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Black Panther - Wakanda Forever

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Ein besonderer Film

Black Panther - Wakanda Forever Kritik

Black Panther - Wakanda Forever Kritik
29 Kommentare - 08.11.2022 von Moviejones
Wir haben uns "Black Panther - Wakanda Forever" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Black Panther - Wakanda Forever

Bewertung: 3.5 / 5

Mit Black Panther - Wakanda Forever erscheint der wohl emotionalste Film, den Marvel Studios bisher herausgebracht hat. Dies betrifft nicht nur den Film selbst, sondern auch die Erwartungshaltung im Vorfeld, das Marketing, einfach alles. Der Verlust von Chadwick Boseman, er ist immer noch spürbar. Kann die Reihe ohne ihn funktionieren und schafft es der neueste Teil, seinem Andenken gerecht zu werden?

Queen Ramonda, Shuri, M´Baku, Okoye und die Dora Milaje kämpfen nach dem Tod von König T´Challa darum, ihre Nation vor intervenierenden Weltmächten zu beschützen. Während die Wakandaner danach streben, ihr nächstes Kapitel anzugehen, müssen sich die Helden mit der Hilfe von War Dog Nakia und Everett Ross zusammenschließen, um einen neuen Weg für das Königreich von Wakanda zu schmieden.

Trailer zu Black Panther - Wakanda Forever

Black Panther - Wakanda Forever - Kritik

Am 28. August 2020 haben wir Chadwick Boseman viel zu früh mit 43 Jahren verloren. Seine Angehörigen, die Filmwelt und seine Fans waren geschockt und in der Trauer um einen großartigen Schauspieler und Menschen vereint. In der Filmgeschichte wird er als Black Panther für immer weiterleben. Eine Figur, die für so viele Menschen so immens viel bedeutet und die Boseman mit so viel Anmut und Ausstrahlung verkörpert hat. Es fällt immer noch schwer zu glauben, dass wir nur so wenig Zeit mit ihm auf der Leinwand verbringen durften und es sich gleichzeitig nach so viel anfühlt.

Eine Weile nach seinem Tod stellte sich die Frage, wie geht es mit Black Panther weiter? Wird die Figur neu besetzt? Marvel machte schnell deutlich, dass dies auf keinen Fall passieren werde. Der kommende Film, Black Panther - Wakanda Forever, solle sein Andenken ehren und sein Vermächtnis fortsetzen. Es ist ein Film, der von vielen mit Sehnsucht und Spannung erwartet wurde, gerade auch aufgrund der Emotionalität rund um Chadwick Boseman.

Es fällt uns schwer, wie nur selten, diese Filmkritik zu schreiben. Oft wird vergessen, dass am Ende auch wir einfach nur Fans sind. Und genauso um Boseman trauern wie alle anderen. Was für eine Ausstrahlung dieser Mann hatte und was für ein einnehmendes Lächeln. Was für ein Charisma. Obwohl er kein Teil des Filmes ist, steht er doch in dessen Mittelpunkt. Auch wir können dies nicht ausblenden.

Selten waren wir daher so gespannt auf einen Film wie auf diesen. Gespannt darauf, wie sie mit seinem Tod umgehen und wie dieser in der Geschichte behandelt wird. Gespannt darauf, wie sie ihn ehren und versuchen, sein Vermächtnis fortzusetzen. Der erste Trailer zu Black Panther - Wakanda Forever, er gehört wohl zu den besten der letzten Jahre und hat uns emotional voll abgeholt. Wir hatten so gehofft, diesen Film zu mögen und ihn mit einem guten Gefühl zu verlassen. Und gefürchtet, wie wir damit umgehen, wenn es anders kommt.

Leider kam es anders und wir müssen sogar von einer kleinen Enttäuschung sprechen. Black Panther - Wakanda Forever konnte den Erwartungen und Emotionen im Vorfeld leider nicht standhalten. Zumindest unseren nicht. Wir wollen hier keineswegs von einem schlechten Film sprechen, aber für uns war dies im besten Falle Durchschnitt.

Ein emotionales Denkmal für Chadwick Boseman

Black Panther - Wakanda Forever ist definitiv ein besonderer Film, dies merkt man ihm und seinem Ton auch an. Der übliche Marvel-Humor ist kaum vorhanden und wir mussten durchaus einige Male mit unseren Tränen kämpfen, denn emotional wird es öfters, natürlich auch und gerade im Zusammenhang mit Chadwick Boseman. Fehlende Emotionalität ist etwas, was man diesem Film gewiss nicht vorwerfen kann. Und auch bei den Darstellern spürt man, dass die gespielte Trauer gar nicht so gespielt ist.

