Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.
Hollywood-freundlich aufgehübscht

"Mortal Engines"-Kontroverse: Peter Jackson verteidigt die Narbe

"Mortal Engines"-Kontroverse: Peter Jackson verteidigt die Narbe
11 Kommentare - Mo, 15.10.2018 von R. Lukas
Sieht Hester Shaw in "Mortal Engines - Krieg der Städte" nicht viel zu hübsch aus, gerade im Vergleich zur Romanvorlage? Viele Fans regt das auf, nun beziehen Christian Rivers und Peter Jackson Stellung.
Achtung, diese Meldung enthält Spoiler!
"Mortal Engines"-Kontroverse: Peter Jackson verteidigt die Narbe

Ab dem 13. Dezember entführen uns Peter Jackson und sein Regie-Schützling Christian Rivers in die ungewöhnliche Welt von Mortal Engines - Krieg der Städte - eine Art post-postapokalyptische Welt, in der die Metropolen Europas jetzt als mobile Raubstädte durchs Land rollen und Jagd auf kleinere Städte machen, um sie sich einzuverleiben.

Der Film basiert auf der "Predator Cities"-Romanreihe von Philip Reeve, und wie es meistens so ist, wenn Filme auf Büchern basieren, wurden im Zuge der Adaption einige Änderungen vorgenommen. Nicht immer kommen solche Änderungen bei den Buchlesern gut an, und im Falle von Mortal Engines - Krieg der Städte stören sich die Fans vor allem an einer Sache: der Narbe, die das Gesicht der Heldin Hester Shaw (Hera Hilmar) verunstaltet. Oder verunstalten sollte, denn so grotesk wie sie im Roman beschrieben wird, ist sie im Film bei weitem nicht. Das erfordert eine Rechtfertigung der Macher!

Wenn man den Film sieht, so hofft Rivers, wird man die Entscheidung verstehen. Dass Hester im Buch als hässlich, abscheulich und nasenlos beschrieben werde, sei in Ordnung, denn selbst dann stelle man sie sich in Gedanken zwar hässlich, aber nicht wirklich hässlich vor. Tom Natsworthy (Robert Sheehan) verliebe sich schließlich in sie, und Film sei ein visuelles Medium. Bei einem Buch könne man sich ganz nach Belieben sein eigenes Bild zusammensetzen, doch wenn man es verfilme, lege man es wörtlich aus. Es sei darum gegangen, die richtige Balance finden, um es glaubhaft wirken zu lassen, dass sich Tom und Hester ineinander verlieben - was ihnen gelungen ist, denkt Rivers. Hesters Narbe müsse entstellend genug sein, dass sie sich für hässlich hält, und dürfe nicht nur ein kleiner Kratzer sein.

Man scheut sich laut Rivers nicht davor, sie zu zeigen. Die Narbe sei da, in jeder Einstellung des Films, und eine tiefe Wunde, die mächtig wehgetan haben muss. Kein schöner, sauberer Messerschnitt, sondern ein heftiger Streich, der ihr das halbe Gesicht aufgerissen hat. Es werde immer Kritiker geben, die auf einer wortwörtlichen Umsetzung der Bücher bestehen, aber Mortal Engines - Krieg der Städte sei nun mal eine Adaption. Wenn die Narbe exakt so ausgesehen hätte wie im Buch, wäre man nicht in der Lage gewesen, sich den Film anzuschauen, ohne ständig davon abgelenkt zu werden, ergänzt Jackson noch. Sie mussten sie also auffällig genug machen, dass sie zu Hesters Persönlichkeit passt, da sie ja darunter leidet, und gleichzeitig sollte die Narbe nicht ihren Charakter erdrücken.

Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
Erfahre mehr: #ScienceFiction, #Adaption
Interessante Meldungen
Aktuelle News
Mehr zum Thema
Mehr zum Thema
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazonAmazon
Horizont erweitern

Was denkst du?
11 Kommentare
Avatar
TiiN : : Pirat
15.10.2018 22:46 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.951 | Reviews: 93 | Hüte: 143

@Strubi

Danke für den Hinweis, kenne die Bücher dazu noch nicht. smile

Avatar
Mindsplitting : : Moviejones-Fan
15.10.2018 22:40 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.14 | Posts: 615 | Reviews: 0 | Hüte: 27

Ich bin jetzt nicht so der Bücherwurm. Aber ich finds okay wenn man Charactere ein bisschen "Weichzeichnet". Man hat ja so schon in Filmen oft daS Problem, das aufgeschminkte Narben mal stärker und mal schwächer zu sehen sind. Das stört aber bei einem "kleineren Makel" weniger als wenn größere Details variieren.

