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Game of Thrones

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Das Lied von Eis und Feuer

"Game of Thrones"-Finale: Zufrieden mit dem Ende?

"Game of Thrones"-Finale: Zufrieden mit dem Ende?
44 Kommentare - Di, 28.05.2019 von S. Spichala
Nun ist sie also gelaufen, die letzte Folge "Game of Thrones"! Sicher wird aber noch lange darüber diskutiert werden, wie auch über die ganze finale Staffel 8. Wie steht ihr dazu? Massive Spoilerwarnung.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
"Game of Thrones"-Finale: Zufrieden mit dem Ende?

Natürlich ist hier auch eine ausführlichere Review zum Serienfinale von Game of Thrones, doch etwas knapper hier die Highlights: Tyrion findet seinen toten Bruder Jaime und Cersei, sie bleiben also beide tot. Alles andere wäre auch daneben gewesen, oder? Tyrion führt im Grunde durch das komplette Finale hin zum neuen König von Westeros:

Ihr lest richtig, König, nicht Königin. Nachdem Tyrion schon Danny das Rechte Hand-Symbol vor die Füße geworfen hat und sie für ihre Grausamkeit anprangerte, dafür natürlich im Gefängnis landete, kam es zum Gespräch zwischen ihm und Jon, in dem er ihm nun das sagte, was Varys ihm zuvor sagte: Du hast nun die Wahl.

Daenerys machte unmissverständlich deutlich, dass sie nach Königsmund weiter das Rad brechen und alle Lande befreien will. Jon sucht sie auf und bittet um Gnade für Tyrion und ein Ende des Krieges. Wie zu erwarten war, sieht Danny es weiterhin anders, der Krieg sei noch nicht zuende.

Wenig später schreitet sie zum Eisernen Thron, natürlich schneit es dabei - aus der Asche wird also doch noch Schnee. Und dort, am Machtsymbol der sieben Königslande, findet denn auch das letzte Gespräch zwischen ihr und Jon statt - denn es ist tatsächlich er, der sie tötet, und somit seine Wahl getroffen hat!

Wer nun denkt, Jon wird also der Thronerbe, weit gefehlt: Zum einen wird das Machtsymbol tatsächlich zerstört, ein trauernder Drogon, der tatsächlich nicht Jon in Flammen aufgehen lässt, schmelzt ihn darnieder, wie schon in Herr der Ringe der Ring in Feuer zerschmolzen wurde. Und nimmt Danys Leiche mit sich fort.

Grey Worm wirft entsprechend nun Jon ins Gefängnis, er hat immerhin noch die Unbefleckten und Dothraki hinter sich. Doch derweil sind auch Sansa und Co. angekommen, und es steht auf der Kippe: Bricht nun der erneute Krieg um die Macht aus? Tyrion findet die weisen Worte, die das Ende besiegeln: Mögen doch die mächtigsten Männer und Frauen von Westeros gemeinsam einen König wählen.

Sams Idee einer Demokratie wird lachend weggewischt, soweit ist man nunmal noch nicht. Doch wen wählten die Mächtigsten nun? Sie ließen Tyrion entscheiden, und er wählt: Bran The Broken! Der, der am wenigsten an königlicher Macht Interesse hat, jedoch die ganze Geschichte von Westeros mit allem Guten und Schlechten im Kopf hat. Denn was eint Menschen? Geschichten.

Alle stimmen dieser Wahl von Bran zu, bis auf - Sansa. Sie fordert einen unabhängigen Norden ein, was Bran gestattet. Bran ernennt Tyrion zur erneut Rechten Hand, es sei die beste Strafe für ihn, sein restliches Leben damit zu verbringen, die eigenen Fehler als Rechte Hand nun wieder gutzumachen. Und Jon? Grey Worm hätte ihn gern sterben sehen, doch er wird für den Rest seines Lebens zur Nachtwache verdonnert, ein Kompromiss, um beide Seiten ruhig zu stellen.

Und so zieht Jon wieder vereint mit Ghost gen Norden, Sansa lässt sich krönen, Bran, Tyrion und Co. haben ihre erste Sitzung und Grey Worm steht einem neuen eigenen Haus vor - und Arya? Nun, sie will entdecken, was sich eigentlich westlich von Westeros befindet, wo alle Karten enden.

Auch schön: Die Szene, in der Sam allen das Buch "Das Lied von Eis und Feuer" vorlegt, ein Titel, den er selbst dem Graendmaster vorschlug - und wie Brienne Jaimes Story später im Buch der Kommandanten der Königswache zuende schreibt.

Ja, es fühlte sich nach einem raschen Ende an, und daran werden sich sicher einige Fans stören, wie auch, wie die Remake-Petition deutlich macht, an der ganzen Staffel. Hier wird jeder selbst entscheiden müssen, ob er mit diesem temporeichen, einiges überspringenden und doch durchaus passenden Abschluss zufrieden ist. Wie seht ihr das?

Bitte an alle: Macht in den ersten Zeilen in Kommentaren eine Spoilerwarnung deutlich oder überdeckt Spoiler grau mit der Spoilerfunktion.

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44 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
05.06.2019 01:17 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.771 | Reviews: 168 | Hüte: 384

@TamerozChelios
"vielleicht ist das auch die Idee dahinter. Nur weil Probleme beseitigt worden sind, heißt das nicht, dass danach alles perfekt klappen muss."

Das stimmt. Dahingehend sehe ich allerdings mehr Substanz in der Abspaltung des Nordes und den langfristig gesehen darauf folgenden Reaktion der anderen Königslande. Insbesondere die Eiseninseln und Dorne, die immer mal wieder eigene Wege unabhängig vom Reich gingen. Und zudem in der Frage, wer auf Bran als König folgt, wenn er stirbt.

"Im Rat wurde nämlich auch erwähnt, dass noch einige Positionen frei sind"

So wie ich es verstanden habe, werden diese aus dem gemeinen Volk ausgewählt. Also wie im Vereinigten Königreich, ein vom König bestimmtes House of Lords und ein aus dem Volk gewähltes House of Commons.

"dann frage ich mich, was mit den Weißen Wanderern in den Büchern passiert bzw wie sie sterben oder besiegt werden."