Wenn wir mal das ganze Marvelzeug weglassen, wer der neue Black Panther ist, was es mit Namor auf sich hat, das alles einmal kurz ausblenden, dann geht es in diesem Film von Anfang bis Ende vor allem um die Verarbeitung und den Umgang mit der Trauer um eine geliebte Person. Dies ist der Kern der Geschichte und man muss den Machern und Darstellern ein Kompliment dafür machen, wie tief persönlich dieser Film in diesem Punkt geworden ist. Unter diesem Aspekt ist Black Panther - Wakanda Forever wahrlich ein Denkmal für Chadwick Boseman geworden und ein Film, der sicher vielen Menschen, die mit ähnlichen Verlusten zu kämpfen haben, viel Kraft spenden wird.

Zusätzlich kommt hinzu, dass auch die Fortsetzung wie schon Black Panther viele tolle Bilder präsentiert und auch musikalisch überzeugen kann. Hier wird einiges für die Sinne geboten. Und auch die Effekte sind deutlich besser als noch im Vorgänger, mit ein oder zwei Ausnahmen vielleicht, in denen der Greenscreen doch deutlich sichtbar war. Ansonsten wirkt Black Panther - Wakanda Forever trotz vieler Effekte tatsächlich weniger CGI-lastig als die meisten anderen Marvelfilme.

Ein Film mit Problemen

Wir wünschten wirklich, wir könnten hier aufhören und 4 Hüte verteilen. Und wir hoffen sehr, dass er vielen von euch richtig gefallen wird. Es fällt uns aufgrund der Umstände schwer, doch an dieser Stelle müssen wir kritisch werden, denn vieles hat uns an Black Panther - Wakanda Forever leider nicht gefallen.

Der eben angesprochene Kern der Geschichte, er wird viel zu sehr überlagert von einer wirren und auch etwas zu langen Story. Weder die Motive und Handlungen Namors, noch die von Wakanda konnten uns so richtig überzeugen und ließen uns oft auch einfach fragend zurück. Weder von der einen, noch von der anderen Seite können wir die Beweggründe richtig nachvollziehen. Etwas, dass in The First Avenger - Civil War noch gut gelungen ist, schlägt hier leider fehl.

Es fallen zudem Sätze und fragwürdige Entscheidungen werden getroffen, dass wir uns fragen müssen, ob denn überhaupt jemand auch mal kritisch über das Drehbuch gesehen hat, oder den fertigen Film. Vieles passt einfach nicht zusammen. Der Höhepunkt des Ganzen ist der letzte Akt des Films, der für uns einer Katastrophe gleichkommt. Dass wir hier in einigen Momenten zudem an einen Power Rangers-Film erinnert wurden, macht es wahrlich nicht besser.

Hinzu kommt ein Nebenplot rund um Martin Freemans Charakter Agent Ross, den der Film im Großteil gar nicht braucht und bei dem wir auch nicht wissen, was er im Film so zu suchen hatte. Wir sehen Freeman immer gerne und Ross soll auch im Film sein, aber hier hätte man sich etwas besseres überlegen können.

Nimmt man mal die ganze Emotionalität rund um Chadwick Boseman heraus, bleibt so am Ende leider nur ein zwar schöner, aber nur durchschnittlicher Film übrig. Und das ist wirklich schade, denn es wäre so viel mehr möglich gewesen. Und doch ist der Film gleichzeitig genau deswegen ein Testament an Boseman, da er einen durchschnittlichen Film nur aufgrund seiner geistigen Anwesenheit auf ein höheres Niveau hebt und ihn zu etwas Besonderem macht, obwohl er körperlich nicht mehr anwesend sein kann.

Und doch ein besonderer Film

Diesen Film zu machen, wird für keinen der Beteiligten leicht gewesen sein. Ursprünglich hatte Regisseur Ryan Coogler andere Pläne für einen zweiten Teil und auch bereits ein Drehbuch fertig geschrieben, damals noch mit Boseman in der Hauptrolle. Dies ist gerade einmal zwei Jahre her. Black Panther - Wakanda Forever in dieser eher kurzen Zeit, mit all dem emotionalen Ballast, auf die Beine zu stellen, war vielleicht zu ambitioniert, zu gehetzt. Die Marvel-Maschine muss weiterlaufen, aber es hätte dem Film gutgetan, hätte man den Machern und Darstellern vielleicht ein oder zwei Jahre mehr Zeit für die Entwicklung und Veröffentlichung gegeben. Auch, um etwas Abstand von allem zu gewinnen. So wirkt es fast, als hätte man Black Panther - Wakanda Forever mit zu vielen Emotionen entwickelt und gedreht, wodurch manche inhaltliche Sinnhaftigkeit auf der Strecke geblieben ist.

