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Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert

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Userreview von MobyDick

Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Review

Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Review
1 Kommentar - 24.01.2020 von MobyDick
In dieser Userreview verrät euch MobyDick, wie gut "Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert" ist.

Bewertung: 4 / 5

Also dann, heute ging die erste Staffel von Picard los, und gefühlt bin ich der Einzige, dem das Gesehene nicht ganz so zusagt. Zeit also mein Leben als Star Trek Begleiter Revue passieren zu lassen. Aber Achtung es ist eine traurige Geschichte über Abschied nehmen. Schnief.

Als Kind mochte ich Die Enterprise um Kirk und Spock. Nicht weil ich die Serie sonderlich tatsächlich nur weil die Serie in Dauerschleife im ZDF lief. Ehrlich gesagt war sie mir schon im Kindesalter irgendwie zu lächerlich und einfach nur plump auf den nächsten Thrill-Ride aus. Später im Teenager Alter hatte ich sowieso andere Präferenzen, und es half auch nicht, dass ich mit den meisten Sci-Fi-Filmen einfach nichts anfangen konnte. Weder mit den ganzen Star Wars Filmen, noch mit den Star Trek Filmen. Ironischerweise muss ich zugeben, dass mir der erste Star Trek Film tatsächlich inhaltlich am besten gefällt. Ja, ich weiß, und mittlerweile habe ich andere Star Trek Filme, die ich höher bewerte, aber ganz ehrlich, wenn man mich fragt, welche Werke für Gene Roddenberries Vision wohl stehen dürften, dann würde ich persönlich wohl am Ehesten von der Original-Pilotfolge ohne Shatner und eben jenem ersten Kinofilm sprechen. Aber ich schweife ab.

Es kam also in den 1980ern wie es immer kommt: Irgendjemand besonders Schlaues kam auf die Idee, Star Trek neu aufzulegen, und ich hätte nicht desinteressierter gewesen sein können. Zumal alle Beteiligten völlig anders wirkten als noch in der Trashorras-Serie von anno dazumal. So blubberte also diese Serie, ich möchte fast sagen, sie siechte geradezu vor sich hin, und ich machte mir nicht mal die Mühe, sie mit der Stelle zu würdigen, wo höchstens mal ein ganz besonders ausgebildeter Arzt hinkommt. Und damit könnte ich dieses Review auch schon fast beenden, hätte es nicht diesen einen schicksalhaften Tag gegeben:

Aus einer Laune der Natur kam ich in den Genuss einer englischsprachigen Folge namens Best of Both Worlds Part 1. Für die, die diese Folge nicht kennen: Das ist die erste Folge der ersten Borg-Doppelfolge, in dieser wird Picard zu Locutus umgewandelt. Und das war es, keine Fortsetzung, nur diese Folge. Sommerpause, Cliffhanger, was auch immer. Ich war angefixt!

Was tat ich also? Ich fing bei Null an und schaute mir alle Folgen, die es bisher gab an. Und ich musste zugeben, am Anfang etwas staubig und muffig, aber so gefühlt ab Staffel 2 immer besser werdend und komischerweise auch immer mit einer sehr humanen Botschaft. War die erste Serie Trashorras in Reinkultur, so etablierte sich mit der Crew um Picard ein anspruchsvoller sozialer Dialog, der bisweilen etwas didaktisch geriet, aber immer, wirklich immer, das Herz am rechten Fleck hatte. Und je länger die Serie dauerte, desto eindringlicher und tatsächlich anspruchsvoller wurden die Themen. Ich finde es auch absolut überragend, dass die komplette Serie von vorne bis hinten diesen einen abgeschlossenen Handlungsbogen um Q hat. Denn es ging von Anfang an nur um das großartige und gute Potential, dass die Menschheit inne hat. Eine meiner liebsten Folgen ist daher auch die mit der Schnitzeljagd, wo sich herausstellt, dass alle irgendwie vom selben Volk abstammen, oder als Picard ein ganzes Leben lebt.

