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Spider-Man - A New Universe

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Style & Substance

Spider-Man - A New Universe Kritik

Spider-Man - A New Universe Kritik
16 Kommentare - 08.12.2018 von Moviejones
Wir haben uns "Spider-Man - A New Universe" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Spider-Man - A New Universe

Bewertung: 4.5 / 5

Mit einem ungewöhnlichen Stil scheint Spider-Man - A New Universe die Zuschauer erst einmal zu verwirren, doch die gut erzählte Geschichte, die mal nicht auf Peter Parker baut, ist klasse. Nicht nur weiß der Film im richtigen Moment die nötigen Akzente zu setzen, er verbeugt sich auch vor den Comics, den anderen Filmen und nimmt sich dabei oft gar nicht mal ernst. Schnell hat man den etwas ungewohnten Artstyle vergessen und merkt, dass hier der Stil ein ganz starkes, genau, Stilmittel ist und nicht dazu verwendet wird, mangelnde Substanz zu verstecken.

Spider-Man - A New Universe Kritik

Miles Morales führt augenscheinlich das langweilige Leben eines typischen Teenagers. Gerade hat er die Schule gewechselt und sich noch nicht so richtig eingelebt, weswegen er vor allem mit seinem Onkel abhängt, der ihn viel besser als seine Eltern versteht. Als Miles aber eines Abends von einer genetisch manipulierten Spinne gebissen wird und dann auch noch auf den echten Spider-Man trifft, ändert sich sein Leben schlagartig. Denn auch in ihm erwachen plötzlich ungeahnte Kräfte und die gilt es, gegen Kingpin einzusetzen, denn der bedroht mit seinem Plan nicht nur das Leben der Menschen in New York, sondern könnte das ganze Multiversum auf den Kopf stellen...

Trailer zu Spider-Man - A New Universe

Wir sind sicher nicht die Einzigen, die bei der Ankündigung von Spider-Man - A New Universe ein wenig verwundert waren. Sony leitete gerade erst mit Marvel einen Reboot von Spider-Man in die Wege und plante zeitgleich einen weiteren Film, der sich aber nicht auf die typischen Geschichten von Peter Parker konzentrieren, sondern endlich mal Miles Morales in den Mittelpunkt der Geschichte stellen sollte. Das Ganze dann als Animationsfilm zu verpacken und da auch noch die Sony Animation Studios ranzulassen, die in der Vergangenheit nun nicht gerade mit Qualität glänzten, konnte als extrem mutiger Schritt gesehen werden. Doch manchmal sind es genau diese Experimente, denen der Zuschauer nichts zutraut, die später umso mehr überraschen.

Spider-Man - A New Universe ist genau so eine Überraschung geworden, wo augenscheinlich erst einmal nichts zusammenpassen sollte und doch irgendwie alles zueinander gefunden hat. Natürlich muss man sich erst einmal an den Stil gewöhnen, der selbst für einen Animationsfilm ungewöhnlich ist. Denn die teils abgehackten Bewegungen wirken so, als wenn Zwischenbilder ausgelassen wurden. Hinzu kommen Filter, die vom üblichen Animationslook ablenken, der sonst alle Filme gleich aussehen lässt. Diese optische Distanzierung ist etwas, woran man sich als Zuschauer rantasten muss, bevor einem irgendwann bewusst wird, dass es genau dieser mutige Stil ist, den Spider-Man - A New Universe braucht. Ein Film, dichter dran an den Comics und seinen dort erschaffenen Figuren als kein Realfilm zuvor.

So lebt man in Spider-Man - A New Universe aber nicht nur visuell das Medium Comic aus und das in vielerlei Hinsicht, sondern auch die Geschichte spiegelt wider, was in den Comics erschaffen wurde. Gerade die Thematik des Multiversums, was in realen Comicfilmen bisher kaum zur Sprache kam, die Welt der Comics aber maßgeblich ausmacht, wird hier zum Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte, die für sich allein steht und doch zu allem gehört, was Sony mit Spider-Man bisher geschaffen hat. So steht man auf eigenen Beinen und verleugnet dennoch nicht, was Sam Raimi zum Beispiel mit seinen Filmen kreiert hatte, selbst Stan Lee wird in einer bewegenden und unglaublich passenden Szene Tribut gezollt.