Vor dem Ende haben wir noch zwei Informationen für euch. Die eine betrifft Chadwick Boseman. Wir können uns gut vorstellen, dass der ein oder andre die leise Hoffnung hat, dass es doch noch eine Szene mit ihm gibt, etwas, dass er vor seinem Tod aufgenommen hat. Es gibt sogar zwei Szenen im Film, wo wir fast mit seinem Auftritt gerechnet hätten. An dieser Stelle werden wir ausnahmsweise ein wenig spoilern, denn wir möchten niemanden mit falschen Hoffnungen ins Kino schicken und euch daher mitteilen, dass dies nicht der Fall ist. Er ist zwar zu sehen, aber nur in bekannten Rückblenden.

Die zweite Info betrifft den Abspann. Es gibt nur eine Mid-Credit-Szene, jedoch keine weitere nach dem Abspann.

Am Ende überwiegen die Emotionen und vermutlich muss dies in diesem Fall auch genau so sein. Dem reinen Film hätten wir vielleicht sogar nur 2,5 Hüte verliehen, aber Black Panther - Wakanda Forever ist dann trotz allem doch mehr. Zu verdanken ist dies der Filmcrew und dem Cast, die den Mut hatten, ihre Trauer durch diesen Film mit der Welt zu teilen. Und letztendlich einem Chadwick Boseman, der nicht eine Szene gedreht hat und hier doch allgegenwärtig ist. Er wird für immer unser aller Black Panther sein. Wakanda Forever.

Wiederschauwert: 65%

Black Panther - Wakanda Forever Bewertung
Bewertung des Films
710

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29 Kommentare
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Geatrix : : Moviejones-Fan
19.11.2022 06:23 Uhr | Editiert am 19.11.2022 - 10:48 Uhr
0
Dabei seit: 17.01.21 | Posts: 91 | Reviews: 0 | Hüte: 1

Mich hat der Film nicht abgeholt. Ich habe ihn gestern gesehen.

Positiv:

1. Namor und die Kultur dahinter. Hat mich fasziniert, da ich selbst in Yucatan mal war.

2. Riri Williams. Fand Sie gar nicht so unnötig. Man hätte ein wenig mehr mit reinnehmen können, dass Tony Stark ihr Vorbild ist.

Negativ:

1. Shuri als Black Panther. Ist natürlich logisch als Schwester, aber mir ist sie nicht sympathisch und bitte gebt ihr was zu essen.

2. Das CGI. Geht es nur mir so? Es wirkte alles irgendwie unfertig. Man sah extrem, dass die Darsteller vor Green Screens standen. Das CGI des 1 Black Panther wirkte da runder, obwohl bereits 4 Jahre alt.

3. Mir persönlich fehlte ein wenig Schwung. Es plätscherte alles dahin.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
14.11.2022 10:39 Uhr | Editiert am 14.11.2022 - 10:41 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.607 | Reviews: 45 | Hüte: 677

Hab meine Kritik dann auch mal online gestellt, nachdem ich ein paar Tage drüber schlafen konnte, gefiel mir der Film auch weiterhin gut, auch wenn ich gewisse kritikpunkte durchaus verstehen kann.

@Rafterman
Ich denke Namor weiß von Beginn an mehr über Wakanda als umgekehrt. Und es ist so, dass Wakanda und Talocan halt sehr ähnlich sind und er darin die Chance, aber auch die Risiken sieht. Durch Wakandas Vorpreschen mit dem politischen Ende der Isolierung hat man der Welt die Bedeutung und das Vorkommen von Vibranium vor Augen gehalten und die politischen Führer gierig gemacht. Wakanda wurde somit für Talocan zur Bedrohung, auch weil Namor nicht weiß, auf welchen Seite dieses Land sich stellen würde. Allein durch die Technologie an Vibranium wird Wakanda im Film als Weltmacht dargestellt, da spielt die Anzahl an Kriegern im Sinne der Handlung erstmal nicht so eine große Rolle, obwohl ich dir Recht gebe. Namor sieht in Wakanda also den logischen Verbündeten, gleichzeitig aber auch die Gefahr falls sie sich gegen ihn stellen. Als Zuschauer bekommen wir seine Motivation ja erst im Laufe der Handlung mit und ihm war die Vernichtung der Oberfläche um sein Volk zu schützen also schon immer ein wichtiges Ziel - dazu gehört dann auch Wakanda, denen er dann ja sogar Frieden anbietet. Namor ist in diesem Fall ein Radikaler, sieht sich selbst als gnädig an da er nur einen Toten haben möchte anstatt eines Krieges. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit wie Shuri ja selbst feststellen muss und trotzdem wäre sie beinahe auf Namor und seinen Charme reingefallen.