Ja, da bin ich auch gespannt! Aktuell gehe ich davon aus, dass es nicht unbedingt auf einen Sieg hinausläuft sondern auf einen Kompromiss. Und dass man im Zusammenhang damit noch mehr über die Mauer und die Kinderopferungen erfährt.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
03.06.2019 13:29 Uhr | Editiert am 03.06.2019 - 13:34 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 7.117 | Reviews: 36 | Hüte: 419

Auch 2 Wochen nach dem Staffelfinale bin ich noch nicht darüber hinweg wie diese Staffel verlief. Zwar schmälert sie nicht die Serie an sich, trotzdem ist es unbefriedigend, da vieles vermeitbar war. Ich meine damit nicht, dass ich wütend bin, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Nein, mit dem Ende kann ich sogar leben, aber der Weg dorthin ist doch arg beschwerlich und selbst das Ende wird damit komplett geschwächt. Letztendlich wäre Mehr einfach besser gewesen: mehr Staffeln und mehr Folgen. Staffel 8 hatte 6 Folgen, 3 Schurken, 2 Schlachten und 2 Folgen Exposition. Ich denke einfach, dass so wie die Serie verlief, man bereits in Staffel 7 Königsmund hätte erobern können (damals noch mit 3 Drachen!) und Staffel 8 wäre mit dem Nachtkönig beendet worden. Noch besser wäre natürlich ne echte Entwicklung von Dany gewesen, die einfach nicht stattfand. Letzendlich poste ich dieses Video, welches ich zu 100 % ebenfalls so unterschreiben kann!

@Tameroz
Die Sache mit dem Kleinen Rat ist ja eigentlich das größte Ärgernis der letzten Folge. Will man uns zeigen, dass sich nichts ändert, dann macht man einfach Edmund zum König und verzichtet auf diese Bran-Argumentation. So zeigt man was Neues (auch wenn es früher schon Wahlen für Könige gab) und gleichzeitig Altes - aber nicht welche Aussage man damit treffen möchte. Warum zum Teufel braucht Bran (!) einen Meister der Flüsterer? Bronn erklärt in einer Staffel sogar, dass er keine Ahnung von Zinsen und solchen Kram hat. Weshalb braucht ein König wie Bran, der Vergangenheit und Zukunft kennt überhaupt einen Rat? Ja Davos und Tyrion sind gute Männer, aber Tyrion war die gesamte Staffel ein kompletter Idiot und hat viele Fehler gemacht.
Meiner Meinung nach wollte man hier allen Überlebenden nochmal einen schönen Auftritt geben, weshalb Ser Davos, Arya oder Brienne ja sogar an einer Runde teilnahmen, wo sie nichts zu verlieren hatten.

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TamerozChelios : : Moviejones-Fan
03.06.2019 13:17 Uhr
0
Dabei seit: 20.05.14 | Posts: 2.210 | Reviews: 2 | Hüte: 67

@luhp92

Ich finde nicht, dass Bronn geeignet ist, um im Rat zu sitzen, gerade weil er ein Söldner ist.

Na ja, vielleicht ist das auch die Idee dahinter. Nur weil Probleme beseitigt worden sind, heißt das nicht, dass danach alles perfekt klappen muss. Im Rat wurde nämlich auch erwähnt, dass noch einige Positionen frei sind, wie z.B. die des Herr des Flüsterers. In vielen Filmen und Serien bekommen wir ein Happy End und dann denken die Zuschauer "Jetzt ist ALLES perfekt". Und vielleicht wollen die Macher halt damit das Gegenteil zeigen, dass noch einiges schief läuft usw. Aber ist natürlich nur ein Gedanke von mir :-)

Zudem gefiel mir die Schlacht gegen den Nachtkönig und die Untoten filmtechnisch überhaupt nicht (zu dunkel, zu hektisch zu viel Wackelkamera)

Ich habe mich mal erkundigt (nachdem ein Kollege mir von dieser Folge berichtete). Und zwar wurden die Dunkelszenen mit verschiedenen Schwarztönen (ich drücke es mal so aus) aufgenommen, mal soll etwas mehr Licht dabei gewesen sein, mal etwas weniger. Jedoch, als die Folge gesendet wurde, gab es wohl bei der Übertragung Probleme (na ja, Probleme bin ich mir jezt nicht sicher - vielleicht hat man einfach damit nicht gerechnet, dass es wie folgt geschehen würdesmile, bei der Übertragung sollen dann wohl einige Pixel miteinander kompromiert worden sein und somit hat sich das Ganze halt "verpixelt" - oh Gott, ich habe keine Ahnung, ob ich gerade das so richtig wiedergeben kann haha. Na ja, kurz gesagt: Verschiedene Dunkeltöne wurden bei der Übertragung zueinander verschmolzen und somit bekamen wir verpixelte/unscharfe Bilder. Ich denke, bei der Bluray-Edition werden sie das Problem beheben.

Der Nachtkönig ist eine Erfindung der Serie

Hmm okay, wenn der also eine Erfindung der Serie ist und es in den Büchern keinen gibt, dann frage ich mich, was mit den Weißen Wanderern in den Büchern passiert bzw wie sie sterben oder besiegt werden. Denn in der Serie muss ja der erste Weiße Wanderer sterben, sprich der Nachtkönig.

Gute Vorbereitung ist 90% Sieg!

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
01.06.2019 20:24 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.771 | Reviews: 168 | Hüte: 384

@TamerozChelios

"Wo stimmst du mir denn nicht zu?"

Ich finde nicht, dass Bronn geeignet ist, um im Rat zu sitzen, gerade weil er ein Söldner ist. Seine Witze über die Bordelle, usw während der Sitzung des Rates empfand ich als Fehl am Platz. Zudem gefiel mir die Schlacht gegen den Nachtkönig und die Untoten filmtechnisch überhaupt nicht (zu dunkel, zu hektisch zu viel Wackelkamera), da war "The Bells" für mich in so gut wie allen Belangen besser. Den Kampf zwischen den Clegane-Brüdern fand ich perfekt, so wie er umgesetzt wurde, weder zu lang noch zu kurz.

"Damals diese "Waldkinder", wie sie die Ersten Menschen umgewandelt haben zu den Winter Soldiers xD Ich glaube, dass du schon einige Bänder durchhast, kann das sein?"

Der Nachtkönig ist eine Erfindung der Serie, den gibt es nicht in den Büchern. Daher kann ich als Buchkenner nichts darüber schreiben^^ Und da die Prophezeihungen und Berichte über die erste Lange Nacht, die Weißen Wanderer, Azor Ahai, usw sich in GoT nur als halbwegs wahr herausgestellt haben, ist es auch fraglich, viel davon tatsächlich in der Prequel-Serie umgesetzt wird.