Und die Geschichte selbst, sie lebt von ihren Figuren, die hier aus allen Winkeln des Multiversums kommen, und an der Stelle wollen wir nicht spoilern, denn gerade die Gags, die sich aus den Begegnungen verschiedener Spider-Mans ergeben, wie Miles in diese Welt passt und selbst zu Spider-Man wird, ist es, was Spider-Man - A New Universe auszeichnet und zu einem der besten Spider-Man-Filme seit vielen Jahren macht. Gleichzeitig bietet die Story aber auch das nötige Gewicht, um den Zuschauer nicht mit den immer gleichen Geschichten zu langweiligen, die heutige Superheldenfilme ausmachen. Und, was ebenfalls für den Film spricht, er setzt die richtigen emotionalen Töne. So wirken die Gags nicht aufgesetzt und die traurigen Momente nicht übertrieben. Gerade dieser Balanceakt gelingt hervorragend und dabei ist sich der Film seines Stils immer bewusst und nimmt sich an vielen Stellen nicht ernst, ohne dabei jemals lächerlich zu wirken.

Spider-Man - A New Universe ist eine extrem positive Überraschung zum Jahresausklang geworden und jeder, der Comicverfilmungen mag, muss diesem Film eine faire Chance geben. So oft Sony Animation normalerweise danebengreift und Schund produziert, so ist ihnen hier das absolute Gegenteil geglückt. Ein rundum hervorragender Film!

Spider-Man - A New Universe Bewertung
Bewertung des Films
910
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16 Kommentare
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
14.12.2018 21:40 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 12.716 | Reviews: 1 | Hüte: 256

La la la la la . laughinglaughing

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fbChris79 : : Moviejones-Fan
14.12.2018 19:56 Uhr
0
Dabei seit: 10.08.18 | Posts: 7 | Reviews: 0 | Hüte: 0

@Watchman Kaum Sinn? Wat? Die X Men sind gestorben. Die Schule ist geschlossen.

"sich wiederholende Actionsequenzen" Sorry, aber ich habe keine Ahnung was du damit meinst. Die erste Actionsequenz ist in der Logan seine Limousine gegen Diebe verteidigt, komplett in lila gehüllt und in der Nacht. Die nächste ist gegen die Reevers am Tag mitten in der Wüste, gepaart mit einer Autoverfolgung. Die nächste ist in einem Casino am helligten Tag in der Stadt, durch Charles Anfälle auch komplett anders gefilmt. Die nächste ist mitten in der Nacht gegen Logans Klon. Der nächste Kampf spielt im Wald, Logan im Beserker Modus gegen die Reevers und seinen Klon. Wo wiederholt sich was? Story nicht nachvollziehbar? Bitte genauer erläutern. Charles hat durch seinen hohen Alter, Alzheimer und muss Tabletten nehmen. Wo ist das unlogisch?

"Logan seine Mutantenfähigkeit verliert"

Das gleiche mit Xavier, das Adamtium fordert sein Tribut und bringt ihn langsam um, seine Selbstheilungskräfte funktionieren halt nicht mehr so gut. Logan ist über 200(!) Jahre alt.

"und kaum bis keine Charakter Entwicklung"

Welchen Film hast du geschaut? Logan hat seine Arc, Laura hat seine Arc. Logan ist am Anfang ein gebrochener, nicht auf Hilferufe reagierender, Besoffener. Er lernt im seinen Leben das erste Mal Liebe und Familie kennen und steht dazu das er Vater ist. Laura ist am Anfang eine kranke Killermaschine ohne Emotionen. Am Ende versteht sie, dass sie Verantwortung übernehmen muss, sie lernt wie man in einer Familie miteinander umgeht. Sie nicht zu dem werden soll, wozu sie geschaffen wurde. Das sind unfassbar große Arcs, die ich jetzt sogar unfassbar kurz gefasst habe.

X24 ist Wolverines Abbild und seine größte Furcht. Er ist das was aus Logan werden sollen. Unglaublich Clever ihn nochmal einen Spiegel vorzuhalten, was sein komplettes Leben respräsentiert. Was soll falsch gewesen sein mit der Abendessen Szene? Sie war süß geschrieben, unsere Figuren hatten nach nocheinmal einen glücklichen Moment und war auch wieder Teil von Logans Charakter Entwicklung. Ihm wird eine sehr glückliche Familie gezeigt, etwas was er eben nie hatte.

Du regst dich über Logikfehler auf, etwas womit man jeden Film auseinander nehmen kann. Wieso bringen die Adler Frodo und Sam nicht gleich nach Mordor? Warum schießen die Imperialen nicht auf die Rettungskasel, wenn eh kein Lebewesen an Bord ist? Sind also in deinen Augen Die Gefährten und Eine neue Hoffnung schlechte Filme?

