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Australia

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Australia Kritik

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Australia Kritik
0 Kommentare - 30.04.2021 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Australia" ist.

Bewertung: 2.5 / 5

Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges im Jahr 1939 kommt die Sarah Ashley (Nicole Kidman, eine britische Adlige nach Darwin, um ihrem Mann (Anton Monsted) der immer wieder Liaisons mit fremden Frauen hat, ihren Umut mitzuteilen. Der Viehtreiber Drover (Hugh Jackman) führt die Dame zur Familien eigenen Rinderfarm Faraway Downs, wo sie erfährt, dass ihr Ehemann unter dem Hintergrund eines Farmerkrieges ermordet wurde. Der Vorarbeiter Neil Fletcher (David Wenham) hat sich mit dem konkurrierenden Rinderbaron King Carney (Bryan Brown) verbündet, welcher es auf ihr Land abgesehen hat. Daraufhin entlässt sie Fletcher und nimmt den Aborigine-Mischling Nuhllah (Brandon Walters) auf. Weiterhin schmiedet sie einen Plan in welchem sie versucht 1.500 Rinder über Hunderte Meilen nach Darwin zu treiben, um dort die Tiere zu verkaufen und Carneys Monopol zu durchbrechen.

Baz Luhrman gehört ohne Zweifel zu den wohl bedeutensten australischen Regisseuren der modernen Filmgeschichte. Doch im Gegensatz zu George Miller und dessen Mad Max-Franchise, sieht Lurhman großes Kino in den wohl einfachsten Stoffen, die je für die gespielte Kunst geschaffen wurden. Ja, ich schweife ein wenig ab, und möchte an dieser Stelle eigentlich noch kurz dabei Verweilen. Denn Baz Luhrmans eher überschaubare Filmografie, spricht eine deutliche Sprache. William Shakespeares Romeo + Julia, Moulin Rouge und Der große Gatsby sind vor allem eines, die immer gleiche Geschichte über Klassen, eine Liebe die nicht sein soll und Höchst dramatisch. Man kann das ganze sehr simpel und auch ein wenig kitschig finden, doch genau diese simplen Stoffe, sind im Subtext soviel mehr und einfach für die Große Leinwand geschaffen.

Trailer zu Australia

Mit Australia wollte Luhrmann nach eigenen Angaben ein Epos über sein Heimatland schaffen. Einen Film der sich in einer brisanten Zeit bewegt. Und wie sollte es auch anders sein: Einen Film der natürlich im 2. Weltkrieg irgendwo verwurzelt ist. Klar ist, daß so ziemlich jeder große Regisseur mal einen Film über diese Thematik machen muss(?). Zumindest hier kann man aber Entwarnung geben. Denn der Weltkrieg spielt nur eine untergeordnete Rolle in diesem Film.

Dabei ist der Film vollgepackt mit Themen die vielleicht seine lange Laufzeit rechtfertigen mögen. Über die erwähnten Klassenfragen, bishin zur Geschichte vom Kontinent Australien, Liebe und vielem mehr, ist quasi alles vertreten. Das macht den Film zu einem vollgepackten Werk voller Historie, die sicherlich dem ein oder anderem Freude bereiten kann.

Zudem sind es vor allem Hugh Jackman und Nicole Kidman die diesen Film tragen. Natürlich, bei solch großen Stars kann man auch erwarten, daß sie die Handlung anführen. Hugh Jackman kann eigentlich gar nicht schlecht habe ich den Eindruck. Das geborene Charisma ist im zu jedem Zeitpunkt auch hier anzumerken. Kidman gibt vielleicht eine klischehaafte Portraitierung einer "Dame", allerdings fügt sich das sehr organisch in das gesamte Konzept und sorgt an der ein oder anderen Stelle für einige Lacher. Subtiler Humor, oder auch versnopter Humor. Je nachdem wie man es dreht und auslegt, wird es einem sauer aufstoßen, oder gut gefallen. Bei mir war es jedenfalls Letzteres.

Doch das ist quasi schon alles was man hier positiv vermerken kann. Denn Australia ist ein melodramatisches, überlanges Pseudokunstwerk im schlechtesten SInne. Viel zu sehr verliebt sich Luhrmann in die total langweilige Prärie und in lange Kameraeinstellungen, die einen wirklich ins Staunen versetzen. Ja wirklich. Wie langweilig kann man einen Film inszenieren. Gerade diese Bilder erinnern Stark an die ebenso langweiligen Kamerafahrten aus Once Upon a Time in Hollywood.

Die Zweieinhalbstündige Seifenoper mit Budget geht aber noch einen Schritt weiter. Denn während der Film nicht nur langweilig in Szene gesetzt wird, ist er meines Erachtens auch viel zu lang insgesamt. Man muss keinen Film strecken, nur weil die Bilder so schön sind. Davon abgesehen, ist Luhrmann eigentlich auch eher für hektische Schnitte, rasante Farben bekannt. Dabei ist diese Klarheit hier schon eher Konservativ für seine Verhältnisse.

Problematisch wird der Film zwar auch durch seine handwerklichen Defizite, ist aber in jedem Fall auch inhaltlich sehr fragwürdig. Natürlich möchte man Luhrman keine Böswilligkeit, oder dergleichen unterstellen. Allerdings ist es schon seltsam, wie die Ureinwohner Australiens eigentlich als zwar spirituelle, aber nicht unbedingt kulturelle Menschen gezeichnet werden.

Das mehr gewollte und weniger gekonnte Drama Australia sollte eigentlich eine Liebeserklärung an das Heimatland seines Regisseurs werden. Dabei erinnert nur sehr wenig von dem was Luhrman berühmt machte auch an diesen Film. Das kann man ihm vielleicht stilistisch positiv anmerken, ich persönlich finde es aber langatmig. Zwar mögen die Schauspieler ihre Sachen gut machen, allerdings hilft es nicht und tröstet auch nicht über die gähnende Leere von Australien hinweg. Zudem wird es schwierigen in der historischen Aufarbeitung, wenn deren Aufarbeitung primär aus der Sicht von "Weißen" dargestellt wird.

Australia Bewertung
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510
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