Zu den Fragen:
Da müsste ich mir die Serie selbst nochmal ganz von vorne anschauen, um genau überprüfen zu können, was alles unklar bleibt. Bei den drei Auserwählten würde ich spontan Jon, Daenerys und Arya nennen, die ersten beiden lieferten die Armee, um die Armee des Nachtkönig im Groben festzusetzen, und Arya tötet den Nachtkönig. Vielleicht sind es aber auch nur die drei Personen, die den Nachtkönig und die Weißen Wanderer damals vor 8000 Jahren aufhielten.

Wie ich oben schon schrieb, wird die Azor-Ahai-Prophezeihung nur halbwegs wahr. Jon und Daenerys erfüllen ihren Auftrag, um vereinigen eine Armee gegen den Nachtkönig, sie selbst besiegen ihn aber nicht, das tut Arya. Ansonsten könnte man die Prophezeihung auch so interpertieren, dass damit Jon gemeint ist, der Frieden bringt, indem er die wahnsinnige Daenerys tötet. In der Prophezeihung heißt es ja, dass Azor Ahai seine Geliebte opfert, indem er sie mit einem Schwert durchbohrt - in der Serie ist es dann letztendlich ein Messer.

Zum Lord des Lichts: Ser Davos bringt es ja treffend auf den Punkt, nachdem Melisandre stirbt. Der Lord des Licht geht, ohne sich selbst zu erklären. Das spiegelt für mich sehr gut den Frust der Atheisten wieder, wenn Religiöse das Wirken ihrer Götter nicht erklären können und dann z.B. meinen "Die Wege Gottes sind unergründlich."

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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TamerozChelios : : Moviejones-Fan
31.05.2019 21:38 Uhr
0
Dabei seit: 20.05.14 | Posts: 2.210 | Reviews: 2 | Hüte: 67

@luhp92

Wo stimmst du mir denn nicht zu? Also was hast du denn erwartet? (Bis auf das, was du schon geschrieben hast).

Cersei: Richtig, der Tod war schon passend, aber als Zuschauer will man das Biest einfach nur anders kaputt haben xD Bei dem Spiel Mortal Kombat gibts einen passenden Ausdruck für einen besonderen Kill: Fatality xD

Arya: Mein Englisch ist nicht besonders gut, habe nur ganz schwaches Schulenglisch haha aber mal gucken, was ich daraus verstehen werde.

Bei den Spin-Offs gebe ich dir Recht. Ich persönlich finde diese Nightking Story am interessantesten. Damals diese "Waldkinder", wie sie die Ersten Menschen umgewandelt haben zu den Winter Soldiers xD Ich glaube, dass du schon einige Bänder durchhast, kann das sein? Denn ich weiß nämlich nicht, inwiefern noch auf die Vergangenheit eingegangen wird. Finde es nur schade, dass bei der Serie das ziemlich vernachlässigt wurde. Man man man, so einiges aber.

PS: Habe gerade meinen Kommentar noch mal durchgelesen, da ist einiges, denke ich, nicht ganz deutlich rübergekommen laughing

Sag mal, wie ist es mit dir, hast du noch paar offene Fragen? Ich zum Beispiel hatte bei der vorletzten Staffel ernorm viele Fragen, die ich aber alle vergessen habe... mir fallen dann nur noch die Fragen ein wie die, die ich im Text drunter beschrieben habe. Wen sollen die Malereien in der Höhle darstellen? Wer sind die 3 Auserwählten? Warum hat der eine so eine komische Hand (angeblich Jaime)? Was ist mit diesem Auserwählten Azor-was-weiß-ich-wie? Lichtgott, bla bla bla..

Gute Vorbereitung ist 90% Sieg!

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.05.2019 13:51 Uhr | Editiert am 30.05.2019 - 13:55 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.771 | Reviews: 168 | Hüte: 384

@TamerozChelios

Ui, ein richtiger Brocken^^ Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu, sowohl was die positiven als auch die negativen Aspekte betrifft.

Zu Cersei: Ich fand den Tod sehr passend für ihren Charakter. Sie hätte fliehen können, entschied sich aber dazu, in Kings Landing bzw. im Red Keep - dem Zentrum ihrer politischen Macht - zu bleiben. Diese politische Macht bricht letztendlich über ihr zusammen und tötet sie.

Zu Bran und dem Night King: Eine interessante Überlegung, die mir unabhängig vom tatsächlichen Verlauf der Serie ebenfalls gefällt.

Zu Arya: Da empfehle ich dir dieses Video:

Zu den Spin-Offs: Ich bin auch froh, dass sich das Spin-Off über Arya ziemlich schnell als Wunschdenken der Fans herausgestellt hat. Auch wenn die Abenteuerprämisse interessant klingt, dürfte es zu wenig Stoff für eine ganze Serie bieten. Ansonsten dürften Fortsetzungsserien über die Politik in Westeros und die bekannten Charaktere der Komplexität der Vorlage bzw. der Mutterserie kaum gerecht werden, schließlich müsste man nun komplett ohne Buchmaterial von Martin arbeiten. Dass das zu Problemen führt, sah man ja bereits in den letzten GoT-Staffeln. Das Finale steckte den Rahmen für die Zukunft und als Zuschauer kann man sich anhand dessen seine eigenen Gedanken machen, das reicht mir.

Da bin ich viel eher gespannt auf die kommende Prequel-Serie "Game of Thrones: The Long Night", die sich wohl mit der Erschaffung des Night Kings und dem ersten Langen Winter beschäftigen wird. Hier haben die Macher dann viel mehr Freiheiten und müssen sich nicht mit einem direkten Verlgeich und immens hohen Erwartungen herumschlagen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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TamerozChelios : : Moviejones-Fan
28.05.2019 14:42 Uhr | Editiert am 28.05.2019 - 14:43 Uhr
1
Dabei seit: 20.05.14 | Posts: 2.210 | Reviews: 2 | Hüte: 67

SPOILER !! - Muss ich das eigentlich noch erwähnen? xD

Nachdem ich gestern meine Game Of Thrones Folgen alle am Stück geguckt habe, war ich ein wenig ... nicht schockiert.

Grob gesagt, finde ich das Ende, so wie wir es serviert bekommen haben, perfekt.