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Watchman : : Moviejones-Fan
14.12.2018 13:44 Uhr
0
Dabei seit: 30.04.13 | Posts: 78 | Reviews: 0 | Hüte: 7

@fbChris79

Z.B wie diese Zukunft entstanden ist macht im Hinblick auf vorherige Filme aus diesem Universum kaum Sinn? Auch die Story an sich und das Ende haben mir nicht zugesagt. Logan ist zwar ein "anderer" Superhelden Film geworden, aber die Emotionen im Film können nicht seine Schwächen überdecken. zB. sich wiederholende Actionsequenzen, kaum Story die auch noch nicht besonders nachvollziehbar und unlogisch ist wie der Zustand von Xavier, warum Logan den Anführer der Reaver nicht tötet oder warum Logan seine Mutantenfähigkeit verliert (was bei Magneto und Xavier in vorherigen Filmen ja auch nicht war und immer noch nicht so ist. Xavier verliert nur seinen Verstand, nicht aber seine Kräfte), unlogische Szenen die vorherige Filme widerlegen wie die Adamantium Kugel und kaum bis keine Charakter Entwicklung. Würde ich länger über den Film nachdenken würden mir sicherlich noch weitere Sachen Einfallen wie die Abendessen Szene oder X24.

Ich fand den Film ganz gut, aber es nicht das Meisterwerk was viele behaupten und (genau so wie Wonder Woman oder Black Panther) einfach nur ein Comicfilm.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
14.12.2018 08:45 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 293 | Reviews: 1 | Hüte: 7

Film gestern angeschaut. Meine "ausführlichere Meinung" dazu:

https://www.moviejones.de/kritiken/spider-man-a-new-universe-kritik-5357.html

MJ-Pat
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Strubi : : Hexenmeister
10.12.2018 20:00 Uhr
0
Dabei seit: 30.08.10 | Posts: 3.188 | Reviews: 2 | Hüte: 45

Ich denke luph92 triffts ganz gut... So verstehe ich das jedenfalls auch, wenn ein Film "sich nicht ernst nimmt". Ein weiteres (aktuelles) Beispiel wären vllt die neueren Fast & Furious Filme. Die wissen auch, dass ihre Filme nichts mit der Realität zu tun haben, übertreiben deshalb noch ein bissl mehr und die Schauspieler spielen das mit entsprechender Lockerheit runter. Die nehmen sich und die Geschichte halt nicht ernst (außer Vin Diesel vllttongue-out).

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fbChris79 : : Moviejones-Fan
10.12.2018 18:56 Uhr
0
Dabei seit: 10.08.18 | Posts: 7 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Jap, aber das würde mich mal interessieren, was kanns du außer den flachen Bösewicht kritisieren?

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
09.12.2018 20:31 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 12.716 | Reviews: 1 | Hüte: 256

Schon lustig wie die besten Suerheldenfilme wie die Dark knight trilogie, logan oder jetzt auch der hier

@ fbChris79:

Logan ? Echt jetzt? embarassed

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fbChris79 : : Moviejones-Fan
09.12.2018 16:56 Uhr
0
Dabei seit: 10.08.18 | Posts: 7 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Schon lustig wie die besten Suerheldenfilme wie die Dark knight trilogie, logan oder jetzt auch der hier, nicht aus dem Franchise kommen, die die meisten rausballert.

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luhp92 : : BOTman Begins
09.12.2018 14:43 Uhr | Editiert am 09.12.2018 - 14:48 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.586 | Reviews: 146 | Hüte: 337

Sully hat meiner Einschätzung nach Recht, wenn er meint, dass sich das Augenzwinkern bzw. das Sich Nicht Ernst Nehmen primär nicht auf irgendeine Metaebene bezieht.

Ich selbst bin auch jemand, der Filme gelegentlich so beschreibt. Für mich bedeutet das, dass sich der Film bzw. die Filmemacher bewusst sind, dass ihre Geschichte unter Umständen schnell trashig, cringy, unfreiwillig komisch oder verwerflich wirken kann, wenn man sie zu ernst nimmt oder zu ernst erzählt. Daher werden dann bewusst Prisen an (selbstironischem) Humor und Übertriebenheiten eingebaut, um diesem Effekt entgegenzuwirken und um die Geschichte etwas aufzulockern.

