Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

Bridge of Spies - Der Unterhändler

Kritik Details Trailer Galerie News
Spielbergs "To Kill a Mockingbird"

Bridge of Spies - Der Unterhändler Kritik

Bridge of Spies - Der Unterhändler Kritik
2 Kommentare - 03.03.2019 von luhp92
In dieser Userkritik verrät euch luhp92, wie gut "Bridge of Spies - Der Unterhändler" ist.
Bridge of Spies - Der Unterhändler

Bewertung: 4 / 5

Steven Spielbergs "To Kill a Mockingbird".

"Bridge of Spies" ist ein Film, der als 2010er-Werk stilistisch seinem 50er-Setting gleich wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Spielberg erzählt, wie von ihm gewohnt und basierend auf einem Drehbuch mitgeschrieben von den Coen-Brüdern, eine klassische und Charakter-fokussierte Geschichte mit hochwertiger Cinematographie, was sich heutzutage nur noch selten finden lässt.

Nichtsdestotrotz könnte "Bridge of Spies" inhaltlich aktueller und brisanter kaum sein. Die USA wird hier als Gesellschaft gezeichnet, in der (medieninduzierte) Paranoia, politisch-ideologische Verfestigungen und Xenophobie überhand nehmen, Spielberg stellt die Frage, was wahre US-Amerikaner und wahre US-amerikanische Werte noch wert sind, wenn Nationalismus über Recht, Moral und Menschlichkeit gestellt wird.

"Bridge of Spies" spielt im Jahr 1957, Spielberg blickt also auf eine Zeit zurück, in der der Welt und insbesondere der USA die schwierigsten und schlimmsten Phasen des Kalten Krieges (Ausnahme: der Koreakrieg) noch bevor stehen. Explizit wird hier der Mauerbau in Berlin thematisiert. Auf die heutige Zeit übertragen, kommt der Film abseits einer doppelbödigen Anklage (Gerichtsdrama) daher auch einer Warnung und einer dunklen Prophezeihung gleich. "Bridge of Spies" erschien 2015, mittlerweile haben wir das Jahr 2019 und die Prophezeihung droht, sich schrittweise zu bewahrheiten.

Wenn man es so ausdrücken möchte, könnte man "Bridge of Spies" als Spielbergs "To Kill a Mockingbird" bezeichnen, ein Plädoyer für Freiheit und Humanismus, dezent aufgelockert durch Coen´sche Situations- und Dialogkomik und wohlgemerkt sentimentalisiert durch den Soundtrack von Thomas Newman.

Bridge of Spies - Der Unterhändler Bewertung
Bewertung des Films
810
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

MEG Kritik

Suche: Klischees - Biete: Potenzial

Poster Bild
Kritik vom 24.05.2019 von Manisch - 0 Kommentare
Meg war in meiner Wahrnehmung ein kleiner "Geheimtipp" 2018. Zumindest kam es mir so vor, als ob der Film viele positive Meinungen bekam und auch die Trailer waren fast sogar stilvoll. Von daher ist es einer dieser Filme, wo man sich positiv "Ach!" denkt, wenn er als Neuerscheinung beim Streaming-An...
Kritik lesen »

John Wick - Kapitel 3 Kritik

"Si vis pacem, para bellum" - John Wick 3

Poster Bild
Kritik vom 23.05.2019 von ZSSnake - 5 Kommentare
John Wick - inzwischen in Kapitel 3 angekommen, chronologisch innerhalb der Filme inzwischen etwa ne Woche Nonstop Leute am erschießen - ist auf der Flucht. Vor gefühlt jedem Auftragskiller der Welt. Doch findet er genug Verbündete, um seinen dritten Auftritt zu überleben? Krit...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
2 Kommentare
MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
07.03.2019 18:25 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.289 | Reviews: 158 | Hüte: 366

@MobyDick

Zum Einen meine ich damit Spielbergs Plädoyer für Humanismus, Freiheit und Gleichheit (vor dem Gesetz) in Anbetracht der Xenophobie oder Paranoia in der US-amerikanischen Gesellschaft. In "To Kill a Mockingbird" bezogen auf Afroamerikaner, in "Bridge of Spies" bezogen auf Russen.

Zum Anderen meine ich damit die erste Filmhälfte, die sich mit der Verteidigung vor Gericht und dem Familienleben des Rechtsanwalts beschäftigt. In beiden Filmen werden die Kinder mit den gesellschaftlichen Problemen konfrontiert und vom liberalen Vater erzogen.

Ansonsten - aber das ist wohl Zufall - die Zeit, in denen die Filme veröffentlicht wurden. "To Kill a Mockingbird" in den 60ern vor dem Hintergrund der Rassentrennung, "Bridge of Spies" vor dem "Hintergrund" des ansteigenden Isolationismus und der Fremdenfeindlichkeit in den USA und im Europa der zweiten Hälfte der 2010er Jahre.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
07.03.2019 16:49 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.925 | Reviews: 50 | Hüte: 267

Hmm, hast mich durch den Mockingbird-Vergleich zu deinem Review geholt, hätte mir gewünscht, dasss du da mehr zu schreibst als Kreuzvergleich, aber nun gut... guter Film, keine Frage

Dünyayi Kurtaran Adam
Forum Neues Thema