Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

Yesterday

Kritik Details Trailer Galerie News
Die Beatles...wer?

Yesterday Kritik

Yesterday Kritik
7 Kommentare - 21.06.2019 von Moviejones
Wir haben uns "Yesterday" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Yesterday

Bewertung: 3.5 / 5

Yesterday ist eine der seichteren, leicht verträglicheren Einträge in Danny Boyles Filmographie und das wirkt erfrischend. Ebenso wie die Prämisse des Films, urplötzlich in einer Welt ohne Erinnerung an und überhaupt die Beatles aufzuwachen. Mit knapp zwei Stunden dann noch zu ausufernd und im letzten Drittel etwas zäher, schätzen wir den Film speziell wegen seiner zwei überaus sympathischen Hauptdarsteller Himesh Patel und Lily James.

Yesterday Kritik

Schlagartig ist alles anders. Der umhertingelnde Hobbysänger Jack Malik (Himesh Patel) landet nach einem Unfall im Krankenhaus. Für 12 Sekunden fiel der Strom auf allen Kontinenten aus und just in diesem Moment knallte er in einen Bus. Doch dieser unerklärliche Shutdown hatte noch einen anderen Effekt: Niemand erinnert sich mehr an John, Paul, George und Ringo - bloß Jack. Der ist (schon wieder) wie vor den Kopf gestoßen und kommt plötzlich auf die glänzende Idee, die Songs der Beatles nachzusingen und publik zu machen. Genialer Nebeneffekt: Weltweiter Ruhm wartet auf den "Songwriter" und seine gute Freundin und Managerin Ellie (Lily James) hat endlich was zu tun...

Trailer zu Yesterday

Als wir das erste Mal von der Filmidee hörten und dass Danny Boyle Regie führt, waren wir begeistert. Eine originelle Story, ein oscarprämierter Regisseur, den wir seit Trainspotting und Sunshine mehr als schätzen, das allein legte die Latte höher. Herausgekommen ist eine charmante Romcom, die aber weit hinter ihren Möglichkeiten bleibt und sanft an der Oberfläche plätschert. Die eingeschlagene Route möchten wir damit nicht zwingend kritisieren, viel eher dass dem überaus witzigen Aha-Effekt, dass niemand, absolut niemand mehr die Beatles kennt und nicht mal GIYF eine Option ist, für unseren Geschmack etwas zu wenig Zeit gewidmet wird. Dafür erleben wir im letzten Drittel recht zäh die Auseinandersetzung von Jack mit den sich ihm bietenden Möglichkeiten und spätestens hier fällt die Laufzeit dem Film in den Rücken.

Wären da nicht die beiden sympathischen Hauptdarsteller, einerseits Strahlefrau Lily James und ihr Pendant Himesh Patel, der den in sich gekehrten Musikstar spielt. Es tut Yesterday gut, dass keine absoluten Weltstars engagiert worden sind, sondern zwei Personen, die zwar schon in Erscheinung getreten sind, aber immer noch unverbraucht wirken - ganz recht passend zur Filmidee. Dass es sich um Briten handeln muss, steht außer Frage und diese ihnen inneliegende Natürlichkeit ist perfekt. Und so könnte der Aufbruch in neue Welten nicht krasser verbildlicht werden als mit Kate McKinnon, der lauten, gierigen US-Managerin und Ed Sheeran als Weltstar himself.

Ein genialer Erzählkniff möge man meinen, doch wo diese Besetzung Schrägstrich Idee für andere Kritiker funktioniert, verlässt den Film hier unserer Meinung nach viel seines Charmes. Das liegt zum einen an McKinnons Schauspiel, die sich erneut in derselben Rolle wiederfindet, die sie auch schon in Ghostbusters oder Bad Spies an den Tag legte - exakt die gleiche Attitüde, exakt die gleiche Gestik und exakt genauso anstrengend. Sheeran hingegen wirkt deutlich gesetzter, spielt aber so krampfhaft auf kumpelig und locker, so dass jede Szene das genaue Gegenteil vermuten lässt. Streckenweise wirkt Yesterday wie eine Werbeplattform für ihn - und da ist Jacks trockene Art wie ein wohltuender Akt der Rebellion.

Aber natürlich schweben über allem die Beatles und ihre genialen Songideen. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn es nur bekannte Beatles-Kracher in den Film schaffen und eben nicht Songs wie "Lucy in the sky with diamonds", "You won´t see me" und so manch anderer. Vermutlich weil vor allem Radio-Rotation-Hörer zur Zielgruppe zählen und neben dem titelgebenden "Yesterday" nun mal Hits wie "Here comes the sun" und "Ob-la-di ob-la-da" einfach geschmeidiger auf den quantitativen Nostalgie-Effekt hinführen. Für Fans der Fab Four, die gnädig über derlei Entscheidungen hinwegsehen können und beim Gedanken an eine Welt ohne ihre Heroen nicht direkt in Schnappatmung verfallen, also ein absolutes Must-see.

Schlussendlich tendierten wir zwischen 3 und 3,5 Hüten, haben uns aber aufgrund der hübschen Idee und Überzeugungskraft der beiden Hauptdarsteller (sowie einem anrührigen Wiedersehen) für die etwas bessere Note entschieden. Man geht zufrieden, aber nicht total geflasht aus Yesterday - ein Gefühl, das wir zuletzt bei Rocketman hatten. Und so hoffen wir, dass wir von Danny Boyle demnächst wieder einen Film sehen, der uns über die von Neugier geprägte Wartezeit hinaus am Ende doch noch einen Ticken mehr mitreißt.

Yesterday Bewertung
Bewertung des Films
710
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

Crawl Kritik (Redaktion)

Schau dir die Schnappmäuler an!