Als Beispiel fällt mir da gerade "Das Phantom Kommando" ein.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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ComicFan88 : : Kingsman
09.12.2018 13:35 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.11 | Posts: 2.088 | Reviews: 0 | Hüte: 14

@Sully

Ich glaube ich verstehe irgenwie was du meinst. Prinzipiell sollte sich ein Film natürlich immer ernst nehmen, da bin ich ganz bei dir. Könnte mir vorstellen das man diese Aussage aber eher in Zusammenhang mit Komödien/Satieren und auch Animationsfilmen gebraucht. Also wie MJ beschreibt, eben von der Thematik abhängend. Bei allen anderen Genres würde ich es auch eher als Negativpunkt betrachten, sollten diese sich eben nicht ernst nehmen.

Was den Film angeht, macht die Kritik jetzt doch irgenwie neugierig. Hatte eigentlich nicht vor den Film im Kino zu schauen. Sollte sich zwischen Aquaman, Weihnachten und Silvester aber noch Zeit findet, riskiere ich evtl. doch einen Blick smile. Die Optik finde ich übringens klasse!

Ein Ring, sie zu knechten...
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Moviejones : : Das Original
09.12.2018 13:10 Uhr
0
Dabei seit: 15.10.08 | Posts: 1.743 | Reviews: 820 | Hüte: 76

@Sully
Eine pauschale Aussage ist hier nicht treffbar. Ob ein solcher Punkt für oder gegen einen Film spricht, ist immer abhängig von der Thematik. Im Falle des neuen Spider-Mans wird einfach eine perfekte Balance gefunden, wie man den Film plausibel im Gesamtkontext verorten kann und dieser Position ist sich das Werk ständig bewusst. Hier wird nicht versucht die Figur neu zu erfinden, eine Neuausrichtung mit einem Reboot hinzulegen. Es ist eine Verbeugung vor den bisherigen Filmen, den Comics und dem genutzten Medium. Daraus zieht der Film immer wieder seine Stärke und auch seinen Humor und das passt hier einfach sehr gut, es fühlt sich nicht aufgesetzt an.

Ein Film der hingegen eine ernste Thematik hat und sich nicht ernst nimmt, würde eher in unserer Gunst sinken und manchmal ist es ganz unpassend. Ein Cowboys & Aliens fanden wir zum Beispiel ganz gut, weil der Film zwar eine absurde Story hatte, sich aber diese eben nicht ins Lächerliche zog, sondern versuchte die Thematik ernst zu nehmen. Da war das genaue Gegenteil der Fall.

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Sully : : Elvis Balboa
09.12.2018 13:05 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.889 | Reviews: 30 | Hüte: 379

Nun, ich weiß zwar was Ihr meint, aber ich bin mir sicher, den Satz schon oft im Zusammenhang mit Filmen gelesen zu haben, auf die diese Erklärung nicht zutrifft. Oft waren das Filme, die eben alles einfach eher lockerer angehen, selbst wenns eigentlich ernst ist. Verweise auf Popkultur und/oder Meta-Ebenen waren da aber nicht auszumachen. Leider hab ich da jetzt keine Titelbeispiele parat.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
09.12.2018 11:25 Uhr | Editiert am 09.12.2018 - 11:29 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.314 | Reviews: 138 | Hüte: 340

@ Sully:

Ich schätze, dass dieses "sich nicht ernst nehmen" halt wirklich, wie Bartacuda angemerkt hat, auf die Metaebene abzielt. Der Film bricht aus dem eigenen Rahmen aus und verweist auf etwas außerhalb der abgebildeten Welt, um einen allgemein verständlichen "Witz" auf Kosten von etwas zu machen, was in die Popkultur eingegangen ist.

Die Frage ist nun natürlich, ob der Humor Bestandteil des Films an sich bzw seiner Intention ist - wie im Beispiel Die nackte Kanone, der als "Spoof-Movie" ja eben Polizei/Krimi-Filme auf die Schippe nehmen wollte und daraus seinen Humor zieht. Der Film ist ja genau aus diesem Grund gemacht worden und nimmt sich dabei in all seiner Absurdität absolut ernst und ist grade deshalb so lustig.

Gegenbeispiel ist dann am komplett entgegengesetzten Ende des Spektrums Deadpool, der 95% seines Humor daraus zieht, dass sein Hauptcharakter sich völlig der Tatsache bewusst ist, dass er sich in einem Film befindet und dementsprechend "Meta", also aus einer Ebene von außerhalb des Film (quasi wie ein kommentierender Zuschauer) darüber Scherze macht, was auf der Leinwand passiert.