Es gelang der Serie sowohl relevante Stories zu erzählen, als auch die einzelnen Figuren dem Zuschauer auf eine Art näher zu bringen, ohne dass es irgendwie forciert wirken würde (mit Ausnahme vielleicht eines kleinen Jungen, den irgendwie keiner mochte). Und als am Ende die Serie tatsächlich zu Ende ging, nur um ins Kino zu kommen, war bei mir ganz große Nostalgie angebracht. Und ich für meinen Teil sollte recht behalten. Es war vorbei!

Doch halt, erst mal zurück zu Best of Both Worlds, bzw. den Borg! Die Borg wurden als der letzte große Feind aufgebaut, etwas was die Menschheit nicht bekämpfen kann, eben weil es nicht böse ist oder sonstwas, es ist einfach nur ein auf Effizienz ausgerichtetes Kollektiv. Es hat kein großartiges Ziel oder sonstwas sondern assimiliert und optimiert. Das Individuum hat keine Chance, und Widerstand ist zwecklos, da nur temporär. Im Laufe der Zeit gelang es der Serie, dieses Prinzip der Borg sukzessive zu hinterfragen und Die Borg trotz allem interessant zu belassen. Es gab immer dieses Stillschweigen dahingehend, dass alles in sich stimmig sein musste. Picard war von den Borg vergewaltigt und zerstört worden, er wurde sehr langsam und gründlich und vorsichtig wieder aufgebaut. Man ließ ihm Zeit, die Wunden verheilen zu lassen und gönnte ihm diverse Folgen, in denen er verarbeiten konnte. Sehr schön beispielsweise die Folge, in der er seinen Bruder besucht.

Wie gesagt, Die Borg waren nie böse. Sie waren einfach, Punkt!

und dann kamen die Kinofilme: Teil 7 von mir aus, tolle Wurst, aber gut sage ich mir, Shatner halt, was soll es? Dann First Contact.

irgendwie gefühlt einer der beliebtesten Star Trek Filme?

ich habe einen Verriss geschrieben, könnt ihr euch gerne durchlesen. Der Punkt ist, dass dieser Film alle Staffeln Charakterisierungsarbeit eines Picard zu Nichte macht, jegliches was wir über die Birg wussten über den Haufen wirft, und dieses krasse Konzept plötzlich dem Sleaze und billigem Thrill opfert. Das ist nicht mehr die distinguierte Serie sondern gefühlt Fox News!

okay, wende ich mich halt wieder den Serien zu? Ich mag ja DS9 tatsächlich, aber das hat nun wirklich kaum mehr was mit Gene Roddenberries Vision zu tun, sondern ist ehrlich gesagt die dreisteste Kopie einer anderen Serie, die man sich vorstellen kann. Ich bleibe trotzdem dran, aber irgendwie steige ich aus, und als dann die Voyager in See sticht (ehrlich gesagt ist es mir da schon ganz egal, wohin sie sticht), sowohl Q als auch Die Borg der Lächerlichkeit Preis gibt und sich recht wenig um Roddenberries Etiketten zu kümmern scheint, war es das.

Picard war ein guter Captain in einer überragenden Serie, die das Glück hatte, das erzählen zu dürfen, was der Macher erzählen wollte. Das hat er mit Stil, Anstand und vor allem Charakter gemacht. Wenn dieser Mann eine eigene Serie bekommt, und zu alter Stärke finden kann, wäre ich der letzte, der ihn nicht begleitet.

die erste Folge der neuen Serie hat leider für mich noch nicht geliefert, aber mein Anspruch ist denke ich auch ein völlig anderer, aber ich bleibe dran. Und hoffe ;)

Letztlich noch ein paar abschließende Worte, TNG ist bei Weitem keine der besten Serien der Welt oder aller Zeiten, aber bisweilen wurde sie mir so wichtig, dass ich ihr 8 Punkte zu geben bereit bin.

Tatsächlich aus der Distanz muss ich sagen, dass ich die TOS für besser gealtert halte und tatsächlich ist auch mit Abstand Kirk die lustigere und coolere Cpt-Pappnase. Dennoch: Picard ist jemand ganz besonderes.

Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert Bewertung
Bewertung des Films
810
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MobyDick : : Moviejones-Fan
24.01.2020 20:56 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.424 | Reviews: 134 | Hüte: 374

Tja, zur Feier der neuen Serie hier ein Review der Vorlage eines Entfremdeten ;)

Dünyayi Kurtaran Adam
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