Poster Bild
Kritik vom 14.07.2019 von Moviejones - 3 Kommentare
Der Franzose Alexandre Aja hat uns Horrorperlen beschert wie High Tension, das drastische Remake The Hills Have Eyes oder auch Piranha 3D, dem wir satte 5/5 Hüte gaben, was bei vielen MJ-User auch heutzutage noch für Nervenzucken sorgt. Aja ist konsequent, was man auch in dem Gen...
Kritik lesen »

Der König der Löwen Kritik (Redaktion)

Hakuna Matata 2019

Poster Bild
Kritik vom 13.07.2019 von Moviejones - 53 Kommentare
Auch als CGI-Animationsfilm versprüht Der König der Löwen noch immer eine gewisse Magie, denn die zeitlose Geschichte ist robust genug und funktioniert auch als Neuauflage. Die Trickeffekte sind fantastisch und die Musik so schön wie eh und je. Es ist Geschmackssache, ob man hand...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
7 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
sublim77 : : Rattle Head
24.06.2019 09:59 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.407 | Reviews: 36 | Hüte: 363

@DerDoctor:

Ach was solls, nicht jeder Film muss das Rad neu erfinden

Darauf nen Hut.

Ein Film kann auch toll sein, wenn er es einfach nur schafft anderthalb Stunden gute Laune zu verbreiten. Da muss nicht immer gleich die Tiefsinnigkeit mit Löffeln verteilt werden.

Von daher:

Ich freu mich sehr auf den Filmlaughing

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Avatar
DerDoctor : : Moviejones-Fan
24.06.2019 09:20 Uhr
1
Dabei seit: 07.02.18 | Posts: 17 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Ach was solls, nicht jeder Film muss das Rad neu erfinden. Gute Musik, gute Laune, scheint ein schöner Sommerfilm zu sein, den man man gut mit seiner Partnerin schauen kann. Am besten im Open Air mit nem Cocktail

Avatar
Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
24.06.2019 08:17 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 6.849 | Reviews: 36 | Hüte: 408

Bisschen ernüchternde Kritik, da ich nach den überragenden Trailern und der witzigen Idee größere Erwartungen hatte. Die Kritik liest sich gut, schade, dass da scheinbar nicht mehr drin war.

MJ-Pat
Avatar
sublim77 : : Rattle Head
23.06.2019 10:57 Uhr | Editiert am 23.06.2019 - 11:00 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.407 | Reviews: 36 | Hüte: 363

@CINEAST:

Nebenbei, was spielst du denn für ein Instrument, wenn ich mal fragen darf

Darfst du smile

Ich spiele Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Die letzten Jahre hab ich in verschiedenen Bands gespielt. Aber alle eher zum Spaß, als um aufzutreten. Mit der einen Band machen wir hauptsächlich Metal und auch nur eigene Sachen.

Mit der anderen Band (das wäre dann die mit meinem Sohnemann und meinem Vater) eher alte Sachen. Songs von den Animals, von Johnny Cash, den Beatles, Nirvana oder von U2. Iron and Wine (Flightless Bird) haben wir auch schon gecovert. Aber wir haben auch hier schon eigene Songs geschrieben. Wir arrangieren die Songs auch nicht wie ne Coverband, sondern machen immer unser eigenes Ding draus. Da spielt dann auch jeder mal was anderes oder singt. Oft spielen wir in einem Song mehrere Instrumente und singen auch zusammen. Jedenfalls auf den Aufnahmen, gleichzeitig natürlich nicht^^ Wir haben da ein fantastisches Device (Zoom24, falls es interessiert). Da hat man 24 Spuren und kann ganz toll nacheinander verschiedene Instrumente und mehrere Stimmen aufnehmen. So kann man zu dritt Sachen aufnehmen, bei denen man eigentlich wesentlich mehr Musiker bräuchte. Bei uns spielt im Prinzip jeder mehrere Instrumente. Von den klassischen Rockinstrumenten, bis hin zu Akkordeon.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
Avatar
CINEAST : : ReReleaser
23.06.2019 10:35 Uhr
0
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 1.235 | Reviews: 4 | Hüte: 28

Eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr! Freue mich schon extrem auf den Kinobesuch. Lily James steht seit Baby Driver und Mamma Mia 2 ganz hoch im Kurs bei mir und der Trailer war, wie @Tiin schon sagte, erste Sahne.

@sublim77

Nebenbei, was spielst du denn für ein Instrument, wenn ich mal fragen darf, nicht das ich selbst irgendwas spielen könnte tongue-out

- CINEAST -

MJ-Pat
Avatar
sublim77 : : Rattle Head
23.06.2019 10:26 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 4.407 | Reviews: 36 | Hüte: 363

Ich freu mich sehr auf den Film. Nicht nur, dass in meiner Familie alle Fans der Fab Four sind, und zwar durch alle Generationen hinweg, wir haben auch schon den Kinobesuch fest eingeplant. Da wir auch alle musiker sind, wird die Dynamik, die bei dem Film mit Sicherhieit entstehen wird, eine ganz besondere sein. Zumindest erwarte ich das.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

Avatar
TiiN : : Goldkerlchen 2019
23.06.2019 08:34 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.497 | Reviews: 108 | Hüte: 181

Als ich den Filmtitel gelesen habe dachte ich mir: Bitte nun kein Biopic der Beatles, quasi als Nachläufer von Bohemian Rhapsody.

Die Idee ist aber ziemlich frisch und der Trailer verbreitet gute Laune. Aber gerade da erkennt man schon ganz gut, dass es hier kein tiefgreifenden Einblick gibt sondern es eben einfach nur ein klassischer Film mit guter bekannter Musik ist.

Muss nicht schlecht sein, im Gegenteil. Ich freue mich drauf. smile

Forum Neues Thema