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Avengers - Endgame

Kritik Details Trailer Galerie News
Ein runder Abschluss. Achtung Spoiler!

Avengers - Endgame Kritik

Avengers - Endgame Kritik
1 Kommentar - 30.04.2019 von Endo
In dieser Userkritik verrät euch Endo, wie gut "Avengers - Endgame" ist.
Avengers - Endgame

Bewertung: 5 / 5

Achtung Spoiler!

Das war also Endgame. Nachdem Infinity War einen förmlich überrollt hat und Thanos gnadenlos die Infinity Steine eingesammelt hat, um anschließend das halbe Universum auszurotten, war ich schon sehr gespannt, wie Endgame das alles korrigieren wird.

Trailer zu Avengers - Endgame

Wieder hat es Marvel geschafft zu überraschen und vor allem die Welt radikal zu verändern. Ich wundere mich bis heute, wieso man Marvel bis heute Ideenlosigkeit vorhält. Das MCU wird regelmäßig so dermaßen radikal verändert, dass ich mich frage, was noch auf uns zukommen wird.


Zum Film: Der Einstieg zeigt sehr emotional, wie die Avengers die Tat von Thanos verarbeiten. Tolle Charaktermomente geben sich hier die Hand. Ein nachvollziehbares Aufeinandertreffen zwischen Cap und Tony. Das konsequente Ende von Thanos. Der 5 Jahressprung war sehr mutig und zeigt tolle Charakterwandlungen. Thor durchgeht nach einer Reihe von Niederlagen und einem dreckigen Sieg nun ein brutales Tief. Die Charakterzeichnung ist großartig, denn die Tragik geht bei allem Humor nicht unter. Diese Tragik blitzt immer wieder auf, wenn er sich freut, doch des Hammers noch würdig zu sein, oder das Team bittet den Snap auszuführen, da er endlich wieder was gutes Tun möchte.

Auch das Cap und Black Widow unter der fehlenden Family leiden und kein neues Leben finden wird toll herausgearbeitet. Es ist die logische Entwicklung der letzten Filme und wurde nicht zum ersten Mal thematisiert. Schon in Avengers 2 hadern beide, dass sie kein Leben außerhalb dieser Kaserne und der Family finden.

Tony hatte noch einigermaßen Glück. Er hat ein zweites Leben als Familienvater gefunden, aber auch über der Family hängen die dunklen Wolken. Das die Welt so massiv verändert wurde und drunter leidet, lässt auch Tony nicht zur Ruhe kommen - eine Charakterisierung die ihn seid Iron Man 3 aus macht.

Der zweite Teil entwickelt einen spannden Zeitheist. Da ich ein großer Fan von Heistfilmen bin, gab es für mich keine langweilige oder überflüssige Minute. Die Zeitreisethematik ist ein auf den ersten Blick haariges Thema, könnte es doch den Infinity War komplett entwerten und daher freut es mich, dass die Zeitreise eigene Gesetzmäßigkeiten hat. Nichts kann die Gegenwart verändern. Ein Infinitysteine-Beutezug verursacht Parallelrealitäten, verändert aber nicht die Gegenwart. Der Heist an sich ist spannend, sehr unterhaltsam und lässt einiges großartige nostalgische Momente zu, aber auch einige sehr tragische. Wie Black Widow sich für den Seelenstein opfert, ist wieder großartig inszeniert und lässt einen nicht unberührt. Das dieser Beutezug Thanos nicht verborgen bleibt, ist ein extrem cleverer Schachzug der Autoren und so schaffen die Avengers tatsächlich, alle Steine einzusammeln und snapen die von Thanos ausgelöschten zurück in die Gegenwart.

Im großen Finale schlägt Thanos eiskalt zurück. Dank eines Maulwurfs gelingt ihm die Zeitreise in die Gegenwart und entfesselt dort den Engame. Geläutert von einem undankbaren Universum, das die Gnade nicht als Neuanfang sieht, wandelt sich seine Motivation und der Madtitan will alles zerstören. In der Endschlacht fährt das MCU nochmal alles auf.

Fazit: Der Film schafft es den Infinity War nicht zu entwerten, Thanos Snap hat die Welt für immer verändert, dass ist das größte Künststück. Das Engame dies für tiefgreifenden Entwicklungen der Helden nutzt, macht den Film nochmal unglaublich spannend und unterhaltsam. Die Infinity War Saga wird zu einem runden Abschluss gebracht und ich bin gespannter denje, wie es weitergeht. Einige Storyacts wurden schon platziert und geben eine leise Vorahnung, dass die alternativen Realitäten, die nicht alle geschlossen werden konnte, (siehe Caps reise durch die Zeit, die einen eigenen Fim füllen könnte und die Timeline ohne Thanos ab 2014) wohl in einem Secret Wars oder Future Fight münden werden - tolle Marvelevents die dies schon thematisiert haben.

