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Maria Magdalena

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Eine wahre Feministin

Maria Magdalena Kritik

Maria Magdalena Kritik
3 Kommentare - 12.03.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Maria Magdalena" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Maria Magdalena

Bewertung: 3.5 / 5

Vielen wird beim Namen Maria Magdalena für den Rest ihres Lebens der eingängige Popsong von Sandra aus dem Jahr 1985 einfallen. Doch mit Maria Magdalena schafft es Regisseur Garth Davis (Lion - Der lange Weg nach Hause), auch die biblische Figur wieder etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken. Ihr etwas Kontur zu geben und zudem den lasterhaften Ruf zu nehmen, welcher "der Sünderin" seit Jahrhunderten anhaftet.

Maria Magdalena Kritik

Die junge Maria Magdalena (Rooney Mara) lebt mit ihrer Familie am See Genezareth im Heiligen Land. Sie ist als Geburtshelferin bekannt und scheut sich doch selbst, diesen für Frauen so typischen Weg zu gehen. Als ihr die Heirat mit einem Bekannten auferzwungen werden soll, reagiert die junge Frau abwehrend und in den Augen ihrer Familie ehrlos und besessen. Ein jüdischer Wanderprediger (Joaquin Phoenix) hilft der jungen Frau, die sich kurz darauf entschließt, ihm und seinen Anhängern zu folgen, selbst gegen den Willen der Familie. Und so wird die junge Frau Augenzeugin wundersamer Begebenheiten und muss erleben, wie der junge, charismatische Prophet für die Sünden seiner Mitmenschen auf grausamste Weise büßen muss...

Trailer zu Maria Magdalena

Die Geschichte um Maria Magdalena, oder Maria von Magdala, ist in vielen Überlieferungen erhalten und wie das nun mal so ist mit dem Hören- und Weitersagen geht dies mit unterschiedlicher Legendenbildung und falschen Deutungen einher. Von vielen Klerikern einst als Prostituierte beschimpft, hat sich erst Papst Franziskus ausdrücklich dafür eingesetzt, dass Maria Magdalena
mit den Aposteln Jesu gleichgestellt wird. Kein immenser Schritt in der patriarchalisch geprägten Kirche, aber doch ein kleiner. Wenn es auch deutlich effektiver wäre, Diskriminierungen am lebenden Objekt zu verhindern.

Rooney Mara spielt die ikonische Rolle mit der ihr inneliegenden Zart- und Zähigkeit. Eine Rolle, die der zurückhaltenden Schauspielerin wie auf den Leib geschrieben ist und die sie mit viel Innbrunst verkörpert. In einer von Männern dominierten Welt gehört sie zu den Frauen, die sich nicht beugen lassen möchten, weder von Tradition, noch wegen angeblicher Werte und erst recht nicht aufgrund fremder Erwartungen. Damit entspricht Maria Magdalena einer der ersten (überlieferten) Feministinnen und Maras kraftvolle und zugleich sensible Darstellung macht deutlich, was für Entbehrungen die junge Frau einst auf sich genommen haben muss. Kein Wunder, dass ihr Ruf ruiniert war.

Ihr gegenüber der wie immer starke Joaquin Phoenix, auch wenn dessen Jesus-Interpretation mit Leinschal um den Hals ein bisschen an Berliner Hipster erinnert. Doch der Film legt gekonnt den Fokus auf seine Begleiterin und vergisst dennoch nicht, bestimmte Stationen aus dem Leben des berühmten Propheten aufzugreifen. Ob Heilungswunder, Totenerweckung, Tempelreinigung, Fußwäsche, Abendmahl oder Kreuzigung: Der Film zeigt es in einer beachtlichen Einfachheit. Wo mittelalterliche Gemälde so manche Überlieferung grafisch überzeichneten, zeigen Filme wie Maria Magdalena und auch einst Die Passion Christi eher eine greifbare Realität mit all ihrem Schmerz und ihren Entbehrungen.

Maria Magdalena ist ein guter Film, der von überzeugenden Darstellern getragen wird, aber alles in allem auch leider nicht so berührt, wie er es könnte. Er wirkt realistisch und zugleich etwas unnahbar und das ist bedauerlich. Dennoch für all jene eine gute Wahl, die sich für biblische Filme interessieren und Details abseits der Passion Christi auffrischen möchten.

Maria Magdalena Bewertung
Bewertung des Films
710
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3 Kommentare
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Moviejones : : Das Original
13.03.2018 12:16 Uhr
0
Dabei seit: 15.10.08 | Posts: 1.677 | Reviews: 771 | Hüte: 75

@pursyut:

Du hast recht, für viele war sie seit jeher eine Apostolin, aber ihre Rolle in der Geschichte wurde oft herabgesetzt. Deswegen diese Anmerkung von uns. Maria Magdalena mag Gedenktage haben, aber erst Heraufstufungen als "Fest" machen sie ebenbürtiger. Zudem wurde sie vor Jahrhunderten auch als Hure gebrandmarkt und eben nicht als gleichwertige Begleiterin Jesu´. Das würde jetzt aber den Rahmen sprengen, eine biblische Diskussion zu beginnen wink Uns hat jedenfalls der Film weitgehend zugesagt.

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pursuyt : : Moviejones-Fan
13.03.2018 09:19 Uhr
0
Dabei seit: 26.03.14 | Posts: 546 | Reviews: 6 | Hüte: 23

Der Film - ich durfte gestern bei einer Preview dabei sein - versteht die Essenz der Figur Maria Magdalena leider überhaupt nicht.

In ihrer Story geht es nicht um Emanzipation oder Feminismus. Es geht einzig und allein um Marias zuerst sündhaftes Leben (was der Film irgendwie nicht zeigt ... wieso auch immer) und um ihre radikale Umkehr nach ihrer Begnadigung durch Jesus. Sie wird seine treueste Nachfolgerin.

@MJ, btw: Maria Magdalena gilt schon seit dem Frühchristentum als Apostelin und ist beim Klerus nie verschrien gewesen. Vielmehr galt sie schon immer als gutes Vorbild, was Umkehr bedeutet.

Quentin Tarantino ist so wie eine Kartoffel - nur anders.

MJ-Pat
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Rubbeldinger : : Moviejones-Fan
13.03.2018 01:02 Uhr
0
Dabei seit: 31.08.15 | Posts: 2.023 | Reviews: 9 | Hüte: 58

Schöne Mischung aus Realität und religiöser Verklärung!

Ich tu das mal als Märchen ab und lass es unter diesem Banner weiterlaufen!

Möge er mit seiner Frau glücklich geworden sein, auch wenn das die Kirche gerne seinem Heilsbringer nicht gönnen will, auch nur ein Mensch gewesen zu sein, den man mystifiziert hat!

Trotz allem, könnte ein von tragischen Schicksalen begleitetes Epos daraus werden, das eine Frau begleitet, die ihrem stumpfen Dasein und den Zwängen ihrer Zeit durch das folgen eines verzaubernden Gurus entfliehen wollte, indem sie in seinen Armen landet!

All Hail To Skynet!

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