Riri Williams ist für Namor halt eine Bedrohung, weshalb er ja Wakanda dahin schickt um sie zu entführen. Talocan soll in seinen Augen so lange im "Untergrund" (jop, Wortspiel gewollt) bleiben bis er mögliche Gefahren beurteilen kann, was dann schnell passiert indem Wakanda eine Person über den Schutz der 2 Völker stellt. Übrigens halt ein heldenhaftes Motiv, indem ja z.B. auch Captain America das Leben von Vision nicht einfach opfern möchte.
Warum sie am Ende zurück nach Hause möchte? Ja neben der Solo-Serie ist die Rückkehr zu ihrer Familie doch ein plausibler Grund oder nicht? Ich denke Wakanda wird für sie ein Thema bleiben, aber man kann ihr doch nicht vorwerfen nach Hause zu wollen.

Letztendlich bleibt es somit auch für Phase 5 spannend wie die Welt nun auf diese Ereignisse reagiert. Talocan und Wakanda sind nun offiziell verbündet - ein Frieden der aber sicherlich auf wackligen Beinen steht. Mögliche Szenarien:
- Shuri als Black Panther vs. M´Baku als König, indem sich in Wakanda Pro-Talocan und Anti-Talocan Allianzen bilden und Wakanda somit politisch zerbricht
- Wakanda wird nochmals mehr als Bedrohung angesehen, da das Land und Talocan Frieden schließen. Für den rest der Welt bleibt Talocan aber eine Bedrohung, die nicht kalkulierbar ist - wieviele Krieger gibt es dort wirklich? Welche Technologien? Das Land kann schnell von A nach B gelangen. Namor als Bedrohung auf Hulk/Thor-Level.
Gerade letzteres wird dann durch den Ross-Plot thematisiert indem der Film mir zumindestens die Laufzeit über die Möglichkeit anbietet, dass sich die USA in den Krieg einmischen. Der Plot ist unnötig, aber ich hab tatsächlich erwartet, dass Amerika der Nutznießer zum Ende des Films sein könnte, beispielweise indem sie selbst Wakanda attackieren und das Vibranium stehlen, während Wakanda sich mit Talocan anlegt. Durch den Auftritt von Valentina ist dies weiterhin mehr als möglich, immerhin haben wir sie bisher als dubiose Dame kennengelernt, die keine Skurpel hat um mit dem Kingpin zusammen zuarbeiten. Indem sie die Thunderbolts zusammenstellt und die CIA ihr Arbeitgeber ist, haben wir nochmals mehr Bedenken inwiefern hier womöglich eine "Dark Avengers"-Truppe aufgebaut wird, welche dann so eingesetzt werden kann wie es die Avengers (siehe Civil War) nie konnten oder wollten.

Everett Ross und Riri waren für die eigentliche Handlung tatsächlich ziemlich unnötig und dienten nur Phase 5 vorzubereiten. hab ich in meiner Kritik am Film ebenfalls so beschrieben. Bei Namor sehe ich für mich weiterhin da kein Problem, auch wenn ich deine Argumente durchaus nachvollziehen kann. Man kann nur mutmaßen inwiefern Bosemans Tod da viel am Plot änderte, da zuvor ja auch Kraven The Hunter oder Dr. Doom als Oberschurken vermutet wurden, man aber indirekt bestätigte, dass Namor schon immer als Gegenspieler eingeplant war. Womöglich hätte sich der Konflikt anders entwickelt, wobei ich dies hier trotzdem spannend fand, da mit Shuri die meistkritisiertese Figur durchaus profitieren und glänzen konnte und wir usn auch fragen müssen, ob Wakanda tatsächlich ein so tolles Land ist ("Wakanda über alles") oder ob ein Land halt immer nur so wahrgenommen wird wie sein politischer Führer.ein Thema aktueller denn je.

