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Thor - The Dark Kingdom

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Thor – The Dark Kingdom Kritik

Thor - The Dark Kingdom Kritik

Thor - The Dark Kingdom Kritik
0 Kommentare - 29.02.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Thor - The Dark Kingdom" ist.
Thor - The Dark Kingdom

Bewertung: 3 / 5

Zusammen mit den Avengers hat Thor (Chris Hemsworth) seinen Bruder Loki (Tom Hiddleston) davon abgehalten die Erde zu erobern. Doch jetzt muss er auch in den neun Welten das Chaos aufräumen, daß sein Bruder angerichtet hat. Unterdessen erhebt sich eine uralte Rasse, die auf den Namen Dunkel-Elfen lauten. Diese werden von Malekith (Christopher Eccleston) angeführt, der das Universum in dunkle Materie stürzen möchte. Außerdem soll Thor bald den Thron seines Vaters Odin (Anthony Hopkins) besteigen. Währenddessen sehnt sich Thor auch nach der Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman), deren kurzzeitiges Verschwinden Thor zurück zur Erde führt.

Einhellig einig sind sich die meisten, wenn sie über Thor – The Dark Kingdom sprechen. Ein Film, der viel Übel über sich ergehen lassen musste und auch nach wie vor muss, was nicht zuletzt aber auch daran liegt, daß er mitunter von fragwürdiger Qualität ist. Zumindest das kann man erklären. Anhand einzelner Versatzstücke und dem Herz des Films, anhand der Figuren, deren Motivationen und dem, was die Figuren umhertreibt. Ja, es ist so, daß sich dieses Werk keinen Gefallen damit getan hat, einen Schurken zu etablieren, bei dem man sagen muss, daß er selbst in der Vita der mittelmäßigen und häufig verschwendeten Riege an Schurken auffällt. Und zwar im schlechten Sinne. Ich meine, es ist natürlich klar, daß jeder Schurke des Marvel Cinematic Universe neben Loki wie ein schlechter Witz ist. Doch hier treffen sich die Extreme, denn Malekiths Motivation und Interaktion und allgemein die Bedrohung, die er wohl ausstrahlen soll, ist einfach lächerlich. Da ist also so ein Elfchen, daß gerne ein bisschen Dunkelheit über das Universum bringen möchte und das damit bewerkstelligen will, daß das Universum ein paar Löcher in den Himmel strahlt. So richtig verstehen muss man das nicht, aber es ist ähnlich vergeudet, wie etwa ein Mads Mikkelsen in Doctor Strange (2016).

Trailer zu Thor - The Dark Kingdom

Auch allgemein hat man eher den Eindruck, als setzte Alan Taylor in seiner Inszenierung eher auf komplett austauschbare Action, Emotionen und Geschichten. So etwa in der Inszenierung der Romanze zwischen Jane Foster und Thor. Auch die war im Original schon nicht sonderlich glaubhaft und wird hier abermals unterboten. Dem Zuschauer wird nämlich nicht klargemacht, was die beiden denn überhaupt aneinander finden, was nicht auch jede andere Person für Thor erfüllen könnte. Gut, Natalie Portman ist in Blockbustern leider aber sehr häufig verschwendet. Absurd und damit fast schon auf eine zynische Art und Weise lustig wird es dann, wenn man die Sidekicks von Jane Foster in den Film bringt. Zwar wird aus Kat Dennings nie eine Schauspielerin, noch eine Komikerin, dennoch muss man hier den Mut bewundern, mit dem die Macher ihre Rolle ausbauen. War sie im Vorgänger noch der peinlich unlustige Sidekick, ist sie im Nachfolger genau das wieder, nur eben mit dem Unterschied, daß sie als Sidekick ebenfalls einen Sidekick bekommt. Ja, wem das zu hoch ist, der hat bestimmt dann aber eine helle Freude am wunderbar vergeudetem Stellan Skarsgård, der hier mal nackt rumrennen darf und dann irgendwas davon faselt, daß er einen Gott in seinem Kopf gehabt habe. Ja, wie lustig das doch ist. Man kann ja eigentlich gar nicht anders, als lauthals zu lachen.

Von diesen offensichtlichen Fehlern, die die Dilettanten am Drehbuch verbrochen haben, ist Thor – The Dark Kingdom aber eigentlich kein Film, der der Rede wert ist. Es ist eben klassisches Popkornkino, ohne großen Inhalt. Den einzig sinnvollen Konflikt bekommt Loki geliefert, während ein Thor, dessen Name auf dem Plakat steht, nicht mal eine Geschichte erfährt. Er ist verliebt, aber irgendwie völlig irrelevant. Da bekommt sogar Jane Foster noch mehr zu tun, als Thor es tut. Als Kunstwerk ist der Film damit viel eher unglaublich nichtssagend, als daß er tatsächlich aufrege. Interessante Aspekte muss man suchen und findet sie vielleicht noch dann, wenn etwa Thor als Popstar verehrt wird, von dem man Fotos machen muss und den man anfeuert. Sicherlich, wenn es real wäre, würde man das vielleicht auch machen, doch alberner Heldenkult ist das sicherlich auch irgendwo. Und dann soll der emotionale Aspekt, der die Figuren vereint, der Tod der Mutter von Thor und Loki sein? Sicherlich, da wendet der Film einiges auf, um diese Beziehung zu verdeutlichen, doch Glaubwürdigkeit sieht in jedem Fall anders aus. Gut, der Film mach es einem auch sehr einfach, ihn zu hassen. Dabei ist er eben nicht so schlimm, wie man meinen würde. Gerade auch der Angriff auf Asgard, oder auch die Verteidigung der neun Welten erweisen sich zumindest visuell als durchaus unterhaltsam. Da bewegt sich das Werk stark weg von dem Ton, den Kenneth Branagh mit seinem Werk setzte und hantiert hier eher mit Science-Fantasy, die durchaus einiges zu bieten hat.

Der Fokus der Fortsetzung verlagert sich dann ebenfalls im starken Kontrast zum Original auf Asgard, in dem die Welt erkundet werden soll. Zugegeben, auch dieser Aspekt macht Spaß, kommt aber bei all dem Drama um die Liebe und den Angriff der Dunkelelfen viel zu kurz. Gleiches gilt auch für die anderen neun Welten, die hier so zentral sein sollten, wie es den Anschein hat, aber dafür einfach zu kurz kommen. Eines der Highlights des Films ist dabei die Befreiung von Loki und die daraus resultierende Flucht aus Asgard, oder auch die Beerdigung von Frigga. Da läuft der Film zu Höchstformen auf und ja, in den einzelnen Bildern gehört Thor – The Dark Kingdom tatsächlich zu den ausdrucksstärksten Filmen des Marvel Cinematic Universe. Insofern kann man dem Film zumindest dafür applaudieren.

Oft verhasst und umgangen gilt Thor – The Dark Kingdom als einer der Tiefpunkte des Marvel Cinematic Universe, wenn nicht sogar als der eigentliche Tiefpunkt. Nun muss man dazu sagen, daß das Werk auch extrem seicht daherkommt und leider inhaltlich nicht viel zu bieten hat. Doch auf der anderen Seite unterhält der Film durchaus auf seiner ganz eigenen, oberflächlichen Ebene.

Thor - The Dark Kingdom Bewertung
Bewertung des Films
610

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