Danny: Daenerys musste sterben, weil sie einfach den Zorn ihrer Vorfahren im Blut hatte und weil man öfters in den Staffeln sah, dass sie nicht wirklich immer auf Frieden war. Sie hat Böses getan, um Gutes zu erreichen, aber genau das war der falsche Weg und damit hat sie mit ihrem Leben bezahlt. Dass sie innerlich auch etwas bösartig war, hat man gesehen, weil sie dem Bruder und dem Vater von Sam nicht die Möglichkeit gab, einzusperren. Stattdessen heißt es: auf die Knie oder sterben. Dabei waren es entwaffnete Gefangene, die man hätte verteilen und wegsperren können. Auch als ihr Bruder in der 1. Staffel von Drogo getötet wurde, hat es sie innerlich befriedigt - ich kenne ihren Ausdruck in der Szene nicht mehr so richtig, aber ich hatte es damals im Gefühl gehabt (vielleicht war ich auch der einzige, der zufrieden war haha). Danny hätte niemals auf den Thron gepasst, weil sie immer mit grausamer Gewalt antrat, sie wollte alle Länder erobern und das hieße, es gäbe unzählige Kriege. Somit wäre Game Of Thrones nie geendet. Einen anderen Platz am Ende zu haben, käme überhaupt nicht infrage, weil sie mittlerweile an der "Spitze" ist und eine kleine Position in der Gesellschaft eher lachhaft wäre.

Jon Snow: Er muss zurück zu dem Ort, an dem er praktisch aufgewachsen ist bzw zu einem Mann wurde. War es wirklich eine Strafe für ihn? Nein, war es nicht. Er wollte nie König werden, was also könnte er sonst werden? Seine Brüderschaft, seine Freunde, sein Mannwerden, alles an der Mauer kennengelernt. Ich denke, da die Weißen Wanderer tot sind, gibt es keine Gefahren mehr und somit hat Jon keine wirkliche Aufgabe, zu der er sich verpflichten muss. Das heißt jetzt, dass er eigentlich "frei" ist. Schade nur, dass er keine Nachkommen zeugen darf - gut, er hat 2 Geliebte verloren, aber wer sagt, dass es nicht noch eine geben wird? Hatten die Produzenten also etwas Tieferes im Sinne? Wie zum Beispiel, dass es ein Schlupfloch geben könnte und die Nachfolger doch zum König geerbt werden können? Na ja, denke dies nicht, aber vielleicht muss man sich weiter den Kopf darüber zerbrechen. Für mich hat die Szene bzw die Entscheidung gezeigt, dass man mit harten Konsequenzen leben muss, auch wenn man nur Gutes bezwecken wollte. Er hat halt gegen die Regel verstoßen. Jetzt habe ich hier gelesen, dass er der Charakter ist, den ALLE lieben und dass das nicht passieren durfte. ABER GENAU DAS wollen die Autoren uns damit sagen. Auch wenn wir einen Menschen lieben, ihn ins Herz schließen, er nur Gutes möchte, kann er sich nicht erlauben, einfach ein Gesetz zu brechen / eine Regel zu verstoßen.

Bran der Gebrochene: Warum ein Krüppel als König? ... Ja, warum denn nicht? Cersei ging mir mit ihren Aussagen gegenüber Tyrion immer so sehr auf den Sack, dass ich ihr gewünscht habe, dass sie ein behindertes Kind bekommt, damit sie damit leben muss und sieht, wie schwer es mit einem werden kann. Bran war immer ruhig und er war auch mutig. Er wusste, was geschehen wird und ist vor dem Nachtkönig nicht davon "gerannt" ... hmm blödes Wortspiel. Bran blieb sitzen und stellte sich dem König, dies ist doch genau das, was einen König ausmachen soll. Außerdem ist er clever. Mag zwar sein, dass alles deswegen ist, weil er der dreiäugige Rabe ist, aber dennoch erfüllt er die Voraussetzungen zu einem König. Dass er nicht kämpfen kann ist gut. Denn ich halte Bran für so fair, dass er sagen würde "Wenn ich selber nicht im Krieg stehen kann, dann sollen es keine Kriege geben". Es gibt vielleicht mehrere Männer oder Frauen, die den Platz nehmen könnten, aber Bran hat was bewiesen. Eine Alternative wäre, Sir Davos vielleicht auf den Thron zu setzen, aber er hat in der Vergangenheit auch Gesetze gebrochen und deswegen hat er Flecken auf seiner weißen Weste. Bran ist jung, clever, mächtig, mutig, ruhig/nachdenkend. Ihm gönne ich es. Vor allem, dass ein Gebrochener auf dem Thron sitzt, der über größeres Areal herrscht.

Sansa: Sie will die Königin vom Norden sein. Passt. Sie kennt ihre Wurzeln und will ihre Famile ehren. Warum sie aber von den anderen Königreichen getrennt sein wollte, habe ich nicht ganz verstanden.

Arya: Auf ihrem Pfad hat sie der Mann ohne Gesicht (oder hieß er "der Mann ohne Namen"?) trainiert. Aryas Schicksal war es, so trainiert zu sein, dass sie sich an die Weißen Wanderer vorbeischleichen konnte, um den Nachtkönig zu erlegen. Da sie warhscheinlich von einem "Gott" trainiert wurde, also etwas Übermächtigem, sah sie sich vielleicht unter den "Normalos" deplatziert. Arya ist also auf dem Weg zu einem Land, welches nicht mal auf Landkarten markiert ist. Wird sie die Erbin des "Gottes"? Falls ich es falsch verstanden habe: Will sie denn überhaupt dahin, wo sie von dem Mann ohne Gesicht trainiert wurde? Oder wird hier von einem anderen Land gesprochen?

Tyrion: Er ist der Cleverste und was könnte er sonst machen, außer dem König zu dienen?

Der neue Rat um den König: Brienne, Bronn, Tyrion, Sam (habe wohl den einen oder anderen im Moment vergessen), sie alle haben es eigentlich nicht verdient zu sterben. Sie alle sind einem ins Herz gewachsen und für mich ist es passend, dass diese Charaktere, die an verschiedenen Orten gelebt und gedient haben und die ihre eigenen Erzählstränge hatten, nun durch den Rat verbunden sind. Auch wenn Bronn geldgeil ist, mochte ich ihn und seine Sprüche sehr, er war mir zu sympathisch, als dass er sterben sollte. Brienne als loyale Ritterin, stark wie ein großer Kerl, hat es ebenfalls nicht verdient zu sterben, weil sie ein gutes Herz hat. Über Sam brauche ich nichts zu sagen xD

Der Hund und der Berg: Dass die zwei sterben mussten, war Anfang an klar. Aber dazu erwähne ich nachher mehr.