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SpiderFan : : Moviejones-Fan
13.11.2022 04:28 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.22 | Posts: 471 | Reviews: 0 | Hüte: 5

Gestern gesehen.

Mich hat der Film total überzeugt. Eigentlich ein sehr ruhiger MCU Film, was ich so nicht erwartet habe, Action rückt fast in den Hintergrund. So bleibt mehr Zeit für die Charaktere. Was ich definitiv begrüße. Namor und sein Reich bieten genügend Stoff für zukünftige Filme oder Serien.

Auch die eine credit Szene verspricht viel.

Ich bleibe gespannt.

“You have fought long enough, Galadriel. Put up your sword.”

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Poisonsery : : Moviejones-Fan
12.11.2022 10:20 Uhr | Editiert am 12.11.2022 - 10:21 Uhr
0
Dabei seit: 02.03.18 | Posts: 1.276 | Reviews: 0 | Hüte: 26

Nach Sichtung des Films und halben Tag nachdenkens sage ich es war unterhaltsam aber im nachhinein waren viele Motive und Reaktionen einfach nicht nachvollziehbar. Teilweise auch absurd und ja der Vergleich mit Power Rangers passt. Wie erwähnt es war unterhaltsam und hat mich erst einige Stunden später gestört also Ticket hat sich gelohnt.

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JackSparrow86 : : Moviejones-Fan
12.11.2022 08:56 Uhr
0
Dabei seit: 26.01.15 | Posts: 227 | Reviews: 0 | Hüte: 3

@luph92

Ich finde sogar, dass Teil 2 die von dir angesprochene Kritik bzw. den Bruch mit diesem Motiv am Ende von Teil 1 wieder revidiert. Und ja vom moralischen Standpunkt her sollte das kritisch gesehen und hinterfragt werden. Die Frage ist, ob das Aufgabe des Films ist oder unsere. Ich finds okay, wenn gezeigt wird wie Figuren nach fragwürdigen Motiven handeln, solange dies nicht glorifiziert wird. Und da find ich Teil 2 sogar stärker als Teil 1, da in der Fortsetzung das Motiv von Anfang an sehr hart durchgesetzt wird und daher eher unangenehm auffiel als in Teil 1 wo es noch gefeiert wurde.

Aber ich gebe auch zu: ich hab mich auch gefragt, wie es für Wakanda weiter geht, ob es irgendwann Avengers vs Wakanda heißen muss und auch ob irgendwo schon Skrulls sitzen und diesen harten Kurs fahren.

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Smith2601 : : Moviejones-Fan
12.11.2022 08:15 Uhr
0
Dabei seit: 02.05.17 | Posts: 133 | Reviews: 1 | Hüte: 6

Der Film hat mich positiv überrascht,ich wurde äußerst gut unterhalten.

Ich muss zugeben, ich habe währenddessen auch meinen Kopf nicht benutzt und Sachen hinterfragt, aber Stand jetzt kann ich die Kritik nicht nachvollziehen. Ich fande alle Handlungen nachvollziehbar.

Der erste Teil war nicht so ganz mein Fall, ich fande ihn ziemlich überbewertet. Wobei ich natürlich verstehe, warum der Film gerade in den USA und Afrika so gut ankam , aber eines Oscars würdig war er auf keinen Fall.

Die Schauspieler haben alle ihre Rollen gut gespielt, sogar Shuri war diesesmal nicht nervig. Von ihr war ich am meisten überrascht, was alles in dieser Figur steckt.

Namor fande ich sehr interessant, hoffentlich kommt da zukünftig noch mehr. Ich mag den Schauspieler.

Agent Ross war leider wirklich blass, da hätte man mehr zeigen können,seh ihn immer gerne.

Das Emotionale ist natürlich sehr präsent, vor allem der Anfang und Ende hat mich gepackt.

Bleibt noch die Frage, was passiert in Zukunft mit Black Panther. Bleibt der Ist-Zustand oder wird nochmal etwas geändert. Nach diesem Film seh ich Black Panther irgendwie nicht so passend für einen großen Avengers Film, eher für sich alleine stehend oder nur im kleinen Ensemble.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2022 02:02 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.796 | Reviews: 169 | Hüte: 562

@Shred
"Dennoch sehe ich in seinem Schauspiel nicht die oscarreife Leistung. Dafür gibt die Figur einfach zu wenig her"

Die oscarreife Leistung lieferte er ja nicht für "Black Panther" sondern für "Ma Raineys Black Bottom" ab, die Nominierung war finde ich schon mehr als verdient.

