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Power Rangers

"Fantastic Four" Reloaded

Power Rangers Kritik

30 Kommentar(e) - 20.03.2017 von Moviejones
Filmkritik

Power Rangers Bewertung: 3/5

Fast meint man, ein Déjà-vu zu haben, denn Power Rangers entspricht vom dramaturgischen Aufbau fast 1:1 dem letzten Fantastic Four. Wer damit klarkommt, dass seine Helden 3/4 des Films ohne Kostüme rumrennen, sich der Film bei unzähligen anderen Werken bedient und man eigentlich alles in irgendeiner Form auch in anderen Filmen zu sehen bekommt, wird eine lustige Zeit mit Power Rangers verbringen können. Natürlich muss man sich auf die absurde Geschichte einlassen, aber das Ergebnis ist dennoch auf seine Weise charmant. Gerade Jüngere werden daran ihre Freude haben.

Power Rangers Kritik

Vor Millionen von Jahren, zur Zeit des Känozoikums, findet auf der Erde eine gigantische Schlacht statt. Nur mit Mühe kann Zordon (Bryan Cranston), der mächtigste Power Ranger, die böse Rita Repulsa (Elizabeth Banks) davon abhalten, unglaubliche Macht zu erlangen. Zwar muss sich Zordon mit seinem Team opfern, doch die Macht der Power Rangers, die durch magische Steine vergeben wird, verbleibt auf der Erde. In der Gegenwart stolpern fünf Außenseiter durch Zufall über diese Steine und werden auserwählt, als neue Power Rangers die Welt vor dem Bösen zu beschützen. Dazu müssen sie nur erst einmal die Grundlagen lernen, denn auch Rita Repulsa ist auferstanden und will in elf Tagen die Welt vernichten...

Alles, was in Power Rangers steckt, hat man schon irgendwie einmal gesehen. Als die Serie Anfang der 90er erdacht wurde, war sie schon ein Abklatsch von unzähligen anderen Marken, die es zu jener Zeit gab. Letztlich sind die Power Rangers auch nur Superhelden, wie es sie wie Sand am Meer gibt, und da spielt es keine Rolle, ob die nun Avengers, Justice League, Fantastic Four oder X-Men heißen. Hier sind es eben bepowerte Teenager, ein bekannter britischer Agent würde dazu sagen: "Austin ist mein Name und ich bepowere jede Dame!". Doch auch woanders bediente man sich fleißig und das bekommt auch der Film zu spüren, denn alles ist schon mal dagewesen.

Der Videoplayer(13008) wird gestartet

Der Aufbau gleicht beängstigend Fantastic Four aus dem Jahr 2015. Auch bei Power Rangers fällt auf, dass fast 90 Minuten des Films vergehen, bevor die Gruppe endlich ihre Rüstung anlegt, dann geht es in den restlichen 20 Minuten im Showdown recht schnell. Wer also schon 2015 rummeckerte, es passiere zu wenig, wird auch hier etwas zu nörgeln haben. Die Story ist dabei ein Konglomerat aus The Breakfast Club trifft Chronicle - Wozu bist du fähig?, wobei hier nur Ideen aufgegriffen werden, ohne tiefsinnig zu sein. Außenseiter als Identifikationsfigur sind schließlich immer ein Leitmotiv, das passt. Dabei wird Superhelden-DNS injiziert und sich bei anderen beliebten Marken bedient. So kämpfen die Power Rangers nicht allein, greifen auf ihre treuen Dinozords zurück, die wie Miniaturdinobots aussehen und statt eines Transformers gibt es am Ende einen Mega-Zord, und optisch sehen die Ranger selbst wie moderne Robocops aus.