Cersei & Jaime: Na ja, diese Szene hat mich sehr enttäuscht. Erst einmal hätte ich gerne gehabt, dass Jaime nach seiner Veränderung eher im Kampf stirbt (na gut, Wunschdenken). Zum anderen habe ich es Cersei nicht gegönnt, dass sie "nur" von Felsen erschlagen wird. Man könnte immer noch sagen, dass es Dannys Schuld ist, weil sie durch ihren Drachen alles zerstört hat und somit die Steinbrocken auf Cersei stürzten. Aber andererseits, wenn Cersei vor einem Krieger stehen würde, der sie rachsüchtig töten möchte, dann würde sie sicherlich erwähnen, dass sie schwanger sei. Und Jaime hätte es in dem Moment bestätigt. Was wäre also dieser Krieger (beispielsweise Arya, weil sie sich dort aufhielt) für ein Mensch, wenn er eine Schwangere töten würde? Deswegen glaube ich, dass das das perfekte Ende für Cersei war, auch wenn ich es mit ihr gerne etwas brutaler haben wollte.

Nun möchte ich paar positive Punkte anschneiden, also nicht zu sehr drauf eingehen:

- Das Ende: Wie es dargestellt wurde, war für diesen Ablauf das perfekte Ende. Was ich mit "Ablauf" meine, erkläre ich nachher noch genauer. Ins Detail mit den einzelnen, wichtigen Figuren bin ich oben schon gegangen.

- Die zwei großen Schlachten: Die waren wirklich sehr gut inszeniert, visuell, als auch storytechnisch, wobei ich gehört hatte, dass die Schlacht bei Nacht nichts ist im Gegensatz zu dem Kampf bei Tag. Da war ich dann enttäuscht, weil ich den Kampf gegen den Nachtkönig deutlich besser und spannender fand. Und irgendwie auch länger.

- Das Leben geht weiter: Der Rat sitzt am Tisch und es werden Witze gemacht. Im ersten Moment denkt man sich zwar "hmm...", aber in Wahrheit ist es sehr gut. Denn es heißt, es geht weiter. Es sind seit Staffel 1 so viele (wichtige) Menschen gestorben und es wurden immer noch Witze und Scherze gemacht, gerade von Tyrion. Bronn hat sowieso mit all den Toten keine enge Verbindung, außer vielleicht zu Jaime, aber dass Jaimes Tod ein Verlust ist, haben Tyrion (vor Ort der Leichen) und Brienne (hält es für wichtig, dass man den Königsmörder auch zum Königinretter macht) gezeigt. Bronn interessiert nur die Münze und dass solche Charaktere es weiterhin gibt, das wollten die Macher uns damit zeigen. Nur weil der Krieg gegen die Nachtwachen udn Cersei endete, heißt es nicht, dass nun alle Menschen friedfertige, gutherzige, loyale Menschen geworden sind. Und durch den Tod von vielen heißt es auch nicht, dass man nun in ständiger Trauer leben muss. Genial, meiner Meinung nach.

Es gibt natürlich viele Negativpunkte, die ich gerne alle aufzählen möchte, weil sie mir wichtiger sind, aber das bedeutet nicht, dass ich die Serie verabscheue.

- Dannys Tod: In der vorletzten Folge hatte man sehen können, was für einen Blutdurst sie hatte, sie zerstörte alles mit ihrem Drachen. Sie hat eine Atomrakete losgelassen und die war nicht mehr zu stoppen. Spätestens dann war klar, dass sie aus der ganzen Sache nciht mehr davonkommen würde. Dies heißt, dass ihr Tod in der letzten Folge völlig absehbar war. In Ketten würde sie nicht weggesperrt werden, dazu standen zu viele loyale Krieger hinter ihr und dagegen hätte sie sich mit aller Gewalt (notfalls mit Drachen) gewehrt - denn sie stand ja nämlich dafür, dass es keinen mehr in Ketten geben dürfte; keine Männer, keine Frauen, keine Kinder. Ob mit Ketten nur Sklaverei gemeint war, konnte ihc nicht heraushören, aber Ketten heißen für mich auch Gefangenschaft wegen Gesetzesbruch. Was ich damit sagen will: Man hätte es zwar nicht anders darstellen können, aber als der Kuss zwischen Jon und Danny im Thronsaal dann geschah, wusste ich ganz genau, Jon wird jetzt diese Sache machen müssen, die er nicht machen möchte - Danny töten.

- Showdown der Brüder: Darauf haben wir lange gewartet, der Bluthund gegen seinen großen Bruder dem Berg. Um ehrlich zu sein, habe ich einen riesigen Kampf erwartet, der gar nicht aufhören zu sein scheint. Aber leider fand ich den Kampf viel zu kurz. Dass beide sterben mussten, das war irgendwie einem klar. Der Bluthund hatte es vorher schon zu Arya gesagt: Nur wegen Rache ist der Clegan zu dem geworden, der er heute ist, und Arya soll auch nicht zu dem werden. Das heißt, Rache hat ihn zum Monster gemacht - und dieses Monster sollte sterben, weil es innerlich tot war (seine Menschlichkeit verloren). Clegan hätte danach keinen Zweck mehr gehabt, er würde einfach nur in einer verlassenen Gegend leben. Das wäre zu nichtssagend für die Zuschauer gewesen.