Das Ganze Gesich im Gesamten Film mit CGI zu überziehen würde "unecht" wirken. So weit die Technik auch ist, stört CGI in Gesichtern mich zumindest sehr wenn man es erkennt. Dann lieber eine etwas variieren Latexnarbe ^^

Auch finde ich es nicht schlimm wenn Filme in einem gewissen Rahmen von den Büchern abweichen, solange ich den Film gut finde. Ob das gut ist, im direkten Vergleich zum Buch, erfahre ich meist von Freunden und Bekannten, oder halt hier in den Kommentaren. Meine Erfahrung hat gezeigt das wenn viele Stimmen sagen das ein Buch schlecht verfilmt wurde, das auch bei meinem Eindruck vom Film zutrifft ohne das Buch zu kennen.

MJ-Pat
Avatar
GabrielVerlaine : : Moviejones-Fan
15.10.2018 22:27 Uhr
0
Dabei seit: 05.12.14 | Posts: 975 | Reviews: 0 | Hüte: 49

Ich kann beide Seiten verstehen, die Kritiker und die die Sagen ,, so funktioniert die Welt nunmal". Die Kommentare hier gehen bisher ja mehr in die Richtung das es akzeptabel ist. Darum lasse ich mich mal dazu hinreissen Argumente für die andere Seite zu finden und ein wenig Diversität hier einzubringen.

Ich kann mich erinnern das es irgendwann und irgendwo schonmal eine Kritik an die Darstellung von hässlichen Menschen in den visuellen Medien gab. Die Vorlage/das Drehbuch sieht vor das sie hässlich sein sollen und werden vom Darsteller so gespielt. Aber sie sind nicht hässlich. Ich würde mir hier tatsächlich mehr authentizität wünchen.

Das gilt auch für Historische/Mittelalterliche Filme und Serien. Wer glaubt denn bitte schön das sie im Mittelalter alle so makellose Zähne hatten, perfekt Rasiert waren und das Haar so schön strahlte. Ich zweifel auch das Frauen sich damals die Beine rasiert haben.

Zugegeben man kann es mit echtheit auch übertreiben...aber mein Gott..ich würde zu gerne mal einen Film oder eine Serie sehen in der mit Tabus dieser Art gebrochen wird. Nur Just for Fun, weil mans kann, als Experiment...oder so ähnlich.

Es gab da diesen Film Monster mit Charlize Theron. Da hat es auch funktionier und hat glaube ich sogar einen Preis gewonnen.

Ausserdem gucken wir doch auch Horrofilme gerne an. Da werden Menschen auf soviele Arten entstellt und auch die Mörder sind hässlich. Wenn wir uns sowas ansehen können...warum dann nicht auch Menschen die wirklich Dick sind, wirklich hässlich oder wirklich entstellt. Oder realitätsgetreu im Kontext der Zeit in der sie Leben dargestellt werden?!

"Hier sind eure Namen: Mr. White, Mr. Blue, Mr. Blonde, Mr. Brown und Mr. Pink." - "Warum bin ich Mr. Pink?" - "Weil du ne Schwuchtel bist, darum!"
MJ-Pat
Avatar
Strubi : : Hexenmeister
15.10.2018 19:47 Uhr
0
Dabei seit: 30.08.10 | Posts: 3.168 | Reviews: 2 | Hüte: 44

Kann die Entscheidung nachvollziehen und verstehe auch die Begründung. Da gehts eben auch ein bissl um Identifikation. Es lässt sich leichter mit einer Person mitfiebern, wenn sie auch optisch sympathisch ist als wenn man ständig einem "Monster" zuschaut. Das ist natürlich irgendwo oberflächlich, aber so sind wir Menschen haltwink.

@TiiN
Wobei Blomqvist in den Büchern ja auch als attraktiv und Frauenheld beschrieben wird. So gesehen finde ich Craig - bezogen auf die Buchvorlage - sogar passender.

Avatar
TiiN : : Pirat
15.10.2018 16:40 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.951 | Reviews: 93 | Hüte: 143

@Raven13
Da hast du mich falsch verstanden bzw. evtl. habe ich mich auch nicht deutlich ausgedrückt.
Natürlich ist Nyqvist nicht entstellt und die Rolle ist es auch nicht.
Aber wenn ich ganz nüchtern die beiden Darsteller Craig und Nyqvist optisch vergleiche, dann ist Nyqvist ein authentischer Mensch, den man so auch auf der Straße treffen wird und Craig dagegen etwas zu glatt und "unecht", auch wenn er gerade in seinen Bonds dieses Image der Figur etwas löste.
Aber in den beiden Verblendungsfilmen ist der Konstrast schon sehr gut bemerkbar und zeigt, wie Hollywood tickt.