Nicht erst durch Deadpool wurde diese Art von Kommentar zum Film während des Films publik, aber in den letzten Jahren wird es halt überall reingeschaufelt, weil es in Deadpool funktionierte. Auch schon Filme wie Aladdin von Disney mit dem Dschinni oder The Cabin in the Woods mit seiner komplett auf die Horror-Tropes ausgerichteten Idee haben das so gemacht. Ob einem dieses augenzwinkernde (metaphorische) "in die Kamera winken" gefällt, oder man eben gern innerhalb des Films und seiner inneren Logik nicht gestört werden will - auch mir gefiel die knallharte, ernsthafte und erwachsene Atmosphäre von Criminal Squad, der so angenehm intensiv "Film" war und dabei trotzdem jeden seiner Aspekte ernst nahm - muss man am Ende selbst wissen.

Mich stört der eine oder andere Moment, in dem sich ein Film nicht ganz ernst nimmt, nicht unbedingt. Ich denke grade ein solcher, eher absurder, Film wie der animierte Spider-Man jetzt ist für sowas prädestiniert, seit Shrek damals gezeigt hat, dass Animationsfilme immer gut dafür sind, die Realität oder Popkultur ironisch zu brechen. In ernsthaften, bzw "Realfilmen" muss ich das nicht so haben. Klar, so n Deadpool macht das halt zu seinem "entweder du magst es oder halt nicht"-Aspekt, Filme die allerdings nicht so angelegt sind können durchaus über solche Momente stolpern. "Positiv empfinden" tut man das vermutlich in der Regel deshalb, weil man einen "Hey, das kenn ich, den Witz verstehe ich"-Moment hat, in dem der Film einen quasi persönlich anspricht.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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bartacuda : : Mitternächtlicher Haijäger
09.12.2018 10:17 Uhr | Editiert am 09.12.2018 - 10:18 Uhr
0
Dabei seit: 03.03.10 | Posts: 4.018 | Reviews: 0 | Hüte: 263

@sully

Das müsste dann Teil dieser ominösen Metaebene sein, in der per Definition (nicht aller) die Intention des Films in sich selbst begründet ist. Also, ich nehm mich nicht ernst und deswegen kann ich alles abliefern, was sonst auch nicht ernst zu nehmen ist und dann sagen "genau so war das gewollt"

Für mich persönlich, nicht selten ein Argument einen besonderen Humor auf eine (Pseudo)intellektuelle Stufe zu heben. Aber ich bin ja auch nicht Meta

... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
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Sully : : Elvis Balboa
09.12.2018 10:02 Uhr | Editiert am 09.12.2018 - 10:04 Uhr
1
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.889 | Reviews: 30 | Hüte: 379

@MJ & All

Der Film interessiert mich ja überhaupt nicht und ich hab nur mal zum Spaß in die Kritik reingelesen. Dabei fiel mir eine Anmerkung auf, die ich schon in einigen Eurer Kritiken gelesen habe, die ich aber auch schon oft in Posts Anderer entdeckt habe und die in den meisten Fällen als Pluspunkt verbucht wird. Hierbei handelt es sich um "der Film nimmt sich oft nicht ernst".

Was genau versteht Ihr darunter und warum empfindet Ihr das oft positiv? Hier sind jetzt mal auch alle User gefragt, die das ebenfalls betrifft. Es interessiert mich wirklich, da dies ein Aspekt ist, den ich nie in meine Bewertungen einfliessen lasse. Ich nehme mal als Beispiel das Genre "Action". Schau ich einen Film wie "Last Boy Scout" finde ich ihn spannend und witzig. Er gefällt mir weil er mich in beiden Punkten gut unterhält. Ich würde aber nie auf die Idee kommen zu sagen, "toll ist, dass er sich an vielen Stellen nicht ernst nimmt". Schaue ich dann einen Film wie "Criminal Squad" an, der fast durchgehend ohne Sprüche auskommt und einfach nur ruppig und düster daherkommt, mag ich ihn weil er ist wie er ist. Egal welches Genre es ist, ein Film sollte sich in meinen Augen, in dem was er ist und erzählt immer ernst nehmen. Selbst "Die nackte Kanone" nimmt sich doch in dem ernst, was der Film darstellt, sonst würde er gar nicht funktionieren. Bin gespannt.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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