- Auserwählte(r): Wie viele Theorien haben wir im Vorfeld gelesen? Welche hat sich bestätigt? Keine einzige von denen, die ich gelesen habe. Was war eigentlich mti dem Herrn des Lichtes? Hieß es nicht, es mussten 3 Personen sein, die sich vereinen? So ungefähr? Dann hat man die Höhlenmalereien gesehen, die Jon und Daenerys gefunden hatten; drei Figuren, eine davon hatte einen komischen Arm, was eigentlich ein deutlicher Hinweis auf Jaime sein sollte. Doch was hatte Jaime am Ende gespielt? Keine besondere Rolle. Er kehrte zurück,um seine Liebe zu retten und starb mit ihr. Sollte es so sein? Soltle es dazu kommen, dass Cersei durch die Flucht mit Jaime stirbt? Wie ich oben erwähnt hatte, hätten unsere wichtigen Charaktere Halt gemacht, wenn sie davon erfuhren, dass Cersei schwanger ist. Vielleicht wäre es nie zur Verurteilung, geschweige denn zum Tod von Cersei gekommen, und vielleicht hätte sie in Frieden weiterleben können. Vielleicht wäre Jaime für immer auf ihrer Seite gewesen und gemeinsam mit ihrem Kind wäre es das einzige gewesen, was sie für ihr Leben brauchen würde. Ich meine damit, Cersei wäre bis zu ihrem Lebensende glücklich geworden, weil sie immer ihre Kinder mehr geliebt hatte als sich selbst. Das wäre nach all den Staffeln ein unzureichendes Ende für die Zuschauer. So, jetzt eben zurückrudern: War Jaime also deswegen ein Auserwählter, weil er die Mad Queen in den Tod gestürzt hatte? Obwohl er es nicht wollte? Und die anderen beiden (wer auch immer; Arya, Danny, Jon?) einmal der Nachtkönigsbezwinger und der Mörder einer anderen Königin (sprich Jon tötet Danny, die die nächste Gefahr für die Welt gewesen wäre?)? Man kann viele Theorien aufstellen, das sind mir um ehrlich zu sein, viel zu viele. Deswegen finde ich, dass wir mit sehr vielen offenen Fragen zurückgelassen worden sind. Viele Fragen, die ich bei den vorherigen Staffeln hatte, wurden nicht geklärt - um ehrlich zu sein, fallen die mir nach 2 Jahren Pause gar nicht mehr ein, da müsste ich noch mal alle Folgen durchgucken.

- Jahrelanger Aufbau für nichts: Die aller erste Szene von GoT (jedenfalls erinnere ich mich so da dran) war, als wir die Weißen Wanderer gesehen hatten. Drei Männer von der Nachtwache gingen im Wald auf Suche, wurden dabei von den Untoten erwischt. Schon alleine diese Szene ist für mich eine Andeutung auf das Hauptproblem der Eis&Feuer-Saga. Es gibt unzählige Feinde (Gruppen, Könige, Völker, Fremde, etc.), aber nur einen gemeinsamen Feind: Die Untoten. Es hieß immer "der Winter wird kommen, der Winter wird kommen". Und was war? Ein Kampf in der Hälfte der Staffel, wo ich mir dachte: Krass, da gehen jetzt einige drauf und wie kriegen sie es hin, dass sie dann flüchten werden? Aber nein, stattdessen haben wir einen überraschenden Angriff von Arya gesehen. Mit dem Tod des Nachtkönigs war für mich die Serie eigentlich schon gelaufen. Klar, wenn man die zwei Schlachten getauscht hätte, also den Kampf gegen Cersei vorzog und gegen den Nachtkönig hinten dran gehängt hätte, dann hätten wir ein anderes Ende gehabt. Dann wäre Daenerys vielleicht zur Ruhe gekommen und sich durch die Schlacht verändert, dann wäre sie vielleicht Königin geblieben und hätte ihr Denken umgeändert. Vielleicht wären einige andere Charaktere gestorben. Einiges wäre auch geblieben, man hätte es nur zu einer anderen Zeit erlebt, beispielsweise Clegan gegen seinen Bruder.

Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn man den Kampf gegen die größere Gefahr am Ende ausgetragen hätte. Dann hätte man vielleicht Jaime in den Armen von Cersei sterben sehen und dann wäre das aufgetaucht, was ich oben schon erwähnt hatte, und zwar, dass Cersei ein behindertes Kind bekommt und mit dem leben muss. Oder man hätte es auch so machen können, dass Cersei bei der Geburt stirbt, abe vorher noch eine Missgeburt in den Armen hält, als große Enttäuschung / Strafe.

Bran hätte ich gerne weiter mit der Zeit arbeiten gesehen. Es wurde langsam gut auf ihn aufgebaut, weshalb ich mir gewünscht hatte, dass vielleicht der Nachtkönig getötet wird, aber nicht alle Untoten zerfallen. Man hätte ja, dadurch, dass Bran von dem Nachtkönig in einer Vision "abgestempelt" wurde, ihn zum neuen Nachtkönig machen können. Nur, dass er immer noch der dreiäugige Rabe ist, das hätte man wiederum nutzen können, um einen Nachtkönig zu erschaffen, der beide Seiten kennt. Er will, dass die Menschen leben und kann gleichzeitig die Untoten kontrollieren. Dann könnte Bran sich opfern, den Nachtkönig töten, seine Stellung übernehmen, sich von den Untoten zurück in die kalten Länder tragen lassen und sie dort für immer eingrenzen. Bran würde dann die Kommunikation zwischen Mensch und Monster sein. Es würde nie wieder ein Untoter über die Mauer gehen. Dazu würden auch die Theorien passen, dass Bran der Nachtkönig sei. Und wenn Jon dennoch Danny getötet hätte (beispielsweise, weil sie Jagd auf Bran machen möchte, aber für Jon die Familie, mit der er aufgewachsen ist, wichtiger ist, als die Blutsfamilie, die ihn mit Danny verbindet, und somit Danny tötet) und zum Norden verdammt wäre, also zu der Mauer besser gesagt, dann hätte dies auch einen bedeutsamen Sinn gehabt. Es wäre zwar kein Frieden für ihn, aber man hätte gezeigt, dass diese Geschichte nie enden wird, dass Geschichten generell nie enden werden, dass es sogesehen immer nur Recycling ist.

- Länger und weiterer Inhalt: 6 Folgen mit 60 - 80 Minuten sind für ein Finale definitv zu kurz. Man hat keine Charaktertiefe mehr gesehen, nicht mehr viel Emotionen. Die zwei Jahre Pause vor dem Finale haben mich zwar in den Wahn getrieben, aber als ich die erste Folge anfing zu gucken, habe ich gemerkt, dass ich überhaupt gar nicht bereit war. Irgendwie war das Interesse dann doch nicht da. Was total komisch gewesen ist. Ich habe mir auch viele Wow- und Aha-Szenen gewünscht, indem man noch mehr von den Weißen Wanderern erzählt oder noch mehr Geheimnisse ans Tageslicht rücken. Man hätte sehr, sehr viele Fragne beantworten müssen. Gegen die zwei Schlachten sag ich nichts, weil sie gut gemacht worden sind und es halt die zwei wichtigsten Schlachten in der ganzen GoT-Zeit waren, also mussten sie die ganze Folge über gehen. Erwähne es eben noch mal: Enttäushct war ich, dass die letzte Schlacht dann doch nicht so bombastisch war, wie man das zuvor erwähnt hatte. Einige Folgen mehr, in denen viele Überraschungen erscheinen, hätten der Finalstaffel sehr gut getan.