Die Trickeffekte bewegen sich dabei auf moderatem, aber nicht atemberaubendem Niveau, was bedauerlich ist, denn der Film hätte etwas mehr visuelle Klasse verdient. So muss sich Power Rangers vor allem auf seine Figuren konzentrieren und auch wenn ein Bryan Cranston hier verschwendet wird, die Stars sind sowieso die Teenager und da kann man den Machern zum guten Casting gratulieren. Mit Dacre Montgomery (Jason / rot), Naomi Scott (Kimberly / pink), RJ Cyler (Billy / blau), Ludi Lin (Zack / schwarz) und Becky G. (Trini, gelb) wurden Jugendliche gefunden, die eine gute Chemie untereinander haben und auch wenn viele Teenieprobleme gewälzt werden, die Gruppe hat genug Kontur, dass die Figuren greifbar werden, was auch dem langen Handlungsaufbau zu verdanken ist.

An anderer Stelle wurde dafür geschlampt, denn auf Gegenspielerin Rita Repulsa muss man sich wirklich einlassen. Zwar spielt Elizabeth Banks die Rolle sehr gut, doch ist die Figur nicht besonders interessant oder logisch gestaltet und hier liegt die größte Schwäche des Drehbuchs. Lassen wir mal außen vor, dass der ohnehin nicht besonders sexy klingende Name scheinbar schon 66 Mio. Jahre existiert, so taucht die gute Frau just in dem Moment wieder auf, in dem die Teenager die Power Steine finden... Danach wird Rita als mächtig böse gezeichnet, mordet und strebt nach Macht, aber wenn sie die Chance hat, die Power Rangers zu vernichten, lässt sie sie am Leben, weil das sonst wieder zu böse wäre. Gerade mit dem recht unspektakulären Finale verliert der Film zum Ende hin an Qualität.

Power Rangers ist klar ein Film für Fans, die ihre Helden einmal auf der großen Leinwand in etwas zeitgemäßerer Form erleben wollen. Von der japanischen Albernheit ist nicht viel geblieben, alles ist modernem Realismus gewichen. Kinder werden sich auf jedem Fall an dem Treiben auf der Leinwand erfreuen können (und an die richtet sich vor allem die Bewertung). Der Rest jenseits der 12, der bereits mit unzähligen anderen Marken aufgewachsen ist und diese teils opulenter im Kino erlebte, wird jedoch recht schnell gelangweilt sein.



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Power Rangers Bewertung
Bewertung des Films
610
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ChrisGenieNolan
DetectiveComics
Geschlecht | 25.03.2017 | 11:04 Uhr25.03.2017 | Kontakt
Jonesi

@doctorwu1985:

Hahahaha bin deiner meinung. Vwermutlich kauf Fox die DvD selbst, smile

doctorwu1985
Moviejones-Fan
25.03.2017 | 02:16 Uhr25.03.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 25.03.2017 02:24 Uhr editiert.

Also ich war heute drin. Und ich muss sagen es ist zwar kein Meisterwerk, aber auch Meilenweit von Fant4stic oder Transformers entfernt.

Zwar fällt es leicht Power Rangers mit diesen Filmen zu vergleichen, aber im gegensatz zu diesen ist PR um seinen Ursprung und seine Charaktere, welche sich einfach richtig anfühlen (oder halt so falsch wie damals), bemüht.

An mancher Stelle wird die Lore erweitert, an anderer mit Nostalgie gepunktet.

Dieser Nostalgiefaktor ist es dann wohl auch, welchen den Film so gut in meinen Augen macht. Aber auch verdient. Immerhin habe ich meine Kindheit nicht getreten gefühlt, wie einst bei Turtles, Transforners etc.

Hoffe auf Erfolg und auf Teil 2 2020!

Ob sie wirklich 6/7 Filme schaffen?

Aber ich will noch den Grünen Ranger, Weißen Ranger und Lord Z sehen...sollte mit einer Trilogie machbar sein.