@JackSparrow86
"das Motiv Wakanda Forever, bereits aus dem ersten Teil bekannt, ist seit Teil 1 ein absolut fragwürdiges Mantra, dass hier auch wieder eine Rolle spielt und die Realpolitik nicht deutlicher widerspiegeln könnte"

Schon. Aber der Film hätte dieses Mantra auch mal kritisieren sollen/müssen, was in Teil 1 durch Killmonger und das Filmende noch geschah. Teil 2 stellt sich dagegen hinter das Mantra.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Rafterman : : Moviejones-Fan
10.11.2022 09:38 Uhr | Editiert am 10.11.2022 - 10:44 Uhr
0
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 684 | Reviews: 0 | Hüte: 19

Kann die Kritik 1:1 unterschreiben nur das ich 3 Sterne +1 für die Emotionalität Bosemans gebe.

@Duck-Anch-Amun
Ich fand es sehr unlogisch dass Namor Wakanda gedroht hat und dort den Krieg beginnen wollte sollten sie sich nicht ihm anschließen. Klar kann man machen, es hätte aber doch locker 5 bessere Geschichten gegeben einen Konflikt zu beginnen. Auch das er eine Schülerin, die für ihre Erfindung nichts kann, töten möchte, statt ihr zu verzeihen und als erstes die USA/Frankreich angreift. Dann diese Mini Armeen von beiden Seiten, da haben 2 Länder gekämpft und es kam mir vor wie ein großer Special Forces Einsatz. Wieso will Ironheart am Ende des Films wieder zu ihrer Uni statt in Wakanda zu bleiben, dort lernt sie doch viel mehr und generell total unwichtig, aber klar wird sicher ne 0815 She-Ironman Serie geben. Talocan fand ich auch sehr unspektakulär, cool fand ich aber die Inca "Fußballszene" was ja wirklich ein Opferspiel von damals war. Und ganz ehrlich, ja Ross war noch nie so wichtig, aber in diesem Film war er noch unwichtiger.

Ich sage immer die Wahrheit. Sogar wenn ich lüge!

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
10.11.2022 08:18 Uhr | Editiert am 10.11.2022 - 08:26 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.607 | Reviews: 45 | Hüte: 677

Ich bin ebenfalls froh, dass Wahrnehmungen so unterschiedlich sein können. Ich hab einen tollen Film gesehen, der einerseits die äußeren Umstände würdevoll berücksichtigt, andererseits diese nutzt um eine spannende Geschichte zu erzählen, die dann auch clever auf die in Teil 1 eingeführten Elemente aufbaut.

Von den Emotionen will ich gar nicht sprechen, dies hat Moviejones in ihrer Kritik und MJ-FrankBastuck in seinem Kommentar hervorragend dargestellt. Gerade der Beginn des Films ist deshalb schwer ohne Spoiler zu beschreiben. Das Ende rundet das während der Laufzeit gesehene dann wunderbar ab. Dazwischen liegt dann aber die eigentliche Handlung und dies habe ich komplett anders wahrgenommen als Moviejones.
Für mich sind die Motivationen der verschiedenen Figuren mehr als klar. Ich finde es nicht wirklich wirr, da doch ziemlich klar ist wer welche Ziele hat. Es ist nur so, dass wir als Zuschauer immer nur Einzelstücke präsentiert bekommen, die dann am Ende ein Gesamtbild geben. So ist es anfangs kein Schwarz/Weiß-Denken, was wunderbar durch eine uns bekannte Figur auch dargestellt wird, bevor es dann im Chaos endet. Die Kritik am Endkampf sehe ich ebenfalls nicht so wirklich vorhanden...klassische Superhelden CGI-Schlacht halt in für Marvel ungewohntem Setting. Katastrophal ist dies nicht, aber auch nicht sonderlich überragend gemacht...die Power Rangers-Anspielung versteh ich, ist aber leider ziemlich comicakkurat.

Bei Everett Ross muss ich zustimmen, aber dies war wie gesagt für mich schon in Teil 1 so, dass man ihn hätte rausschreiben können. Zumindestens zu Beginn wird er noch clever in die Handlung eingebunden, am Ende dient sein Plot aber nur dazu den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken und die Zukunft des MCU anzuteasern.