Avatar
T4URUS : : Moviejones-Fan
15.10.2018 16:15 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.17 | Posts: 162 | Reviews: 2 | Hüte: 7

Sehe ich genauso, die Narbe is da, sie sieht nicht zu entstellt aus...

@Tiin

Eben, bei RPO wars mit Samantha genauso. Man hätte das Feuermahl etwas mehr zeigen (kräftiger) darstellen können, aber das war ok. Und eine pumlige Samantha hätte nich in diesen Film gepasst.

Doch bei Verblendung, fand ich Daniel Craig glaubwürdiger als Nyqvist...

Geschmäcker sind verschieden. smile

James Halliday: "Hello, if you’re watching this, I’m dead."

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
15.10.2018 16:05 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 479 | Reviews: 15 | Hüte: 46

@ TiiN

Zur Millenium-Trilogie kenne ich die Buchvorlage nicht. Ist Blomqvist im Buch entstellt? Inwiefern ist Mikael Nyqvist denn nun in seiner Rolle als Blomkvist entstellt? Und weshalb sollten bei Nyqvist / Blomqvist keine Frauen hinterherschauen? Er sieht (sah) doch sehr sympathisch aus und kommt immer sehr nett rüber. Keine Ahnung, wo der Unterschied zu Craig zu finden sein soll?

Authentisch ist zwar immer gut, aber wenn es zu heftig ist, dann muss man sich meiner Meinung nach nicht immer an die Vorlage halten. Ich will nicht zwei Stunden lang ein total zerstörtes Gesicht sehen, denn das lenkt mich total vom Film ab, weil ich immer wieder auf die Entstellung achten würde, die mich auf Dauer anekeln würde. Und das ist nicht böse gegenüber echten Menschen gemeint, die entstellt sind. Aber dennoch empfinde ich es als schwierig, extrem entstellten Menschen lange ins Gesicht zu blicken. Da steckt auch keine böse Absicht hinter. Ich empfinde dabei einfach ein Unbehagen.

Avatar
Tim : : King of Pandora
15.10.2018 16:02 Uhr
0
Dabei seit: 06.10.08 | Posts: 2.837 | Reviews: 192 | Hüte: 69

Ganz normaler Alltag in Hollywood, man will die Figuren ja nicht zu sehr entstellen, auch wird das auf Dauer dann sehr anstregend bei Dreharbeiten die Maske umzusetzen. Siehe GoT, da hat man Tyrion am Ende auch nur einen Schmiss verpasst, und nicht sein Gesicht völlig entstellt und die Nase abgesäbelt.

Avatar
TiiN : : Pirat
15.10.2018 15:36 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.951 | Reviews: 93 | Hüte: 143

Die Sache erinnert mich an Ready Player One, wo Olivia Cooke eine junge Frau spielt, welche ebenfalls entstellt sein soll... Aber genau wie bei Mortal Engines mit Hera Hilmar schaut auch Olivia Cooke in Ready Player One trotz des Makels bildhübsch aus - so funktioniert einfach Hollywood. Einerseits optisch natürlich schick, andererseits auch mit dem Hang zur Realitätsvernebelung.

Ein schönes Gegenbeispiel gibt es bei den Stieg Larsson Verfilmungen von Verblendung. 2011 der schöne Daniel Craig ohne Makel gegen Mikael Nyqvist von 2009, welcher meiner Meinung nach deutlich authentischer rüber kam, auch wenn nicht jede Frau dort hinterher schauen wird.

Avatar
Spras : : Moviejones-Fan
15.10.2018 14:08 Uhr
0
Dabei seit: 26.01.15 | Posts: 420 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Ich bin da bei Raven13. Denka auch, dass wenn die Hauptdarstellerin zu sehr enstellt wäre, wirkt das zuextrem auf den Zuschauer. Die Entscheidung klingt total plausibel.

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
15.10.2018 12:57 Uhr | Editiert am 15.10.2018 - 14:20 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 479 | Reviews: 15 | Hüte: 46

Finde ich völlig okay so, wie es dargestellt wird. Ich kenne zwar die Buchvorlage nicht, aber ich möchte als Zuschauer nicht unbedingt ständig in ein gesicht schauen, dem eine halbe Nase und ein halbes Gesicht fehlt. Das ginge mir auf Dauer auf den Magen.

Das wurde bei Peter Dinklage alias Tyrion in Game of Thrones auch nicht so dargestellt, wie es im Buch beschrieben war. Im Buch hatte er ebenfalls keine Nase mehr, weil sie ihm vollständig abgeschlagen wurde. Sein halbes Gesicht sei dadurch entstellt worden. Aber seine jetzige Darstellung finde ich als Zuschauer angenehmer.

Forum Neues Thema