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Avatar - The Way of Water

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Kurzreview, andere haben mehr und besser zu geschrieben

Avatar - The Way of Water Kritik

Avatar - The Way of Water Kritik
4 Kommentare - 16.12.2022 von MobyDick
In dieser Userkritik verrät euch MobyDick, wie gut "Avatar - The Way of Water" ist.
Avatar - The Way of Water

Bewertung: 2.5 / 5

Tja, wo soll ich anfangen, was nicht schon nadere vor mir geschrieben haben, sowohl in die eine als auch die andere Richtung? Hmm, schwer, wenn man nicht der erste ist, zumal es jetzt auch keinen Sinn macht, einen absoluten Rant loszulassen, das hat der Meister PaulLeger vortrefflich hinbekommen (sehr lesenswertes Review übrigens) oder eine großartige Lubhudelei wie die seitens Raven13, der zwar die Schwachstellen auch sieht, aber dann bereit ist, sich trotzdem fallen zu lassen und den Film für das zu geniessen, was er ist (Übrigens auch sehr lesenswert!).

Nun ja, ich werde mich wohl irgendwo dazwischen hinsetzen, ähnlich dem Review von Tiin (ja, ihr wisst auch schon auch lesenwert!). Ach komm, da wir schon dabei sind, lest bitte auch den Review von Eselreiter88, der bringt es auch völlig subjektiv genau auf den Punkt (das meine ich übrigens durchaus ernst!).

Trailer zu Avatar - The Way of Water

Also dann, machen wir uns ans Eingemachte und uns nichts vor:

Der Film ist einfach mal scheisse als Film mit Handlung oder Inhalt, mehr noch als der erste Film spricht der Film die Gefühle, Emotionen, niederen Instinkte an als den Intellekt. Wer Marriage Story für einen der besseren Filme der letzten Jahre hält, der wird, sollte er nicht fähig sein, anders an einen anders gearteten Film ranzugehen, keine Zugang zum Film finden und ihn zerreissen. Das ist auch völlig legitim, denn die Dialoge und Handlungsebenen (so man es so schimpfen will) bewegen sich auf unterstem Seifenopern-Niveau.

Wer den ersten Teil kennt, wer Titanic kennt, wer weiß, was Camerons Ansinnen ist (Der George Lucas der Neuzeit zu werden!), der muss das gar nicht mal so sehr als Kritikpunkt annehmen, denn dann weiß man auch, dass der Kerl einen Film abliefern möchte, der möglichst rudimentär ist und der genau „Alle“ anspricht und abholt, also auch den letzten Deppen. Und da ja jede Kette so schwach ist wie das schwächste Glied, ist der Film nunmal so einfach gestrickt gehalten. Hat damals mit der unendlich (unglaubwürdigen) Liebe und dem unendlich bösartigen Schnurrbartzwirbler Billy Zane in Titanic funktioniert, hat damals mit Avatar funktioniert, der auch mal so unendlich einfältig rüberkam sobald da der Erklärbär rausgeholt wurde, also warum sollte es jetzt anders sein. Why change a winning team! Dafür hat er ja eine Handvoll Autoren verschlissen, damit die sich gegenseitig kontrollieren, dass auch ja alles möglichst easy peasy ist.

Also nein, das kann und darf nicht der Kritik- oder Ansatzpunkt sein.

Kritisieren kann man höchstens die großmäuligen Interviews von Cameron, wo er uns den nächsten Sokrates meets Hamlet versprochen hat im gegensatz zum MCU-Dummerlei der letzten Jahrzehnte, er werde mit Avatar die Abendlandunterhaltung retten. Mit schwimmenden Riesenschlümpfen aus dem Rechner! Aber nicht den Film. Da ist der Film ehrlicher als der Filmemacher.

Der Film nimmt für sich in Anspruch ein immersives Erlebnis sondergleichen zu werden, die Handlung ist irgendwie da und überall her geklaut und abgekupfert und simplifiziert (ihr wisst schon warum, und wenn ihr es wieder vergessen habt, lest bitte nochmal oben nach), aber darum geht es auch gar nicht, es geht darum, dass man die ganze Zeit über über die geilen Bilder staunt und dann irgendwann so aufgesogen davon ist, das man nur noch mit Gänsehaut dasitzt, oder sabbernd und grinsend gar nicht mehr wegschauen möchte. Und dieses Ziel erreicht der Film völlig und ohne Probleme! Bam. Alleine dafür – oder zumindest für diesen Teilaspekt – verdient er volle Lotte!