Von Wenn ich gerne mehr sehen würde? Nebula! Keine Marvelfigur hat eine so tief greifende und nachvollziehbare Entwicklung durchgemacht. Sie wandelt sich vom Badass Villian in Guardians of the Galaxy über mehrere Filme zu einer harten Kämpferin mit moralischem Kompass und viel Mitgefühl für ihr Umfeld. Wie sie sich um Tony gekümmert hat und sich generell um alle Teammitglieder sorgt und das nicht mit dem Holzhammer, sondern immer mit einer kleinen Distanz und sehr nuanciert, hat mich wirklich beeindruckt und im Char massiv steigen lassen

Avengers - Endgame Bewertung
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1010
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1 Kommentar
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
02.05.2019 23:18 Uhr | Editiert am 02.05.2019 - 23:19 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.457 | Reviews: 33 | Hüte: 142

@ Endo

Erstmal Glückwunsch zur ersten Kritik hier! wink

In deiner Kritik zeigst du nochmal eindeutig die Stärken von Endgame auf, die ich absolut nachvollziehen kann. Deine abschließende Bewertung kann ich absolut nachvollziehen. Du zeigst und begründest, wie sehr dich der Film begeistert hat. Ich sehe die Stärken ähnlich, bin allerdings der Meinung, dass viele der von dir positiv hervorgehobenen Dinge oft nicht zu Ende geführt wurden.

Nebula z. B. ist ein hervorragendes Beispiel für eine der größten Stärken von Endgame. Leider jedoch wird diesen tollen Dramatik-Momenten um Nebula oft keine Zeit eingeräumt, um sich voll zu entfalten. Da baut man gerade eine neue Bindung zu Nebula auf, da wird man von einer gänzlich anderen Szene wieder unterbrochen und herausgerissen. Z. B. wird die Zuneigung bzw. die Fürsorge, die Nebula am Anfang gegenüber Tony an den Tag legt, danch nie wieder aufgegriffen. Tony bedankt sich nicht, er umamt sie nicht, nichts. Das ist wahrhaft traurig.

Was ich Avengers - Endgame vorwerfe, ist , dass er zum Teil Drama sein will, dies aber nicht gänzlich hinbekommt, weil der Film immer wieder einen Rückzieher in die Action und in den Humor macht, wenn Endgame gerade dabei ist, dramtisch zu Höchstform aufzulaufen.

Meiner Meinung nach und wie ich in meiner Kritik auch erläuterte, wäre eine Zweiteilung des Films besser gewesen. Teil 1 zum großen Teil Drama mit viel Tragik um die 5 Jahre nach dem Fingerschnippen durch Thanos und dem Versuch eines Wiederaufbaus. Der Fokus sollte auf den Charakteren und deren Gefühlen liegen, auf den Freundschaften und auf zerbrochene Freundschaften und auf den Abgründen, die sich seelisch durch die Verluste bei den Helden aufgetan haben, und weil sie sich selbst die Schuld an dem Versagen geben. Der Teil hätte gerne 180 Minuten dauern können.

Der zweite Teil hätte dann die Zeitreise in die Vergangenheit behandeln können, und zwar viel dramatischer, länger und ausführlicher, mit viel mehr Hürden und Komplikationen bei der Ausführung, ähnlich wie Zurück in die Zukunft. Darüber hinaus hätte der Film dann die Endschlacht und die Siegesfeier und die Rückkehr ins normale Leben behandeln können, mit allem Drum und Dran, Dankesreden der Zurückgekehrten, Entschuldigungen durch die Regierungen gegenüber Steve und Bucky, Trauerreden um die Verluste, Wiederfinden alter Freundschaften, etc. Auch dieser hätte gerne 180 Minuten lang sein können.

Wenn ich nur daran denke, wie geil das hätte werden können und wie viel Potential hier verschenkt wurde, dann trauere ich darum. Der Höhepunkt von 22 Filmen hätte mehr verdient. Der Tod von Natascha, Tony, Vision, Loki und Gamora hätte viel mehr Dramatik verdient. Der Sieg über Thanos und die Heimkehr der Verlorenen hätte ebenfalls einen viel größeren Abschluss verdient. Stattdessen stehen am Ende alle nur stumm da und keiner redet mit dem anderen. Schade.

Als reine Comicverfilmung wie all die anderen 22 Filme ist Endgame absolut geil, aber als Drama verschenkt er sehr viel Potential. Endgame will Drama spielen, traut sich aber nie, die Türschwelle dahin vollständig zu überschreiten.

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