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Gladiator 2

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Sieben Fakten über Gladiatorenfilme

Sieben Fakten über Gladiatorenfilme
3 Kommentare - Mo, 11.11.2024 von MJ-GPJ
Zum Start von "Gladiator 2" blicken wir auf das Genre der Gladiatorenfilme und liefern ein paar Hieb- und Stich-feste Fakten.

Mit dem Kinostart von Gladiator 2 knüpft Regisseur Ridley Scott an die Faszination an, die das Gladiatoren-Subgenre schon lange auf das Publikum ausübt. Der Gladiatorenfilm ist dabei eine Unterkategorie des sogenannten Peplum-Films (häufiger als Sandalenfilm bezeichnet), welcher Abenteuer und historische Dramen im antiken Setting inszeniert. Dieses Subgenre kam erstmals durch Riccardo Fredas Spartaco (1952) ins Rollen, in dem der Sklave Spartacus als Gladiator ausgebildet wird. In den folgenden Jahren entstanden etliche Gladiatorenfilme. Sogar weibliche Gladiatoren tauchten in Filmen wie Le Gladiatrici (1963) und The Arena (1973) auf.

Hier sind sieben spannende Fakten über das Genre und seine historischen Hintergründe:

1. Gab es das wirklich? Ja. Gladiatorenkämpfe fanden in der römischen Antike statt, und zwar hauptsächlich zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem frühen 5. Jahrhundert n. Chr. Dabei waren die bekanntesten Arenen das Kolosseum in Rom und das Amphitheater in Capua. Historiker gehen davon aus, dass im Laufe der Jahrhunderte mehrere Zehntausend Gladiatoren in den Arenen der römischen Welt ihr Leben verloren haben. Obwohl einige Kämpfe nicht immer tödlich endeten, zahlten unzählige Sklaven und Kriegsgefangene letztendlich mit ihrem Leben für die Unterhaltung des römischen Volkes.
2. Daumen nach unten = Todesurteil? Der populäre Mythos des "Daumen nach oben für Gnade" und "Daumen nach unten für Tod" wurde durch moderne Interpretationen und Filme wie Gladiator (2000) verstärkt. Die Produzenten wählten diese Darstellung, da sie dem heutigen Publikum klar und intuitiv erschien, auch wenn sie historisch nicht bestätigt ist. In der Antike wurde der Ausdruck pollice verso (mit gedrehtem Daumen) verwendet, doch wie genau dieser "gedrehte Daumen“ aussah, ist heute unklar.
3. Ging es immer um Leben oder Tod? In der römischen Antike wurden Gladiatoren, besonders die gut ausgebildeten und erfahrenen, oft als wertvolle Investitionen betrachtet – schließlich kostete ihre Ausbildung Geld. Um den Tod von gut trainierten Kämpfern zu vermeiden, endeten viele Kämpfe ohne tödlichen Ausgang. Manchmal konnte das Publikum oder ein Sponsor des Kampfes über das Schicksal eines besiegten Gladiators entscheiden. Todesurteile wurden eher bei Verbrechern, untrainierten Kriegsgefangenen oder verurteilten Sklaven vollzogen, die keine professionelle Gladiatorenausbildung durchlaufen hatten.
4. Apropos gefährlich: In Gladiator erlitt Hauptdarsteller Russell Crowe zahlreiche Verletzungen – von Knochenbrüchen bis hin zu einer zwei Jahre anhaltenden Taubheit im Zeigefinger. Auch das Pferd, das Crowe in der Anfangsszene ritt, scheute, wodurch Crowe echte Wunden davontrug. Vielleicht wirkte seine Darstellung deshalb so authentisch?
5. Nachdem das Peplum-Genre in den 1960ern einen Höhepunkt erreicht hatte, wurde es erst durch Ridley Scotts Gladiator im Jahr 2000 wiederbelebt. Mit einem Oscar als Bester Film setzte er neue Maßstäbe. Was ihn so großartig macht, lest ihr in unserer Retrokritik.
6. Nach Gladiator gab es einige antike Projekte, die versuchten, von dessen Erfolg zu profitieren. The Arena (2001) war ein Remake mit weiblichen Gladiatorinnen, Pompeii (2014) und Ben Hur (2016) setzten auf spektakuläre Effekte und historische Themen, konnten jedoch weder an den Kinokassen noch bei Kritikern großen Erfolg verzeichnen. Ein Beweis dafür, dass nicht jeder antike Film den Nerv des Publikums trifft.
7. Erfolgreiche Ausnahme, eine Serie: Spartacus (2010-2013) brachte das Gladiatoren-Genre erfolgreich ins Fernsehen und machte brutale, visuell ansprechende Kampfszenen zum Markenzeichen. Die Serie erreichte eine breite Fangemeinde. Damit bleibt Gladiator bislang also DER Gladiatorenfilm der Neuzeit.

Ob Gladiator 2 ähnlich kolossal wird, werden wir ganz bald erfahren. Spätestens Mittwoch erfahrt ihr, wie wir den Film bewerten!

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3 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2024 12:24 Uhr | Editiert am 12.11.2024 - 12:34 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.627 | Reviews: 187 | Hüte: 685

"Nachdem das Peplum-Genre in den 1960ern einen Höhepunkt erreicht hatte, wurde es erst durch Ridley Scotts Gladiator im Jahr 2000 wiederbelebt."

Passend dazu kann man als Empfehlung noch das 1964 erschienene Monumentalepos "Der Untergang des Römischen Reiches" von Anthony Mann ("El Cid") nennen, welches damals floppte und das (vorübergehende) Ende des antiken Momunentalfilms besiegelte. Ironischerweise erzählt der Film eine ähnliche Geschichte wie "Gladiator".

Cast:
Alec Guinness als Marcus Aurelius
Christopher Plummer als Commodus
Sophia Loren als Lucilla
Stephen Boyd als Militärtribun Livius (Maximus-Pendant)

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Rotwang : : Moviejones-Fan
12.11.2024 08:05 Uhr | Editiert am 12.11.2024 - 08:09 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.361 | Reviews: 0 | Hüte: 40

The Arena (2001), hat keine 1000 Bewertungen auf IMDB, scheint ein Film für Liebhaber von Gladiatoren Filmen oder leichtbekleideten Mädels zu sein.

Pompeii (2014) und Ben Hur (2016), kamen mehr als 10 Jahre nach Gladiator, da sehe ich es an den Haaren herbei gezogen, dass die versucht haben die aktuelle Popularität von Gladiator auszunutzen, "was kaum einer weiß" Ben Hur ist ein Remake eines weniger bekannten Films, allerdings mit ein paar Bewertungen mehr als bspw. The Arena, hat allerdings ählich wie Gladiator auch einen Oscar erhalten, eventuell auch mehr.

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
11.11.2024 17:39 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.110 | Reviews: 179 | Hüte: 697

Nicht die RTL-Eigenproduktion Held der Gladiatoren mit der Titelmusik von DSDS-Gewinner Alexander Klaws vergessen! laughing

Spannende und interessante Fakten. Ich habe die Geschichte nie groß hinterfragt. Dadurch, dass das Kolosseum in Rom noch steht war das für mich immer genug.


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