Im Moment fällt mir mehr nicht ein. Ich bin auf jeden Fall zufrieden damit, was uns geboten wurde. Mit dieser Reihenfolge hätte man das Ende nicht besser machen können und somit verstehe ich die Leute nicht, wie sie eine Petition aufrufen können. Auch viele Arbeitskollegen oder in meinem Freundeskreis haben gesagt, dass die letzte Staffel absolut schwach gewesen ist, sogar die schwächste von allen. Sehe ich nicht so.

Man muss auch die andere Seite mal sehen: Bei der finalen Staffel kommt es eigentlich nur noch auf die Kämpfe an. Weiter etwas zu suchen, etwas zu entschlüsseln oder sonstiges, käme bei den wenigen Folgen gar nicht mehr in Frage, zeitliclh gesehen. Storytechnisch wahrscheinlich auch. Ich weiß es nicht. Sicherlich hätte man es anders regeln können. Mein Wunschende finde ich natürlich auch viel besser als das reale. Aber was willst du machen? Wie die Darsteller gesagt haben, es werden nicht alle zufrieden sein. Und trotz all meiner negativen Kritikpunkte (das waren längst nicht alle) finde ich es absolut gut. Und weiterhin muss ich erwähnen, dass ich gerne viele Fragen beantwort gehabt hätte. Denn so haben die Macher riskiert, dass wir zu Lost tendieren.

Ich kann mittlerweile auch nicht sagen, ob Game Of Thrones immer noch meine Lieblingsserie ist, dazu muss ich es noch vielleicht einige Tage verdauen - aber die andere Frage wäre, welche dann? Prison Break war meine alle erste Serie und die fand ich damals extrem spannend, weil etwas aufgebaut wurde. Lost kam danach. Und danach habe ich so viel nicht mehr gesehen, was sich aufgebaut hat wie beispielsweise Marvel Avengers. Es war einfach herrlihc zu sehen, dass alle Charaktere irgendwann zurückkommen und miteinander sind. Über Theorien im Internet zu spekulieren gehört meiner Meinung nach auch zu der Serie, weil man 1000 Möglichkeiten gefunden hatte, wie man GoT beenden könnte.

Trotz relativ offenem Ende wünsche ich mir keine Fortsetzung. Man muss Filme und Serien einfach mal beenden, damit sie legendär werden. Ich hasse es nichts mehr, wie sie heutzutage alles rebooten und fortsetzen. An Legenden kommt man nicht mehr dran, also finish ! Spin-Offs sind da eine ganz andere Sache, da wäre ich sogar dafür, aber nicht mit den Charakteren, die wir schon kennen. Vielleicht mal etwas über die Götter, die wir nie zu Gesicht bekamen. Vielleicht also eine Geschichte, die 10.000 Jahre zuvor spielt und die Rote Hexe dort auserwählt wird, um zu dienen... und so weiter.

Ich bin definitiv gespannt, was wir zu sehen bekommen.

Danke für die tollen Jahre, Game Of Thrones :-)

PS: Bin übrigens seit über einem Jahr an dem zweiten Band dran xD hahaha muss ich wieder mal weiterlesen :-)

Edit: Ach ja, tut mir leid für die Grammatik- und Rechtschreibfehler. Ich habe jetzt so viel gelesen, so viel getippt, dass mir die Lust nicht nach ist, meinen ganzen Text einmal durchzugehen, weil ich seit paar Stunden schon vorm PC sitze xD

Gute Vorbereitung ist 90% Sieg!

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
25.05.2019 10:34 Uhr
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@Duck-Anch-Amun

Ja, dem würde ich wohl zustimmen. Aber wie gesagt, Zeit und Geschichte sind ein Fluss und dementsprechend kann "Game of Thrones" nur einen Ausschnitt dessen präsentieren.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
23.05.2019 18:30 Uhr
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@luhp92
Wie gesagt, wenn ich an die "Zukunft" denke, dann finde ich das Finale nicht mehr so rund.

@MB80
Auch von mir Danke für diesen Rd-Vergleich laughing

Da ich den Kanal schon mehrfach zum Thema verlinkte. Hier der Abschluss von cinemstrikesback und ich kenn jemanden, der absolut unzufrieden ist ^^

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MB80 : : Cheddar Goblin
23.05.2019 00:23 Uhr
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Luhp92:

“Der Thron auf Rädern, wow! Danke, auf den Gedanken kam ich bisher noch gar nicht!“

Du hast auch 12 Jahre weniger Unsinn im Kopf -)

Aber keine Sorge, kommt Zeit, kommt Quatsch.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
22.05.2019 23:08 Uhr | Editiert am 22.05.2019 - 23:18 Uhr
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@DrGonzo
"hätte mir am liebsten weitere 5 Staffeln gewünscht"

G.R.R. Martin meint selbst auch, sein Buchmaterial gebe Stoff für insgesamt 13 Staffeln her. Das halte ich aber selbst als Fan der Bücher für viel zu viel, insgesamt hätte man aber durchaus zehn Staffeln drehen können. Die Staffeln 5 & 6 auf drei Staffeln aufteilen, die Staffeln 7 & 8 auf weitere drei Staffeln und dann wie üblich mit zehn Episoden.

@fbRalf51
Ja, aus Ehrenhaftigkeit, wegen Schuldgefühlen und seiner Liebe zu Daenerys dürfte Jon seine Tat wohl gestanden haben. So sehe ich das zumindest.

@Shalva und Mindsplitting
"und wo sowas ähnliches wie Demokratie ausgerufen wird… also die Amis versuchen jetzt sogar in GoT die Demokratie zu bringen…"

Der demokratisierende Gedanke könnte auch aus G.R.R. Martins Notizen stammen, Sinn ergeben würde es definitiv, weil es Martins Intention ist, das machtpolitische und kriegerische Spiel der Throne zu kritisieren. Sicherlich würde dies in den Büchern wesentlich besser und detaillierter vorbereitet werden.

@Mindsplitting
"Die Massenmordende Legeion der Unbefleckten darf also unbehelligt weiterziehen und Forderungen stellen. Aber jemand der einen "Irren König" verhindert wird bestraft?"

