast durchgehend ins Fäustchen lacht, was man da gerade geboten bekommt. Favreau hat sich in so gut wieder jeder Szene ausgetobt und man spürt einfach, was für einen Spaß der dabei gehabt haben muss, bei so viel abgefahrenem Zeug das hier im Detail passiert. Wieder viele, viele reale Aufnahmen, der Look bleibt immer geerdet (Kamera am WarMachine-Anzug!), Style over Substance ist hier Dauerphase!
Weitere MCU-Filme mit Favreau als kreativen Regiepartner für einen storysicheren Regisseur wäre mein Wunsch gewesen, bevor es immer abgespaceter wurde...aber zum Glück hat Shane Black mit dem 3.Teil gerade noch so die Kurve gekriegt, bevor das MCU eskaliert ist.
Hoher Unterhaltungswert! Hoher Wiederschauwert!
Meine Bewertung
- CINEAST -
Sehr gute Fortsetzung, der man ihre verkürzte Produktionszeit an einigen Ecken und Enden anmerkt, an denen der Film teilweise krankt. Immer noch zutiefst unterhaltsam und mit nem glänzenden RDJr. Neubesetzung Cheadle macht einen tollen Job und Rourke als Schurke gepaart mit Rockwells Möchtegern-Tony "Hammer" gibt ein gelungenes Antagonisten-Duo ab. Trotzdem wird man, insbesondere mit dem Wissen um Civil War, das Gefühl nicht los, dass hier jemand nen Winter Soldier Light in Form von Whiplash reinbringen wollte, der von der Story nie ausreichend Motiv oder Raum zum Atmen bekommt. Alles wirkt etwas abgehetzt - so bleiben unterhaltsame 2 Stunden mit Problemchen, die aber im Fluss des Films aufgrund der ansonsten schwer kompetenten Umsetzung Favreaus nicht weiter ins Gewicht fallen.
Meine Bewertung
Die Story des Filmes hat mir gut gefallen. Die Schauspieler sind sehr überzeugend und der Film hat Humor. Die Musik ist gut gewählt und ACDC hat als Opening und als Abspann sehr gut gepasst. Was mir leider nicht gut gefallen hat, ist, dass sich der Film streckenweise sich wie Kaugummi zieht und etwas weniger Action in diesen Film zu sehen war, als man dies vom Vorgänger gewohnt war. In diesen Teil sieht man Toni Stark, wie man viele Superhelden von Marcel im zweiten Teil sieht. Manche Dinge sind in diesen Film zu vorhersehbar und waren nicht überraschend, wie im ersten Teil. Auf dem Dach sieht das ein Feuer extrem rotstichig aus, nicht so, wie Feuer normalerweise aussieht. Die Action hat mir in diesen Film dafür wieder sehr gut gefallen.
Man kann sich den Film anschauen, aber nachdem man den ersten Teil gesehen hat, sollte man die Erwartungen für diesen Teil herunterschrauben, denn er kommt nicht an den ersten Teil heran.
Der zweite Iron Man Film verschenkte das Schurken Potenzial rund um Wiphlash der von Mickey Rourke gespielt wurde und der Film beschäftigte sich dafür viel zu lange mit Tony Starks Selbstfindung. Für mich definitiv einer der schwächsten MCU Filme.
Meine Bewertung