Hmm, denkste!

Ein Film, wo du einfach nicht imstande bist, dir zu merken, wer wer ist, ein Film, der der letzte technologische Schrei sein will, dem es nicht gelingt, seine zig CGI Hauptfiguren großartig voneinander abzugrenzen, wo die Haaransätze, Falten etc, durchaus mehr Details vertragen hätten, wo all diese Details tatsächlich zum Hineintauchen beitragen könnten, wo all das fehlt, trotz der betsen tatsächlichen Filmtechnologie aller Zeiten, das ist dann in meinen Augen doch tatsächlich zu einem gewissen Grade eine Verschwenudng von Potential. Wenn ich für mich denke, die Affen in der auch schon einige Jahre auf dem Buckel habenden Planet der Affen Trilogie waren besser animiert, hatten mehr Detail und tatsächlich mehr Tiefe sowie tatsächlich eindeutige Identifikatoren, all das was hier fehlt.

Ja, die Action bannt einen in den Sessel, ok, aber das ist wirklich das Mindeste was man erwarten sollen könnte, bei diesem Budget, bei diesen Versprechungen, bei diesen Vorlagen, muss da mehr drin sein.

Versteht mich nicht falsch, der Film ist scheisse, aber man muss ihn auf der großen Leinwand gesehen haben, denn da gehört dieser Film hin. Er bannt einen tatsächlich und irgendwie ist man auch gefesselt, aber man hat auch immer diesen Stich im Nacken, der einem sagt, dass das langweilig, langatmig, schlecht, und schlecht umgesetzt ist. Aber das was uns hier aufgetischt wird, ist mehr als nur eine Frechheit, denn auch technisch, gerade in seiner Paradedisziplin ist er so weichgezeichnet wie ein riesengroßer Bildschirmschoner, und das ist schon sehr sehr schade.

Und damit siedelt sich der Film bei mir ganz klar unter dem Erstling ein, der auch Mega-geklaut war aber zumindest tatsächlich irgendwie mehr von allem bot. Auch wenn dieser Film hier technologisch natürlich deutlich weiter ist.

Aber machen wir uns nichts vor, der Film wird seine 4 Quadranten abholen, ich dürfte zur überheblichen Nasepoplerelite gehören, die keine Ahnung von guten Filmen mehr hat, insofern alles easy

Avatar - The Way of Water Bewertung
Bewertung des Films
510

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4 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
05.01.2023 18:09 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 16.011 | Reviews: 171 | Hüte: 567

An die neue "Planet der Affen"-Trilogie musste ich hier ebenfalls denken. Nicht bezogen auf die Qualität der Animationen, sondern bezogen auf die Ausarbeitung der Charaktere, wie die sehr ähnlichen Inhalte und Themen transportiert und als Blockbusterdrama verpackt werden. Dagegen sieht "The Way of Water" schon ziemlich alt aus.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
16.12.2022 16:41 Uhr | Editiert am 16.12.2022 - 16:42 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 5.866 | Reviews: 71 | Hüte: 513

@ MobyDick

"eine großartige Lubhudelei wie die seitens Raven13, der zwar die Schwachstellen auch sieht, aber dann bereit ist, sich trotzdem fallen zu lassen und den Film für das zu geniessen, was er ist (Übrigens auch sehr lesenswert!)."

Danke für die Blumen! smile

Deine Kritik liest sich auch gut und ich kann absolut verstehen, wenn die Handlung dir einfach zu schlecht und die Charakterzeichnung dir viel zu eindimensional und klischeebeladen ist. Mich stört sowas glücklichwerweise nicht so sehr, außer der Film kann auch beim Rest nicht überzeugen (siehe Black Adam), dann gibt es auch von mir einen "Rant".

Wenigstens kannst du dem Film wenigstens auch gutes abgewinnen und hast für Teilaspekte Lob übrig. Eine Mittelmaß-Bewertung ist da mehr als fair.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
16.12.2022 16:15 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 7.950 | Reviews: 162 | Hüte: 496

Vielen Dank für die Blumen und übrigens: Was du hier geschrieben hast ist sehr lesenswert. smile

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MobyDick : : Moviejones-Fan
16.12.2022 15:54 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 7.105 | Reviews: 216 | Hüte: 561

Oh, die Bewertung ist am ende irgendwie rausgefallen, also daher: 5 Punkte

Und tatsächlich: Gehts und schauts euch an :-D

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