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Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

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Nach 60 Jahren...

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde Kritik

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde Kritik
4 Kommentare - 13.07.2019 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" ist.

Bewertung: 4.5 / 5

Jeder kennt Jules Verne und seine Geschichten, zu denen es zahlreiche Verfilmungen gibt. Warum gerade diese filmische Adaption von der Reise zum Mittelpunkt der Erde besonders sehenswert ist kann man in dieser spoilerfreien Kritik erfahren.

Mal ging es zum Mond, mal tief ins Meer, um die Welt oder auf eine geheimnisvolle Insel. In einem weiteren Roman ging es zum Mittelpunkt der Erde. Zuletzt bekamen seine Geschichten in diesem Jahrtausend in Form von Dwayne Johnson und Brendan Fraser eher komödiantische Slapstick-Verfilmungen. Aber vor allem in den 50er und 60er Jahren sind die besten Adaptionen seiner Bücher erschienen.

Im Jahr 1880 an der Universität von Edinburgh stößt der Geologe Lindenbrook mit einem Studenten auf einen merkwürdigen Stein. Es hat den Anschein als stamme dieser Stein vom Akademiker Arne Saknussemm, welcher vor langer Zeit einst den Mittelpunkt der Erde finden wollte. Die beiden brechen nach Island auf und wollen der Sache nachgehen. Dabei entwickelt sich ein Wettrennen mit einem Kollegen von Lindenbrook.

Es gibt viele Dinge, welche Die Reise zum Mittelpunkt der Erde zu einem starken Film machen. Zunächst ist die Expeditionstruppe zu nennen. Lindenbrook wird vom großartigen James Mason dargestellt und die Chemie zwischen ihm, seinem Studenten Alec, der Dame Carla und dem Isländer Hans ist perfekt. Eine wunderbar ungleiche Truppe, welche sich in jeder Beziehung ergänzt und durch die vielen Unterschiede kommt es zu lustigen, interessanten aber auch herzlichen Situationen. Regisseur Henry Levin hat damals genau den richtigen Zugang zur Geschichte und zu seinen Figuren gefunden und liefert eine makellose Inszenierung ab. Dabei ist der Erzählstil meist sachlich, stets unaufgeregt und komödiantisch wunderbar dosiert.

Weiterhin brilliert der Film von 1959 mit wundervoll gestalteten Szenenbildern. Die vielen verschiedenen Höhlensysteme, Steinformationen und Farbgebungen sind mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und so lässt sich der 60 Jahre alte Streifen auch heute noch wunderbar betrachten.

Bei diesem Abenteuertrip bekommt man ein Gefühl vermittelt, welches atmosphärisch an das Spielen von alten LucasArts Adventuren erinnert, insbesondere Monkey Island und Indiana Jones. Das bezieht sich auch auf die musikalische Untermalung vom Oscar-prämierten Komponisten Bernard Herrmann.

Wie man es von Jules Verne Verfilmungen kennt gibt, gibt es Monster und andere fantasievolle Überraschungen. Stop-Motion-mäßig sind diese Szenen vielleicht nicht mehr State of the Art, aber sie trüben das Gesamtbild nicht.

Toll bei diesem Streifen ist, dass trotz guter Gruppendynamik, Witz, Abenteuer, Szenenbild und Musik ständig der wissenschaftliche Aspekt nicht vernachlässigt wird. Es handelt sich hier schließlich über eine Expedition eines Akademikers, welcher auf den Spuren eines anderen Akademikers wandert und diese akademische Denkweise wird greifbar. Dabei ist nicht zwingend der Realismus gemeint, die Geschichte bleibt fantasievoll sondern es ist die Herangehensweise, welche sich bis zur letzten Szene von der Wissenschaft geprägt ist.

Levin nimmt sich für die Erzählung von Jules Vernes Geschichte knapp über 130 Minuten Zeit, diese schleppen sich jedoch nicht.

Wer gerne mal einen älteren Film schaut und nicht alle 5 Minuten einen platten Witz oder eine CGI-Actionsequenz braucht, einen Hang zum Abenteuerfilm hat sowie den wissenschaftlichen Hintergrund zu schätzen weiß, der sollte sich Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von 1959 anschauen. Möglicherweise kennen ihn die meisten schon, warum dann nicht zum 60. Geburtstag nochmal ansehen?

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde Bewertung
Bewertung des Films
910
DVD & Blu-ray
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4 Kommentare
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TiiN : : Goldkerlchen 2019
15.07.2019 17:51 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.737 | Reviews: 113 | Hüte: 193

@CINEAST

Danke für den Hinweis und den Link zum Podcast. Ich habe mal reingehört, auch ab Minute 30. Aber fands podcastmäßig jetzt nicht soooo gut. Trotzdem schön, dass der Klassiker auch heute noch hier und da Erwähnung findet. smile

20.000 Meilen unter dem Meer steht meiner Meinung nach der Reise zum Mittelpunkt der Erde nur in ganz wenigen Punkten nach und glänzt zudem mit einem starken jungen Kirk Douglas. Evtl. wirds dazu auch mal eine Kritik geben.

MJ-Pat
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CINEAST : : ReReleaser
14.07.2019 23:47 Uhr | Editiert am 14.07.2019 - 23:50 Uhr
0
Dabei seit: 17.11.09 | Posts: 1.340 | Reviews: 5 | Hüte: 34

@Tiin

Der steht auch noch auf meiner Liste, seit ich diese Podcastfolge dazu gehört habe: Spätfilm - Die Reise zum...

Für dich als "Fan" vielleicht auch noch interessant...ab ca. 30min gehts um den Film an sich...die Beiden sind etwas geschwätzig zu Beginn (wie MB80 auch schon feststellen durfte), ist aber sehr sympathisch und informativ... ;)

- CINEAST -

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
14.07.2019 17:37 Uhr | Editiert am 14.07.2019 - 17:37 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 11.774 | Reviews: 168 | Hüte: 384

"In 80 Tagen um die Welt" mit Jackie Chan und "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" mit Brendan Fraser fand ich als seichte Abenteueractionkomödien durchaus in Ordnung, "Die geheimnisvolle Insel" mit The Rock gefiel mir dagegen schon nicht mehr. Dementsprechend könnte es gut sein, dass auch die beiden erstgenannten Filme einem heutigen Rewatch nicht mehr standhalten würden.

Ich gehe ebenfalls davon aus, dass es sich bei den Adaptionen der 50er- und 60er-Jahre um die besseren Film handelt.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
13.07.2019 00:39 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.737 | Reviews: 113 | Hüte: 193

Als anfang der 2000er neue Verfilmungen von Jules Verne erschienen sind war ich anfangs sehr gespannt, war aber wegen der aufgesetzten Komik von Jackie Chan, Brendan Faser oder Dwayne Johnson schnell enttäuscht und lies die Filme links liegen.

Wie ich in der Kritik schrieb sind seine besten Verfilmungen in den 50er und 60er Jahren erschienen. Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (1959) ist dabei meine persönliche Nummer 1, dicht gefolgt von 20.000 Meilen unter den Meer (1954). Die geheimnisvolle Insel (1961) ist ebenfalls ein wunderbarer Streifen. In 80 Tagen um die Welt (1956) bekam damals zwar den Oscar als bester Film und ist auch heute ein ordentlicher Film, aber die anderen drei hier genannten finde ich deutlich besser.

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