Für mich also ein gelungenes Filmerlebnis, bei dem die Macher sich auch Zeit nahmen gewisse Themen mit Würde zu behandeln und neue Elemente auch mit aller Ruhe zu präsentieren. Ein paar Figuren kamen zu kurz, bzw. man erkennt dass anfangs wohl was Anderes mit ihnen geplant war, ansonsten sah ich da ein doch rundes Drehbuch. Wie Teil 1 ein ernsterer, oftmals gesellschaft-/politischkritischer Film mit stark unterpräsentierten Ethnologien, wunderbarer Musik, welcher durch die realen Umstände aus einem womöglich in Augen vieler durchschnittlichen Film auf jedenfall was besonderes und erinnerungswürdiges macht.

@JackSparrow86
Ist Wakanda Forever deswegen ein politischer Film oder eine Kritik an unserer Gesellschaft? Nein. Es bleibt eine Comicverfilmung. Ein Blockbuster. Ein Unterhaltungsfilm. Und die Emotionen gehören da mit rein, da ohne sie Handlung und Motivation einiger Figuren keinen Sinn ergeben würden. Stimme dir bei deinem Kommentar definitiv zu. Ich würde schon soweit gehen, dass dieser Film auch ein politischer Film oder eine Kritik an unserer Gesellschaft ist. Seh ich auch bei Teil 1 so, seh ich sonst vielleicht noch in der Captain America-Reihe, aber überall ist dies nur eine Zugabe um die Handlung ins Rollen zu bringen. Aber natürlich ist er im Kern reine Unterhaltung und ich würde ihn in einer Liste solcher Filme nicht listen, ihn als Anschauungsmaterial im Unterricht oder als Vorbild bezeichnen. Dafür bleiben diese Themen dann doch hinter der klassischen Superhelden-Thematik zurück. Aber trotzdem können auch Blockbuster solche Töne nutzen, wobei dies Ryan Coogler in seinen zwei BP-Filmen besser gelang als manch anderen.
Zu den Emotionen sei noch gesagt, dass selbst wenn Einen dies alles kalt lässt und man die Lobhuldelei für Chadwick Boseman unnötig findet, dass dieser emotionale Teil überragend geschauspielert ist (wobei dies aufgrund der realen Erlebnisse das falsche Wort ist) und die Leistung der Darsteller sowie die Inzenierung Respekt abringt. Insgesamt machen die Darsteller einen tollen Job, vor allem wenn man bedenkt, dass die Hauptrolle aus Teil 1 nicht mehr präsent ist und nun Nebenfiguren diese Lücke ausfülllen müssen.

MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : Kakashi
09.11.2022 21:43 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 7.133 | Reviews: 48 | Hüte: 333

Die Kritik an der Story kann ich verstehen. Bei mir wären es wohl nur 3,5 Hüte geworden, wäre der Film nicht so emotional. 3,5 für nen MCU Film wäre für meine Verhältnisse ne ziemlich schwache Wertung...wobei Phase 4 im Schnitt ein halben Hut mieser war als die bisherigen Phasen.

Aber wenn ein Film es verdient hat, dass man ein Auge zudrückt, dann dieser.

My dog stepped on a beeee

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Scarecrow : : Moviejones-Fan
09.11.2022 21:20 Uhr
0
Dabei seit: 09.09.11 | Posts: 420 | Reviews: 0 | Hüte: 4

WAHNSINN !

Für mich ist teil eins der schlechteste MCU film und ich bin gerade "fast" total begeistert aus dem Kino raus.

Die ersten 25 Minuten und die letzten 30 Minuten hatten paar Schwächen und naja waren nicht perfekt aber was war das für ein mega geiler Mittelteil ! Super Abschluss einer durchwachsen Phase 4 !

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JackSparrow86 : : Moviejones-Fan
09.11.2022 19:09 Uhr
0
Dabei seit: 26.01.15 | Posts: 227 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Ich komm grad ausm Kino und kann die Kritik nicht wirklich nachvollziehen. Der Film schafft es eine typische Marvelfortsetzung zu liefern, ziemlich kontroverse Figurenmotivationen zu liefern und zeitgleich wahnsinnig emotional Figur und Schauspieler des vorigen Black Panther zu gedenken. Und all das dennoch in recht ausgewogener und angemessener Form.

Hat die Story vlt. Lücken oder Fehler? Bestimmt. Ist das CGI zu viel oder nicht perfekt? Mit Sicherheit. Reden wir immer noch von ner Comicverfilmung? Ja, verdammt. Es ist nicht Hamlet oder Schindlers Liste. Will es auch nicht sein und muss es auch nicht.