@ChrisGenieNolan

Ein Angebot bei dem Simon Kinberg bestimmt zu schlägt..um mit den hohen DVD Absätzen Teil 2 endlich durchzuboxen :-D

ChrisGenieNolan
DetectiveComics
Geschlecht | 22.03.2017 | 23:17 Uhr22.03.2017 | Kontakt
Jonesi

La la la la ... schon fies oder ? smile

Bild zum Beitrag Kritik: Power Rangers von Moviejones
MD02GEIST
Godzilla Fan #1
Geschlecht | 22.03.2017 | 06:47 Uhr22.03.2017 | Kontakt
Jonesi

@ Bond
smile smile smile

Aber mal so ernsthaftig gefragt. Sollte dies wahrlich einen tieferen, traditionellen Hintergrund haben, wäre dies dann immer noch ein Grund es als albern zu bezeichnen?

Denn obwohl ich kein Japaner bin, so habe ich persönlich noch nie einen japanisches Statement gelesen, wonach die Choreographie als "albern" oder mit ähnlichen Worten assoziert wurde.

Ich spreche mich klar für Meinungsfreiheit aus, aber im Hinblick auf andere Kulturen finde ich sollte man möglichst positiv an die Sache herangehen.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda
Thor17
Donnergott
Geschlecht | 21.03.2017 | 19:20 Uhr21.03.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich bin echt am überlegen ob ich da rein gehn soll oder auf die DVD warten. Es kommen bzw es gibt aber in nächster Zeit sowieso wieder einige Filme die ich noch sehen will / muss. Wahrscheinlich muss da Power Rangers einfach zurück stecken. Außer paar von euch können mich doch noch überzeugen ;)

HulkMachineHogan
Moviejones-Fan
21.03.2017 | 18:15 Uhr21.03.2017 | Kontakt
Jonesi

Also bei FSK 12 ist hier so, das man auch mit seinen Kindern reingehen kann. Auch wenn sie jünger sind.

BL4DE187
Moviejones-Fan
21.03.2017 | 17:52 Uhr21.03.2017 | Kontakt
Jonesi

Naja, denke nicht das sich MJ starfbar macht deshalb. Aber die Freigabe ist leider zu willkürlich zBsp. fand ich ,,Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind´´ für FSK6 zu düster und der Power Ranger von 95 war auch ab 12 und die Freigabe war schon damals lächerlich. Mein Sohn fand zwar beides nicht schlimm aber FSK12 kann heute viel bedeuten wenn ich da an ,,Wege des Kriegers,, denke den mein Sohn definitiv nicht unter 12 sehen darf. Und ja ich habe auch mit 11 Tanz der Teufel zbsp. geschaut aber das muss mein Sohn nicht wissen und machen^^.

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 21.03.2017 | 16:41 Uhr21.03.2017 | Kontakt
Jonesi

@Sublim,

Ähnliches hab ich auch gedacht... Terminator hatte ich - und all meine Klassenkameraden - mit 12 Jahren uncut gesehen, genauso wie den weißen Hai.

Aber ich denke mal, MJ macht sich irgendwie strafbar, wenn sie empfehlen, einen FSK12-Film Kindern unter 12 Jahren zu zeigen. Bin nicht so ganz bewandert in der rechtlichen Situation bezüglich Altersfreigaben.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

sublim77
Moviejones-Fan
Geschlecht | 21.03.2017 | 16:32 Uhr21.03.2017 | Kontakt
Jonesi

@MJ:

...es gibt einige Stellen mit Rita Repulsa, die für Kinder unter 12 Jahren zu unheimlich sind...

Oh mann, wenn ich bedenke, dass ich Poltergleist damals mit 6 Jahren gesehen habe tongue-out

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 21.03.2017 | 15:49 Uhr21.03.2017 | Kontakt
Jonesi

@MD02GEIST und movieProphet,

Ich komme nicht umhin, euch aufzuklären, was es tatsächlich mit dem Gefuchtel aufsich hat... laughing

Bild zum Beitrag Kritik: Power Rangers von Moviejones

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"