Ist das nicht vielmehr konsequent und realistisch (noch konsequenter und realistischer wäre es, hätte Grey Worm Jon und Tyrion direkt exekutiert), anstatt weichgespült und unsinnig? Die Unsullied und Dothraki sind in der Überzahl, welche bedingungslosen Forderungen sollen da die Westerosi stellen?

@MB80
Der Thron auf Rädern, wow! Danke, auf den Gedanken kam ich bisher noch gar nicht!

@MobyDick
Jaime kann das egal sein, Brienne aber nicht, die Fertigstellung des Eintrages im Buch der Königsgarde ist ein perfekter Abschluss ihres Character Arcs. Zu Grey Worm, er schippert ohne Mutter und ohne Geliebte davon hin zu einer Insel, auf der er mit großer Wahrscheinlichkeit den Tod finden wird. Ein versöhnliches Ende sieht anders aus.

@Duck-Anch-Amun, zu deinen Punkten zur Episode
Wenn man der Logik der Serie folgt, hätte Jon nach dem Auslaufen der Unsullied-Schiffe wohl tatsächlich einfach umkehren können^^ Der Eid der Nachtwache scheint nicht mehr wichtig genommen zu werden, schießlich wird Sam nun auch Archmaester im kleinen Rat. In dewn Büchern dürfte das aber wohl nicht so einfach sein, weil Eide in der Westeros-Gesellschaft einen hohen Stellenwert inne haben. Die Folgen eines Eidbruches sieht man z.B. anhand Jaime Lannisters, der seinen Eid auf Aerys II. brach und diesen umbrachte.

Die Unabhängigkeit des Nordens und das gleichzeitige Ausrufen des Reichs der sechs Königslande sowie die Frage nach Brans Nachfolger auf dem Thron empfinde ich als spannende, indirekt offen gelassene Handlungsstränge. Eine theoretische Staffel 9 würde sich sicherlich damit auseinandersetzen, dass Dorne und die Eiseninseln ebenfalls auf ihre Unabhängigkeit pochen. "Game of Thrones" kann eben nur einen Teil der Westerosgeschichte abbilden und darauf aufbauend einen Ausblick in die Zukunft geben, die Zukunft selbst bleibt aber noch ungewiss und ist nicht festgeschrieben. Als Vergleich stelle man sich z.B. eine Serie über die Französische Revolution mit einem positiven demokratisierenden Ende vor, aus unserer heutiger Sicht weiß man dagegen, dass die Republik kurze Zeit später von Napoleon gestürzt wurde.

Bronn im Rat des Königs halte ich ohnehin für eine unsinnige Etnscheidung. Im Gegensatz zum früheren Rat besteht der neue Rat nun allerdings neben den paar Lords auch aus gewählten Vertretern des gemeinen Volkes (die in der Szene noch unbesetzten Plätze), da dürfte nun also eine andere Politik gemacht werden.

Ich kann mir schon vorstellen, dass Bran dies alles und sich selbst als König nach all den Toden als beste Lösung vorhergesehen hat. König wird er meiner Einschätzung aber nicht, weil er es möchte, sondern weil er es für das Richtige hält und/oder weil es sein durch das Schicksal vorherbestimmtes "Opfer" ist, um die Demokratisierung zu ermöglichen.

Ja, die Linie der Starks als Herren von Winterfell dürfte/müsste nach Sansas Tod enden, ein ziemlich guter Einwand von dir! Genau so kam ja auch das Haus Sachsen-Coburg und Gotha (heute: Windsor) im Vereinigten Königreich an die Macht, Queen Victoria war mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha verheiratet und der britische Thronanspruch übertrug sich nach Victorias Tod auf sein Haus.

Loool, die Bran-Nachtkönig-Theorie, das wäre als Finalszene echt der Hammer^^

@Shalva
"der Drache Tötet Jon nicht und bringt da alles zum Schmelzen"

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
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MobyDick : : Moviejones-Fan
22.05.2019 21:40 Uhr
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Jerichocane:

Nur kurz zu Jon: Ich habe kein Problem, dass er in den Norden geht. Problematisch wird es, wie er gezwungen wird dorthin zu gehen, und ihm wieder die Wacht auferlegt inkl aller Pflichten ( dh auch dem Verbot der Fortpflanzung). Das war schon in Staffel 1 extrem problematisch und ist nun doppelt und dreifach ärgerlich, da hier ein sich seiner Herkunft mittlerweile bewusster Mann, den ALLE lieben und verehren, einfach mit eingezogenen Schwanz fortgejagt wird - etwas was er sich so seit der zweiten Staffel nicht mehr bieten ließ. Außerdem: Für jemanden seines Kalibers mittlerweile dürfte der sonst so schlaue Tyrion doch eigentlich eine bessere Lösung finden können?

DrStrange

Genau der smile

Dünyayi Kurtaran Adam
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jerichocane : : Advocatus Diaboli
22.05.2019 21:13 Uhr
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@Moby
Einige deiner Kritikpunkte kann ich nachvollziehen, andere nicht.
Wenn du mit der Königin Sansa meinst, stimme ich dir zu. Mich störte auch, dass gerade sie mit dem Norden Unabhängig sein wollte.

Bei Jon fand ich sogar seine Rückkehr in den Norden sehr gut, denn der Norden hat ihn zu dem gemacht was er am Ende ist und sein Herz lag immer im Norden. Für mich war das schon v bei seiner Rückkehr aus dem Norden klar, da er nur dort wirklich frei war.

Wie kommst du darauf, dass Brienne heimlich den Eintrag ins Kommandantenbuch gemacht hat?
Für mich sah es so aus, dass Sie seine Geschichte dort eintrug, weil Jamie mehr als nur der Königstöter war.

Also ich sehe nicht wo schludrige Arbeit war und noch weniger, wo Charakter betrogen wurden

Aber es ist halt deine Meinung , welche ich nicht so sehe aber akzeptiere .

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dinomania66 : : Moviejones-Fan
22.05.2019 11:40 Uhr
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Bin zufrieden mit dem Ende, und kann gut damit abschließen. Natürlich war nicht alles perfekt, aber wenn man auf 8 Staffeln zurück blickt, muss man sagen eine Mega-Serie! Schade das es vorbei ist.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
22.05.2019 10:04 Uhr
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@MobyDick:

Meinst du den ganz bestimmten Wurm, welcher mit seinen Leuten zu Insel Naaht aufgebrochen ist, wo sie nun alle an tödlichen Schmetterlingen sterben werden ?

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