Ich fühlte mich gut unterhalten, hatte stellenweise das passende Gefühl auf einer Gedenkfeier für einen Verstorbenen zu sein und fand das auch gut und angemessen. Und dann wurde mir da auch noch ein Konflikt präsentiert mit Motivationen von Charakteren, die zum einen nachvollziehbar waren und zum anderen völlig falsch. Und damit wird für mich sehr viel Realität wiedergespiegelt, in der leider auch viele falsche Entscheidungen getroffen werden und Menschen es nicht schaffen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Insbesondere das Motiv Wakanda Forever, bereits aus dem ersten Teil bekannt und nun sogar Titel des Films. In der deutschen Synchro sogar fast noch besser wiedergegeben mit "Wakanda über alles" ist seit Teil 1 ein absolut fragwürdiges Mantra, dass hier auch wieder eine Rolle spielt und die Realpolitik nicht deutlicher widerspiegeln könnte: Amerika first, Impfstoff first, Gas first...

Ist Wakanda Forever deswegen ein politischer Film oder eine Kritik an unserer Gesellschaft? Nein. Es bleibt eine Comicverfilmung. Ein Blockbuster. Ein Unterhaltungsfilm. Und die Emotionen gehören da mit rein, da ohne sie Handlung und Motivation einiger Figuren keinen Sinn ergeben würden. Selbst ein überraschender Cameo macht dadurch echt Sinn und ist wirklich gut gewählt.

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Poisonsery : : Moviejones-Fan
09.11.2022 14:39 Uhr
0
Dabei seit: 02.03.18 | Posts: 1.276 | Reviews: 0 | Hüte: 26

@Duck-Anch-Amun gut verstehe ich. Den BP1 würde ich nicht als schlecht bezeichnen eher an manchen Stellen moralisch fragwürdig.

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Shred : : Halbtags-Nerd
09.11.2022 14:34 Uhr | Editiert am 09.11.2022 - 15:47 Uhr
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Dabei seit: 26.10.13 | Posts: 1.651 | Reviews: 15 | Hüte: 92

@Duck-Anch-Amun

Wurde bei Heath lLedger doch genauso gemacht

Jep.und ich fands auch da übertrieben. ;) Meine Meinung zu Ledger habe ich ja auch diesbezüglich schon gesagt. Der Film ist nach wie vor einfch TOP, aber Ledger als Joker war für mich nach wie vor nie das Non Plus Ultra

Auch wenn die Filme nicht das Beste sind was es gibt, so darf man doch deren Bedeutung für einen großen Teil der Welt nicht außer Acht lassen.

Ok, ich gebe zu das ich diese Wirkung tatsächlich ausser Acht gelassen habe. Natürlich wird Boseman von einem Teil der Bevölkerung ikonischer gesehen und bewertet und ja, das er trotz seiner Erkrankung die Rolle weitergespielt hat ist sicherlich auch zu bewundern. Dennoch sehe ich in seinem Schauspiel nicht die oscarreife Leistung und das schauspielerische Supertalent zu dem er hochgepusht wird. Dafür gibt die Figur einfach zu wenig her. Wir reden von einerm zum größten Teil kostümierten bzw. animierten Helden und nicht von einer furiosen Hamlet Darstellung. Ich finde man hätte die Wertung von 2,5 ruhig belassen können denn letztendlich bewertet man einen Film und nicht die Tragödie drumherum.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
09.11.2022 14:25 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.607 | Reviews: 45 | Hüte: 677

@Poisonsery
Natürlich geht das und das sollte natürlich definitiv das Ziel sein. Teil 1 ist ja allerdings auch nicht so schlecht wie er sehr oft gemacht wird. Und genau deshalb wirft Moviejones ja einen kritischen Blick auf den Film, wobei dies alle professionnellen Kritiker machen sollten und womöglich werden.

Als Zuschauer kann man den Film ja trotz Probleme genießen. Die User die hier auch regelmäßig Kritiken schreiben, merken aber auch immer Probleme an, selbst wenn sie den Film mit 5/5 bewerten.

Wenn MJ hier 5/5 vergeben würde nur wegen der kulturellen Bedeutung und Emotionen, dann würde ich deinen Kommentar verstehen. Und wenn es um mich oder andere Zuschauer geht - sorry, dann dürften 95 % der z.B. auf MJ bewerteten Filme von 4 Hüten aufwärts nicht ernst genommen werden ;)

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